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Hearse – Vom Hund inspiriert

Ihr kennt Death Metal und ihr kennt Rock´n´Roll, wenn man beides zu etwa gleichen Teilen mischt, dann kriegt man Death´n´Roll und wie das klingt, könnt ihr euch auf dem neuesten Werk von Hearse genauer anhören. STALKER löste ein „Ticket ins Paradies“ und wurde von Drummer Max Thornell über unsere abgefuckte Welt aufgeklärt.



Hallo, wie geht´s?
[schreibt auf deutsch] Ziemlich gut finde ich! Ein bischen müde vielleicht. Kam nach Hause um 5.45 diese Morgen, denn ich am Festival gewesen bin. Nee, jetzt will ich auf Englisch antworten. Habe leider so viel Deutsch vergessen!

“Single Ticket to Paradise” ist bereits das fünfte Album in eurer 8-jährigen Bandgeschichte. Seid ihr denn einfach so kreativ oder habt ihre nur eine sehr hohe Arbeitsmoral?
Arbeitsmoral? Ich? Ha ha! Ich würde mal sagen, ersteres. Hmm, ich glaube, ich bin sehr produktiv. Ich glaube, es hatte alles irgendwie mit meinem Hund zu tun. Jedes Mal, wenn ich mit ihm draußen war, hatte ich eine Menge Melodien im Kopf. Ich habe immer ein Aufnahmegerät dabei und nehme alles auf, was mir grad einfällt. Schade, dass der Hund letzten Sommer gestorben ist. Das klingt bestimmt so, als würde ich mir das ausdenken, aber ganz ehrlich, die meisten Sachen auf unseren Platten sind mir eingefallen, als ich mit dem Hund spazieren war. Aber egal, ich scheine immer noch ein paar Ideen zu haben (gute oder schlechte entscheidet der Hörer). Manches passt dann für Hearse, anderes passt zu anderen Projekten.

Wie stellst du dir denn das Paradies vor und was wäre dann für dich Hölle/Inferno?
Hmm, als positiv-eingestellter Typ, der ich bin, denke ich, dass das Paradies das genaue Gegenteil von der Welt ist, in der wir gerade leben, he he! Ich glaube, ich könnte (vielleicht sogar sollte) ein Buch darüber schreiben, wie sehr unsere Welt gerade am Arsch ist. Ich glaube, Hölle ist ein zu starkes Wort, aber andererseits glaube ich, dass Leute, die in anderen Orten mit Hunger, Krieg etc wohnen, mir da nicht zustimmen.

Der Titeltrack des Albums ist einer der Songs, die am meisten hervorstechen, weil er so anders ist, was steckt dahinter?
Ich wollte etwas machen, was als Instrumentalsong funktionieren würde und dann ein paar Samples hinzufügen. Es gibt einige Clips aus TV und Radio, die irgendwie Beispiele dafür sein sollen, wie traurig und am Arsch diese Welt ist. Ein Einzelticket ins Paradies ist so ziemlich die einzige Möglichkeit, all dem zu entkommen.

Ein anderer Song, “Your Purgatory”, ist ein sehr düsterer, emotionaler Song, wie ist der entstanden?
Nun, die Musik kam ganz natürlich. Der Klassiker, sanfte Strophe und härterer Refrain. Nichts wirklich besonderes. Dann wollte ich diese sanften Vocals, die irgendwie in gegrowlte Refrains herausbrechen. Ich glaube, ein Freund von Johan hatte die Idee für den Text. Kein Happy End für das Album!



Warum habt ihr euch entschieden, dass er der letzte Song auf dem Album ist?
Ich glaube, die meisten unserer Alben enden mit langsamen heavy Songs. Also, warum sollen wir ein erfolgreiches Konzept änderen, he he!? Es hatte nichts mit dem textlichen Inhalt zu tun, ein langsamer Song hat einfach dahin gepasst, denke ich. Die Songreihenfolge eines Albums festzulegen, ist nicht gerade einfach, das kann ich dir sagen. Besonders in dem Moment, kurz nach den Aufnahmen, wenn man einfach die Schnauze von den Songs gestrichen voll hat.

“Paradise”, “Purgatory” [Läuterung] – gibt´s da irgendeine Beziehung zur “Göttlichen Komödie”?
Nö, ich denke nicht. Ich glaube, ich sollte vielleicht ja sagen, oder? Das würde uns ein bisschen cleverer aussehen lassen und vielleicht sogar ein bisschen poetisch, hehe!

Es gibt auch ein Video zum Song “Sundown”, kannst du ein bisschen was über das Shooting erzählen. Warum habt ihr grad diesen Song ausgewählt; ich hätte gedacht, dass „The Moth“ vielleicht eher ein „Hitsong“ gewesen wäre...
EINEN Song auszuwählen ist immer schwierig. Es gibt auch noch ein paar mehr Leute, die wollten, dass wir ein Video für „The Moth“ drehen. Andererseits habe ich aber auch Albumreviews gelesen, in denen der Kritiker denkt, dass „The Moth“ ein furchtbarer Song ist, he he! Es ist also nicht immer leicht. Ich kann dir verraten, dass alles auf „The Moth“ oder „Sundown“ herausgelaufen ist.

Nun, es wurde alles vor einer recht langen Zeit gedreht und eigentlich ist es auch noch nicht fertig. Wir hatten einen Schnitt, mit dem ich nicht allzu glücklich war, der nichts damit zu tun hatte, was wir vereinbart hatten. Und jetzt weiß ich nicht so wirklich. Es scheint, dass die Zeit im Fluge vergeht und das Video hätte fertig sein sollen, als das Album erschienen ist. Ich glaube, ich habe einfach die Energie verloren, dieses Video fertig zu machen.

Auf dem Album gibt´s auch viele coole akustische Elemente – wie baut ihr die denn ein, wenn ihr live spielt?
Ich denke, gar nicht. Wir müssen die Songs für live Geschichten immer neuarrangieren. Sonst bräuchten wir vier Gitarristen. Es gibt immer Leute, die denken, dass man auf Alben keine Dinge machen sollten, die man live nicht spielen kann und...na ja, ich verstehe nicht, warum. Ich meine, im Studio will man, dass alles so gut wie möglich klingt und ich habe überhaupt gar keine Probleme mit Bands, die live ein bisschen anders klingen.

Was ist bei eurer schlimmsten Show bis jetzt passiert?
Ich glaube, diese Show hatten wir noch nicht. Mit Hearse hatte ich bis jetzt noch keine wirklich furchtbaren Gigs. Mit anderen Bands hingegen, gab´s diverse Spinal Tap Momente! Der beste war, als ich mit der Band unseres Session Bassisten spielte und der Typ fällt in seinen sehr engen Jeans während er Gitarre spielt auf den Rücken und konnte nicht mehr aufstehen. Da musste ich so dermaßen lachen, dass ich von meinem Schlagzeughocker runter und auf den Boden gefallen bin.



Wie viel Death und wie viel Rock´n´Roll ist denn genau in eurer Musik?
Ich schätze, du beziehst dich hier auf Death and Roll. Nun, ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass es sowohl Death Metal als auch Rock´n´Roll Einflüsse in unserer Musik gibt. Aber ich glaube auch, dass es noch mehr als das gibt. Ich glaube, es gibt auch ne Menge Heavy Metal, Hardcore und Punk und ich glaube sogar ein bisschen Goth hier und da. Wir hören alle ganz unterschiedliche Musik und ich glaube, dass das alles unsere Musik auf bestimmte Weise beeinflusst.

Normalerweise ist das aktuelle Album immer das Lieblingsalbum einer Band, was, glaubst du, habt ihr auf diesem Album „besser“ gemacht, verglichen mit den vorherigen?
Die Sache ist, dass ich das aktuelle Album immer so verdammt satt habe, weil man es schon tausendmal gehört hat, also um ehrlich zu sein, ich hasse “Single Ticket to Paradise” einfach gerade, he he! Normalerweise braucht es ein paar Jahre, bis man wieder in der Lage ist, sich das Album ganz unvoreingenommen anzuhören. Zur Zeit mag ich unser drittes Album „The Last Ordeal“ ganz gern. Zu schade, dass unser damaliges Label Karmageddon Media seine Aktivitäten eingestellt hat, gerade als das Album veröffentlicht wurde. Also ist es mehr oder weniger kurz nach Veröffentlichung einfach untergegangen.

Das Album hat auch ein ganz interessantes Cover, “Stonehenge auf einem Baumstamm” – kannst du uns vielleicht über die Bedeutung aufklären?
Nee, sorry, kann ich nicht, he he! Die Sache ist, dass wir kein echtes Gespräch mit dem Designer hatten. Wir wollten einfach nur ein Cover, das kein großes Death Metal Klischee ist (daran gibt´s nichts auszusetzen, aber darum geht´s Hearse nicht). Ich denke, es ist ziemlich cool und abgespact!

Wer hat das Cover gestaltet?
Es wurde von einem holländischen Designer namens Ivan (Deadhouse) gemacht. Er ist der Typ, mit dem Vic Records oft arbeitet. Ich mag echt, was er macht.

Was sind eure Zukunftspläne?
Ich plane eigentlich nicht viel. Wir werden weiter planen, solange es noch Spaß macht. Dann habe ich schon etwa die Hälfte des nächsten Albums fertig, also können wir hoffentlich nächstes Jahr ein neues rausbringen.




Autor: Kathleen Gransalke, photos: Hearse
Eingetragen am: 2009-07-15

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