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The 69 Eyes – Irgendwo zwischen Gut und Böse, und Rock´n´Roll

Nachdem die Band ihr Album bereits in Deutschland, England und den USA präsentiert hat, sind The 69 Eyes wieder in heimatliche Gefilde zurückgekehrt und präsentierten ihr neuestes Machwerk nun auch dem finnischen Publikum. Im Apollo Club stellten sie nun ihr neues Material und ihren neuen Style vor. Das nahmen mir zum Anlass, eine kleine Unterhaltung mit Jyrki zu führen und nach einigem Warten trafen wir den gut aufgelegten Sänger, um mit ihm über „Back in Blood“ und das 20-jährige Bandjubiläum zu plaudern.



Ihr habt euer neues Album „Back in Blood“ bereits in den USA, London und Berlin vorgestellt. Wie waren die Reaktionen der Leute bis jetzt?
Nun, wisst ihr, ich denke jeder war gespannt und in London, wo wir zuletzt waren, da haben die Leute dann auch mitgesungen. Das ist zum einen natürlich schön, aber andererseits ist es auch ein wenig verdächtig. Wie können die Leute die Songs schon kennen? Aber weißt du, so läuft es halt heutzutage. Es ist cool, aufregende Zeiten.

Ihr habt das ganze in L.A. zusammen mit Matt Hyde produziert. Wie war die Zusammenarbeit mit ihm?
Er war sehr zielstrebig und wollte, dass wir richtig hart drauflos rocken. Er hat sich richtig ins Zeug gelegt, die richtige innere Einstellung und die Leidenschaft in uns zu wecken. Das war einer der Hauptfaktoren, warum jeder einzelne von uns klingt, als würde er um sein Leben spielen. Er hat dafür gesorgt, dass wir den Fokus auf unsere Arbeit nicht verlieren und er selbst hat ihn auch nicht verloren. Das war keine leichte Erfahrung, aber es war Teil des Deals. Er hat wirklich jedes Tröpfchen Blut und Tränen aus uns herausgepresst für dieses Album.

Also war das der Grund, warum ihr euch entschieden habt, das Album in den USA und nicht in eurem Heimatland zu produzieren?
Ja, genau. Wir haben die Platten bis jetzt immer hier in Helsinki aufgenommen. Das ist unsere Stadt und es war immer sehr angenehm. Man war zuhause, konnte abends, nach den Aufnahmen, durch die Bars ziehen, also alles ziemlich locker. Jeder drängte uns, eine Platte außerhalb von Helsinki zu machen, es hätte auch in Finnland sein können. Das hatten wir auch als erstes ins Auge gefasst. Wir hatten es ja noch nie woanders probiert. Zumindest ich wollte, dass wir es woanders machen, wo ich mich ausschließlich auf die Musik konzentrieren konnte. Nach einigen Angeboten von Produzenten, wurde es dann schließlich der Typ aus L.A., das hörte sich natürlich cool an und war total aufregend, aber das war nicht der Hauptgrund dafür. Zu allererst wollten wir es außerhalb Helsinkis machen, irgendwo. Dann fingen wir an, nach einem geeigneten Produzenten zu suchen, der sehr zielstrebig ist und uns einer Art Diktatur unterziehen würde, um auch das letzte aus uns rauszuholen für dieses Album. Es klang als wäre er der Richtige und es war auch so. Er war besser als erwartet, denn du weißt nie, was du zu erwarten hast, speziell wenn jemand von außen kommt. Er war in der Lage, die Band aus einer gewissen Distanz zu sehen und er konnte sich in die Lage der Fans versetzen. Er betrachtete unsere Band als ein Fan und kam dadurch zu der Erkenntnis, welche Art von Platte unsere Fans erwarten. Er motivierte uns, uns auch selbst als Rockband zu sehen, denn wenn wir live auftreten, dann haben wir keine riesige Lightshow und Pyro-Effekte. Wir halten es eher schlicht. Nur fünf Typen, die Rock´n Roll spielen. Das war, was er mit unserer Platte rüberbringen wollte. Keine zusätzlichen Keyboards oder Samples sind dieses Mal in unseren Songs enthalten. Wir hatten bis jetzt immer ziemlich viele dieser Dinge verarbeitet, aber davon wollten wir wegkommen. Zurück zum klassischen Rocksound.



Im Juni habt ihr zum ersten Mal in Australien gespielt. Welche Erfahrungen habt ihr dort gemacht?
Es war einfach fantastisch, denn wir haben dort keinerlei Platten veröffentlicht. Keiner von uns hatte jemals Interviews dort gegeben. Das einzige war ein Telefoninterview zwei Wochen bevor wir dort ankamen. Als wir dort spielten, kamen zu jeder Show etwa 500 Leute. Jeder besaß die Platten, einige hatten sogar Tattoos und sie kannten die Songs. Es war ein Gefühl, als wären wir schon immer dort gewesen. Das war definitiv eine hochinteressante Erfahrung und ich denke, dass wir dort hin wieder zurück gehen werden, sobald sich die nächste Chance bietet. Aber es war so faszinierend. (kommt ins Schwärmen) Es ist so spannend zu reisen, aber mit einer Band Shows zu spielen… es ist alles andere als billig. Die Firma, die diese Tour organisiert hat, muss gewusst haben, dass die Leute zu unseren Shows kommen. Wir wussten das nicht und deshalb waren wir dann angenehm überrascht.

Dieses Jahr hat sich schon viel getan. Die neue Platte, ein neuer Plattenvertrag, ein Vertrag mit Playboy und natürlich die ersten Konzerte in Australien. Hört sich an, als wäre es ein sehr gutes Jahr für The 69 Eyes. Was können wir denn noch alles erwarten dieses Jahr?
Man kann sagen, dass in diesem Jahr alles passiert ist. (Lacht)
Also, wir machen eine Amerikatournee und eine richtige finnische Tour. Wir haben schon seit Ewigkeiten nicht mehr in Nordfinnland gespielt, deswegen müssen wir das mal wieder tun. Alles was passiert und warum in einer gewissen Reihenfolge, dass hat mit der wirtschaftlichen Situation in der Welt zutun. Die Leute spielen mit uns wie mit Schachfiguren, mal schicken sie uns hier und dann dort hin. Sie entscheiden über den Ablauf. Als erstes kommt die US-Tour, dann Finnland und anschließend gehen wir noch mal in Europa auf Tournee. Das ganze wird sich dann bis Mitte nächsten Jahres hinziehen und natürlich kommen im Sommer noch die Festivals dazu. Also die ganz normale Routine. Dieses Mal halt in dieser Reihenfolge.

Ihr habt euer 20-jähriges Bandjubiläum dieses Jahr. Habt ihr gefeiert und wenn ja wie? Was sind die wichtigsten Veränderungen, wenn du „The 69 Eyes“ vor 20, vor 10 Jahren und jetzt betrachtest?
Ja, (nächsten Monat) am 19. September, richtig. Eigentlich sind wir immer noch Teenager, eine Teenagerband. (Lacht) Das neue Album, so feiern wir. Einfach ein verdammt gutes Album veröffentlichen. Wir machen jetzt keine Golden Oldies Tour, veröffentlichen kein Best Of-Album oder so was in der Richtung. Wir könnten natürlich ein „20-Jahre“ Greatest Hits Album veröffentlichen und uns dann erstmal ein bisschen ausruhen, gemütlich ein Jahr verstreichen lassen. Darüber haben wir aber nie nachgedacht und ehrlich gesagt, es ist erschreckend, wie schnell die Zeit vergangen ist. Wir haben unserer Jugend verschwendet, nein, geopfert für diese Band. Es interessant, denn wir sind immer noch begeistert und immer noch in dem gleichen nihilistischen Traum, wie damals als wir mit der Band angefangen haben. Nichts ist klarer geworden oder beendet. Es kann immer noch alles Mögliche passieren. Niemand weiß, was passieren wird, wenn diese Platte erscheint. Ich bin gespannt wie es dieses mal ist. Während der letzten ungefähr 10 Jahre, waren es immer die Medien und die Leute, die bei der Veröffentlichung gesagt haben: „Hey eine neue coole Band“, obwohl schon so viel Zeit vergangen ist. Wie wird es dieses Mal werden? Niemand wird sagen, dass diese 20 Jahre alte Band halt mal wieder Touren muss und deswegen ein neues Album veröffentlicht. Jeder wird sagen: „Ein neues The 69 Eyes Album, cool und die Jungs rocken wieder.“ oder halt „Nun ja, das alte Album hat mir besser gefallen.“ Aber dennoch, jemand mag die alten Sachen. Ich denke nicht, dass wir ein Haltbarkeitsdatum haben. Wir waren nie eine Modeerscheinung und sind auch niemals trendy genug gewesen. Ich weiß auch nicht, was los ist, wir sind immer noch angesagt, zumindest bei uns selbst und das ist wohl das Wichtigste. Wir selbst sind unsere größten Fans. (Lacht)



Du arbeitest seit 2003 für UNICEF, hattest deren Kampagne „Stolen Childhood“ unterstützt und wurdest im November 2006 in Seoul, Süd Korea mit dem Preis TOYP (The Outstanding Young Persons of the World) ausgezeichnet. Bist du derzeit in ein Projekt involviert? Was bedeutet die Zusammenarbeit mit einer solchen Organisation für dich?
Mh, eigentlich bin ich ja doch einer von den guten Jungs, auch wenn ich vielleicht Blut trinke (grinst) Im Moment mache ich nichts für UNICEF. Ich mache das nur, wenn ich Zeit habe und jetzt ist halt gerade die Zeit für die Band. Die müssen halt jetzt warten, bis ich wieder das nächste Projekt machen kann. Natürlich mag ich die Zusammenarbeit, aber jetzt dreht sich erstmal alles um das neue Album. Ich möchte da keine Überschneidungen, denn das ist eine ganz andere Welt. Ich bin glücklich darüber, dass ich die Möglichkeit habe, das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse, und Rock`n Roll wahren zu können(Lacht)

Letztes Jahr hast du bei einem Projekt gegen die Verschmutzung der Ostsee mitgemacht. Was kam dabei raus? Würdest du noch mal bei einem solchen Projekt mitmachen?
Ja, das war diese Fernsehshow, die wir letztes Jahr gemacht haben, weil wir gerade etwas Zeit übrig hatten. Also warum nicht. Ich hab noch nie bei einer Fernsehshow mitgemacht, deshalb war`s lustig. Das war aber eher eine einmalige Sache. Man muss abwarten, vielleicht mach ich ja in zwei Jahren noch mal mit, wenn man mich fragt, wegen einer Show im Fernsehen.

Du hast einige Zeit in Afrika gelebt und warst schon sehr oft in den USA. Wie beurteilst du diese doch sehr unterschiedlichen Lebensweisen?
Ich würde liebend gerne mal in Afrika touren, das wäre äußerst interessant dort mal ein paar Shows zu spielen. Joel Madden von Good Charlotte ist auch bei der UNICEF, deswegen haben wir schon darüber gesprochen, wie wir das einrichten könnten, vielleicht einige UNICEF-Shows zusammen in Afrika zu spielen. Das wäre verdammt cool so was zu machen. So, aber eigentlich sehe ich keine Unterschiede. Ich mein, wie soll ich das jetzt beantworten? (lacht) Jeder ist aus Fleisch und Blut, überall!

Wenn du eine Sache auf dieser Welt ändern könntest, was wäre es?
Ähmmm… Was könnte es sein? Ich weiß es nicht. Da gibt es so viele Dinge. (Denkt nach) Nun, ich wurde sagen, ich würde mir wünschen, in die Schule zu gehen und deutsch zu lernen, dann könnten wir dieses Interview auf deutsch machen. Ich könnte mein deutsch ein bisschen aufbessern, hab das aber unglücklicherweise nicht gemacht. Ich hab viele verschiedene Sprachen gelernt, aber kein Deutsch. Aber das wär doch mal cool.

OK. Vielen Dank für das Interview und viel Spaß heute Abend.
Dankeschön.





Autor: Sandy Mahrer, transl. Sonja Kappes, photos: Sandy Mahrer, Ville Juurikkala, 69 Eyes
Eingetragen am: 2009-10-16

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