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Contorsion
STALKERs Fresh Act – November 2009


In diesem Monat haben wir einen weiteren Fresh Act für euch aus der Schweiz. Spätestens mit Contorsion wird klar, dass auch die Schweiz die ein oder andere geniale Band zu bieten hat. Marc, Sänger der Band, stellt uns die Herren aus dem Kanton Aargau genauer vor.



Hallo zusammen! Wer seid Ihr? Bitte stelle alle Bandmitglieder mit ihren Charakteren und Spleens vor.
Wir sind Contorsion aus dem Kanton Aargau in der Schweiz. Unser Line-Up besteht aus Sime, unserem Leadgitarristen. Er steht auf extravagante Gitarren und treibt uns auf der Bühne immer in den Wahnsinn, da er immer meint, seine Gitarre sei zu leise. Dann ist da noch unser Rhythmus-Gitarrist Luca. Er ist eher ein ruhiger Typ, der es aber faustdick hinter den Ohren haben kann – wenn er denn will. Am Schlagzeug sitzt Mättu mit einem Faible für Tattoos und Horrorfilme. Unser Basser Dani ist ein wenig der Ruhepol – ausser bei Konzerten … da geht er ab und ist meistens der letzte an der Bar. Zum Schluss noch ich, Marc, der Sänger. Ich bin ein absoluter Musikjunkie und probiere, unseren Haufen ein wenig zusammenzuhalten.

Welche Art von Musik macht ihr?
Am Anfang hätte man es Old School Thrash Metal nennen können. Diese Einflüsse sind natürlich immer noch vorhanden, jedoch haben wir in den letzten Jahren immer mehr verschiedene Metal-Stilistiken verarbeitet, da auch die Hörgewohnheiten der Bandmitglieder sehr vielfältig sind. Ich würde sagen, wir spielen einfach Metal!

Wie ist eure Band entstanden? Wo habt ihr euch kennengelernt? Wie lange arbeitet ihr schon zusammen?
Die Band wurde im Sommer 2004 durch Mättu (Schlagzeug) und mich gegründet. Zu dieser Zeit spielte ich Gitarre. Kennengelernt haben wir uns auf Metal-Konzerten in der Region und haben schnell festgestellt, dass wir ähnliche Soundvorlieben hatten. Im Frühling 2005 kam dann Dani (Bass) dazu. Die Suche nach einem weiteren Gitarristen und Sänger erwies sich dann als ziemlich schwierig, bis wir Ende 2006 plötzlich zwei Gitarristen fanden. Aus diesem Grund habe ich dann ans Mikro gewechselt.



Wie seid ihr auf den Bandnamen Contorsion gekommen?
Wir hatten zuerst natürlich mehrere Ideen. Das Wort Contorsion haben wir aus „Contortion“ (Verzerrung) und „Vision“ kombiniert. Sozusagen eine verzerrte oder verdrehte Vision. Dies schien uns ein guter Bandname für unseren Sound und die Texte.

Wer schreibt die Musik/Texte, oder sind alle in der Band dafür verantwortlich?
An der Musik beteiligen sich alle Bandmitglieder. Die ersten Songs waren natürlich vor allem von Dani, Mättu und mir. Sobald aber die zwei Gitarristen eingearbeitet waren, haben sie sich sofort aktiv am Songwriting beteiligt. Die Texte kommen hauptsächlich von mir, jedoch steuert auch Sime (Gitarre) immer wieder ein paar lyrische Ergüsse dazu. Dies gibt die optimale Mischung.

Auf welches Lied seid ihr am meisten stolz und warum?
Es ist sehr schwierig, einzelne Songs herauszupicken. Jeder ist für sich etwas Besonderes und Spezielles. Und jeder in der Band hat andere Lieblingssongs, daher kann man dafür keine pauschale Antwort geben.

Glaubt ihr, dass es für neue Bands in der Schweiz besonders schwierig ist, Fuss in der Szene zu fassen oder glaubt ihr, das ist überall so?
Ich denke, es ist überall schwierig. Klar hat man vielleicht in gewissen Ländern mehr Möglichkeiten oder wird mehr gefördert, aber grundsätzlich haben wir in der Schweiz extrem viele Clubs und Konzertmöglichkeiten – gemessen an der Anzahl der Einwohner. Praktisch jeden Tag kann man irgendwelche Metal-Konzerte besuchen – und oftmals werden dann ja auch Schweizer Bands als Support genommen. Man muss sich halt auch aktiv bemühen und nicht nur auf Anfragen warten. Viele Bands haben das Gefühl, dass alle auf sie warten. Dies ist nicht so. Es gibt so viele coole Metalbands in der Schweiz – da muss man sich platzieren und Initiative zeigen.



Wer sind eure musikalischen Vorbilder? Wer inspiriert euch beim Spielen, Singen?
Generell sind wir sicher von der Thrash Szene beeinflusst. Bands wie Exodus, Metallica, Slayer, Testament und so weiter. Daneben hat natürlich jeder noch so seine eigenen Vorlieben, welche von Motörhead, Children Of Bodom, Pantera, Machine Head bis hin zu Nevermore reichen.

Was macht ihr, wenn ihr nicht in der Band seid (studieren, arbeiten)?
Wir arbeiten alle zusammen ganztags in „normalen“ Jobs. Auch da ist die Bandbreite groß: Logistik, IT, Kurierfahrer usw.

Was war der seltsamste Ort, an dem ihr je gespielt habt?
Das war eine Art Bar, welche maximal 6x12 Meter groß war und eine gnadenlos zu kleine PA mit einem 5-Kanal-Mischpult hatte. Aber der Gig war sensationell und die Party danach legendär.

Habt ihr neben Contorsion noch andere Musikprojekte?
Zum Teil sind einige von uns noch in anderen Bands aktiv. Sime spielt seit Jahren in der Punk’n’Roll-Band „The Rats“, Dani spielt zwischendurch auch in einigen Projekten mit und ich habe noch die Metal-Coverband „Bloody Horseface“ am Start.

Was findet ihr total cool/total scheisse am Musikerdasein?
Cool ist das Musik machen, Songs schreiben, an den Konzerten abzurocken und natürlich auch miteinander zu feiern. Nicht so toll ist natürlich, wenn man trotzdem immer noch ganztags arbeiten muss – denn die Rechnungen müssen ja auch bezahlt werden.



Was war der aufregendste / enttäuschendste Augenblick in eurer Bandgeschichte?
Der aufregendste steht noch bevor: die Veröffentlichung unserer CD und wie sie von den Leuten aufgenommen wird. Daneben waren natürlich auch die Gigs als Support von Cataract, Born From Pain oder One Man Army And The Undead Quartett eine tolle Sache. Am enttäuschendsten waren wohl all die „Möchtegern“-Musiker, welche unbedingt bei uns vorspielen wollten und einfach nicht aufgetaucht sind. Oder es scheinbar cool fanden, sich aber nie mehr gemeldet haben – nicht das wir einen von denen ins Line-Up aufnehmen wollten, aber ich denke, es wäre einfach Anstand, abzusagen oder sich zu melden. Ansonsten sind wir bis jetzt größtenteils vor Enttäuschungen verschont gewesen. Dies hängt sicher auch damit zusammen, dass wir fast alle schon über 30 sind und uns keine Illusionen machen und mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Bei uns steht der Spaß an der Musik im Vordergrund.

Mit welcher Band würdet ihr gerne auf Tour gehen?
Da gibt es natürlich viele Träume – Exodus, Slayer oder Testament wären natürlich das Größte. Aber grundsätzlich wäre es natürlich schön, einfach auf Tour zu gehen – egal mit wem.

Wie sehen eure Pläne für dieses Jahr noch aus ?
Unsere CD „Solace Through Lies“ sollte demnächst im Eigenvertrieb veröffentlicht werden. Im Winter sind wir auch vermehrt wieder auf den Schweizer Bühnen anzutreffen. Die aktuellen Daten findet man immer unter www.contorsion.ch.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Glück.


Autor: Sandy Mahrer, photos: Contorsion
Eingetragen am: 2009-11-01

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