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OMVF - Oulun Musiikkivideofestivaali 2010

2010-09-18
Stadt / City Oulu 
Land / Country FIN 
Web www.omvf.net
 
Veranstaltungsort:
Location
var. in Oulu 
Datum / Date25.-29.8.2010 
Bildergalerie / Picturegalerie omvf_2010 
Photos: Mikko Arhippainen, Jarkko Heikkinen, Joonas Kerttula, Vesa Tyni, Omvf 

Das „Oulu Musikvideo Festival“, kurz OMVF, gibt es schon seit 1994 in dieser finnischen Stadt nahe dem Polarkreis, wobei der Musik und dem beweglichen Bild gehuldigt wird. OMVF wurde von Musikvideo-produzierenden Studenten gegründet, ist umfangreich gewachsen und beinhaltet nun auch längere Filme, Live Musik (diesmal als Stargäste OK Go am Eröffnungsabend), Clubs und alles was so mit einem Festival zusammenhängt. Beendet wird es mit der Pumpeligaala (der Name macht genau so viel Sinn im Finnischen wie im Deutschen), wo die besten Musikvideos des Jahres ausgezeichnet werden. Und damit man nicht zwei Mal nach Oulu fahren muss, wird seit 15 Jahren auch die Freak-Show der Luftgitarren-Weltmeisterschaft mit OMVF gleichzeitig veranstaltet, und zwar entweder in den letzten warmen Tagen des Sommers oder in den ersten kalten Tage des Herbstes. Diesmal war es der letztgenannte Zeitpunkt, von 25.8. bis 29.8.2010.
Trotz der zum Teil halb leeren – oder halb vollen - Studios und Kinsosäle hat sich die Besucherzahl der Musikvideofestival dieses Jahr erhöht; rund 13500 Leute haben während dieser fünf Tage an dem Festival teilgenommen.


Sofort nach dem Einchecken im Hotel ging ich am Donnerstag, den 26.8 zum Hauptveranstaltungsort Valve, wo die meisten Shows stattfanden. Jukka Takalo, ein renommierter Musikvideo Regisseur und der Frontman der in der Mitte der 80er Jahren gegründeter Band Aknestik, wurde als erster Musikvideoregisseur.unter die Lupe genommen. Takalo gehört auch zu den Gründern des Air Guitar Festivals. Der sympatische, lockenhaarige Mann nahm sein circa 10köpfiges Publikum leicht ein, in dem er eine mit Süßigkeiten gefüllte Plastiktüte weiterreichte. Er zeigte immer ein paar Filme in chronologischer Reihenfolge und erzählte nette biographische Details dazu. Es waren genau diese Informationen, die jene Videos speziell machten. Allerdings ich muss zugeben, dass meine Aufmerksamkeit nicht auf der Storyline der Filme lag, nach dem ich wusste, dass die Dame im Film, die im Bad sitzt oder mit Takalo Hand in Hand am Strand geht, seine damalige Freundin war. Ich habe mich nur die ganze Zeit gefragt, wie er sich fühlen muss wenn er all diese Filme wieder sieht. Es ging nicht nur um eine Ex-Freundin. Es war, als ob wildfremde Leute sein privates Photoalbum anschauen. Jedes Mal wenn das Licht wieder eingeschaltet wurde, war es mir nur peinlich, so wie jedes Mal, wenn ich ihm beim Festival irgendwo begegnete. Ohne Takalo und seine Informationen wären es nur circa 15 nette Musikvideos gewesen, wo die jeweiligen Zeiten und Trends auf mehr oder weniger zeitlose Weise dargestellt wurden. Was auch kein schlechter Anfang für die folgenden OMVF Tage gewesen wäre.


Als nächstes war wieder ein lieber Finne dran, Karri Miettinen aka Paleface. Paleface ist ein Hip-Hop Musiker, der bisher immer auf englisch reimte, aber im September 2010 veröffentlicht er sein erstes finnisches Album. Carte Blanche nennt sich die Veranstaltung, wo Prominente selbst ausgesuchte Filme vorspielen. Paleface, der später vor dem Finale der Air Guitar Welt Meisterschaft auftrat, wollte uns Videos unter dem Motto „Auch wenn MTV stirbt, stirbt Musikvideo nicht“ zeigen. Das unzensierte Video „Smack my Bitch up“ von Prodigy bekam seitens des Publikums einen besonderen Dank und die Künstlerische Leiterin des Festivals Taina Ronkainen meinte, dass sie eine extra Erlaubnis von dem Regisseur Jonas Åkerlund bekamen, um die lange und unzensierte Version zeigen zu können. Gegen Ende zeigte Paleface auch ein paar einheimische Hip-Hop Videos und erwähnte dabei, dass langsam die Minderheiten, wie Roma und Sinti, und einige Immigranten die finnische Hip-Hop Szene beeinflussen. Zum Schluss zeigte Paleface noch zwei eigene Videos, „Back to square one“ und „Gently“. Er wollte zeigen, wie der unglaublich effektvolle Trend der 90er Jahre, wo der Hauptcharakter des Filmes einfach auf der Straße geht und in die Kamera schaut, auch die Regisseure seiner Filme dermassen beeinflusste, dass diese geniale Methode in zwei seiner Musikvideos eingesetzt wurde. Paleface spricht gern und man hört ihn auch gern zu, deswegen ist es schade, dass es nicht viel Zeit immer zwischen der Filme für Gespräche gab. Ich persönlich hätte auf ein paar Videos verzichten können, wenn es schon jemanden gab, der bereit für mehr Diskussion als nur für Moderieren war.


Bald nach dem Paleface den Saal verliess, lockte der Musiker Samuli Putro ein paar Leute mehr an. Putro suchte immer zwei Filme aus, die ungefähr in der gleichen Zeit gemacht waren; jeweils einen aus den USA und einen aus Finnland. Die Filme waren von den 80er bis 90er Jahren und obwohl man die Mode dieser Jahrzehnte heute auf den Straßen bewundern kann, war ich wegen der Ästhetik und dem Storytelling der damalige Zeit verblüfft. Interessanterweise hatte Putro zahlreiche Gedanken zur Position der Frau in Musikbusiness. Zum Beispiel, fragte er sich ob eine Frau hier ihren Platz nur mit einer langen Karriere verdienen kann, wobei es einem Mann genügt, wenn er ein cooler Typ ist. Als Beispiele nannte Putro Tina Turner und die finnische Sängerin Maarit Hurmerinta. Leider griff der Co-Moderator nicht zu eifrig Putros Theorien auf. Der Moderator beendete die Diskussion allerdings mit einer unbestreitbaren Aussage; „Das einzige was nicht alt wird, ist Heavy Metal.“ Mag sein.


Noch als drittes Ereignis des Tages war das Finale der Air Guitar Welt Meisterschaft. Ein echter Luftgitarrist muss anscheinend, egal wie das Wetter ist, in engen Hosen, am besten ohne Oberköperbekleidung performen. Trotz der Kälte kamen um die 8000 Leute zum Hafen, um den 15. Geburtstag des Contests zu feiern.

Zwei Franzosen besetzten die zwei ersten Plätze: Egal ob wegen seiner goldenen Hosen oder wegen seiner akrobatische Art, die Gitarre zu behandeln, gewann schon zum zweiten Mal Sylvain „Günther Love“ Quimene mit 33,9 Punkte den Weltmeisterschaft. Als zweite Gitarristin kam Soraya „Eva Gina Runner“ Garlenq mit 33,4 Punkte. Den dritten Platz nahm der Kanadier Cole Manson, der sich auch Johny Utah nennt.

Luftgitarren-WM 2010 Ergebnistabelle:
1. Sylvain “Günther Love” Quimene (FR) 33,9
2. Soraya “Eva Gina Runner” Garlenq (FR) 33,4
3. Cole “Johnny Utah” Manson (CA) 33,1
4. Corentin “AirGus” Fermont (BE) 32,6
5. Chuah “L-Bird” Eng Beng (MY) 32,5
6. Aapo “Little Angus” Rautio (FI) 32,4
6. Kevin “Narvalwaker” Leloux (BE) 32,4
8. Cameron “Tommy Thundah” Bunney (AU) 32,3
9. Toshihiko “SUNANEY” Sunabe (JP) 32,1
10. Peter “Pete Peacemaker” Kuriscák (SK) 31,4
11. Matt "Romeo DanceCheetah" Cornelison (US 16,0
12. Christian  ”Heart Buckboard” Sweep (DE) 15,8
13. Kirill “Your Daddy” Blumenkrantz (RU) 15,7
13. Karla "Gotika" Mendoza (MX) 15,7
15. Thom "W!ld Th!ng 37" Wilding (UK) 15,5
16. Bedrich"Mr Babinoska" Levi (CZ) 15,4
17. Dirk "Swiss Dirty Airy" Lüdi (CH) 15,2
17. Eero "Oulun oma poika" Ojala (FI) 15,2
19. Rezo  "Baron horse-stealer" Gamrekelidze (UA) 15,1
20. Soren "Big G" Stenbjerg Gregersen (DK) 15,0
21. Deku "Deku Chan" Chan (IE) 14,9
22. Alan "Xirtam" Foster (BR) 14,8
23. Alexander "Devilseducer" Gott (RU) 14,6


Der Samstag war für M.A Numminen und für die merkwürdige Pumpeligaala reserviert. Der bereits 70 jährige Künstler Numminen wurde mit einem „Happy Birthday“ Gesang zu dem Jubiläums-Show seiner Karriere willkommen geheissen. Numminen war kritisch aufgelegt; besonders bezogen auf Yle, den finnischen Sender, da sie hier einige seine Filme nur ein Mal in der Öffentlichkeit gezeigt hatten, oder auch wenn er Filme Yle angeboten hatte, diese keine Interesse zeigten. Immer wieder war zwischen den Zeilen zu lesen, dass er auch das finnische Publikum kritisierte, in dem er es mit dem deutschen oder schwedischen verglich. Zum Beispiel sein Kurzfilm über finnische Barkultur wurde nur in Deutschland hoch geschätzt. Zu der Frage einer lachende Dame, warum er in Pyjamas tanzt, in die Kamera schaut und dabei Wittgenstein liest, antwortete er: „Das merken Sie ja auch selbst! Auf der Weise macht Philosophie mehr Spaß“.

Ich hatte keine Ahnung, was ich von der Pumpeligaala erwarten sollte, und war erstaunt, wie viel die Veranstalter sich hier bemüht hatten. Es gab Live Musik und mehrere Tanz-Shows und die Moderatorin Katja Ståhl zog ihre Rollen, ob als Sexy Priesterin, als Blume und als Glamour Dame einfach toll durch. Allerdings weiß ich nicht warum sie diese Art, die Regisseure zu interviewen, an den Tag legte; sie gab ihnen keine Chanse sich zu äußern, sondern laberte einfach die Leute blöd an. Daher gab es keine „Ich danke den Gott und meinen Eltern“ Reden.

Fazit: Die OMVF Mitarbeiter waren super nett; berücksichtigten sowohl das Publikum, das manchmal zu spät kam, aber auch die Gäste, die gerade auf der Bühne waren; die Stimmung war von Seite der Moderatoren easy-going aber wie gesagt, manchmal wäre ein bisschen mehr Zeit für Diskussion nicht schlecht gewesen. Air Guitar Contest wurde mit einem Feuerwerk über der See beendet, als die Gewinner in offensichtlich fairem Teamgeist feierten, bei der Pumpeligaala waren zwei riesige Screens für die Siegervideos aufgestellt, im Freien gabs genug Orte fürs leibliche Wohl und dessen Gegenteil; das Fest selbst wurde in einem riesigen Zirkuszelt durchgeführt, und es waren genug Leute dabei, um die Stimmung zu verstärken. Show-Value und flüssige Organisation gingen Hand in Hand.
Als Gesamtbewertung für die Luftgitarren WM und für die Musikvideofestival gebe ich daher



http://www.omvf.net
http://www.airguitarworldchampionships.com/



Marianne Tiihonen


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