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Saltatio Mortis: Moderne Spielleute

Wir schreiben das Jahr 2000: Sieben jungen Recken - mit unterschiedlichsten musikalischen Wurzeln – finden sich zusammen, denn sie haben eine gemeinsame Passion, die sie verbindet: Die Liebe zum Mittelalter, ganz besonders der Mittelalter Musik. Schnell ist eine neue Formation gegründet und Saltatio Mortis wird geboren. Die Totentänzer aus dem süddeutschen Raum fangen schnell an, sich auf Mittelaltermärkten die Gunst der Zuhörer zu erspielen. Doch nicht nur mit ihrer Musik ziehen die Spielleute das Volk in ihren Bann, sondern auch mit jeder Menge Unterhaltung in ihren spektakulären Shows erobern sie die Herzen des Publikums – getreu dem Motto „Wer tanzt, stirbt nicht“ – im Sturm.



Rein akustisch mit unverfälschtem historischen Repertoire, aber auch elektronisch verstärkt mit modernen Instrumenten schaffen es Saltatio Mortis, die Menge mit ihrer Wandlungsfähigkeit und dem Balance-Akt, gekonnt und souverän die Stile zu mixen zu begeistern. In neuer Besetzung schlagen die Mittelalter Rocker nun ein weiteres Kapitel in ihrer Geschichte auf und katapultieren sich ungebremst nach oben.

Mit „Aus der Asche“ geben Alea der Bescheidene (Gesang, Dudelsack, Schalmei), Bruder Frank (Bass, Chapman Stick), Cordoban der Verspielte (Dudelsack, Schalmei, Flöten), El Silbador (Dudelsack, Schalmei), Falk Irmenfried von Hasen Mümmelstein (Dudelsack, Drehleier, Nyckelharpa), Lasterbalk der Lästerliche (Drums, Perkussion), Mik El Angelo (Gitarre, Bousouki, Zister) und Thoron Trommelfeuer (Dudelsack, Schalmei, Perkussion) ganz klar die Richtung vor: Es geht nach vorn, nur nach vorn!

Euer neues Album „Aus der Asche“ erschien gerade… Mögt Ihr ein wenig zur Entstehungsgeschichte des neuen Werkes und zum Album selbst erzählen?
Alea: Wir arbeiten nun seid fast 2 Jahren daran. Die geordnete Vorproduktion begann im Spätsommer 2006. Nach dem wir ja letztes Jahr im Herbst einige Besetzungswechsel hatten, wollten wir eine neue Ära von Saltatio Mortis ins Rollen bringen.
Cordoban: Ich denke, das haben wir auch geschafft. Nach den ersten Rückmeldungen von Presse, Fans und Freunden ist das Album sehr kompakt und druckvoll geworden und zeigt, dass Saltatio Mortis den Weg für ihre „rockige Zukunft“ gefunden haben. Die Textdichtung lag wieder in der Hand von Lasterbalk, des weiteren  sind zwei traditionelle Texte und einer aus meiner Feder auf dem Album  vertreten.
Alea: Der Ablauf der Entstehung der Songs war fast wie bei den Vorgängeralben auch. Am Anfang stand eine Textidee, meist aus der Feder unseres Lasterbalks. Zu denen kamen dann die Rohsongs von Mik el Angelo und mir und dann gingen wir den Proberaum und haben das Material zusammen bearbeitet.



Gab es im Vorfelde ein definiertes Konzept?
Alea: Ein Konzept direkt nicht. Es sollte ordentlich Druck haben, Spaß machen und rocken!!!!!
Cordoban: Natürlich waren klare Vorgaben da, was den Rahmen angeht, so wollten wir bei den Texten bewusst eine mittelalterlich Metaphorik verwenden und hatten klare Vorstellungen was die rockseitige Umsetzung der Songs angeht: Druckvoll und klar.

Was hat Euch zu dem Album inspiriert - gibt es eine konkrete Geschichte, einen Anlass hinter dem Album?
Alea: Die Veränderungen im letzten Jahr haben uns nicht alt gelassen. Drei langjährige Wegbegleiter gehen jetzt neue eigene Wege und dafür kamen vier neue Musiker dazu. Das war eine der Geschichten hinter dem Album.

Gab es einschneidende oder überraschende Momente / Erlebnisse / Anekdoten während der Produktion?
Cordoban: Einer der lustigsten Momente war wohl die Gesangsaufnahmen zu „Choix des Dame“. Unserem Produzenten Thomas Heimann-Trosien war der Gesang von Falk noch zu wenig aus dem Bauch und er sagte: Falk, stell Dir einfach vor Du, hättest gerade eine Flasche Rotwein getrunken… Daraufhin Falk: „Das kann ich mir nicht vorstellen“ und da war Lasterbalk auch schon auf dem Weg in die Kabine. Eine Flasche Rotwein später hatte der Song genau das, was ihm vorher noch gefehlt hatte, aber wir hatten Probleme, Falk wieder aus der Kabine zu bekommen…(lacht)
Alea: Den grossartigsten Moment, an den ich mich erinnern kann, war als wir im Studio an Prometheus arbeiten und ich das Intro eingespielt habe. Die Melo hat mich so ergriffen das ich fast angefangen hatte zu heulen. Ich sollte mit einem tiefen A-Sack, Bordunlänge ca 1.80 m eine zweite Stimme unter die Melo zu legen. Ich ging in die Kabine und fing an zu spielen und auf einmal bekam ich eine Gänsehaut. Genau dieser Moment ist jetzt auch auf der Platte....



Warum habt Ihr Euch für diesen Titel entschieden?
Alea: Als die Nachricht durch die Magazine ging, 3 Musiker verlassen die Band, bekam ich sehr viele Mails ob das nun das Ende von Saltatio sei. Wir haben mit „Aus der Asche“ bewiesen dass es manchmal gut ist, sich von der Vergangenheit zu lösen, um wie der Phönix gestärkt und strahlender aus der Asche wieder hervorzutreten.

Mit welchen 3 Schlagwörtern würdet Ihr „Aus der Asche“ beschreiben?
Alea: Kraft, Emotion, Hoffnung
Cordoban: Innovation, Auferstehung, Wahrheit

Die meisten wissen gar nicht, wie weit gefächert, das Genre der „Mittelaltermusik“ ist: Wo genau würdet Ihr Euch einordnen?
Cordoban: Wenn man die Rolle des mittelalterlichen Spielmanns in die heutige Zeit überträgt und ihm aber die Instrumente aus alter Zeit belässt, dann kommen wir dabei raus. Eine spezielle Kategorisierung a la „Mittelalter – True Metal – Rock“ ist eigentlich nicht möglich… Wir sind eher eine Symbiose von zwei Lebensstilen, nämlich Spielmannstum und Rock’n Roll

Gibt es eine musikalische Veränderung seit den Anfängen 2000 / 2001?
Alea: Ich glaube das sich diese Frage von selbst klärt, wenn man sich einen Abend Zeit nimmt und die vergangenen Rock Alben von Das zweite Gesicht bis zu Aus Der Asche durchhört. Elektronik ist der Natur gewichen. Synthetik wurde von Emotion besiegt. Wir alle sind erwachsener geworden, so auch unsere Musik.

Habt Ihr Euch ein bestimmtes Credo auf die Fahne geschrieben, was Eure Musik/ Eure Texte angeht?

Alea: Wie auch unsere Vorfahren, die Spielleute von damals, wollen wir mit unseren Songs zum Nachdenken anregen. Lasterbalk versteht es wie kaum ein anderer, moderne und mittelalterliche Themen in Bildern zu verschmelzen. Wenn man unsere Texte genauer anschaut, merkt man schnell, dass sich eigentlich nicht viel von damals zu heute verändert hat. Es sind immer noch die gleichen Dinge, die die Menschen ärgern oder freuen. Dieselben Geschichten, die uns bewegen.
Cordoban: Musikalisch liegt uns immer am Herzen diese Vermischung von alt und neu, welche in den Texten zum tragen kommt, möglichst perfekt weiterzuführen. Und diese Verschmelzung auch zu leben, als moderne Spielleute.



Gibt es Bands, die Euch in der Vergangenheit und auch jetzt maßgeblich beeinflusst haben?
Alea: So viele, dass ich es nicht aufzählen kann. Ich habe rund 480 CDs aus allen Sparten der Musik, und natürlich beeinflusst das, was man selbst hört, auch das eigene Schaffen.
Cordoban: Das macht es gerade interessant. Wir hören alle die unterschiedlichsten musikalischen Stillrichtungen. Da ist von Ärzte bis Zappa echt alles dabei. Nur die Diskussionen im Tourbus, was den jetzt in die Anlage kommt, sind da manchmal etwas anstrengend

Auf wessen Musik könntet Ihr nicht verzichten?
Alea: Bei mir Frank Sinatra, Queen und Jonny Cash
Cordoban: Die Ärzte, Jonny Cash, Hammerfall und Pogues

Ist es eigentlich schwierig den Mannheimer Dialekt beim Singen zu verdrängen? Besteht Interesse auch als Ehrenbürger der Stadt, wie z.B. ein Xavier Naidoo „geadelt“ zu werden?
Cordoban: Leider hält sich das Gerücht, das wir aus Mannheim kommen, tapfer, aber da proben wir nur. Der Großteil der Band kommt aus Karlsruhe, und so ne Ehrenbürgergeschichte wäre schon ne tolle Sache…
Alea: Ich komme aus Kaiserslautern, und meinen Pfälzer Dialekt möchte ich gar nicht ganz ablegen. Beim Singen muss der natürlich im stillen Kämmerlein bleiben. Ehrenbürger von Kaiserslautern wäre cool. Aber bei uns gibt es zu viele Fußballer, da wird’s echt schwierig (lacht).

Ihr lebt Euer „Musiker-Dasein“ scheinbar mit Herz und Seele aus – wie weit verfolgt Euch SaMo auch ins Private? Kann man da überhaupt noch konkret zwischen der Privatperson und dem Musiker differenzieren?
Alea: Wenn man ein Projekt wie Saltatio Mortis aus dem Boden hebt, ist kaum noch Zeit für Privatleben. Außerdem rücken die beiden Seiten des Daseins immer mehr zusammen, bis sie verschmelzen. Das ist natürlich für einen selbst und auch seine Mitmenschen nicht immer leicht, und so manche Freundschaft oder Beziehung ist unter dem Banner von Saltatio zu Bruch gegangen. An dieser Stelle mal direkt ein Danke an alle, die mir helfen aufrecht zu stehen.



Gibt es manchmal Probleme, von der Umwelt ernst genommen zu werden?
Cordoban: Inzwischen nicht mehr. Natürlich ist für viele Menschen eine Symbiose aus mittelalterlichen Sackpfeifen und Rockmusik immer noch schwer vorstellbar, aber wir gehen unseren Weg, und wer sich darauf einlässt merkt schnell, dass wir nicht ganz so verrückt sind wie mancher denkt.

Es gab bei SaMo in den letzten Jahren auch einige Mitgliederwechsel, wirkt sich dieses auch auf die Energie der Band aus?
Alea: Seid Cordoban der Verspielte, Bruder Frank, El Silbador und Mikelangelo zu uns gestoßen sind brennt das Feuer heller als je zu vor.
Davon kann man sich erstens live überzeugen und zweitens durch unsere neue CD.

Was bedarf es bei SaMo einzusteigen? Welche Kriterien müsste ich erfüllen, um bei Euch mitzumachen?
Cordoban: Wir suchen schon lange einen Praktikanten mit Aussicht auf Vertragsverlängerung.
Alea: Hast Du Interesse? (grinst)

Ich komme darauf zurück (lacht) Wonach sucht Ihr die Namen der Mitglieder aus? Welche Namen sind noch zu vergeben?
Cordoban: Die Namen muss man sich verdienen, die werden nicht einfach ausgesucht. Frag einfach mal die Jungs am Metstand, und du wirst erfahren, wie sie zu ihren Namen kamen.
Alea: Unser lieber Cordoban hier - soviel verrat ich mal - heißt nicht „der Verspielte“, weil er sich die ganze Zeit am Instrument verspielt…



Sieben Alben in sechs Jahren – steigt da der Erfolgsdruck an sich selbst?
Alea: Sicher, Stillstand ist der Tod, und ich erwarte auch von den Bands, die ich mag, dass sie sich weiterentwickeln…
Cordoban: …und wir haben noch genügend vor, dass die nächsten Jahre nicht mit Stillstand zu rechnen ist…

Kennt Ihr Hamburg? Was würdet Ihr empfehlen, um abends auszugehen?
Alea: Der Dungeon ... hihi  bzw. eines der Musicals. Wird Tanz der Vampire noch gespielt?
Cordoban: Ich war erst ein paar mal in Hamburg unterwegs, aber ich würde mal das Grünspan am 23. November als Tip geben:

Ein letztes Wort?
Alea: Vielen Dank und Alles Gute. Wir sehen uns auf Tour…
Cordoban: …und denkt daran, dass unser neues Album bei dem Händler Eures Vertrauens auf Euch wartet (lacht)

DANKE SCHÖN!!! Wir sehen uns auf Tour!


Autor: Jasmin Froghy, transl. Marie-Luise Führ, photos: Saltatio Mortis
Eingetragen am: 2007-09-18

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