Warning: mt_rand(): max(-1) is smaller than min(0) in /var/customers/webs/stalker/www.stalker.cd/inc/inc-home.php on line 93 Warning: Illegal string offset 'URL' in /var/customers/webs/stalker/www.stalker.cd/inc/inc-home.php on line 112 Warning: Illegal string offset 'LOC' in /var/customers/webs/stalker/www.stalker.cd/inc/inc-home.php on line 113 Warning: Illegal string offset 'URL' in /var/customers/webs/stalker/www.stalker.cd/inc/inc-home.php on line 130 Warning: Illegal string offset 'LOC' in /var/customers/webs/stalker/www.stalker.cd/inc/inc-home.php on line 131
Home

Das Magazin
Online stalker
Interaktiv
Über Uns
Bannerzone





SHEAR: “Du musst niemandem was beweisen, nur dir selbst!“

Das Debüt Album „Breaking the Stillness“ (siehe STALKER Review ) bekam reichlich gute Noten. SHEAR aus Finnland wollen mit ihrer Musik neue Wege einschlagen und beweisen einmal mehr, dass Frauen im Metal gar nicht so verkehrt sind, wie das heute noch viel zu viele denken. Mit Alexa Leroux haben sie eine erstklassige Besetzung für den Sängerposten gefunden. Mehr über die blonde Schönheit und die Band selbst hier im Interview mit ihr und Keyboarder Lari Sorvo.

Hallo SHEAR, euer Debüt-Album “Breaking the Stillness” wurde unlängst veröffentlicht. Wie fühlt es sich an? Und wie war das Feedback das ihr bisher bekommen habt?
Lari Hallo, danke dass wir hier dabei sein dürfen! Es ist ein grossartiges Gefühl zu wissen, dass die Platte endlich draussen ist, dass die Leute sie hören können. Das Feedback war meist sehr positiv und ermunternd, aber offenbar gab es auch einige schlechte Kritiken. Viele Albumreviews begannen mit den Worten“ Wir dachten, dies wäre ein weiteres Female-Fronted Symphonic Metal Album, aber es war etwas komplett anderes“, und das ist eine gute Sache. Wir sind nicht eine dieser unzähligen Symphonic und Gothic Metal Bands, die alle zu ähnlich klingen, wir haben mit unserer Musik ganz andere Wege eingeschlagen. Leute vermuten sehr oft dass alle Bands mit einer Sängerin in diesem einen Genre stecken.

Wer war zuständig für das Songwriting, oder ist das bei euch Teamwork?
Lari Wenn wir Musik schreiben, beginnen wir damit, den Song rein instrumental zu komponieren, ohne Gesangsteil. Die instrumentalen Sachen werden von mir, Lauri oder Mikael geschrieben. Wenn alle instrumentalen Teile des Songs fertig sind, fügen wir den Gesang hinzu. Alle Stimmlinien und Melodien werden von Alexa komponiert. Nachdem wir die Gesangslinien haben, machen wir einige abschliessende Arrangements mit der kompletten Band.

Ich habe gesehen, dass Mikael das Album selber produziert hat. Worauf muss man speziell achten, vor allem wenn man ein Album selber produziert? Besteht da nicht die Gefahr, dass man ab einem gewissen Zeitpunkt sowas wie betriebsblind wird für seine eigenen Songs?
Lari Du hast recht, Mikael hat das komplette Album aufgenommen und hat offensichtlich teilweise auch das Album produziert. Allerdings hat fast die ganze Band am Herstellungsprozess teilgenommen. Es stimmt sicherlich, dass du ein bisschen betriebsblind wirst, wenn du am gleichen Song für lange Zeit arbeitest, vor allem wenn es deine eigenen Songs sind. Irgendwann wird es vielleicht schwierig, das Material von „einer anderen Perspektive“ aus zu betrachten und die richtigen Entscheidungen zu treffen, um das bestmögliche Resultat zu bekommen. Zum Glück haben wir viele Mitglieder in dieser Band, die bei diesem Prozess mithelfen können und ich denke, das ist uns sehr gut gelungen, auch wenn wir keinen betriebsfremden Produzenten für das Album hatten.

Ihr spielt im aktuellen Line-Up seit 2008, aber die Band existiert schon seit 2001. War der Plan damals schon, eine Band mit einer Frontfrau zu gründen, oder war anfänglich geplant, einen Sänger zu engagieren?
Lari Viele von uns haben seit 2001 in diversen damaligen Bands zusammen gespielt, aber ich muss betonen, dass SHEAR 2008 bei der Gründung eine komplett neue Band war, auch wenn die meisten von uns schon seit einigen Jahren miteinander gespielt hatten. Als SHEAR gegründet wurde, war der ursprüngliche Plan, jemanden für den Gesang zu finden, der eine ähnliche Vision von der Musik hatte, ungeachtet des Geschlechts. Als wir sechs (unser jetziges Line-Up) uns 2008 getroffen hatten, fühlte es sich sofort gut an, sowohl auf musikalischer als auch persönlicher Ebene, und darum entschlossen wir uns, in SHEAR zusammen zu arbeiten.

Könnt ihr uns ein bisschen mehr über euren musikalischen Hintergrund erzählen? Wann habt ihr angefangen, ein Instrument zu spielen, und was habt ihr vor SHEAR gemacht?
Lari Ich habe im Alter von 12angefangen, Klavier zu spielen, habe einige Jahre gespielt und mangels Interesse wieder aufgehört. Ein paar Jahre später entdeckte ich die Welt der Synthesizer und habe wieder angefangen zu spielen und seither nicht mehr aufgehört. Meine persönlichen Banderfahrungen sind ziemlich begrenzt. Ich habe mehr oder weniger nur mit Lauri und Mikael in verschiedenen Bands gespielt. Ich habe auch in einigen anderen Bands gespielt, aber die existierten nicht lange.

Ihr alle habt euren musikalischen Werdegang bereits in der Kindheit begonnen, warum habt ihr gerade das Instrument gewählt, das ihr heute spielt?
Lari Ich höre Musik, seit ich denken kann. In meinen jungen Jahren hörte ich so ziemlich alles, was im Radio gespielt wurde, aber als Teenager entdeckte ich Bands wie Guns `n`Roses und Metallica, und die haben mich umgehauen. Das war kurz nachdem ich anfing Klavier zu spielen. Obwohl ich klassische Musik als Gattung mochte, war ich nicht sehr begeistert davon, die Musik selbst zu spielen, als ich all diese neuen härteren Bands entdeckte. Der Grund warum ich das Keyboard wählte ist, dass ich bereits Erfahrung mit dem Klavierspielen hatte und dass ich meine Art zu spielen in die härte Musik integrieren wollte.

Ich weiss, dass Lauri neben SHEAR einige andere Bands hat (Crystal Blaze, Elenium, The Nibiruan ). Wie ist es mit dem Rest von euch? Konzentriert ihr euch komplett auf SHEAR oder habt ihr noch andere Projekte nebenher?
Lari Unsere Bandmitglieder spielen in anderen Bands neben SHEAR. Lauri und ich spielen in The Nibiruan, Juhana spielt bei Amoral, Mikael spielt in Ponies to Kill, und es gibt noch andere solcher Projekte am Laufen. Das ist kein Problem, denn es geht hauptsächlich darum, Prioritäten zu setzen und die Zeiteinteilung geschickt zu planen.

Also lass uns mal über Female Fronted Metal sprechen. Was glaubst du, ist es ein Pluspunkt, eine Frau am Mikrophon zu haben, oder sind Jungs immer noch akzeptierter als Mädels?
Lari Nun, ich finde, das hängt eher von persönlichen Vorlieben ab. Einige mögen männliche Sänger, andere mögen weibliche Sänger, und einige Leute beides. Für mich spielt das Geschlecht nicht wirkliche eine Rolle, solange die Band als Ganzes funktioniert und die Musik gut ist. Metal als Genre, verglichen mit Pop oder anderen populäreren Musikgenres, ist immer noch sehr männlich dominiert und ich würde gerne mehr Frauen in diesem Genre sehen.

Alexa, was denkst du? Musst du doppelt so hart arbeiten, um positives Feedback zu bekommen in der Metalszene, im Vergleich zu Jungs?
AlexaDie Leute sind allgemein ziemlich skeptisch bei einem blonden Mädel, das Metal singt. Der erste Gedanke ist für gewöhnlich: „Wie kann es wirklich Metal sein mit einer Sängerin, die eher so aussieht, als würde sie in eine Pop-Band gehören?“ Und das nächste ist: „Nun, du bist sehr wahrscheinlich eine dieser Gothic Opern Metal Sängerinnen.“ Keins von beiden trifft zu. Ich finde, dass ich niemanden überzeugen muss. Ich bin wer ich bin, ich singe wie ich singe, das Geschlecht hat nichts zu tun mit der Tatsache, ob ich gut bin oder nicht. Wenn sie mich nicht mögen, gibt es nichts, das ich dagegen tun könnte, und ich würde auch nicht irgendetwas ändern, nur um die Leute zufrieden zu stellen. Ich denke, es ist altmodisch und oberflächlich, immer noch zu denken, dass eine Sängerin in einer Metal Band eine grossartige Besonderheit ist.

Was denkst du muss eine perfekte Frontfrau in diesem Genre haben, um in diesem Business erfolgreich zu sein?
Alexa Nicht nur auf das Metal Music Business bezogen, auch generell würde ich sagen, dass man zu jeder Zeit 100% geben muss; sei aufrichtig, hab Ansprüche, aber bleib realistisch und bescheiden. Wenn du in einen Raum gehst und erwartest, dass die Leute sofort in Ehrfurcht erstarren, bist du sehr wahrscheinlich nicht für diesen Job geeignet. Da steckt so viel mehr dahinter. Es ist nicht nur Musik aufnehmen und Konzerte spielen, da treffen viele unterschiedliche Leute aufeinander und versauen deine Träume, du musst dich täglich mit Kritiken auseinandersetzen und mit der Tatsache, die du früher oder später wahrhaben musst, dass bereit sein musst viel aufzugeben, nur damit ein Traum wahr wird.

Alexa, du hast einen sehr interessanten Hintergrund. Du hast einige Jahre in Ecuador gelebt, wie war das für dich und was vermisst du am meisten von dort?
Alexa In Ecuador zu leben war grossartig. Eines der Dinge, an das ich mich am liebsten erinnere, ist die wunderschöne Natur und all die Tiere, die wir auf unserem Land hatten. Das vermisse ich am meisten, viele Hunde, Schafe, Gänse, Meerscheinchen, Hühner und all das zu haben. Die Möglichkeit Avocados, Pfirsiche und Schwarzbeeren direkt in unserem eigenen Hinterhof zu pflücken. Das kriege ich in Finnland nicht geboten. Natürlich vermisse ich auch meine Pateneltern. Vor allem meine Patentante.

Hast du je daran gedacht, zurück nach Ecuador zu gehen?
Alexa Allerdings. Ich weiss nicht, ob ich zurückgehen würde, um dort zu leben, aber ich gehe definitive dorthin zurück, sobald ich kann.

In deiner Kindheit hast du dich in Bands wie Bon Jovi, Queen etc. verliebt. Später hast du angefangen, in Musicals zu singen und hast Operngesang in Schweden studiert. Warum hast du dich entschlossen, deine Stimme klassisch auszubilden und nicht gezielter im Rock-Stil?
Alexa Als ich mich in Schweden zum Studium anmeldete, bewarb ich mich an zwei Schulen. Die Opernschule und eine andere für Pop/Rock Gesang (die auch Metal beinhaltet und all das, was nicht klassisch ist). Ich wurde bei beiden angenommen. Ich entschied mich für die klassische Ausbildung, weil ich schon immer klassisch studiert hatte und ich dachte, es wäre dumm das alles wegzuwerfen. Schlussendlich finde ich immer noch, dass ich die richtige Wahl getroffen hatte.

Also hast du dein Leben bisher in drei verschiedenen Ländern verbracht, Ecuador, Finnland und Schweden - welches gefiel dir am besten und warum?
Alexa All diese Länder sind grossartig und unterscheiden sich sehr voneinander. Ich kann nicht wirklich sagen, welches ich am meisten mag, weil ich es liebe zu reisen, also mag ich viele Orte mehr als Finnland, aber dennoch fühle ich das mein Herz und Heim in Finnland ist, also müsste ich sehr wahrscheinlich Finnland nehmen. Ich verbringe gerne viel Zeit alleine, ohne mit jemandem zu sprechen – und das tagelang, also ist Finnland sehr wahrscheinlich der beste Ort dafür!

Welche Tipps würdest du Sängerinnen geben, die interessiert daran sind, Rock/Metal Sängerin zu werden, um sich im Männer-dominierten Business zu behaupten?
Alexa Zu aller erst, krieg in deinen Kopf rein, dass du niemandem ausser dir selbst etwas beweisen musst. Sei glücklich mit dem, was du zu tun imstande bist, mach das Beste daraus und zeig den Mittelfinger all jenen, die was anderes behaupten. Oh, und üben üben üben. Nicht jeder, der eine Gitarre hat, kann spielen wie Petrucci; dasselbe gilt für Stimmbänder und das Singen.

Also, wie sehen eure Pläne mit SHEAR aus für 2012? Habt ihr schon eine Tour in Sicht?
Lari Wir planen so viele Gigs wie möglich zu spielen, um unser frisch veröffentlichtes Album zu promoten und schreiben neue Songs. Wir halten unsere Website und Facebook am laufenden mit den neuesten Live-Daten. Werft einen Blick darauf unter http://www.shearofficial.com und http://www.facebook.com/ShearOfficial .

“Famous last words“ für die STALKER-LeserInnen?
Danke für alles! Wir hoffen wirklich, dass ihr euch unser neustes Album “Breaking the Stillness” anhört, und wenn ihr es mögt, kauft es euch!


Autor: Sandy Mahrer photos: Band
Eingetragen am: 2012-05-30

Kommentare lesen: 0                           Kommentar schreiben


Loading







Axemaster: Eine Ouvertüre für noch viel mehr
Eine dieser Bands mit einer langen Geschichte: Axemaster wurden 1985 gegründet und hat die Szene mit >> more/mehr
2015-06-16
Freedomination
Fresh Act Juli / August
Wenn man in Finnland lebt, ist es schwierig, die einfache Tatsache zu ignorieren, dass diese Nation die >> more/mehr
2015-07-01
Tuska Open Air 2015
Wir hatten uns schon allmählich mit dem Gedanken abgefunden, dass der Sommer 2015 offenbar von höherer ... more/mehr 2015-07-07
CD: Powerwolf
Zwei Jahre nach ihrem überragenden Nummer 1 Hit „Preachers of the Night“ legen die Wölfe ihr neues Album „Blessed & Possessed“ ... more/mehr 2015-08-03
CD: Big Wreck
Seit 1990 gibt es die Band Big Wreck nun schon, und das Album, welches bereits 2014 in den USA und Kanada veröffentlicht ... more/mehr 2015-07-13
CD: Biters
Diese Jungs aus Atlanta veröffentlichen mit „Electric Blood“ ihr Debüt-Album, voll mit feinstem Punk´n´Roll. Obwohl es die ... more/mehr 2015-07-10
CD: Wilson
WILSON habe ich diesen Frühling in Hamburg das erste Mal live auf der Bühne gesehen – als Support von Halestorm. Live haben ... more/mehr 2015-07-01
CD: Donald Cumming
„Out Calls Only“ ist das Debüt-Album von Donald Cumming, ex-The Virgins Sänger, zumindest was seine Arbeit als Solo-Künstler ... more/mehr 2015-07-01
KONZERT: Faith No More
Die vor kurzem erfolgte Wiedervereinigung der 1998 aufgelösten, legendären Crossover Band Faith No More schlug hohe ... more/mehr 2015-06-24
KONZERT: Apocalyptica
Als meine Anreise nach Clifton Park begann, wusste ich nur, dass es ein verdammt langer Tag werden würde. Aber als ich es ... more/mehr 2015-05-22
KONZERT: Dirge / Crib45
Ungewöhnlich früh ging auch schon dieser Gig los, was jedoch alle Berufstätigen durchaus begrüssten – nicht zuletzt die jeweiligen ... more/mehr 2015-05-10
KONZERT: The Poodles / Pretty Wild
Der heutige Abend steht ganz im Zeichen der schwedischen Krone. Unter Blau/Gelber Flagge darf natürlich auch ein Konzert ... more/mehr 2015-05-02
English Deutsch Interview: SHEAR: “Du musst niemandem was beweisen, nur dir selbst!“ - STALKER MAGAZINE inside out of rock´n´roll