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Sepultura – intensive Bühnenpräsenz und das Risiko raus springender Augen

Nachdem es dreimal verschoben wurde, was uns die Hälfte der Bands einer Show verpassen ließ, haben wir das Interview letztlich doch noch geführt – allerdings per E-Mail: Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kinder, wir präsentieren ein Interview mit Andreas Kissinger von Sepultura.

Die laufende Tour muss ja ein logistisches Chaos sein, wenn man bedenkt, dass ihr mit einer ganzen Menge Bands spielt. Hattet ihr große Probleme (davon abgesehen, dass es wohl unmöglich war einen Platz und eine Zeit für unser Interview zu finden)?
Nein, gar nicht. Wir sind es gewohnt mit vielen Bands zu touren – wie ein Metalzirkus. Alle Bands sind sehr tourerfahren und unsere Crew macht einen ausgezeichneten Job. Wir jammen sogar unter den Bands miteinander. Ich spiele „Piranha“ mit Exodus, Gary Holt jammt „Refuse/Resist“ und am Ende unseres Sets kommen alle Drummer zusammen um „Kaiwas“ zu jammen. Es ist eine großartige Tour.

"Kairos", euer neuestes Album hat hauptsächlich gute Kritiken bekommen. Einige gehen sogar soweit zu sagen, dass es das beste Album seit “Against” ist. Wie seht ihr das?
Ich denke es ist ein sehr lebhaftes und starkes Album, das ein bisschen von allem widerspiegelt, was wir in unseren 27 Jahren gemacht haben. Wir sprechen über unsere Familien, das Tourleben, die Fans, die Presse, die Manager und Label und all unsere Erfahrungen. Es klingt mehr geradeaus und ich habe auch mehr an den Leads gearbeitet. Roy Z. war ein großartiger Produzent für dieses Projekt. Er ist ein außergewöhnlich guter Musiker, der viel um die Welt tourt. Im Studio weiß er einfach alles, die Shortcuts und all die Geheimnisse wie man ein starkes Album macht. Wir sind mit dem Resultat sehr glücklich.



Eine Frage zu der Bedeutung einer Songnamen auf “Kairos” stellt bei den Tracks die Zahlen als Namen haben: “2011", “1433", "5772" und "4648"
Handelt es sich dabei um Jahre oder andere besondere Zeitpunkte und haben sie eine besondere Bedeutung?

Sie repräsentieren die verschiedenen Jahre in den verschiedenen Kalendern die es gibt. Das Jahr 2011 ist aus dem christlichen Kalender, 1433 vom Islamischen, 5772 vom Hebräischen und 4648 vom Chinesischen. Viele Kulturen haben sehr unterschiedliche Ideen von der Zeit. Wir leben zwar alle im gleichen Moment, haben aber unterschiedliche Konzepte. „Kairos” repräsentiert das – ein Konzept der Zeit, welches nicht chronologisch ist. Es ist nur dieser besondere Moment, die Gegenwart – jetzt! Wir respektieren unsere Vergangenheit, aber wir sind nicht in ihr gefangen. Wir sind hier und jetzt.

Eloy Cassagrande in die Band zu integrieren scheint recht leicht gewesen zu sein. Liegt es daran, dass er jemand ist mit dem es einfach ist auszukommen?
Ja, er ist sehr jung und hat einen Altersunterschied von mindestens 20 Jahren zu uns, aber er hat schon einiges an Erfahrungen gemacht. Er hat angefangen Schlagzeug zu spielen, als er sieben Jahre alt war, er hat einige wirklich wichtige Schlagzeug-Wettbewerbe gewonnen und er ist schon mit Andre Mattos, dem ehemaligen Sänger von Angra, um die Welt getourt. Er macht seine Sache großartig. Wir werden 2012 das ganze Jahr auf Tour sein und müssen als Band noch eine Menge wachsen. Bis jetzt ist es einfach großartig.

Bei dem Hin- und Her mit dir und Max wegen einer möglichen Reunion, ändern sich die Antworten immer ein wenig. Ist das ganze reine PR?
Ich versuche nicht da hineingezogen zu werden – nicht durch die Presse auf Dinge zu antworten. Das ist kein Trick. Ich drücke mich nie vor jedweden Fragen und weil Max da eine ganze Pressekampagne zum Thema Reunion gestartet hatte, musste ich viele Fragen dazu beantworten.

Es muss ziemlich frustrierend sein, ständig mit Fragen über die Cavaleras bombardiert zu werden. Geht dir das sehr gegen den Strich?
Nein, nicht wirklich. Sie sind Teil der Sepultura-Geschichte und das ist normal.

Gibt es sonst irgendetwas was du oft gefragt wirst, was Dir auf die Nerven geht?
Nein.

Gibt es etwas bestimmtes was dir in letzter Zeit passiert ist in Bezug auf das Songwriting? Du scheinst zu spielen wie – hier sind ein paar Zitate von Metalreview.com and About.com: “Als wäre er 20 Jahre jünger” “hat seit den 90er Jahren nicht mehr so locker bei seinen Soli geklungen” “hätte Kisser nicht die Leadgitarre gespielt, hätte Kairos nichts Menschliches an sich”
Ich weiß nicht. Ich gebe immer 100% bei allem was ich mache und die Leute reagieren sehr unterschiedlich darauf. Man weiß nie was kommt. Es sind nur Meinungen und ich respektiere sie alle, aber natürlich stimme ich nicht immer mit ihnen überein, aber jeder ist frei sich auszudrücken. Aber ich verstehe nicht ganz was mit „nichts Menschliches“ gemeint ist. … Hahaha.



Hast du dich jemals gefragt, ob Derricks Augen mal aus den Höhlen springen könnten, wenn er laut genug schreit?
Könnte passieren. Er hat eine Intensität auf der Bühne die einschüchternd ist – sehr stark und konzentriert.

Irgendwie klingt es so, als wären die Songs zumindest zum Teil auf Derricks Stimme maßgeschneidert worden. War das Gegenteil der Fall und war das Absicht?
Er ist 1998 in die Band gekommen und wir sind jetzt schon so lange zusammen, dass ich glaube, wenn ich ein Riff schreibe kommt er mit Attitüde und seinen Geschrei zu mir. Die Worte finden wir dann später, aber das ist der erste Eindruck und der ist das Wichtigste. Es kommt ganz natürlich.

Wie sieht ein ganz normaler Tag bei euch im Proberaum aus?
Wir verbringen einige Stunden damit an Ideen zu arbeiten und nehmen alles aus. Wir reden über Konzepte und Richtungen. Dann jammen wir.

Deine frühen Einflüsse sind schon bekannt, aber gibt es irgendwelche neuen Bands zu denen du aufsiehst?
Ich bin kein großer Musikhörer – zumindest nicht neues Zeug. Ich höre immer noch eine Menge alte Sachen. Ich finde immer noch großartige Dinge in Led Zeppelin, den Beatles, Clash, Purple oder Sabbath. Ich liebe das Zeug und damit nichts wirklich Neues.

Ihr habt eine Menge Aufsehen bei den Tierrechtsaktivisten von PETA erregt, als ihr 2006 das Video zu „Convicted in Life“ veröffentlicht habt. Derrick ist Vegetarier. Sind welche von euch Mitglieder bei PETA oder ähnlichen Organisationen?
Ich weiß nicht ob Derrick ein Mitglied ist, aber er glaubt an das Gleiche und ist schon lange Vegetarier – mehr als 20 Jahre, glaube ich. Ich esse Fleisch. Es ist ein Teil meiner Kultur und Ernährung seit ich denken kann. Ich verstehe worum es geht und was nötig ist, um das Steak auf meinen Teller zu bringen. Ich wünschte wir hätten bessere Wege damit umzugehen.

Photo: Samira Alinto


In einem Interview dass wir mit dir 2004 geführt hatten, hast du gesagt, dass Sepultura Wohltätiges unterstützt. Damals war es eine brasilianische Edition von „Roorback“, die ihr als Pappcover raus brachtet, welches von drogensüchtigen Straßenkindern hergestellt wurde. Seid ihr immer noch in der Wohltätigkeit aktiv und was genau macht ihr um diese zu unterstützen?
Ja, wir machen was wir können. Wir spielen Konzerte oder machen andere Aktionen um Wohltätigkeitsorganisationen in Brasilien zu unterstützen. Kurz bevor wir für diese Tour nach Europa kamen, haben wir ein Benefiz-Konzert für ein Kinder-Krebs-Krankenhaus im Bundesstaat Sao Paulo gespielt. Da kümmert sich ein Mann um etwa 100 Kinder mit allen möglichen Problemen und er fragte Sepultura ob wir auf einem Konzert spielen würden – wissend wie wir in der Vergangenheit auf so was reagierten. Ich habe auch als Gast-Kellner in einer Pizzeria eine Nacht lang mit vielen anderen Musikern und Künstlern Pizza serviert um eine Blutspendenaktion zu unterstützen.

Wenn du etwas an der Politik in Brasilien ändern könntest, was wäre es?
Schwer zu sagen. Politik ist überall die Gleiche und um etwas in Brasilien zu ändern, müsste man es anderswo auch ändern. Das Geld abzuschaffen wäre ein guter Anfang.

Du hast ein Anthrax-Tattoo. Bist du der einzige in der Band mit einem Band-Tattoo? Würdest du dir auch ein Sepultura-Tattoo stechen lassen? Der Sänger von Ektomorf hat insgesamt vier Ektomorf-Band-Tattoos, also wäre die Idee nicht ganz neu.
Ich habe schon seit langem ein Sepultura-Tattoo. Ich war der erste der sich das Tribal “S” vom "Arise"-Album 1992 machen ließ. Ich hab mir das Anthrax-Tattoo dieses Jahr gleich nachdem ich die beiden Tourneen, inklusive der Big 4 Shows, gespielt hatte. Das war eine der besten Erfahrungen die ich in meinem Leben machen durfte. Ich fühlte mich sehr geehrt Teil einer so fantastischen Band zu sein. Ich wurde sehr respektvoll behandelt und wir hatten eine unglaublich gute Zeit zusammen. Ich kann sie nur lobpreisen und ihnen danken.

Nimm mal nur für einen Moment an, dass der Maya-Kalender “korrekt” ist und die ganze Welt nächstes Jahr untergeht. Was würdest du in der verbliebene Zeit tun?
Ich würde an meinem Verhalten gar nichts ändern. Ich sehe das Leben als ein Geschenk und ich genieße es soviel ich kann mit Musik und meiner Familie. Ich würde genauso weitermachen.

Danke für das Interview.
Dank dir. Wir sehen uns auf der nächsten Tour.



Autor: Ozzy Aikas
Eingetragen am: 2012-01-03

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