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Blackmore´s Night rocken auch dein Schloß

Kürzlich veröffentlichten Blackmore´s Night, die Folk- Rocker um das Ehepaar Ritchie Blackmore und Candice Night, ihren aktuellen Silberling “Secret Voyage”. Mehr als auf den Vorgängeralben widmen sie sich wieder der typischen Renaissance-Musik, weshalb Stalker es sich nicht nehmen ließ, Candice Night einen fetten Fragenkatalog zu präsentieren...



Mit dem aktuellen Werk „Secret Voyage“ setzt ihr eure Diskographie weiter fort, außerdem wirkt es ausgereifter und interessanter, als die vorherigen Alben. Seht ihr das genauso?
Ich denke, immer wenn man eine CD veröffentlicht, ist es ein Schnappschuss der Band in Bezug darauf, was man ist und wie man sich in dem Jahr fühlte, in dem man die Songs geschrieben und aufgenommen hat. Immer, wenn wir eine CD rausbringen haben wir dass Gefühl, dass es eine Reflektion dessen ist, was wir sind und was wir in dieser Zeit erlebt haben. Dann betrachten wir die vergangenen 11 Jahre wie ein Sammelalbum unseres Lebens. So wie die Erinnerungen beim Betrachten von Fotos dich zu dem Moment zurückbringen. Für uns ist es also nicht so, dass eines interessanter wäre als ein anderes, dieses ist lediglich ein Abbild davon, was wir jetzt sind. Jede CD bedeutet uns sehr viel.

Wo speziell seht Ihr die Unterschiede zwischen den alten und den neuen Stücken?
Für diese CD holten wir uns Inspiration aus vielen traditionellen Songs, mehr als wir es früher taten und als wir uns mit ihnen beschäftigten, inspirierten sie uns umso mehr. „Toast to Tomorrow“ zum Beispiel ist eine russische Volksweise, die uns als Teil einer Folk-Compilation auf unserer Russland-Tour in die Hände fiel. Wir spielten es auf unseren Partys und unsere Freunde sprangen auf und begannen zu tanzen, also wussten wir, dass es sich eignet, es auf unsere Weise zu spielen, um es dem Publikum nahe zu bringen. „Peasant´s Promise“ basiert auf einem englischen Traditional. „Locked Within the Crystal Ball“ wiederum basiert auf Stella Splendens. Ich glaube, dass dieses Album lebendiger ist als diejenigen, die wir früher gemacht haben und, dass wir vollkommen in unserem Element sind. Auf der letzten CD war nur ein Song von einem Renaissance-Lied inspiriert, nämlich „World Of Stone“, also denke ich, haben wir zu unseren Wurzeln und den ursprünglichen Quellen der Inspiration zurückgefunden, um dort einen neuen Anfang zu finden.

Was hat zu dieser hochkarätigen Entwicklung beigetragen?
Allein das Finden neuer Traditionals, mit denen wir uns vorher noch nicht beschäftigt hatten. Die Recherche, puristische Bands, diese Melodien zu leben und ihnen zu erlauben, Teil von einem und dem eigenen Leben zu werden. Dann fühlt es sich so natürlich an, dass man das Bedürfnis hat, es aufzunehmen.

Wie schreibt ihr eure Songs?
Wir schreiben normalerweise das ganze Jahr über, sodass der Prozess des Schreibens, ein fortlaufender ist – wir wissen vorher nie, welche Songs letztendlich auf dem Album landen. Aber wir haben so viele mit Ideen gefüllte Tapes, dass uns der Vorrat an Grundlagen für Songs nie ausgeht. Wir schreiben während wir auf Tour sind, inspiriert von dem, was wir erleben, wir schreiben zuhause, inspiriert von unserer Umgebung und der Natur, wir verbringen Tage damit, die Instrumente zu spielen und uns weiterzuentwickeln. Von dem Zeitpunkt an, an dem wir das Studio betreten, dauert es normalerweise drei Monate, bis wir mit allem fertig sind. Diesmal haben wir zwischenzeitlich eine Pause gemacht, sodass es etwas länger gedauert hat, aber es war gut so, denn dadurch konnten wir zu den Songs zurückkehren und sie mit neuen Ohren hören und Anpassungen und Veränderungen vornehmen.



Auf welche von euren Stücken seid ihr am meisten stolz?
Das ist eine tückische Frage, da so viel von uns in den Songs steckt. Je nach Gefühl bevorzuge ich zu unterschiedlichen Tagen und Stunden unterschiedliche Songs. Aber heute fühle ich mich mit „The Circle“ am stärksten verbunden, da die Botschaft so stark ist und es uns als Band so gut beschreibt – Rock genauso wie lebendige Renaissance – und es ist sehr kraftvoll. „Sister Gypsy“ und „Gilded Cage“ liegen mir heute aber genauso am Herzen.

Wie würdet ihr eure Musik gegenüber jemanden, der noch keine Note von euch gehört hat, definieren?
Ich würde es als gute, solide, melodische Musik beschreiben. Wir decken eine ziemliche Bandbreite an Musik ab, also wenn jemand Rock, Folk, Renaissance, Tavernenlieder, Balladen oder Instrumentalsongs bevorzugt, haben wir Lieder, die ihm gefallen werden. Aber es zu klassifizieren ist schwierig, da wir so viel Energie darauf verwenden, unseren individuellen Sound voranzutreiben, dass wir klingen wie niemand sonst. Wir wissen unsere Individualität zu schätzen und lieben die Mischung alter Instrumente mit neuen, elektrischen, ohne dabei eine allzu aggressive Radikalrockband zu sein. Wir fügen den ätherischen Touch genauso hinzu. Ritchie nennt das Genre „Renn and Roll” oder „Renaissance Folk-Rock“, aber ich habe auch Begriffe wie Castle Rock oder Fantasy Folk Rock gehört.

Für was bist du im Bandgefüge zuständig?
Ich schreibe die Texte, gelegentlich auch die Musik. Ebenso bin ich die Sängerin und spiele über 9 mittelalterliche Instrumente, wie z.B. Schalmei, Sackpfeife, Chanter, Doppelrohrflöte, Horn, Pennywhistle und Drehleier.

Gibt es eurer Meinung nach so etwas wie einen typischen Blackmore`s Night-Fan?
Ja und nein. Unsere Zuhörerschaft ist in verschiedenen Phasen des Lebens. Es reicht vom 2- bis zum 92- jährigen. Frauen wie Männer. Wir überbrücken die Kluft zwischen den Generationen und sind die einzige Band, die die ganze Familie hören kann, ohne Ausnahme. Zu uns kommen ganze Familien in voller Montur. Ich habe zweijährige Elfenkinder mit Glitzer gesehen, deren Eltern gekleidet waren wie König und Königin mit den Großeltern in Narrenkostümen. Es ist ein faszinierender Anblick und erlaubt es uns, unsere eigene Renaissance zu haben, wo auch immer wir hingehen. Ich denke, das einzige, was unsere Fans gemeinsam haben, ist, dass sie unabhängige Denker sind, die sich nicht von Radio und Medien vorschreiben lassen wollen, was sie hören, tragen oder denken sollen. Die, die ihre eigenen Wege gingen und irgendwann unsere Musik fanden, sind unsere treuesten Fans. Zwischen uns und den Fans herrscht eine starke Gemeinschaft.



Ihr startet im September eine kleine Tour durch Deutschland, mit was für Erwartungen geht man als eingefleischter Musiker hin?
Deutschland ist unser wichtigster Markt und wir kommen jedes Jahr, um für die deutschen Fans zu spielen. Sie sind immer voll dabei, singen, tanzen und verkleiden sich – ich denke, dass diese Musik in Deutschland stärker akzeptiert wird als anderswo, weil es seit einigen Jahren in Deutschland eine starke Bewegung zum Mittelalter hin gibt. Daneben hat diese Musik in Deutschland vor Jahrhunderten begonnen, deshalb fühlen wir uns zu diesen Leuten zurückversetzt, mit einer neuen Sichtweise auf das Alte.

Gibt es Dinge, die Ihr unbedingt ausprobieren, sehen oder gar erleben möchtet?
Ich lebe mein Leben stets in Abenteuern. Jedes Mal, wenn wir in ein neues Schloss, ein neues Land kommen, versuche ich, so viel wie möglich von den Mythen und Legenden in mir aufzunehmen, mit denen dieser Ort behaftet ist. Meine Passion sind Tiere, ich möchte diesen Monat Wale beobachten und ich tue, was ich kann, um bedrohten Arten zu helfen. In unserem Leben gibt es nie einen langweiligen Moment – du erlebst jeden Tag etwas Neues.

Bevorzugt Ihr Clubs oder Festivals?
Weder noch – ich bevorzuge Schlösser und Theater. Es ist etwas Besonderes in einem Schloss zu spielen, etwas Magisches und jeder weiß, dass es ein Ereignis wird und nicht nur eine normale Show. Es ist mal was anderes. Und Theater erlauben uns eine Intimität mit dem Publikum zu erzeugen, die uns das Gefühl gibt, dass keine Grenze zwischen der Band und den Fans existiert. Es gibt keine Mauer zwischen uns und diese Einigkeit ist ein großartiges Gefühl.

Könntet ihr über das Cover zu „Secret Voyage“ etwas sagen?
Ritchie hat es als Cover für die CD ausgesucht, weil es so mystisch war und es alle Elemente besitzt, die uns so fasziniert haben. Die Galeere repräsentiert die Vergangenheit auf ihrem Weg zum Mond, der so mysteriös ist und die Zukunft, das Unbekannte, darstellt. Es ist ebenso dunkel und faszinierend und zeigt alle Elemente, den Wind in den Segeln, das Wasser der aufgewühlten See, das Holz des Bootes – es war perfekt.

Wer ist künstlerisch am neuen Artwork beteiligt?
Der eigentliche Künstler ist Doré, aber wir haben es erneuert und der Skizze, die es ursprünglich war, eine neue Dimension gegeben. Er ist ein Renaissance- Künstler.



Der Metal-Markt unterschiedlicher Variationen zeigt im Augenblick erstaunlich gut, wie populäre Bands auf einen Menschen wirken können. Was sind deiner Meinung nach die Gründe dafür?
Die meisten Bands, die wir hören, werden von Radio und TV nicht akzeptiert, so dass sie nicht „populär“ sind, aber sie sind unglaublich. Ich denke, die Leute werden immer von der Musik beeinflusst, die ihre Seele berührt. Musik ist der Puppenspieler der Gefühle – sie lässt dich überhaupt erst fühlen. Das ist genau der Grund, warum sie nicht in eine Kategorie oder eine Box gesperrt werden sollte. Musik ist zu stark, um sie gefangen zu halten. Die Macht, die Musik über uns hat, entzieht sich jeglicher verbaler Beschreibung.

Was war für euch das schönste Blackmore`s Night- Erlebnis bisher?
Da gab es so viele – und es geht immer weiter. Wenn du in einem Schloss spielst und von der Bühne aus ins Publikum schaust, alle singen, tanzen, tragen Trachten und haben ein Lächeln auf dem Gesicht und rings herum die großen Steinwände, der aufgehende Mond und der Glockenturm läutet in der Ferne. Das ist eine unglaubliche Erinnerung. Wenn du das einmal im Leben siehst, erinnerst du dich stets daran. Wir haben das Glück, das immer zu sehen, wenn wir auf Tour sind. Es ist ein Traum.

Danke für das Interview.
Danke Dir!
Autor: Markus Seibel, photos: Blackmore´s Night
Eingetragen am: 2008-07-14

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