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Nummirock 2013 - Bands, Beer and Bugs

2013-06-27
Stadt / City Kauhajoki 
Land / Country FIN 
Web www.nummirock.fi/2013/
 
Veranstaltungsort:
Location
Nummijärvi 
Datum / DateJune 20 to 22 
Bildergalerie / Picturegalerie Nummirock13 
Photos: Nicola Holmes 

Die Fahrt von Helsinki zum Nummirock dauerte lange. Eingequetscht zwischen zwei anderen Leuten hinten in einem kleinen Auto, fragte ich mich des öfteren, warum ich mir diesen langen Trip mitten im Sommer antue. Das Wochenende beantwortete diese Frage auf eine Weise, dass ich mich jetzt schon auf das nächste Jahr freue. Nummirock dreht sich nicht nur um Bands, es ist die gesamte Atmosphäre dieses Festivals an einem Mittsommer-Wochenende, mitten im Nirgendwo.

Autos kamen schon seit Tagen hier an, aber viele hatten ihre Ankunft genau zu Beginn der ersten Konzerte am Donnerstag geplant. Meine Reisegemeinschaft schaffte es gerade noch zum Camping-Areal ein paar Minuten vor Beginn der ersten Band:

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Pain Confessor
traten auf der Koff Live Stage auf. Perfekte Lage genau neben der Bar, erlaubte diese kleinste der Nummirock Bühnen, den Bands näher zu kommen und dabei auch ein Bier zu trinken. Es war die einzige Bühne, die am Donnerstag am Betrieb war, mit Battle Beast als Headlinern.

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Sängerin Noora Louhimo brachte die Menge zum Toben, als sich die erste Nummirock Nacht voll entfaltete. Sogar die minderjährigen ZuschauerInnen, die knapp vor dem Bühnenbereich bleiben mussten, kamen voll in Stimmung. Als sich die Menschenmenge schliesslich vom Festival- zum Campingareal begab, wurde klar, dass an Schlaf wohl nicht zu denken war. Es wurde gegrillt, getrunken und Musik aufgedreht, und in der hellen finnischen Mitsommernacht feierten die Leute und lernten sich näher kennen; es gab sogar einen Camper, der eine vollständige Karaoke-Anlage mit dabei hatte.

Die Nacht wurde langsam ruhig, gegen 8 Uhr wagten sich die ersten in eiskalte Duschen, während andere noch schlummerten. Da die erste Band nicht vor 13:00 auf der Bühne stehen sollte, verbrachten die meisten die Hitze des ersten Festival-Vormittags lieber mit Schlafen und Energie tanken. Ich hörte mir Edge of Haze von den Campingplatz-Kaffeeautomaten aus an, begab mich wenig später aber doch auf das Gelände, um mir die energiegeladene Folk-Band
Eläkeläiset.

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anzusehen. Es gibt nicht so viele Acts, die eine Metal-Menge zum Ausflippen bzw. Polonaise-Formen und Swing-Tanzen bringen, aber diese Band machte an diesem Wochenende wohl am meisten Spass. Eine nette Methode aufzuwachen (abgesehen von einer wachsenden Energy-Drink-Sucht).
Die nächste Band, die meine volle Aufmerksamkeit erhielt, war Ghost Brigade. Deren atmosphärischer Doom hat bereits viele Anhänger gefunden, die sich an der Infernostage der Musik hingaben. Jene, die lieber weitertranken, beobachteten das Geschehen aufmerksam vom nahegelegenen Bargelände aus.

Als sich der Tag neigte, suchten einige Leute nach Essen, andere nach Getränken. Am Campingareal war den ganzen Tag über viel los, denn die Leute hatten sich zwischen Mokoma, the Shining und anderen Tätigkeiten, wie Schwimmen, Sauna und Grillen zu entscheiden. Am späteren Mittsommerabend wurde es Zeit für die Wikinger Amon Amarth , die ihre Energie in eine immer grösser werdende Menschenmenge feuerten. Jene, die den ganzen Tag über am Campingplatz gelümmelt hatten, oder am See, begaben sich nun ebenfalls aufs Festivalgelände.

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Behexen füllten die Koffstage mit blutigen schwarzen Ritualen in der hellen Mitternachtssonne. Ensiferum (Startfoto) verwandelten die Menge vor der Infernostage in eine kriegerische Meute – viele trugen Kriegsbemalung, Kilts und Fellkleidung. Nahe Mitternacht wurde der Mittsommer mit Wintersun auf der Hauptbühne begrüsst.

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Deren epische Metalsymphonien versammelte die Fans, die enthusiastischen konnten gar nicht nahe genug an der Bühne sein, während andere das Konzert lieber vom Waldrand aus genossen. Den Abschluss des zweiten Tages bildeten Omnium Gatherum auf der Koffstage mit ihrem Melodic Death, für all jene, die jeden einzelnen musikalischen Moment dieses Abends geniessen wollten.

Wie schon am Vortag kam das Camp in der Nacht nicht zur Ruhe. Überall stiegen Parties und es wurden neue Freundschaften geschlossen. Der dritte Tag begann sogar noch später, um 14:00, also kamen viele bis in den Sonntag hinein kaum mal zum Schlafen. Das war auch für mich der Fall, und gottlob war die Schlange an der kalten Dusche kurz und es gab reichlich heissen Kaffee. Bei einem Trip zum nächsten Laden konnte ich auch mein Telefon wieder aufladen, und die kurze kühle Nacht brachte viele dazu, lieber am Tag ausserhalb ihrer Zelte zu schlummern - ausgebreitet auf dem Gras wie Rasenornamente.

Einige schafften es zur ersten Band auf der Infernostage Nicole , und noch einige mehr zu Kalmah auf der Hauptbühne. Die spektakulärste Stageshow hatten wohl die Rocker aus Hämeenlinna, Dirge Eternal mit Zombie-Krankenschwestern und einem Exorzismus.

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Insomnium schmetterten am frühen Abend ihre berührenden Melodien von der Hauptbühne und füllten so schnell das Areal für die letzte Festivalnacht.
Bloodred Hourglass, Chelsea Grin und Soilwork hielten ihre Fans die nächsten paar Stunden auf Trab, die Leute tranken, feierten und tanzten hin zum Höhepunkt der Mitsommernacht. Zuerst beschlossen Mors Principium Est das Festival auf der Koffstage, wo auch die Menge mitsang und ihre Becher erhob. Bald danach präsentierten sich kleinere Bands auf einer Free Jam Stage nahe der Infernobühne und beschlossen den Festivaltag mit einigen Coversongs.

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Die letzten Reserven holten dann noch Rythmihäirio auf der Infernostage aus den Leuten heraus und brachten sie tatsächlich zum Moshen. Die an der Bar hoben ihre Tassen zur Ehre der angeheiterten Metaller, die hier volle Pulle gaben. Den Abschluss des Festivals bildete der Auftritt von
Children of Bodom.

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Mit alten Hits und neuen Songs zeigten diese Jungs aus Espoo, warum sie diesen Level an Erfolg erreichten und wahre Legionen von loyalen Fans inspirieren. Ein entschlossener Fan der Band aus den USA hatte sich schon viel früher am Zaun eingefunden, um sich den besten Platz zu sichern. Ich habe sie später nicht mehr gesehen, aber ich vermute, dass sie das Konzert gekriegt hat, das sie sich erhoffte. Ich begab mich während der letzten Bodom songs noch schnell zur Koff Live Bar und sah mir den Rest des Konzerts von dort aus an, wo ich dann auch beschloss, auch nächstes Jahr wieder zum Nummirock zu kommen.

Am Schild steht: “Janne, willst du mich heiraten?” Mehr Fotos in der Galerie, Link oben!

Und nein. Wieder kein Schlaf am Campingplatz. Das ist Nummirock. Es geht nicht nur um die Bands, sondern auch ums Camping, Leute-Kennenlernen, den endlosen Sonnenschein an einem finnischen Mittsommer und das Erlebnis eines Festivals fern der Zivilisation.

RATING: 9.5/10 (den halben Punkt Abzug, weil die Hälfte der Damentoiletten am Freitag schon nicht mehr funktionierten)


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Nicola Holmes, transl. K. Weber


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9.5/10



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