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Goatwhore: Ein Ventil für Frust

GOATWHORE sind zurück, mit einem neuen Album im Gepäck, und ausserdem nun im Mai auf Europa-Tour. Grund genug, den Jungs rund um die Scheibe auf den Zahn zu fühlen. Was dabei herauskam, könnt ihr nun hier nachlesen.


Hey Jungs! Euer neues Album „Blood for the Master“ ist nun veröffentlicht worden. Wie lange habt ihr daran gearbeitet? Ihr scheint einen 3 Jahres-Rhythmus zu haben...
Wir haben 6 Monate an dem Album gearbeitet, ehe wir ins Studio gingen. Wir touren so oft, dass es nicht förderlich wäre, Songs zu schreiben, während wir auf Tour sind. Wir haben uns 6 Monate frei genommen, um daheim in New Orleans am Album zu arbeiten. Danach haben wir 5 Wochen im Studio zugebracht.

Welche Veränderungen und welche neuen Ideen habt ihr für das Album verwendet? Was ist mit den Songs ´In Deathless tradition´ oder ´Death to the Architects of Heaven´, die technisch gesehen ziemlich verrücktes Zeug sind?
Wir haben einige der Basiselemente ausgebaut, die wir bei dem letzten Album bereits angedeutet haben. Es gibt ein paar interessante Gitarren- und Bass-Spuren bei den genannten Songs, die eine neue Dynamik hinzufügen. Die Gitarren- und Basspuren sowie die Lead-Gitarren unterstützen einander bei dem neuen Material. Wir wollen die Dinge interessant halten und gleichzeitig unserem Sound treu bleiben.

Ihr habt erneut mit Erik Rutan als Produzent zusammengearbeitet. Warum? Wollt ihr bei einem gut funktionierenden Team nichts verändern oder hatte es andere Gründe?
Mit Erik zusammenzuarbeiten war selbstverständlich. Es war das dritte Album mit ihn und jedes wurde besser und kam dem Sound den wir haben wolle näher. Er weiß, wie wir arbeiten und wir wissen, wie er arbeitet und es entsteht eine gute Zusammenarbeit. Seine Ansichten und Beiträge sind sehr wertvoll für uns im Studio und er hat ein gutes Ohr. Es ist ein Vergnügen, in seinem Studio zu sein.

Was könnt ihr uns über das Artwork sagen? Durch den Schädel ist es sehr verstörend, aber cool...
Unser Freund Jordan Barlow, ein talentierter Tattoo-Künstler aus New Orleans, hat das Artwork angefertigt. Ben hat das Konzept entwickelt und an Jordan weitergeleitet, der es nahm und etwas sehr spezielles daraus machte! Er hat einen einzigartigen Stil, von dem wir wussten, dass es damit funktionieren würde...


Mal etwas Theoretisches: würdet ihr sagen, dass die Beschäftigung mit Dingen wie dem sinkenden Lebensstandard, Ausschreitungen oder steigender Arbeitslosigkeit für junge Bands eine Motivation ist, zornige Musik zu machen, wie Heavy, Death und Black Metal?
Metal war ja schon immer zornig. Je nach der Herkunft und dem sozioökonomischen Status einer Person denke ich schon, dass das Einfluss auf die Musik von Leuten haben kann. Menschen sind generell ein Produkt ihrer Umgebung. Wenn du aus einem Drecksloch kommst und kein Geld hast, höchstens genug für Equipment und dann eine Band zusammenstellen kannst – ja, dann glaube ich, kann Musik ein gutes Ventil für Frustrationen sein. Ebenso aber, wenn du wirklich bettelarm bist in einer instabilen Lebenssituation, musst du deine Habe verkaufen und dir Arbeit suchen, etc. dann kommt aber auch keine Band zustande...

Wie sind die Tourpläne für GOATWHORE? Habt ihr schon ein paar Festivals für den Sommer?
Wir sind momentan auf US-Tour. Mit 3 Inches of Blood kommen wir im Mai für 4 Wochen nach Europa. Leider werden wir wohl keine Festivals spielen, denke ich. Wir werden ein paar Shows in Deutschland spielen... so zirka 5, glaube ich. Danach gehen wir im Juni nach Australien und werden im August wieder durch die USA touren.

www.goatwhore.net
Autor: Markus Seibel / medicine-mag.com, photos: Band
Eingetragen am: 2012-05-06

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