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Thiermes
STALKERs Fresh Act - Juni 2008


Finnland scheint eine wahrhaft unerschöpfliche Quelle talentierter und interessanter Metal-Bands zu sein. Thiermes aus den tiefsten und dunkelsten Wäldern von Savonlinna sind da ein nettes Beispiel. Lassen wir sie gleich selbst zu Wort kommen.

Hallo zusammen, stellt doch einmal die Band vor, wer seid ihr?
Qraken – Gesang & Gitarre
Thyrm – Gitarre
Bael – Schlagzeug
Idunn – Synthesizer
Kromm - Bass

Wenn ihr Comicfiguren wärt, wer würdet ihr gern sein und warum?
Thyrm wäre Homer Simpson, er ist faul und trinkt viel Bier. Idunn wäre Roadrunner, es scheint als hätte sie die erstaunliche Fähigkeit, an verschiedenen Plätzen gleichzeitig zu sein. Der Rest der Band wäre dann Peräsmies, Korpraali Kanki und Paska Ankka [finnische Comic-Charaktere] schlicht und einfach, weil sie finnisch sind.

Was für eine Art Musik macht ihr?
Wir spielen Pagan Metal. Unsere Musik ist hauptsächlich Black Metal kombiniert mit traditioneller skandinavischer Folk Musik und einem leichten Touch von Old School Heavy Metal.



Wen wollt ihr mit eurer Musik ansprechen oder was wollt ihr mit eurer Musik erreichen?
Wir komponieren und spielen unsere Musik hauptsächlich für uns selbst. Wenn jemand anderes davon einen Kick bekommt, ist das toll, aber grundsätzlich machen wir Musik, um uns zu beschäftigen. Darin sind wir gut, und wir machen das jetzt schon eine Weile, also wurde es ein Teil von dem, was wir sind. Jetzt mit dem Spielen aufzuhören, wäre wie eine Amputation.

Wie hat alles angefangen? Gibt es eine Geschichte zum Bandnamen?
Nun ja, 1999 waren Qraken und Kromm betrunken und gründeten eine Band. In einer Nacht fanden sie Bael und Thyrm in einem dunkeln Wald und sie schlossen sich der Band an, welche Funeral Oath genannt wurde, aus keinem besonderen Grund. Kromm hat diesen Namen erfunden. Später haben wir bemerkt, dass dieser Name nicht länger unsere Musikrichtung repräsentiert und so haben wir uns umbenannt, der Name Thiermes stammt vom lappländischen Gott des Donners ab.

Wer sind eure musikalischen Idole, wer hat euch am meisten beeinflusst?
Die Saiteninstrumente sind hauptsächlich von Black Sabbath, Metallica, Megadeath, den alten Manowar, Enslaved, Rotting Christ, den alten Anathema und anderen inspiriert. Bei den Texten holen wir uns unsere Inspiration von Bands wie Bathory und Primordial. Bücher wie Kalevala und die Edda sind in unseren Texten auch sehr präsent .

Was sind eure persönlichen Top 10 Alben, die ihr auf eine einsame Insel mitnehmen würdet?
Enslaved – Eld
Bathory – Hammerheart
Anathema – Pentecost III
Rotting Christ – Thy Mighty Contract
Hades – Dawn of the Dying Sun
Venom – Black Metal
Absu – Sun Of Tiphareth
Primordial - Storm Before The Calm
Morbid Angel - Covenant
Scatman John - Scatman´s World

Was sonst würdet ihr gerne noch auf einer einsamen Insel dabei haben ?
Eine Brauerei, ein paar Musikinstrumente, Frauen, Leder und die Hölle. Diese Sachen sollten einen seligen Tod garantieren, wenn das Essen und Trinken ausgeht.

Wer schreibt die Musik/Texte, oder sind alle in der Band beteiligt?
Qraken ist zuständig für die Texte bei Thiermes. Er schreibt auch die meiste Musik, und normalerweise macht er auch die Rohaufnahmen mit programmierten Drums, die wir uns zuerst anhören, dann auseinander nehmen und schließlich den Feinschliff für einen kompletten Song dazu geben.

Was macht ihr, wenn ihr gerade nicht mit der Band beschäftigt seit (studieren, arbeiten) ?
Qraken und Thyrm beenden gerade ihr Studium, Idunn hat einen Job, den sie mag, und die anderen mühen sich mit Jobs ab, die sie hassen. Idunn macht auch Promotion-Zeug, sie organisiert zum Beispiel Live-Shows und Pre-Listening Sessions in ihrer Freizeit. Qraken hat noch ein paar andere Band-Projekte, mit denen er beschäftigt ist. Dies beinhaltet die Doom Metal Band „The Wandering Midget“ und ein Ein-Mann Black Metal Projekt namens „Rautavaris“.

Würdet ihr eure Seelen an den Teufel verkaufen, um berühmt zu werden? Oder noch schlimmer, würdet ihr bei Eurovision/Idols/ Big Brother oder Talent Suomi teilnehmen?
Es scheint, als hätte der Teufel unsere Seelen schon, aber wenn wir eine Gelegenheit bekämen, ohne gesetzliche Folgen, denen einen langsamen, schmerzvollen Tod zu bescheren, die für die Existenz dieser Programme verantwortlich sind, dann würden wir nicht eine Sekunde zögern. Wir verachten und hassen jeden, der an so einem Wettbewerb teilgenommen hat, sie haben keine Beachtung verdient.



Wofür würdet ihr euch entscheiden, wenn ihr zwischen Sex, Drogen und Rock´n´ Roll wählen müsstet?
Sex. Aber es gäbe immer noch Heavy Metal, oder?

Was ist euer Traum, woher nehmt ihr eure Motivation?
Wir sind nicht darauf aus, die Welt in einen besseren Ort zu verwandeln, wir versuchen nur, unser eigenes Leben ein bisschen weniger schwer zu machen. Was wir wollen, ist Selbstverwirklichung, und dies hauptsächlich auf die Kosten jener, die dagegen sind. Das beinhaltet Institutionen, die bestrebt sind, die Schwachen auf Kosten der Starken zu unterstützen, indem man Individuen mit Potential einfach unter die graue, abscheuliche Masse menschlichen Mülls mischt. Was uns am meisten inspiriert, ist unsere eigene Kultur und ihre Geschichte. Es ist eine Schande, dass die meisten Dokumente, die damit zu tun haben, vor langer Zeit von christlichen Missionaren zerstört worden. Deshalb unterstützt Thiermes jede Aktivität gegen die parasitäre Bewegung. Es ist ein Krebs, den wir heilen müssen.

Was werdet Ihr tun, wenn es mit der Karriere im Musikbusiness nicht klappt?
Thiermes haben nicht das Verlangen, sich mit dem Musikbusiness auseinanderzusetzen. Für uns ist Musik viel mehr als eine schlechte Ausrede, Geld zu machen.

Was war der aufregendste /enttäuschendste Moment eurer Bandgeschichte?
Der beste Moment war sehr wahrscheinlich, das Konzert in unserer Heimatstadt Savonlinna. In dieser Nacht lag dieses besondere Gefühl von Einheit in der Luft. Wir spielten vor all jenen, die den Werdegang von Thiermes, von den frühen Funeral Oath Tagen zu dem, was wir heute sind, miterlebt haben und diese Gefühle sind schwer zu übertreffen.

Was ist das Absurdeste, das euch je passiert ist?
Nach einem Funeral Oath Konzert lief unser Techniker mit heruntergelassenen Hosen durch das Stadtzentrum von Salo, es war um 5 Uhr nachmittags, da waren Mütter mit ihren kleinen Kindern und ältere Leute überall auf dem Marktplatz und unser Techniker war mehr als betrunken und sehr laut. Er hat ganz schön Aufmerksamkeit auf sich gezogen und bekam auch ein paar sehr wütende und ängstliche Blicke. Eigentlich waren alle unsere gemeinsamen Konzertreisen sehr surreal, in Trance-ähnliche Spektakel. Es scheint so, dass jedes Mal, wenn Thiermes die Grenzen von Savonlinna überschreitet, jedes einzelne Bandmitglied ernsthaft wahnsinnig wird.

Was passierte während eurer besten/ schlechtesten Live Show?
Unsere schlimmste Live-Show war dieses Salo Ding, keinen interessierte es, ob wir da sind oder nicht. Die Vorbereitungen waren scheiße, weil die Band vor uns einen wichtigen Teil vom Schlagzeug mitgenommen hatte und einfach verschwand. Wir mussten in der ganzen Stadt herumrennen, um einzelne Teile vom Drumkit zu bekommen, von welchem wir annahmen, es sei bereits am Set, und wir mussten den Soundcheck auslassen, weil dafür keine Zeit mehr war. Alles war total verstimmt und es klang so scheiße, Qrakens Zunge war trocken wie ein Handschuh, und der Marktplatz, auf dem wir spielten, war voll von verdammten 80-jährigen Großmüttern, die Kartoffeln einkauften.

Ist es im allgemeinen schwieriger für eine Band außerhalb der finnischen Hauptstadtregion? Wie ist die Szene in Savonlinna?
Wir waren noch nie wirklich im Kontakt mit Bands aus der Hauptstadtregion, also können wir auch nicht sagen, ob es anders ist. Wenn die Band funktioniert, spielt es keine Rolle, woher sie kommt, sie wird es wahrscheinlich schaffen, früher oder später.

Es gibt keine wirkliche Szene in Savonlinna, es gibt einige Bands, aber sie sind nicht wirklich erwähnenswert, oder wir haben keinen Kontakt zu ihnen. Aber es gibt da zwei andere Bands, Antarktis Utopia und Suicide Legacy, die mit uns den Proberaum teilen. Sie spielen Death Metal, aber wir kennen keine andere Pagan Metal Band aus Savonlinna.



Auf welchen Song seid ihr am meisten stolz und warum?
Textmäßig wäre es „Devourers of the Sun“, musikalisch „Auringon Pako“. „Devourers“ hat einen bitteren und sehr persönlichen Text, welcher ein Bild von den Fehlern unserer Gesellschaft zeichnet. Es handelt auch von dem Mythos der gesamten finnischen Selbstachtung und ihren Wurzeln. Was den Song „Auringon Pako“ hier erwähnenswert macht, ist die Stimmung, die er verbreitet und die Art, wie er unsere musikalischen Einflüsse zeigt. Es gibt Teile, wo du die typischen Sounds der anderen Bands, die in diesem Interview genannt wurden, hören kannst, was aber keine schlechte Sache ist. Die Struktur des Songs ist total anders und mehr progressiv im Vergleich zu unseren anderen Songs, hauptsächlich deshalb weil „Auringon Pako“ ein Instrumental-Song ist.

Was, denkt ihr, ist cool / scheiße am Musiker Dasein?
Für uns ist es eine Möglichkeit, alles rauszulassen, was in uns brodelt. Wir sind keine Redner, und manche von uns sind sehr unsozial und kommen mit neuen Leuten nicht klar. Das schlechte daran ist, dass Musik uns nicht ernährt oder unser Zuhause im Winter warm hält. Das andere ist, dass wir jetzt, wo wir einen perfekten Weg gefunden haben, unsere Gefühle freizulassen, nicht mehr länger in der Lage sind, mit der Welt um uns herum zu kommunizieren, zumindest nicht mit der selben Intensität wie zuvor.

Mit welcher Band würdet ihr gerne touren?
Manowar natürlich, auch wenn es sehr wahrscheinlich nie passieren wird. Es wäre auch schön, die Bühne mir einer Band zu teilen, die uns zu dieser Art von Musik gebracht hat. Das wären so ziemlich die gleichen Bands, die wir hören würden bei der “einsamen Insel“ Frage. Scatman John nicht inbegriffen.

Was sind eure Pläne für die nahe Zukunft?
Wir arbeiten schon eine Weile an unserem Debütalbum und versuchen jemanden zu finden, der es veröffentlicht. Wir würden auch gerne ein paar Live-Shows spielen, um ein bisschen Werbung für unser Album zu machen. Natürlich ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel mehr geplant. Wir warten ab und sehen, was passiert.
Autor: Sandy Mahrer, photos: Thiermes
Eingetragen am: 2008-05-31

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