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Teräsbetonis J. Ahola: “Musik ist eher Machen - und nicht so sehr Denken”

Den meisten dürfte dieser junge Künstler als Sänger von Teräsbetoni oder Northern Kings oder Raskas Joulu (Finnische Metal Weihnachtsshow) bekannt sein. Neben diesen Projekten steht er auch immer wieder als Solo-Künstler auf der Bühne. Jarkko Ahola ist ein bemerkenswerter Sänger, von dem man leider in Zentral-Europa nur wenig hört. Wir haben den Finnen im Rahmen des Teräsbetoni Auftritts am diesjährigen True As Steel Festival (lest unseren Bericht ) in der Züricher Bonnie Prince Bar getroffen. Bei einem unterhaltsamen Gespräch erzählte er STALKER mehr von sich und seinen Projekten sowie den Dingen, die das Musikerdasein so mit sich bringt.

Hi Jarkko, wie geht es dir? Ich habe gehört du hattest eine Kehlkopfentzündung?

Na ja, wie ich dir schon vorher gesagt habe, geht es mir ziemlich gut, aber ich bin mir nicht sicher über den Auftritt heute. Irgendwie musst du Vertrauen haben in das was du tust. Wir hatten gestern Proben und die waren ziemlich ok. Ich dachte mir, wenn ich das Set heute singen kann, dann ist es vielleicht morgen besser.

Für wie lange hattest du darunter zu leiden?
Zwei Wochen, normalerweise sogar einen Monat, aber das passiert. Wir haben heute unseren Soundcheck gemacht und ich habe zwei Lieder gesungen und es war ok.

Ich glaube du hattest das bereits einige Male, richtig?
Yeah na ja, du kannst es nicht stoppen, es überlebt in meinem Gewebe. Ich glaube ich hatte es zweimal, sehr stark, weißt du, und ich habe meine Stimme vielleicht ein oder zweimal verloren. Einmal habe ich einen Gig abgesagt und zum nächsten Gig, einige Tage später war ich wieder in Ordnung. Ich habe diesen bestimmten Level, den ich dem Publikum gebe. Es ist so erbärmlich, einige Bands spielen und spielen einfach nur, und der Sänger klingt nicht wie er oder sie sollte, und das ist echt Scheisse. Weißt du, es ist als ob du dein Publikum nicht schätzt, das ist nicht gut. Ich möchte das auf keinen Fall machen.


Ist es das erste Mal das du in der Schweiz bist? Wie gefällt es dir?
Ich mag es, es ist ziemlich finnisch. Ich weiss es nicht…es ist echt gemütlich hier. Na ja, es gibt hier natürlich nichts neues – die Gebäude sind ein bisschen anders, aber die Leute, wie soll ich es sagen..was auch immer du hier machst ist ziemlich nah an dem, wie wir das in Finnland machen.

Ok, glaubst du ?
Yeah, ich fühle es so. Ich habe nicht all zu viel gesehen, vielleicht ändert sich meine Meinung noch. Ich glaube du denkst anders, es scheint so..(lacht)

Im Moment arbeitet ihr am vierten Teräsbetoni Album, kannst du uns etwas darüber erzählen?
Wir “arbeiten” nicht mehr daran, es ist bereits gemastert. Ich habe das Mastering noch nicht gehört aber ich habe den Mix gehört, es ist gut.

Und was können wir vom neuen Album erwarten?
Was könnt ihr erwarten? Mann, es ist unser viertes Album und ich glaube wir sind sehr gewachsen, auf eine gute Art natürlich. Es muss eine kleine kindliche Ecke in unserer Musik sein und das wird auch so bleiben, aber wir sind gewachsen und unsere Texte sind ein wenig gereift, weißt du, es ist tiefgründiger und die Musik, ich denke sie hat mehr Substanz, aber ja natürlich, muss da auch das gute alte Teräsbetoni-Feelingl sein, und das ist es ist sicher noch immer.

Ihr habt auf der Webseite geschrieben, das es etwas Neues geben wird, also sind das die gereifte Musik und die Texte?
Yeah, weisst du, es ist wenn das Album anfängt, es knallt wie verrückt und der Hörer weiss “das ist Teräsbetoni!“. Aber nach ein paar Songs bekommst du auch andere Dinge zu hören.

Es ist bereits einige Zeit her, seit ihr am Eurovision Song Contest teilgenommen habt, jetzt nach dieser Zeit würdest du sagen, es hat eure Karriere auf eine Art beeinflusst?
Na ja, ich weiss nicht. Es war schön, für zwei Wochen nach Belgrad zu gehen und jemand anderes bezahlt für alles, unsere Getränke, unser Essen, auch wenn das Essen nicht wirklich gut war, also sorry Belgrad, sorry Serbien!- aber es war eine schöne Zeit und sehr warm, aber mein Problem war, das ich diese Magendarm Grippe für eine Woche hatte, also waren meine „Ferien“-von den ich gerne denke, dass sie das zum Teil waren- ziemlich durcheinander gebracht. Aber ich denke, unseren Auftritt haben wir gut gemacht. Was wir dort erreicht haben, denke ich war sowieso nicht die Hauptsache. Wir spielten Heavy Metal in Finnisch an dem verdammten Eurovision Song Contest, also wen zum Teufel interessierts. Wirklich, es war lustig und ich mochte es. Es war eine gute Erfahrung und ich würde sie nie mehr hergeben.


Du hast neben Teräsbetoni einige Projekte am laufen, lass uns darüber sprechen. Du hast gerade die Aufnahmen zu Oulu All Star Big Band feat. J. Ahola beendet, kannst du uns etwas darüber erzählen? Worum geht es in diesem Projekt?
Na ja es ist ungefähr ein Jahr, ah nein, zwei Jahre her als dieser Typ mir eine Nachricht schickte. Zuerst hat mich jemand angerufen aber ich kannte die Nummer nicht, also habe ich nicht geantwortet. Ich antworte selten, wenn ich die Nummer nicht kenne. Wie auch immer, dieser jemand schickte mir eine Nachricht und dieser Typ sagte mir, dass er der Dirigent von dieser Band sei und sie einen Sänger für ihr Projekt suchen, Heavy Metal Songs in jazzigen Big Band Versionen zu spielen. Ich meinte „ Na ja, nein… aber vielleicht yeah!” Es brauchte ziemlich viel Zeit, bis es wirklich zustande kam, aber als es dann soweit war, haben sie mir diese Arrangements geschickt und ich meinte immer noch, “Das ist ziemlich extrem jazzig, ich weiss nicht ob ich irgendwas dazu machen kann.“ Ich bin ein Rock’n’Roll Kerl, aber ich mag viele Mucken und Arten von Musik aber dieses war trotzdem sehr Jazzig. Ich weiss nicht ob du das Livematerial im Internet gesehen hast?

Nein bis jetzt noch nicht!
Jedenfalls, Ich dachte mir „ machen wir es, einfach mal ausprobieren” und es war eine schöne Zeit, ich mochte es sehr. Etwas das ich nicht mochte, waren dieses Arrangements, die sie mir geschickt haben. Zum Beispiel ein Song wie Heaven & Hell, ein grossartiger Song, eine coole Version mit einer netten Stimmung, aber der Song dauerte zirka 10 Minuten. (Imitiert die Instrumente, wie sie normalerweise im Jazz sind) Und das ist es, was ich nicht mag, und sie sagten, es gehöre zu diesem Style dazu, das machen wir wenn wir spielen, wir improvisieren, und ok ich verstehe es. Ich mag es immer noch nicht ganz, aber ich kann verstehen, wenn sie es als wichtig empfinden.

Also musstest du einige Kompromisse eingehen?
Yeah, aber als sie den offiziellen Track für das Album aufnahmen und ich ihn sang, habe ich gehört, dass sie alles so gemacht haben wie es sein sollte, keine superlangen Solos mehr kein Herumblödeln mehr, einfach nur cooles Zeug. Das Album klingt gut. Es ist ziemlich organisch. Heutzutage wenn du ein Album machst, ist es voll mit Effekten, weisst du, du kannst soviel mit den Tracks hinterher machen. Aber ich singe da einfach, es ist nichts unter meiner Stimme, nur ein klein wenig Delay und Hall, ansonsten nichts. Für die Ohren von Leuten, die Radio hören, klingt das vielleicht ziemlich dünn und sogar langweilig, aber wenn du Musik kennst, wirst du hören, dass es gut ist – dass es grossartig ist! Ich mag es sowieso. Und es erscheint am 29 Oktober, aber nur in Finnland, sorry Leute. Aber ich glaube, dass ihr es irgendwo bestellen könnt, zum Beispiel bei Levykauppa-X oder so.

Du spielst auch einige Akustik Shows mit Antti Mäkelä, welche Art von Songs spielt ihr da, Covers oder auch deine eigenen?
Cover Songs und … weisst du, zuerst war es einfach um ein bisschen Geld zu machen, weil ich ein Musiker bin, ich lebe vom Spielen. Und zum Teil ist es immer noch das, aber es hat sich weiterenwickelt. Zuerst hatten wir nur zwei Gitarren und haben Cover Songs gespielt die ich mag und auch einige Teräsbetoni Songs. Wir machen immer noch ziemlich die gleichen Songs, ABER weil wir es so sehr mögen was wir da tun, hat Antti heute zwei Gitarren, eine Zwölfseitige und eine Sechsseitige als Basic Backup Rhythmus Gitarre, und Antti spielt auch einen Synthi, weil wir Songs wie Queen’s „Who Want’s To Live Forever“ spielen. Niemand hat das je gemacht. Wir machen es und ich denke es klingt ziemlich cool, versprochen! Wir haben auch noch diese Sub-Octave Pedale, was uns eine Auswahl an Bassgitarren gibt, und ich habe dieses Pedal, das Backing Vocals kreiert, indem es die Harmonien von den Gitarren-Cords nimmt. Viel Kram, es klingt dann viel grösser als nur zwei Kerle, und wir haben das Set bei jedem Mal wenn wir uns sehen weiter entwickelt. Wir proben überhaupt nicht, vielleicht im Hotelzimmer schauen wir uns ein paar neue Songs an. „Lass uns das machen, ok lass uns jenes versuchen“. Weisst du, es ist einfach Spass haben mit der Musik, weil Musik viel eher Machen ist – es ist nicht zu sehr Denken. Wenn du ein paar Fehler machst, wen interessierts? Es ist die Stimmung, es ist die Atmosphäre, die du den Leuten gibst und wir richten uns danach. Und es ist auch therapeutisch.


Du warst Teil der Ronnie James Dio Gedenkgala. Was hat dir DIO bedeutet? War er ein Idol für dich?
Na ja ,er war nicht wirklich ein musikalischer Einfluss für mich als DIO Band, aber als er bei Rainbow war und ich den Song “Gates of the Babylon” hörte, ich war vielleicht 14 Jahre alt und ich meinte” Was ist das?” Es war so unglaublich und das ist es immer noch, es ist zeitlose Musik, Ich weiss nicht ob du das gleiche fühlst, aber du kannst nicht wirklich sagen, welche Art von Musik “Gates of the Babylon” ist. Ist es Heavy Metal? Ist es Rock’n’Roll? Ist es Pop? Wer weiss..es ist einfach gute Musik. Ich liebe es und durch diese Songs hat er mich beeinflusst. Er war ein kleiner Kerl mit der kraftvollsten Stimme, nicht die höchsten Noten, viele können höher singen, aber nicht so kraftvoll. Und andererseits war es ja das Tolle, dass er eigentlich hohe Noten erreichte, aber die Kraft dahinter liess sie tiefer klingen als sie wirklich waren! Wenn du mitsingst, dann denkst du „Mann, das ist ziemlich hoch“. Also ist er einer der Einflüsse, aber er ist nicht der „Grösste“ davon, aber als ich älter wurde, lernte ich die Sachen von Black Sabbath und Rainbow besonders schätzen.

Und wer war dann der Grösste für dich?
Ich glaube ich hab keinen Grössten zu nennen, aber die erste Band, die mich überwältigt hat, waren Manowar und das Album “Fighting the World“. Heute ist es nicht mehr ihr bestes Album für mich, aber es war das erste das ich hörte. Ich war 8 oder 9 Jahre alt und zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht wirklich was gehört. Ok, ich habe Twisted Sister und W.A.S.P gehört zuvor, aber ich fand sie zu dieser Zeit Scheisse. Als ich Manowar hörte, klang es wie das richtige Ding. Und ich mag Manowar immer noch.

2002 hast du einige Solo Demo Tapes veröffentlicht, das war vor Teräsbetoni, planst du ein weiteres Solo-Album in naher Zukunft?
Das ist schon lange her! Na ja, ich habe viele Songs, aber ich weiss nicht welchen Style ich repräsentieren sollte, weil ich tendiere MUSIK zu mögen, du weißt, je älter man wird umso mehr verstehst du die Musik, du magst nicht mehr bestimmte Richtungen, du magst einfach gute Musik. Und ich weiss nicht welchen Style ich verkörpere.

Warum nicht etwas machen, das von jeder Richtung was beinhaltet?
Yeah, aber es gibt kein Label, das es veröffentlichen würde, sie wollen dich in einem bestimmten Paket sehen. Zieh dich so an, mach es so, mach mehr Songs davon ect. Dein Habitus muss aussehen wie das Zeug, das du spielst.

Aber hättest du nicht die Möglichkeit das zu machen, weil dich die Leute bereits kennen, zumindest in Finnland ziemlich gut?
Keiner kennt mich, nicht mal dort. Ich denke nicht mal, dass mich einer als Person mag! Hah. Ich bin zu direkt, ich sage was ich denke, sogar das verrückteste Zeug manchmal!

Ach komm schon, es ist eine tolle Sache, aufrichtig und direkt zu sein!
Nein das ist es nicht, die meisten Finnen sind so, aber die meisten Finnen mögen es nicht, wenn man es zu ihnen ist. (lacht) Sie machen es gerne aber wenn es jemand mit ihnen macht, dann mögen sie es nicht mehr. Was auch immer, ich bin nicht so berühmt in Finnland wie manche vielleicht denken, ich bin bekannt, aber ich bin kein Star. Ich wäre es gerne und ich spüre, dass ich ein paar grossartige Songs habe , die wert sind gehört zu werden, aber jemand muss mich unterstützen. Ich kann dass nicht alleine…Wir werden sehen was passiert!

Du machst Raskas Joulua…..
Du warst da, ich weiss!
Nein, leider nicht.
Oh, kommst du dieses Jahr?
Nein, ich glaube nicht.
Scheisse! Es ist sehr schön, aber auch eine sehr finnische Sache.
Ja aber die Songs sind toll, ich mag sie obwohl ich das meiste davon nicht verstehe. (lacht)
Ok, ok cool.(lacht)

Ok du machst das und diese Northern Kings; Teräsbetoni und Solo Konzerte, ist es manchmal nicht zuviel, 4 Projekte gleichzeitig zu haben?
Nein, weil das Solo Projekt ist etwas das ich mache wenn ich Zeit dazu habe, und Northern Kings passiert sehr selten, etwas das wir aufnehmen und es dauert einen Monat, nicht für mich, aber im ganzen. Und Raskas Joulua ist etwas das wir zu Weihnachten machen. Wenn ich mich richtig erinnere, machen wir ein Album im nächsten Jahr, aber ich weiss nicht all zu viel darüber, aber es wird das grösste Album, das wir je gemacht haben. Alles in allem ist Raskas Joulua und Northern Kings ziemlich das gleiche, hauptsächlich die gleichen Sänger und die gleiche Band.

Einfach zusammen Spass haben?
Es ist eine sehr gute Zeit.

Hast du neben all den Sachen noch ein Privatleben? Klingt als ob du ständig auf dem Sprung zu einem anderen Konzert wärst?
Ich? Ich habe ein sehr privates Leben. Ich mag es nicht zu viele Konzerte zu geben, weil es einfach die Musik tötet. Irgendwann geht es nicht mehr um die Musik, es dreht sich alles ums Auftreten und ich mag das nicht. Ich mag es zu singen und zu performen. Es ist sehr energieraubend, sein bestes zu geben, und du kannst nicht jeden verdammten Tag dein bestes geben, keiner kann das. Ich denke so. Natürlich kannst du dein bestes an „diesem einen“ Tag geben, aber es ist nicht dein allerbestes. Und wenn du auf der Bühne bist, musst du dein allerbestes geben und ich denke, das kann ich vielleicht 2-3 Mal die Woche, höchstens. Es gibt einige Bands, die machen 20 Konzerte in 3 Wochen, wer zum Teufel kann 20 Konzerte in 3 Wochen singen? Keiner kann das, darum brauchen einige Bands auf der Bühne diese back up Tapes und diesen Scheiss, also was zum Teufel ist das? Es ist das Publikum zu unterschätzen und das würde ich niemals tun.

Das ist sehr interessant zu hören weil viele Musiker so viel wie möglich touren wollen wegen dem Geld …
Und wegen den Muschis und…nahhh. Ich bin ein Musiker mit einem grossen M. Ich mag die Musik – der Rest ist das was dazu kommt. Ich mag es die Fans draussen zu sehen, ich mag die Atmosphäre, aber es geht am Ende alles darum Musik zu machen und sie zu performen.

Kannst du uns etwas von deiner musikalischen Geschichte erzählen, wann hast du angefangen zu singen und warum hast du gerade die Bass-Gitarre als dein Instrument gewählt?
Naja, als ich ein junger Knabe war (lacht) Ich war eigentlich ein junges Mädchen (lacht noch mehr) Auf jeden Fall….

(Mit einer tiefen Stimme) Als ich ein junger Knabe war, das ist schon lange her, war ich nicht all zu sehr interessiert an der Musik, ich mochte es Musik zu hören, das hat mich sehr berührt, aber ich habe es wirklich nicht verstanden. Ich mochte Zeichnen, ich war ein guter Zeichner. Na ja, wir hatten diese Wertung von 4-10 in der Grundschule und ich bekam immer eine 10 und ich war soooo glücklich, die einzige 10, die ich je bekam (lacht). Aber dann kamen wir in die Mittelschule, ich sah dieses Drum-Kit und meinte“Wow, was ist das? Ich muss das versuchen!“ Und ich habe die Sticks bekommen und angefangen zu spielen und so kam es. Ich wollte einfach etwas Kraftvolles mit dem Schlagzeug machen.
Jedenfalls, ich war trotzdem nicht so gut, weil ich mir kein eigenes Schlagzeug holen konnte. Ich konnte nicht genug üben, und wir Jungs, weißt du, haben unsere erste Band zusammengestellt und ich meinte „Was kann ich machen? Ich kann Gitarre spielen“ und ich hatte diese Gitarre, aber sie war rechtshändig und das war falschrum für mich, weil ich ein Linkshänder bin. Ich habe irgendwann was gespielt und die Jungs meinten „Das ist Scheisse, aber du kannst singen- das ist das einzig Richtige für dich“ Ich sagte „Ok“. Also wurde ich irgendwie dazu gezwungen zu singen, Also Danke, Danke dafür!(Mit einem grossen Lächeln auf seinem Gesicht) Weil sogar bis heute, ok, ich kann eine Gitarre spielen, aber ich bin immer noch nicht all zu gut darin. Ich versuch es immer wieder, aber es gibt sowieso so viele tolle Gitarristen.

Um ein Bassist zu werden, dachte ich, dass das einfach wirklich Power in sich hat und darum wollte ich den Bass spielen. Als wir Teräsbetoni gründeten, dachten wir uns eigentlich einfach nur, wer spielt was, und meinten „Was willst du machen? Was willst du spielen?“

Wirklich?
Yeah, das war lustig! Und ich sagte ich will Bass spielen und singen. Weißt du, ich dachte ich habe bereits Bass in diesen Coverbands gespielt für viele Jahre, also warum nicht, und ich fühlte das ich diesen ziemlich einzigartigen Style habe, mit dem Plektrum zu spielen. Wir machten diesen heldenhaften Metal in Finnisch und ich dachte ich konnte den Style bereits handhaben und die Jungs meinten „Ok, du machst es!“ Und so hat es angefangen. Ich habe mich seit jeher auf den Bass konzentriert und nachdem sich die Platte genug verkauft hatte, hatte ich das Geld, mir einen eigenen Bass für mich selbst zu kaufen und einige Amps. Als ich Cover-Gigs machte hatte ich Villes (Ville Terämä, der Autor der J’s Website) Bass. Ich lieh in mir für 2-3 Jahre, da er mein bester Freund ist und er sagte „Ok, behalte ihn, ich habe einen anderen Bass – Ich brauche ihn sowieso nicht“. Ich war ein ziemlich armer Junge. Jetzt hat er eine meiner Gitarren, solange er sie gebrauchen will!

Dein ganzes Leben dreht sich um die Musik, was machst du um einen freien Kopf und eine Pause vom Musik-Biz zu bekommen?
Ich trinke Bier. Und manchmal geh ich auch joggen. Aber ich bin eine extrem faule Person. Ich würde gerne mehr rennen. Aber wen du anfängst es zu machen ist es lustig, aber du weißt, raus in die Kälte zu gehen und zu rennen – das ist der schwerste Teil. Ich war immer am Rennen interessiert, obwohl unsere Band das Image von Kriegern mit Muskeln hat, ich habe keine scheiss Muskeln, na ja ein paar, um das Glas zu heben(lacht). Ich war schon immer mehr ein Jogger, ich mach lieber das ruhigere Zeug. Aber ich liebe kraftvolle Musik, vielleicht ist das der Grund, weil ich selber nicht wirklich eine kraftvolle Person bin.
Du wirst morgen sicher lachen wen du diesen Scheiss hörst.

(Lacht) Na ja vielleicht.. Aber es ist lustig.
Du musst denken dieser Typ ist total fertig
Nein, sicher nicht!
Gott sei Dank kommt das nicht Live oder als Internet Audio Interview mit J.Ahola. Das wär Scheisse.
(Lacht) Nächstes Mal stellen wir eine Kamera auf das es jeder sehen kann.
Yeah aber das muss ich vorher wissen.
Du wusstest das auch vorher das wir ein Interview haben.
Aber ich wusste nicht das du es aufnimmst.
Yeah aber wie zur Hölle soll ich es dann machen? Soll ich alles aufschreiben
Yeah
Ja? Möchtest du das machen? (Lacht)
Ich sage nicht dass du nicht professionell bist, aber in Finnland gibt es Leute, die in der Universität waren, um Reporter zu werden, und die schreiben alles auf, sie machen diese Stenographie.

Ja, aber ich war nicht auf der Uni dafür und das ist nur ein Hobby (lacht)
Yeah das musst du auch nicht mehr machen, auch ich nicht. Du weißt heute machen wir als Musiker alles komplett Digital und wenn du Fehler gemacht hast, kannst du sie ausfindig machen und korrigieren. Niemand wird es merken!

Yeah aber ich kann alles aufschreiben, genau so wie es war.
Yeah aber bitte, behandle mich gut, mach mich nicht fertig. Lass mich nicht aussehen, wie ich wirklich bin. (beide lachen)

Was sind deine Pläne für den Rest vom Jahr 2010, irgendwelche neue Projekte?
Ich glaube ich habe genug von den Projekten dieses Jahr. Raskas Joulua kommt bald und es nimmt meine Zeit in Anspruch im letzten Monat des Jahres, und Teräsbetoni machen einige Konzerte. Nicht so viele wie ich gerne machen würde, aber du weißt, wir wechseln gerade unseren Agenten, also wird es einige Zeit in Anspruch nehmen, alles zum Laufen zu kriegen. Ich denke, dass die Auftritte wieder voll und ganz nächstes Jahr starten und auf dem Höhepunkt der Welle, das unser neues Album auslösen wird.

Was erwatest du vom Konzert heute Abend?
Ich habe keine Erwartungen. Ich kann dir wirklich Face to Face sagen, ich weiss nicht was ich erwarten soll. Ich war noch nie hier, ich weiss nicht, ob irgendwelche Leute kommen werden, oder ob sie wegen uns kommen oder wegen ihren Freunden, die in einer Band spielen. Ich habe keine Ahnung, weißt du. Aber ich glaube, dass da auch Teräsbetoni-Fans sein werden!

Danke viel mals für das Interview und viel Spass und eine gute Zeit in der Schweiz!
Yeah, Danke dir! (lacht)

Das neue Teräsbetoni Album kommt am 24.November 2010 und die neue Single “Maailma tarvitsee sankareita” ist bereits bei i-tunes und Co. erhältlich oder kann bei YouTube http://www.youtube.com/watch?v=AogV510ZGT0 angehört werden.
Mehr Infos unter http://www.terasbetoni.com/



Autor: Sandy Mahrer, photos: Teräsbetoni; Katja-Maaria Kilponen
Eingetragen am: 2010-11-05

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