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Swallow The Sun: Nix mit Twilight, nix mit Humor

Beim Kick-off ihrer Europatour in Helsinki (checkt unsere Tourdaten) fanden Keyboarder Aleksi Munter und Sänger Mikko Kotamäki noch Zeit, ein wenig mit STALKER zu plaudern. Hier könnt ihr also herausfinden, warum das neue Album “New Moon” (siehe Review hier) in Schweden aufgenommen wurde, warum ein Neuer an der Rhythmusmaschine sitzt, was es mit “Pussy Doom” auf sich hat und bei welchem Thema sich die beiden fast in die Haare geraten...


Zunächst einmal Gratulation zum neuen Album – und dieser brillianten Marketing-Idee, es “New Moon” zu nennen, wie die Fortsetzung dieses Twilight Films, und es dann auch noch nahezu zeitgleich auf den Markt zu bringen... (Gelächter)
Mikko: Das New Moon Album hat nichts mit dem Film zu tun. Eigentlich hatte sich Juha (Raivio, Bandmastermind und Gitarrist) schon für diesen Albumtitel entschieden, lange bevor der Film rauskam – also ist das Ganze purer Zufall.

Da du ja auch zwei Songtexte zu “New Moon” beigetragen hast, kannst du darüber etwas genaueres erzählen? Handelt es sich um eine durchgehende Story? Was steckt dahinter?
Mikko: Naja, es dreht sich im Prinzip um Lebenserfahrungen… Yeah, wieder einmal sowas, nichts besonderes… keine Ahnung (Pause) Naja, die meisten davon handeln von Mädels.

TOTEN Mädels.
Mikko: YEP

Naja, da hoffe ich ja nur, dass die Inspiration dazu aus der Literatur kam und nicht aufgrund persönlicher Erfahrungen (lacht)
Mikko: Ehrlich gesagt würde ich gerne eine Menge leute killen (Gelächter) Aber leider ist das ja illegal (mehr Gelächter)



Seid ihr mit den Reaktionen auf das neue Album bisher zufrieden?
Aleksi: Yeah, die waren ziemlich gut, ich hab mich nur fürchterlich über eine Review geärgert, wo es hiess, dass wir „wieder einmal dasselbe Album“ gemacht haben. Ich war da echt völlig baff. Was erwarten sich diese Leute von uns? Auf New Moon gibt es ungefähr alles zwischen Lovex und Black Metal, also... (lacht) was erwarten die sich von uns? Wir haben es geschafft, ein völlig anders klingendes Album zu machen, das dennoch nach Swallow The Sun klingt, also weiss ich jetzt nicht, was wir da hätten anders machen sollen...

Weil du grad Black Metal erwähnst – Mikko, du bist oder warst doch so ein grosser Black Metal Fan, also must du ja besonders glücklich über dieses neue Album sein...
Mikko: NA KLAR! (Gelächter) Ich bin sehr glücklich über all diese Einflüsse, die unserem Stil doch ziemlich gut stehen... und ...
Aleksi:... und ich glaube, wir haben bereits beim ersten Album über Blast Beats nachgedacht. Es ist toll, dass wir sowas nun endlich auch haben, und die sind auch eher von Emperor, also melodischem Black Metal generell, inspiriert.

Ich war da ziemlich überrascht. Und auch von dir, Mikko, denn es scheint, dass du dich nun bei klarem Gesang wohler fühlst. Du bist nicht mehr so schüchtern
Mikko: Tja, wurde auch langsam Zeit (Gelächter) Nee, echt, ich bin kein so besonders toller Sänger...
Aleksi: Ich habe seine Entwicklung vom ersten Album an mitgekriegt, und ich weiss mit Sicherheit, dass er vorher noch nie Clean Vocals benutzt hat, denn wir waren vorher schon zusammen in einer anderen Band. Du hörst das auch auf “The Morning Never Came”. Und wenn du das nun mit “New Moon” vergleichst, ist das ein verdammt grosser Unterschied, und ich bin echt froh, wie sich Mikko hier entwickelt hat.
Mikko: Und wir haben auch so viele Tourneen absolviert, das hilft auch.


Mikko

OK nun zu was anderem – wieso hat euch Drummer Pasi Pasanen verlassen, und wie kamt ihr auf Kai Hahto (der Neue)?
Mikko: Naja, eigentlich hat er uns nicht verlassen, es war unsere Entscheidung. Also... es gab da Schwierigkeiten... verstehe mich da nicht falsch, wir sind noch befreundet... naja,wenn du viel unterwegs bist, auf Tourneen...
Aleksi:... und wenn die Umstände da nicht so toll sind,wie etwa 35.000 km in einem Minivan zu fahren, dann verlangt das Leuten eine Menge ab, und wenn es da Reibungen gibt, dann funktioniert es einfach nicht. .
Mikko: YEAH. Das war der Grund.

Aber sonst seid ihr noch befreundet, das hat eure Beziehung nicht beeinträchtigt....
Mikko: Yeah wir sind noch Freunde, aber die Beziehung hat natürlich in gewisser Weise gelitten. Er ist eines der Gründungsmitglieder, und klarerweise ist er nun angepisst. Naja – wir sind ja keine Kinder mehr, wir können damit umgehen.

Wie seid ihr dann auf Kai gekommen? Wenn ich mich recht erinnere, habt ihr schon vorher mal mit ihm gespielt....
Aleksi:Yeah wir spielten mit ihm auf der US Tour 2007, und wir kannten ihn schon vorher. Aber bei dieser Tour hat es richtig gefunkt, wir kamen toll miteinander aus und er ist ein ausgezeichneter Musiker, also war er natürlich der erste, den wir angerufen haben -
Mikko: DER EINZIGE den wir angerufen haben
(Gelächter)
Aleksi: Yeah, der erste und einzige, den wir angerufen haben, wir hatten zu diesem Zeitpunkt nur einen Monat Zeit, ehe wir ins Studio gingen, also wussten wir, dass wir den besten brauchen

Ist Kais band Wintersun noch immer aktiv oder nun auf Eis gelegt?
Mikko: Nunja. Die sind ein wenig träge. (ein Ausbruch schallenden Gelächters *) Kai meinte, dass das nächste Wintersun-Album nächstes Jahr rauskommt, aber das hat er schon 2007 gesagt. Also glaube ich es erst, wenn ich die CD im Laden stehen sehe.

*) Wintersuns Debüt kam 2004 raus... und Fans warten noch immer auf den Nachfolger, der eigentlich bereits 2006 erscheinen sollte....STALKER wird euch auf dem laufenden halten, d.Red.


Aleksi
Also haben diese Blast Beats nichts mit Kai zu tun ...
Aleksi: Nein, denn wie gesagt, wir haben schon lange darüber gesprochen, und alle Songs waren fertig, sogar noch bevor die Sache mit Pasi passierte. Wir riefen Kai an, nachdem wir uns bereits für die Blastbeats entschieden hatten.

Die Aufnahmen.. ich hab euer Studiodiary gelesen...
Mikko: Studio diarrhea! (Gelächter)

War es nicht schwierig, in 2 verschiedenen Studios zu arbeiten, eines in Schweden (Fascination Street Studios, Jens Bogren) und einem in Jyväskylä (Noisework Studio, Hannu Honkonen), und letzteres nur für die Keyboards?
Aleksi: Ich bin schon so gewöht daran, mit ihm zu arbeiten, er ist auch Mattis (= STS Bassist) Bruder, sein kleines Studio in Jyväskylä ist auf Keyboards spezialisiert, also war es eine selbstverständliche Entscheidung, dorthin zu gehen.

War es also nicht seltsam, aufzunehmen ohne die anderen Jungs...
Aleksi: Nein, nein. Ausserdem, ich glaube die letzten 3 Alben wurden so gemacht, seit “Hope” habe ich immer alleine an den Keyboards gearbeitet
Mikko: And that´s the way we like it.
(Gelächter)
Aleksi: That´s the way I like it! Ich habe auch für Insomnium so gearbeitet, und für Ghost Brigade, ich mag es so.

Inwieweit hat diese Iron Maiden DVD die New Moon Produktion beeinflusst? (lacht)
Mikko: Keine Ahnung, denn zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht in Schweden, ich war der letzte dort und blieb nur 8 Tage.

Es war lustig zu lesen, dass diese DVD jeden Tag rotierte... es klang so verzweifelt, als ob es da nichts anderes gäbe...
Mikko: Nein, es gaub auch eine Turisas DVD
Aleksi:... da wurde auch eine Toto DVD erwähnt, also Toto, Turisas, und Iron Maiden.
Mikko: UND es gab auch Pornokanäle, die erst funktionierten, als ich in Schweden ankam, Jämsä (= STS Gitarrist Markus Jämsen) war am Abreisen, und ärgerte sich “MIST jetzt funktionieren diese Kanäle, wo ich abreise” (Gelächter)

Du Glückspilz, also musstest du dir nicht dauernd Iron Maiden anschauen...
Mikko: Eigentlich hatte ich auch meine Freundin mit dabei, also...

Oh, Ok....
(ein Moment peinlich berührten Schweigens, gefolgt von einem heftigen Ausbruch – dreckigen - Gelächters)



Zurück zur Musik - “Plague Of Butterflies”, das Vorgängeralbum, war ja eigentlich für eine Aufführung des Ballets Deviare, New York, geschrieben worden. Warum hat das nicht geklappt?
Aleksi: Ich weiss nicht genau, was passiert ist, es ging ums Geld und seltsame Sachen passierten. Schade, dass es nicht geklappt hat. Wir sind noch immer in Kontakt, obwohl das ganze den Kanal runter ging.

Wäre es möglich, in der Zukunft nochmal eine Zusammenarbeit hinzukriegen?
Mikko: Hoffentlich, eines Tages
Aleksi: Vielleicht war es einfach nicht der richtiger Zeitpunkt oder so

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Steve Rothery (Marillion)?
Mikko: Wir trafen ihn mal, vor einem Jahr, auf der England-Tour mit Apocalyptica. Juha war schon immer ein grosser Marillion Fan, und wir trafen ihn in Oxford, und Juha fragte ihn, ob er fürs neue Album ein Solo beisteuern konnte, und er sagte Ja. So einfach wars. Und er ist echt ein netterKerl.
Aleksi: Aber wir hatten technische Probleme, seine Aufnahme war in einem falschen Tempo, daher kam es nicht aufs Album, da gab es Missverständnisse...
Mikko: … und wir kriegten die Aufnahmen zu spät...
Aleksi: Yeah, und als wir sie endlich hatten, war es das falsche Tempo. Aber als wir die richtigen Aufnahmen kriegten, kamen sie zur Single “Servant of Sorrow”

Naja,nun mit neuem Album und neuem Drummer, also einigen Veränderungen – welche Bilanz würdet ihr für die Band Swallow The Sun bis dato ziehen?
Mikko: MERKWÜRDIG (Gelächter) ...und es war lustig
Aleksi: Alles kam ziemlich plötzlich, wir sind ja keine besonders alte Band, echt
Mikko: Aber Moment mal, es sind noch 1,5 Jahre, und die Band gibt es 10 Jahre
Aleksi: Aber eigentlich ging es erst 2003 so richtig los
Mikko: Da wo du eingestiegen bist
Aleksi: Yeah aber davor hattet ihr ja nicht wirklich was auf die Reihe gekriegt
(Gelächter)
Mikko: Naja, ich hab mit ihnen erstmals 2001 geprobt
Aleksi: Aber das erste Demo kam 2003 raus, und es war für uns alle damals ein Nebenprojekt, wir haben uns nichts grossartiges davon erwartet, und als es dann losging – da passierte alles ziemlich rasch

Yeah ich hatte als Aussenstehende denselben Eindruck – plötzlich ging es los für euch, und keiner kann wirklich genau sagen warum... es ist ja nicht so, dass ihr kommerzielle Kompromisse macht – das Butterfly Album war ja nur ein einziger 40 min Song...
Aleksi: Yeah darüber bin ich wirklich froh, dass wir keine Kompromisse eingegangen sind, und dass hat vielleicht damit zu tun, dass wir manchmal beim Songwriting richtig in die Haare geraten, jeder will da sein Ding durchziehen, und wir müssen uns da dann durchlavieren.
Mikko: Darum haben wir hier in Finnland wohl diese 5 Leute, die uns mögen. (Gelächter)



Ist das nun endgültig die offizielle Definition eures Stils, “Lords of Pussy Doom”?
Mikko: Das kommt von Juha, er muss immer so verdammt viel Humor in verdammt einfach alles einbringen
Aleksi: Ich kann Humor nicht leiden
Mikko: Ich auch nicht. Und für Juha ist es die Krönung zu behaupten, wir spielten “Pussy Doom”, und dann lacht er sich kaputt
Aleksi: Yeah, darüber lacht er schon in den letzten fünf Jahren
Mikko: Yeah. “Pussy Doom – ha ha ha ha” ...
Aleksi: … und schon beim ersten Mal war es nicht wirklich witzig
(Gelächter)

Oh ich habe vorher vergessen zu fragen – sind solche kurzen Probezeiten vor einer Studioaufnahme ublich bei euch?
Aleksi: Oh GOTTSEIDANK, oder auch Danke, Satan.... Für “Ghosts of Loss” haben wir ein halbes Jahr geprobt, dreimal die Woche, es war so verdammt zeitaufwändig. Ich war SOOO froh, dass es hier nur eine Woche gedauert hat...
Mikko: Und wenn du dir das Album jetzt anhörst – du kannst es überhaupt nicht raushören
Aleksi: (lacht) YEAH weil …
Mikko: … soo schlecht gespielt ...
Aleksi: Und viel zu viel, was da abgeht, wir hatten da die Arrangements nicht wirklich im Griff (lacht)

Übrigens, wer ist eigentlich die Sängerin bei “Lights on the Lake (Horror pt. III)” Aleah?
Mikko: Geboren in Südafrika, lebt in Schweden, und darum (fängt an zu kichern) haben wir ja auch das Album in Schweden aufgenommen (lacht) ES GIBT EINEN GRUND
Mikko: Ja, ES GIBT EINEN GRUND warum Juha darauf bestand, das neue Album in Schweden aufzunehmen (Gelächter)

OK...OK ... keine weiteren Fragen...(Gelächter)
aber.. zum Abschluss, warum nennt sich dieser Song “Horror part III”, was ist die Verbindung zu “Don´t Fall Asleep (Horror pt.2)” und “Swallow (Horror pt.1)?

Aleksi: Es gibt da ein gemeinsames Thema, eine Melodie, die in allen drei Songs zu finden ist!

OK ich hör da gleich mal genauer rein – danke für eure Zeit, Jungs!



Autor: Klaudia Weber, photos: Kalle Björklid, Terhi Ylimäinen
Eingetragen am: 2009-11-27

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