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Michelle Darkness: Ich will dieses Leben nicht noch einmal leben

Michelle Darkness, der Sänger der deutschen Doom Rocker END OF GREEN, versüßt uns das Leben mit seinem ersten Solo Album, das voraussichtlich im Oktober über AFM Records veröffentlicht wird. STALKER hat Michelle – der nur selten Interviews gibt - in den Sonic Pump Studios in Finnland getroffen und durfte die Lieder vorab anhören.

Dass ihm das Album sehr am Herzen liegt ist klar, denn jahrelange Arbeit und drei Wochen Stress pur gehen nicht spurlos an einem vorbei. Die erste Listening Session hörte sich schon grandios an, der sagenhafte Ausblick im Studio auf das Meer hinaus bot das richtige Ambiente für diese Düster Rock Melodien. Geniale Grooves, die ins Blut gehen; die melancholischen Einflüsse Finnlands sind in den 13 Songs zu erkennen, darunter drei Coverversionen, „Pet Cemetary“, „Sound Of Silence“, “Love will Tear us Apart”. Letzterer ist ein wunderschönes Duett, das zu Tränen rührt. Weitere Songs auf dem Album sind “Raging Fire”, „Darkland City” und “My Sweet”, aber wir wollen ja nicht schon jetzt alles verraten ...



Für Leute, die dich nicht kennen, kannst du uns vielleicht etwas zu deiner Person und deinen musikalischen Hintergründen verraten?
Angefangen hat es ca. 1992, da habe ich mir spaßhalber eine Gitarre gekauft und angefangen, damals noch mit einem anderen Sänger, so Deutsch-Punk Lieder zu schreiben, und dann haben wir Matthias kennen gelernt, der ja heute immer noch der Schlagzeuger von End Of Green ist, damals war er elf oder zwölf. (lacht) Dann kam Oli dazu, den haben wir per Zufall in einer Kneipe kennen gelernt und den Rest der Band eigentlich auch mehr per Zufall irgendwo aufgelesen.

Wie geht´s dir im Moment? Wir haben gehört, dass du krank warst und Konzerte mit End Of Green absagen musstest.
Ja, ein Konzert, aber ich bin halt so ein bisschen dauerkrank wegen den Zähnen. 2003 musste ich einen Teil der Tour absagen, weil mir der Kiefer fast durchgebrochen ist, und seit dem bin ich halt ständig in Behandlung. Im Moment geht´s mir gut, Antibiotika macht´s möglich. (lacht)

Wir kennen deine Arbeit bei End Of Green, was dürfen den die Fans von deinem Soloalbum erwarten?
Em.. ich glaube nicht, dass es einen großen Unterschied gibt, aber sehr wahrscheinlich ist es einfach experimenteller mit Einflüssen aus den 80ern, und es ist ein bisschen härterer Stoff.

Heißt das, dass dein Soloalbum mehr deiner Person entspricht, dass mehr du selbst bist?
Ja, alle Songs sind so, wie ich sie mir vorstelle. Es gibt auch noch kein Live-Line-up, weil ich bis jetzt alles selber gemacht habe. Das wollte ich schon immer mal machen. Ich habe zu Hause viel aufgenommen am Computer.



Dann ist in dem Fall noch keine Tour in Planung?
Nein, weil wie gesagt das Line-up noch fehlt, und dann muss man das Ganze noch Proben etc. Und das Album wird ja erst im Oktober veröffentlicht.

Warum hast du dich dazu entschlossen, dein Soloalbum in Finnland aufzunehmen?
Ich stehe auf den Sound hier oben, eines meiner größten Vorbilder - kennt wahrscheinlich keiner - “Bay Laurel” kommt aus Skandinavien, und allein der Lifestyle hier ist ganz anders. Wenn du hier morgens das Radio anstellst, läuft immer Rock, bei uns ist es ja eine Katastrophe. Im Radio Rock und so ist einfach super, komplett was anderes, mal weg von Deutschland, und es gibt dir den besonderen Spirit. Alles lockerer auch mit Nino, nur gesehen und schon gekannt, und ich kannte ihn ja vorher nicht. Nee, echt geil, wirklich super.

Also denkst du, es war ein positiver Entschluss, hierher zu kommen?
Ja, auf jeden Fall, ich werde sehr wahrscheinlich das nächste Mal wieder hierher kommen, einfach besser vorbereitet, mehr Zeit fürs Schlagzeug programmieren und so. Halt einfach mehr Zeit, denn dass Studio war nur noch diese drei Wochen frei und sonst ausgebucht.

Wie verbringst du hier deine Zeit, wenn du nicht gerade im Studio bist?
Ich war im Lost & Found, im Inferno und in noch weiteren Bars. Naja, wir hatten ne kleine Rundfahrt mit dem Auto, so um den Ring am Meer entlang. Ich habe zwei neue Freunde hier den chinesischen Kioskbesitzer und den türkischen Pizzabäcker. Aber ansonsten ist es eigentlich richtig langweilig, ich sehe viel TV. Nee, ansonsten gibt´s ja hier im Studio was zu tun. Und ich muss ja auch schon morgens um 8 zum Frühstück, weil da ist´s am besten. (lacht) Das war lustig, letzte Woche war so ein Tennisturnier, alle in weiss gekleidet, und ich schon morgens das schwarze Schaf, das reinkam. Und alle so “uhh”, naja …..(lacht)
Aber ich habe immer noch keinen Elch gesehen……

Oh, das wird schwierig, da musst du weit in den Norden
Ja da muss ich weit rauf … Naja, ich habe ein ganz anders Verhältnis zu Finnland, hier ist es immer hell und warm, und ja….

Du solltest mal im Winter hier her kommen
Oh ja, vielleicht mal auf Urlaub (lacht)



Auf dem Album wird es ja einige Überraschungen geben, diverse Duette mit finnischen Künstlern etc. Kannst du uns verraten, wie es dazu kam und was uns erwarten wird bzw. wer die Künstler sind?
Also, zum einen Mika von Entwine und Hanna Pakarinen (bekannt vom 2007 Eurovisions-Contest, Anm. d. Red.), Nino (Laurene, Produzent und Besitzer des Sonic Pump Studios, Anm. d. Red.) hat selbst Gitarre gespielt, einige Solos, und auch Thunderstone-Sänger Pasi hat noch ein bisschen was beigesteuert, Chöre und so. Wie´s dazu kam? Naja, ich habe mit Nino abgecheckt, was passen würde und wir überlegten gerade, aus “Love Will Tear Us Apart” ein Duett zu machen, da kam Hannas Video im Fernsehen. Nino meinte er kenne sie und sie sei wahrscheinlich dazu bereit, das zu machen und hatte auch Zeit. Wir wollten eigentlich Jyrki von The 69 Eyes für das „Pet Cemetary“ Cover, aber der ist irgendwo Lost in L.A. Naja, ich denke ihre Stimme passt sehr gut, sie hat so was Rockiges, nicht das übliche hohe, das wollte ich einfach nicht, das hätte auch nicht gepasst.

Was die Fans von End Of Green sicher wissen wollen ist, ob deine Solokarriere das Aus für die Band bedeutet?
Nö, ich bin in so vielen Bands und ich habe so viele Projekte, die auch was komplett Anderes sind, für mich ist das also kein Problem, dass ich da was vernachlässigen würde. Ich bin halt Vollzeit-Musiker.

Warum hast du dich gerade für diese drei Coversongs entschieden?
Weil sie einfach zu mir passen und ich ein grosser Joy Division Fan bin. Und Pet Cemetary passt auch vielleicht gerade, weil ich das Leben nicht noch mal leben will. Und Sound of Silence, ist eher vergewaltigt, ich finde den Text einfach gut… passend.

Woher nimmst du die Inspiration für deine Songs, hast du irgendwelche Idole?
Nee, habe ich nicht, es kommt alles von hier drin. Vom Leben… es sind halt alles persönliche Texte. Ich rede eigentlich nicht darüber, weil ich finde, jeder soll es selbst interpretieren und seine eigene Geschichte schreiben, und viele kommen dann auch auf mich zu: “Ja, ich glaub ich weiss, was du meinst”. Und das ist ok.



Gibt es einen Song auf dem Album, der für dich der wichtigste ist oder wo du am meisten Herz und Seele rein steckst?
Mmm... Gute Frage …. Ich habe jetzt nicht wirklich soo… nunja, den habt ihr noch nicht gehört, der heisst Dope Crawler, ist ein bisschen doomiger, und auch Raising Fire - es steckt halt in allem was drin ..

Ok, vielleicht noch letzte Worte an die Fans?
Ja, ein riesengroßes Dankeschön, dass ihr das möglich macht, weil ohne Fans gäbe es auch das hier nicht.


Nochmals herzlichen Dank an Michelle für das nette Interview, und an Nino Laurene für die interessanten Einblicke in sein Sonic Pump Studio.



Autor: Sandy Mahrer, photos Julia S., transl. K. Weber
Eingetragen am: 2007-09-05

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