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Helltrain: Ein bisschen weiser

Nordschweden, um genau zu sein Luleå, hat mehr zu bieten als die grösste Kirche nördlich von Uppsala oder Gammelstad (das alte Stadtzentrum), das zum Weltkulturerbe gehört. Nicht unweit vom Polarkreis gibt es Bands, die sich der Rock Musik verschrieben haben, so wie Helltrain, die unlängst ihr neues Album „Death is coming“ in Eigenregie veröffentlichten. Band- Allrounder Patrik Tönkvist erzählt uns mehr über Helltrain und die positiven Aspekte, einen Plattenvertrag zu verlieren.

Hallo Jungs, euer neues Album “Death is coming” wurde unlängst veröffentlicht, wie ist das Feedback bisher?
Hi Sandy, yep, nach viel harter Arbeit haben wir unser drittes Album “Death is coming” im Mai veröffentlicht, eine Platte mit 10 brandneuen Songs, an denen wir ein paar Jahre gearbeitet und in unserem eigenen Studio aufgenommen und schliesslich in den Dugout Studios mit Daniel Bergstrand gemixt haben. Rockhard hat uns viel geholfen, die Veröffentlichung anzutreiben. Sie haben unsere Platte als Top News auf ihre Webseite gestellt, ein ganzes Wochenende lang, wo die Leute das Album gratis herunterladen konnten. Die Rückmeldungen waren grossartig, wir bekommen viele positive Rezensionen von Magazinen, Fans und Freunden.

Es dauerte vier Jahre um, ein neues Album nach “Rock’n’Roll Devil” zu veröffentlichen, was war der Grund dafür?
Ja, es dauerte eine Weile und es gibt einige Gründe dafür. Wir haben uns von unserer Plattenfirma getrennt und haben beschlossen, unser eigenes Studio zu bauen, wo wir alles aufnehmen können anstatt eines zu mieten, das viel Geld kostet. Da wir zum ersten Mal ein Album selbst aufnahmen - ausser dem Gesang, der von Daniel Bergstrand in den Dugout Studios aufgenommen wurde – gab es viel, das wir bezüglich Studio Arbeit lernen mussten. Wir brauchten auch finanzielle Unterstützung und dafür kontaktierten wir BD pop, eine regionale Firma hier oben im Norden von Schweden, die Künstler auf unterschiedliche Weise unterstützt. Sie mochten wirklich, was wir machen wollten und beschlossen uns zu helfen, und so machten wir einen Co-Produktionsvertrag für das Album, was wirklich grossartig für uns war.

Ihr bietet das Album zum Gratis-Download auf eurer Webseite an, warum?
Ja das stimmt, wir sehen es als einen Weg an, unsere Musik zu verbreiten. Einige Leute laden unsere Musik gratis herunter, einige kaufen eine CD und einige hörten es sich auf Spotify an. Wir haben uns gedacht, da die Leute sowieso unser Album herunterladen, warum sollten wir es dann nicht gleich auf unserer eigenen Webseite anbieten.

Aber ihr bietet es auch auf iTunes an oder als CD bei TPL Record& Metalism Records, gibt es noch jemanden, der das kauft, wenn ihr es gratis anbietet?
Ja, es gibt Leute, die wollen eine CD, und wenn wir Gigs spielen verkaufen wir immer welche. Einige Leute möchten uns unterstützen und kaufen es auf iTunes. Es wird sehr wahrscheinlich immer Leute geben, die eine CD oder LP haben wollen, und jeder in der Band will sicherlich auch eine, auch wenn wir Pro-Downloader und Streamer sind. Es ist so ein schönes Gefühl nach all der Arbeit, die du da rein steckst, eine Platte endlich in deinen Händen zu halten, das Booklet herauszunehmen und es durchzublättern.

Lass uns ein bisschen in der Zeit zurückgehen, wie hat alles angefangen mit Helltrain 2002? Und warum habt ihr den Namen Helltrain gewählt?
Nun, Anfang 2000 beschlossen Oskar und Pierre, Scheitan zu beenden. Ein paar Jahre bevor wir unsere Death Metal Band The Everdawn begruben. Also, ein paar Jahre lang spielte ich nur Covers mit verschiedenen Bands, und das war ok. Als ich aufhörte mit The Everdawn, fühlte ich mich nicht so, als könnte ich noch über irgendwas schreiben und ich fand es wirklich lustig, alte Rock’n’Roll Songs zu spielen. Dann 2002 fragte mich Pierre, ich glaube es war auf einem Parkplatz, ob wir eine neue Band gründen sollten, er sagte er hätte einen Song und Oskar hätte auch einen. Naja, ich sagte ja und ich hatte auch einen Song, also nahmen wir ein Demo auf, schickten es an Nuclear Blast und bekamen einen Plattendeal. Ich mochte die Rock’n’Roll artigen Songs von Scheitan, und Helltrain fühlte sich wie eine Weiterführung dieser Musik an, so hat alles angefangen. Es war Pierre, der mit der Idee kam, die Band Helltrain zu nennen. Ich weiss nicht genau, woher er es hatte. Vielleicht vom alten Helltrain Film, aber ich bin mir nicht sicher.

Ihr seid jetzt 10 Jahre im Musik Business; in welcher Art und Weise hat sich eure Musik in dieser Zeit entwickelt? Und wie sehr habt ihr euch als Personen verändert? Gibt es Dinge, die ihr bereut und die ihr heute anders machen würdet?
Ja, wir sind 10 Jahre im Musikbusiness mit Helltrain, aber da wir bereits seit den 90ern zusammen gespielt und Platten mit unterschiedlichen Bands veröffentlicht haben, fühlt es sich an wie 20 Jahre. Ich denke, wir hatten vor 10 Jahren eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie Helltrain klingen sollte. Es sollte gerader Hard Rock Punk Metal werden mit einer Hammondorgel. Wir sind bei diesem Stil geblieben und haben bei einigen Songs noch Synthis dazu gefügt, klare Gesangslinien, und einige Songs auf „Death is coming“ haben mehr Gitarrentechnik und Drumfills.
Ich glaube, die grössten Veränderungen machen wir körperlich als Personen durch, wir haben weniger Haare auf dem Kopf und mehr Falten, wir haben ein paar Kilos zugenommen und hören schlechter. Aber ich glaube fest daran, dass wir ein bisschen weiser sind als damals.
Wenn es um Reue geht, ich denke nicht so. Ich blicke lieber nach vorne, weil ich nicht ändern kann was passiert ist, aber ich kann die Zukunft beeinflussen. Ich glaube, Fehler zu machen und nicht immer den einfachsten Weg zu wählen ist eine gute Sache, weil es eine Art ist zu lernen, was du nicht tun solltest, wenn du älter wirst. Also bereue ich nichts.

Ihr hattet einen Plattenvertrag bei Nuclear Blast & Jimmy Franks Recording Company, warum habt ihr euch von ihnen getrennt?
Wir wurden eigentlich von beiden Firmen gefeuert.

Ihr habt gerade keinen Plattenvertrag, wollt ihr keinen mehr oder was ist der Grund dafür?
Als wir von Jimmy Franks gekündigt wurden, beschlossen wir, unser drittes Album alleine zu machen. Wir haben einige Plattenfirmen kontaktiert um herauszufinden, ob Interesse besteht, aber wir haben nicht wirklich viel Rückmeldung bekommen, so beschlossen wir, unsere gesammelten Erfahrungen und unser Wissen zu benutzen und die Veröffentlichung in Eigenregie zu machen, und bis jetzt ist das gut gelaufen.

Ihr kümmert euch jetzt um euer eigenes Business, glaubt ihr, dass es heute überhaupt noch notwendig ist, eine Plattenfirma hinter einer Band zu haben?
Nein, ich glaube nicht, dass es notwendig ist, es kommt drauf an, was die Plattenfirma macht. Es kann eine gute Sache sein, es kann aber auch eine schlechte Sache sein. Heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten, die du wählen kannst, um deine Musik zu verbreiten, wir haben zwei Platten Label, TPL und Metalism die unser Album auf CDs und Platten drucken und verkaufen, aber sie finanzieren nicht die eigentlichen Aufnahmen, das ist eine Art des Arbeitens.

Was könnten Plattenfirmen tun, um wieder attraktiver für Künstler zu werden?
Wenn ich eine Plattenfirma hätte, würde ich wohl mit den Bands in allen Bereichen arbeiten. Es wäre nicht nur eine Plattenfirma, es wäre eine Firma, die Konzerte bucht, Management macht und die Musik auf alle unterschiedlichen Arten verbreitet. Ich glaube fest daran, dass Firmen im Musikbusiness es in Zukunft so machen müssen, um zu überleben. Das ist der Weg, wie Plattenfirmen wieder attraktiver für Künstler werden.

Heutzutage dreht sich alles um Downloads etc. Was haltet ihr davon, ist es gut oder schlecht? Was würdet ihr ändern?
Ich glaube, es ist eine tolle Sache. Da wir so alt sind, dass wir es mit der Situation in den 80ern und 90ern vergleichen können, ist die Internetrevolution eine tolle Sache. Als wir unsere ersten Demos Anfang der 90er aufnahmen, mussten wir von einem Tape aufs andere kopieren und dann das Tape in einem Briefumschlag per Post verschicken, um die Musik zu verbreiten. Heute klingt das wie aus der Steinzeit. Ich glaube das Interessanteste heute ist das Streaming über Spotify. Vielleicht werden Leute die Musik nicht herunterladen, da es so einfach ist mit einer Bibliothek, wo man 10 oder 20 Euro pro Monat bezahlt, und den Leuten gefällt das. Die Leute wollen nicht 20 Euro für eine CD bezahlen. Wenn ich etwas ändern könnte, dann wäre es das Internet umzumodeln, sodass die Musik im Internet dieselbe Qualität hat wie die einer CD, nicht mp3. Aber vielleicht kommen wir da hin. Die höchste mp3 Qualität ist ziemlich gut. Sonst glaube ich nicht, dass ich etwas ändern würde. Musik, die gestreamed wird, ist eine neue Sache, die lange bleiben wird, und ich glaube das ist grossartig.

Pierre& Patrik, ich nehme an das ihr Brüder seid, richtig? Was sind die Guten und Schlechten Seiten davon seinen eigenen Bruder in der gleichen Band zu haben
Ja, wir sind Brüder. Ich bin der jüngere, ich bin nur 35 - er ist 38, ein alter Mann mit fast 40, he, he. Für uns gibt es hauptsächlich gute Seiten, den Bruder in der Band zu haben. Wir konnten immer gut miteinander auskommen, wir können unsere Meinungsverschiedenheiten haben, aber sonst ist es gut und solide, so zusammen zu spielen. Wir haben oft unterschiedliche musikalische Ideen, aber wir schaffen es immer, auf die eine oder andere Art weiter zu machen.

So “Death is Coming” wurde im Mai veröffentlicht, seid ihr bereits auf Tour oder habt ihr Pläne für eine Tour?
Wir haben 2012 einige Konzerte und wir planen mehr für 2013, derzeit sind es einzelne Konzerte bei einigen Festivals. Wir hoffen sehr, dass wir in den Süden kommen und touren und einige Festival Gigs machen können. Das wäre sicherlich ein Vergnügen. Und ich hoffe wirklich, dass wir irgendwann in die Schweiz kommen können und im Herzen Europas spielen dürfen. Ich liebe die hohen Berge und die schöne Natur in deinem wunderschönen Land.

Ok, last but not least, habt ihr ein paar letzte Worte für die STALKER-LeserInnen?
Danke, Sandy, für dieses Interview, es war mir ein Vergnügen, deine Fragen zu beantworten. Ich hoffe der Herbst und Winter wird grossartig in der Schweiz und dass dort viele harte Musik tost in den grossartigen Schweizer Alpen. Cheers and wiedersehen!
Vielen Dank für das Interview!

Mehr zu Helltrain gibt es hier:
http://www.helltrain.net/
http://www.facebook.com/pages/Helltrain/6044377419

Autor: Sandy Mahrer Photos: Helltrain, (live) Mattias Pantzare
Eingetragen am: 2012-09-13

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