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The Love Guns
STALKERs Fresh Act März 2012


NICE BOYS DON´T PLAY ROCK´N´ROLL ist das Motto der Österreicher Niki - guitar, vocals, Arne - lead guitar, Rio – bass, Paul – drums. Deren lauter dreckiger Rock´n´Roll mit nem kräftigen Schuss Punk und frechen Texten geht dermassen ins Ohr, dass wir euch THE LOVE GUNS unbedingt etwas näher vorstellen müssen. Mit dem Treffen in der Band-Zentrale Klagenfurt klappte es leider nicht; das spielt dank moderner Technologie jedoch keine grosse Rolle – wie sich herausstellt, unterscheidet sich ein Web-Chat mit Nik und Rio kaum von einem persönlichen Gespräch – womit der Autorin ausserdem die Übersetzung „Kärntnerisch-Hochdeutsch“ erspart blieb ;)

Wer seid ihr - stellt euch doch kurz mal vor, und wer oder was war seinerzeit fürs Stromgitarre/Mikro/Drumsticks-Anfassen verantwortlich?
Rio: Wir sind THE LOVE GUNS aus dem Provinzcuff Klagenfurt.
Nik: Vier Typen aus einem Provinznest, die semiautobiografisch sich das von der Seele kotzen, was andere als den Sinn des Lebens bezeichnen würden. Also Randsteinpoesie...
Rio: ... der narzisstischen Sorte. Wenn es aber um Hardfacts geht, sind The Love Guns: Nik (voc., git.), Rio (b), Arne (git.) und seit neuestem Paul (dr.). Unser alter Drummer Joey entschied sich für den American Dream und ist nun nine to five. (beide grinsen)


Was macht ihr ausser Musik - also die "richtigen" Jobs, Hobbies etc?
Rio: Wir versuchen eigentlich in allen Belangen unser Ding durchzuziehen, Jobs sind da nicht im klassischen Sinne vorhanden. Eigentlich hat nur Arne einen.
Nik: We tried nine to five, didn´t work! Bin seit 1. Februar wieder arbeitslos. Skaten, die Jungs, Mukke und für viel mehr ist da dann kein Platz!
Rio: Man sollte das jetzt nicht in den falschen Hals kriegen, jeder hat sein Ding am laufen, um über die Runden zu kommen, aber halt eher DIY.

Euer allererstes Musikerlebnis - wann wie wo seid ihr erstmals öffentlich aufgetreten (Kindergarten, Schule)?
Rio: puhh... sei froh, dass du „the brain“ fragst. 17. September 1997 in einem kleinen Loch, aber vor vollem Haus, trotzdem Scheißgig.
Nik: Meine erste Show war `92, hatte aber wenig mit Rock´n´Roll zu tun. Absolvierte 11 Jahre lang eine klassische Posaunenausbildung.
Rio: 11 Jahre? Spinnst du?
Nik: „blow me, blow me like the wind...“

Seit wann macht ihr gemeinsam Musik, wie habt ihr euch kennengelernt und damit angefangen?
Rio: So wie alle guten Stories begann auch unsere an der Bar, genauer gesagt hinter der Bar, in der wohl upgefucktesten Bude, die Klagenfurt für ein paar Jahre zu bieten hatte. Eine Bar ohne Regeln, genau so gehörte sich das um The Love Guns zu formieren. Nik schmiss die Bar damals, was unserem Konsum nicht unförderlich diente.
Nik: Ich hätte die Bar heute noch, wenn mir nicht durch zahlreichste(!) Sperrstundenübertretungen meine Konzession im Februar 2010 entzogen worden wäre. Hey die Bar war Grossstadtgeflüster für Kleinstadtohren. Der einzige Ort in unseren kleinen Stadt, an dem man auch mittwochs zehn Bier trinken konnte, ohne als Alkoholiker durchzugehen.
Rio: Seit Februar 2010, also mit Ende der Bar, spielten wir dann auch live.

Gibt es eine Story hinter dem Bandnamen?
Nik: Der Name ist wohl eine Mixture aus einem damals voll ausgewachsenem Single-Ego und den weisen Worten von Gene Simmons. Das „damals“ soll aber nicht bedeuten, dass wir nicht nach wie vor sexuell sehr engagiert sind... Klaudia. (lacht)

Eure Inspiration, Einflüsse?
Rio: Da gibt es sicher viele, ich denk mal jeder hat da seine eigenen, ich kann nur für mich sagen, dass mich damals als noch nicht mal 10-jähriger „Appetite for Destruction“ von G´N´R und „Bleach“ von Nirvana wie eine Dampflock überfahren haben, und ich glaub diese Erfahrung kann seit damals nichts toppen.
Nik: Ich komm dafür eher aus der Punker-Ecke. Ich glaube meine ersten gekauften Cds waren „Smash“ von The Offspring, „Dish of the Day“ von Fool´s Garden und eine Liveplatte von Motörhead. Die Punkwurzeln mit Bands wie Gang Green oder Reproach halten sich bis heute, wurden nur von der Glamrock-Ecke wie Mötley Crue und Skid Row erweitert. Backyard Babies galten auch lange Zeit als meine absoluten Favoriten.
Rio: Fool´s Garden? Come on... Wenn es aber um Musik geht, die ich mir jetzt so anhöre, kommen da natürlich die guten, niemals sterbenden Bands auf den Plattenteller.


In diesen beiden Songs auf der Bandwebsite (Dirty Sweet, Emotional Whore) und dem Video „One for the team“ - worum geht es hier, um Reales oder um Phantasie?
Nik: Viel Reales, mit dem nötigen r´n´r gepose. Jeder der gegen vier uhr früh an Bargesprächen teilgenommen hat, weiss, dass man oft 30 Prozent übers Ziel hinausschießen muss, um eine richtig gute Geschichte erzählen zu können. Und so ist es auch mit unseren Texten. Man muss ja schließlich sicher gehen, dass jeder weiss, wie dick die Eier wohl wirklich sind.

Wie entstehen eure Texte?
Nik: Wie schon eben erwähnt, sind es Lieder die das Leben schrieb, nur eben mit dem nötigen super pursuit mode.
Rio: Manchmal reicht schon ein markanter Satz, die richtige Thekenparole an der richtigen Bar und wenn´s am nächsten Tag noch immer da ist, ist es es meist Wert, zu Papier gebracht zu werden.

Wo habt ihr die Songs bzw das Video aufgenommen?
Rio: Aufgenommen und gemischt haben wir unsere 11 Tracks in den Stress Studios mit Tom Zwanzger in Graz.
Nik: Gemastert wurde das ganze Ding dann in den Principal Studios bei Münster von Marco Perdacher.
Rio: Das Video ist mehr so als joke passiert, ich dachte mir nach einem Jahr Band, den ersten shows, dem Album usw. wäre es doch ganz sexy, einfach mal ein paar Dinge zusammenzuschneiden. Die Kamera soll uns ja nicht umsonst begleitet haben.

Ihr habt ein Demo erwähnt, und 2 Tracks sind auf eurer Website veröffentlicht - gibt es mehr von den Love Guns, auf Tonträger?
Rio: Wie bereits gesagt, es gibt ein fertiges Album, von den 11 Tracks vertreiben wir aber nur vier als Tonträger. Warum? Keine Ahnung. Es gibt aber auf den verschiedenen Portalen verschiedene Songs. Live zieht der ´one finger salute´ beispielsweise immer sehr gut.
Nik: Es ist so gekommen und passt auch irgendwie so, jetzt heißts dann wieder ins Studio, recorden, rerecorden,..
Rio: …overdubben
Nik: overdubben. ... Es gibt in nächster Zeit einfach genug auf die Fresse und da gehört ein neues full length album und ne menge Livegigs genauso dazu wie der Senf zur Käsekrainer. (= sowas wie Käse-Bratwurst, Anm. d. Red.)

Wie bekommt man die Sachen, ausschliesslich über Download, oder auch CDs, direkt von euch?
Nik: Im Netz gibt´s da einiges, auf den üblichen Portalen, sonst bei unseren Shows, oder einfach anschreiben. Wir antworten noch(!) persönlich. Und meist nackt, wenn es dem wordflow hilft. (lacht) ((Skype + Webcam, wirklich tolle Erfindung, muss ich sagen… die Autorin))


Wo ist euer Proberaum – und wie habt ihr den gekriegt? Weil meiner Erfahrung nach ist das in Ö / Kärnten nicht so einfach... gibt´s Probleme mit euren Nachbarn / Proberaumanrainern?
Rio: Yeah, we got one. Yeah, it´s downtown and No, no-one is pissing in our backyard!

Wie beurteilt ihr die Lage für Rock/Metalbands in Kärnten – ist es besser oder schlechter als früher; und Stichwort Jugendzentren /Rock- Metalkneipen/venues in Klagenfurt – gibt´s noch welche?
Nik: Es ist schlechter als es Ende der 90er war, aber ich glaube mit dem nötigen Engagement kann man es sich nach wie vor ganz gut richten. Man muss nur drauf achten, musikalischen dem kleinen Bergörtchen so rasch wie möglich den Rücken zu kehren und sich nach größerem orientieren. Z´aus sterben die Leit! (in etwa: Nur zu Hause sein, da verrottet man! Anm. d. Red.)
Rio: Ich sehe es gleich bescheiden wie früher, es wurde einem nichts leichter gemacht, aber lassen wir das. Nächstes Thema?

Wie sieht es mit der Szene in Kärnten / Ö allgemein aus - funktioniert nach wie vor das meiste über Band-Eigeninitiative, Austauschgigs etc?
Rio: Die Szene ist ne bitch. Es läuft zwar viel über Austauschgigs, aber der Neid is leider viel größer als die Bereitschaft zur Kooperation.
Nik: Das ist auch der Grund, warum wir das Veranstalten von Shows eingestellt haben, es kam nichts zurück und für uns blieb nur der Aufwand und ein angepisster Gastroveranstalter, weil das Dosenbier noch immer heiliger ist als die Thekenlauge im Plastikbecher. Was voll zu verstehen ist, aber für uns hieß es no money, no bandexchange...
Rio: ... obwohl die Party doch immer sehr fett war, vielleicht sollten wir es doch noch mal durchziehen.

Welches Genre ist denn grad "angesagt" in Ö? Frueher war´s ja Death Metal/Grind...
Rio: Das wüsst ich selber gern. Was angesagt ist, interessiert mich seit 94 nicht mehr (grinst) Ich achte eigentlich nur auf das, was die Bands meiner Freunde machen. DeeCracks oder Boysclub zum Beispiel. Indie, emo, pop-punk or whatever, i don´t give a rat´s ass!
Nik: Zurzeit angesagt ist auf alle Fälle die Elektronikwelle von drum and bass und irgendwelchen Popremixes und diese ganze ‚neues österreich´ Casting-scheiße. Mir fehlt so die Zeit, als bei uns noch local bands wie Beatbrats, Redlightsflash, Sedirity, Rotten Rooters...
Rio: ... Störsender
Nik: ... und Sick of Silence angesagt waren. Und man sich sicher sein konnte, dass man beim nächsten Terrorgruppe Konzert unaufgefordert all seine Freunde traf. Aber hey,... we got a plan...

Träumt ihr von nem Plattendeal?
Nik: Im Moment nicht, wir wollen live rumkommen, unser Album, unseren Merch aus dem Koffer verkaufen und der Rest... what goes around comes around.
Rio: Right!

Wenn ja, wie würdet ihr euch anpreisen (Slogan)?
Nik: Vorsicht, heiß und fettig. (lacht)
Rio: Ich könnte nur ein Zitat von Rose Tattoo anbringen, aber lassen wir das.


Eure Pläne für 2012 - Sommerfestvals, Tour, Demo?
Nik: wir planen gerade eine Tour in Spanien und in der Schweiz und schreiben an neuen Songs, so dass es bald wieder was auf die Ohren gibt.
Rio: Es steht einiges an, Album und live spielen hat natürlich oberste Priorität, am besten informiert man sich dazu auf www.theloveguns.com

Wie wichtig ist aus eurer Sicht heutzutage noch ein Labeldeal – weil „geht eh alles übers Internet“....
Rio: Seh ich auch so, das Netz verstärkt das DIY ungeheuerlich, aber wenn eben das Traumlabel mit dem Traumvertrag winkt... obwohl wie viele Majors gibt´s jetzt eigentlich noch und will man da wirklich hin? The Love Guns auf einem Label mit Katy Perry oder wie sie alle heißen,... no fuckin´ way.
Nik: We´re going with David Hasselhoff!

... z.b. reverbnation – ist das nun die Ablöse von myspace?
Rio: Man findet uns eigentlich überall, denk ich, hoff ich, oder auch egal. Reverbnation, myspace,... die Ablöse von der Ablöse, es kommt immer was neues.

Also wie wichtig is myspace noch für ne Band?
Rio: War in der Rolle als Vorreiter extrem wichtig, mitlerweile benutze ich aber lieber die Konkurrenten. Es gibt nur manchmal Promoter, die unbedingt den Myspace-Link fordern, ich denk, die sollten etwas flexibler werden.

Euer bester / schlechtester Livegig - was ist passiert? Und wie war die Harley Davidson Bike-Week? Is ja eher ein "spezielles" Publikum... wie habt ihr diesen Gig eigentlich gekriegt?
Rio: Jeder Gig ist der beste, weil die Chemie auf der Bühne einfach passt. Außer unser erster, der war, sagen wir mal overboozed. Der Gig am Harleytreffen kam aus dem Nirgendwo. Mein Telefon läutete, ich hob ab und eine Whiskey-Stimme a la Lemmy Kilmister sagte: „Hi, hier ist der ... von den Hell´s Angels, ich hab gehört...“ - strange but true.
Nik: Jeder von uns liebt es einfach zu rocken und abzugehen, wenn dann der Funken auch noch überspringt, perfekt, aber Spass haben wir eigentlich immer, ob im Proberaum oder auf der Bühne.

Welche Wünsche, Erwartungen, Hoffnungen habt ihr so für 2012?
Rio: Neues Album, viele Live-Shows, no drama!
Nik: just give me somethin´ of the rock n roll clichè, honey!

... famous last words?
have you seen this bird?
Wer schießen will soll schießen, nicht quatschen!

www.theloveguns.com



Autor: Klaudia Weber, photos: Band
Eingetragen am: 2012-03-01

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