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ELECTRIC EEL SHOCK – 150 Prozent Rock&Fisch (können die Welt retten)

Electric Eel Shock aus Japan drücken aufs Gas: Seit Anfang Oktober stehen sie fast jeden Tag sechs Wochen lang auf der Bühne, gemeinsam mit den norwegischen Metall-Rockern The Cumshots (siehe Tourdates). Außerdem erschien gerade ihre Neue Platte „Sugoi Indeed“. Wir trafen uns mit Aki Morimoto (Gesang&Gitarre) und Kazuto Maekawa (Bass), um über Rock, Fische und Ozzy Osbourne zu schwatzen. Nicht zum ersten Mal übrigens. Schon vor drei Jahren traf STALKER auf die Jungs, damals in der Sauna hier .



Hallo, Aki and Kazuto, wie geht’s? Seid ihr gerade aus Japan gekommen?
Kazuto: Nein, wir landeten schon vor drei Tagen in Köln. Da hatten wir die ersten Interviews und eine MTV Show. Danach ging es erst nach Hamburg. Und morgen fahren wir weiter nach Norwegen, wo unsere Tour gemeinsam mit den Cumshots losgeht.

Am 9. Oktober erschien euer neues Album “Sugoi Indeed”. Seid ihr mit der neuen CD zufrieden?
Aki: Oh, ja! 100 Prozent, nein, 150 Prozent! Wir haben nichts mehr im Studio verloren, alles perfekt, diese Platte repräsentiert absolut unser Image, so wie wir sind!

Ich persönlich mag die spontane und frische Atmosphäre – wie habt ihr das so hingekriegt?
Aki: Nun, wir haben alle zusammen als Band gespielt wie bei einer Live-Show. Wir wollten einfach die wesentlichen Grundlagen der Lieder zusammen einspielen, danach erfolgte erst etwas zusätzliche Bearbeitung, zusätzliche Aufnahmen von Gitarre und Stimme. Also mischten wir die Live-Atmosphäre mit den Studio-Möglichkeiten, wir mischten auch analoge mit digitalen Techniken, um schließlich ein Ergebnis zu bekommen, dass hier eine ganze Band gemeinsam musiziert.

Habt ihr einen besonderen Favoriten unter den Songs?
Aki: Oh, ja, und zwar “Metal Man”, also gleich das erste Stück! Absolut durchgedreht. Aber wir mögen natürlich alle Songs.

Was bedeutet der Titel des Albums“Sugoi Indeed”?
Kazuto: Sugoi bedeutet soviel wie großartig, toll und beschreibt alles, was super ist, kann man auf alles anwenden. Wir sind Japaner, und wir mögen es, japanische und englische Begriffe und Texte miteinander zu vermischen.

Wenn ihr dieses Album mit den früheren vergleichen solltet – wo liegen da die Unterschiede oder die Entwicklungen?
Kazuto: Die früheren Platten waren mehr als reine Studioarbeiten aufgenommen. Also einzelne Instrumente die für sich separiert gespielt wurden. Dabei arbeiteten wir mit dem bekannten Produzenten Auttie Bauw zusammen, auch diesmal. Aber wir sind jetzt viel erfahrener darin, wie unser Sound klingen sollte, und darum besprachen wir mit ihm, wie dieser Live-Sound hinzukriegen wäre. Wir wissen, wie wir klingen wollen, aber Auttie unterstützte uns mit der Aufnahmetechnik, denn darin kennen wir uns selbst noch nicht so gut aus. Es war ein perfektes Teamwork.

Wir funktioniert bei euch das Songwriting – gibt es da einen unter euch, der die Lieder oder die Texte schreibt? Oder entwickelt sich das gemeinschaftlich?
Kazuto: Die meisten Ideen kommen von Aki, aber wir entwickeln sie dann zusammen weiter. Wir machen Vorschläge und spielen in einer Art Jam Session. Aki schreibt die Texte, aber erst wir alle drei zusammen ergeben Electric Eel Shock.
Aki: Genau. Denn auch wenn vielleicht manche Ideen und Vorschläge von einer einzelnen Person stammen, ist diese Person Teil der gesamten Gruppe. Wir drei sind einer. Und so machen wir es auch mit dem Geld – wir teilen es akkurat drei gleiche Teile (Lachen).



Habt ihr musikalische Vorbilder? Oder besser: Gibt es Musiker oder eine Band, mit der ihr sehr gern gemeinsam auf Tour gehen würdet?
Aki: Ja, habe ich! Auch wenn wir kein Heavy-Metal spielen ist mein Idol Black Sabbath, allerdings mehr aus den frühen Zeiten mit Ozzy.

Hm, Black Sabbath hatte damals eine Menge Botschaften, auch spirituelle oder religiöse Ansagen. Denkt ihr, Rock&Roll hat heutzutage immer noch die Kraft und Möglichkeit, Botschaften in dieser Art zu verkünden? Und wenn ja, was wäre die Botschaft von Electric Eel Shock?
Aki: Heftige Frage! Also, ich singe ja nicht über Religion oder Politik, auch wenn ich viel darüber nachdenke. Doch ich verstecke eigentlich immer irgendwelche doppelten Bedeutungen hinter meinen Texten.
Kazuto: Unsere Musik ist ja eine Art Party-Rock, und wir wollen zeigen, wieviel Spaß uns die Musik macht. Wir sind dauernd auf Tour durch so viele Länder, und überall wollen wir unsere Freude verkünden.
Aki: Das ist für mich die Magie von Rock&Roll. Wir schrieben ja das Stück “Rock&Roll can rescue the world” – darin liegt unsere Botschaft, eine internationale Sprache der Liebe, denn wir lieben Rock&Roll und du liebst ihn, wir alle lieben ihn und das bringt uns zusammen. Die Leute, die uns und unseren Lebensstil kennen wissen, dass wir voll dahinter stehen. Ja, Rock&Roll hat eine Menge Kraft, und man kann natürlich auch über sehr ernsthafte Dinge singen. Das machen ja viele Bands, und wir finden das gut. Aber das ist nicht unsere Art. Wir wollen keine Leute darin beeinflussen, was sie denken oder fühlen sollen.

Unterscheidet sich die Art der Reaktionen auf Electric Eel Shock – zum Beispiel bei Live-Konzerten – in Japan von denen in Europa oder den USA?
Kazuto: Nein, die Reaktionen sind ähnlich. Wir haben früher nicht so häufig in Japan gespielt, also kannten die uns auch nicht so gut. Aber nun sind wir ja gerade von der Tour in Japan zurück, und es ist viel besser geworden, es war toll. Die Reaktionen der Fans von Hard Rock oder Garagen Rock sind weltweit dieselben.

1999 vor zehn Jahren habt ihr Japan verlassen und seid in die USA gereist – was war dafür der Grund?
Kazuto: Naja, unsere Situation war zu der Zeit nicht so gut in Japan. Allerdings planten wir nicht, das Land zu verlassen. Doch da erhielten wir die Einladung von einem Freund in New York zu einer Show. Also fuhren wir hin, einfach um Spaß zu haben, und den hatten wir, die Show wurde super. Im Publikum gab es einen Typ aus Texas, dem unsere Musik gefiel und der für uns einen weiteren Auftritt in Texas organisierte. Dort passierte dasselbe, ein weiterer Auftritt folgte, und bald stellten wir fest: Oh, wir haben nun überall in den USA Freunde. Also haben wir Japan gar nicht verlassen, sondern starteten eine Tour und eine Reise, um Spaß zu haben, und auf dieser Tour befinden wir uns noch immer.

Erinnert ihr euch an irgendein verrücktes Erlebnis, das ihr auf dieser langen Tour hattet?
Aki: Hm… einmal wurde unser Schlagzeuger in Hongkong verhaftet, weil er nackt und nur mit einer Socke bekleidet spielte. Nach dem Konzert erschien darüber ein Artikel in einer Zeitung, und darin wurde kritisiert, wie die Polizei so etwas zulassen konnte. In den Strassen lachte man nur darüber, aber einen Tag später kam die Polizei und verhaftete ihn.
Kazuto: Nun, und jetzt touren wir ja sehr angenehm, aber am Anfang von Electric Eel Shock haben wir alles selbst gemanaged und sind immer wieder in verrückte Situationen hineingeraten. Einmal nach einem Konzert hatte der Veranstalter plötzlich kein Geld, um uns zu bezahlen. Stattdessen bot er uns Drogen an, Kokain und so ein Zeug. Aber, weißt du, da hatten wir als Ausländer natürlich unsere Bedenken und konnten das leider nicht akzeptieren (Lachen).



Wie steht es mit euren privaten Interessen? Es ist ja kein Geheimnis, dass Aki sehr gerne fischt und auch für ein japanisches Fischer-Magazin Artikel schreibt?
Aki: Ja, für den Buzzer! Schau her, hier habe ich eine Ausgabe und, schau, hier ist meine Seite! Über Fischen und Rock&Roll!

Fischen und Rock&Roll? Wie passt das zusammen?
Aki: Ah, weißt du, ich bin Musiker und ständig auf Reisen. Während all dieser Reisen in allen Ländern bin ich beim Fischen. So habe ich auch viele Variationen des Fischens erlernt, und habe wirklich noch nie einen Fischer getroffen, der so viele unterschiedliche Erfahrungen wie ich gemacht hat. Darüber schreibe ich. Allerdings ist mein Stil zu fischen sehr aggressiv (Lachen)!

Und wie steht es mit Kazuto? Hast du auch so ein Hobby wie Aki?
Kazuto: Hm, nein, eigentlich nicht. Ich mag Fußball, besonders so eine Art Mini-Fußball mit fünf Spielern. Aber da wir dauernd touren, gibt es nicht viel Gelegenheit dazu, denn das ist ja ein Mannschaftssport. In Japan habe ich ein Team, in dem ich spiele, und das macht mir einen Riesenspaß.

Ich vermisse hier Tomoharu, euren Drummer – befindet er sich auch in Hamburg?
Aki: Nein, er blieb in Japan, weil seine Mutter krank geworden ist und er sich um sie kümmern muss.

Dann ist er bei der morgen beginnenden Tour gar nicht dabei?
Kazuto: Nein, da spielt für ihn ein Ersatzmann aus England. Ein sehr netter Kerl und toller Schlagzeuger, mit dem wir auch schon im letzten Jahr zusammen gearbeitet haben. Sein Name ist James Thomas. Mit ihm können wir auch nahezu 100 Prozent Electric Eel Shock bringen.

Und dann geht’s morgen in Norwegen los?
Aki: Ja, danach spielen wir in Schweden, England und Deutschland.

Habt ihr einen Ort, wo ihr besonders gerne auftretet?
Aki: Klar, Deutschland (Lachen)! Hamburg (Lachen)! Doch wirklich, wir fühlen uns gut hier und waren hier schon so oft. Ich brauche in Hamburg keinen Stadtplan mehr. Reeperbahn… ich kenne mich schon gut aus.

Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus
Kazuto: Die Zukunft? Nun, wir bleiben auf Tour und möchten gerne dahin reisen, wo wir bisher noch nicht gewesen sind. Zum Beispiel nach Südamerika. Wir kriegen soviel Unterstützung von Fans aus aller Welt, Fans aus 75 Ländern, und wenn wir auch in einem Land vorher noch nicht gewesen sind, kennt man uns dann dort schon, wenn wir kommen. Dabei helfen uns auch sehr die Web-Magazine und Internet-Radios.
Aki: Übrigens haben wir so viele Hardrock Bands in Japan. Auf unserer Tour hatten wir eine als Support dabei, und diese Band würde ich auch gerne nach Europa bringen und dem Publikum hier vorstellen. Sie heißt JFK und ist eine wirklich gute Gruppe im alten Stil von Thin Lizzy oder AC/DC. Aber bevor ich das machen kann, muss ich unseren eigenen Erfolg weiter ankurbeln und Geld verdienen. Ich brauche Geld, um diese Gruppe hierher einzuladen.

Ok, dann kommen wir jetzt zu einem berühmten Abschlußwort…
Kazuto: Yeah, kauft unsere CD! Kommt zu unseren Konzerten! Und schaut mal bei unserer Website rein – die wird von uns immer neu aktualisiert! Aber, bitte, unterlasst es, unsere Website zu hacken, denn das haben wir gerade jetzt hinter uns und geht uns etwas auf die Nerven (Lachen)!

www.electriceelshock.com
www.myspace.com/beatme


Autor: Andreas Torneberg, Photos by Andreas Torneberg and Electric Eel Shock
Eingetragen am: 2009-10-11

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