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PTSD: “Wir sind dankbar, dass wir das machen können, was uns am besten gefällt!”

Obwohl die Band sich nach einer Erkrankung benennt, hat die Musik von PTSD keineswegs nachteilige Nebenwirkungen, ganz im Gegenteil. STALKER.cd fand das aktuelle Album der Italiener dermassen erfrischend für Gehörgänge und auch den Rest des Körpers, dass wir da einfach noch mehr über diese 2005 gegründete Band herausfinden mussten. Und in der Tat hat Lead Guitarrist Yorga einiges zu erzählen, über gespaltene Persönlichkeit, Horrorfilme und die Pflege von Bonsai-Bäumchen.



Was siehst du, wenn du jetzt aus dem Fenster guckst?
Regentage... Bäume, Berge, Wolken... eine Menge Wolken

Euer neues Album hat ja bei STALKER.cd fast die Höchstwertung gekriegt – ich hoffe ja, dass nicht nur uns “A Sense of Decay” so gut gefallen hat – wie waren denn die Reaktionen bisher?
Bis jetzt können wir nur zufrieden sein, das neue Album “A Sense of Decay” hat viel positive Reaktionen bekommen. Wir hoffen, dass es in dieser Richtung weitergeht, es hilft uns wirklich weiter, was Tourneen oder Merchandise etc betrifft.

Wo liegen die Unterschiede zum Vorgängeralbum (z.b. Arbeiten daran, die Musik, die Reaktionen)?
Es gab vieles, das uns in eine neue Richtung gebracht hat. Zunächst mal die Reifung der Band, um die Fähigkeiten der einzelnen Bandmitglieder besser kennenzulernen. Weiters gab es einen Besetzungswechsel, unser alter Drummer verliess die Band und wir setzten uns mit Marco Minnemann in Verbindung, um mit ihm zusammenzuarbeiten. Diese Umstände haben uns ermöglicht, mit Stilen zu experimentieren, was wir einfach taten. Drittens, bei der ersten Platte entschieden wir uns, nur die Tonspuren, die für die CD notwendig waren, zu nutzen, also kaum Overdubs und sehr schlanke Arrangements. “A Sense of Decay” machten wir das Gegenteil, also eine Menge Arrangements und Tonspuren. Was die Reaktionen betrifft, gibt es keine Vorbilder. Für eine Undergroundband wie uns sind die Kritiken fundamental wichtig, und Kritiker mögen unsere neue Arbeit offensichtlich.

War das nicht seltsam für euch, dass einige eurer frühen Songs in einem Horrorfilm-Soundtrack verwendet wurden ( “Am I Evil”, Dark Vision Films)? Habt ihr diesen Film gesehen oder dessen Regisseur Richard Terrasi kennengelernt?
Unser Sänger Henry Guy ist ein Riesenfan von Horrorfilmen und er hatte Richard Terrasi kontaktiert, welchem unsere Musik gefiel. Richard hat dann drei Songs von unserem ersten Album “Burepolom” ausgewählt und diese dann in seinem Film verwendet. Das ist eine tolle Sache für eine völlig unbekannte italienische Band wie uns, in einem US Film vorzukommen, der auch noch beim Avoriaz Horror Festival gewinnt! Wir machten folgenden Deal: Richard kann unsere Musik in seinem Film verwenden, und wir dafür seine Szenen in unserem ersten Videoclip “Anyone”. Wir haben den Regisseur nie getroffen, aber ja, wir besitzen die DVD des Films.


Cover artwork: Colin Marks (Strapping Young Lad, Exodus, Nevermore)

Gibt es eine Geschichte hinter dem Bandnamen (PTSD = Post Traumatic Stress Disorder)?
Ja. Wir wollten ursprünglich zwei Pseudonyme benutzen, so in der Art “Doctor Jekyll and Mister Hide”, also forschten wir nach, welche Erkrankung so eine Persönlichkeitsspaltung auslösen kann, und stiessen auf PTSD. Danach haben wir die Idee mit den zwei Pseudonymen verworfen, aber der Bandname blieb.

Es hat 5 Jahre gedauert, das zweite Album herauszubringen – was war der Grund dafür? Ich vermute mal, dass hängt zusammen mit den hochkarätigen Leuten, die ihr angeheuert habt: Drummer Marco Minnemann, der u.a. mit Kreator, Necrophagist, Ephed Duath gearbeitet hat, und euer Producer, der Grammy/Golden Globe Gewinner Jim Caruana (Beyonce, Aerosmith, Lenny Kravitz)?
Da vermutest du richtig! Erstens mussten wir riesige Datenmengen in die USA schicken, zweitens mussten wir die richtigen Drum-Takes auswählen (Marco Minnemann ist ein phänomenaler Drummer und hat uns so gelegentlich in Schwierigkeiten gebracht, aber für das Album zu seinen Drum-Spuren aufzunehmen war ein echtes Vergnügen). Dann hat auch die Arbeit mit Jim Caruana viel Zeit in Anspruch genommen. Er war sehr beschäftigt und wir mussten lange warten, aber das Resultat ist grossartig. Irgendwo dazwischendrin wurde natürlich auch noch alles gemixt, und da wurde auch sehr genau gearbeitet. Henry Guy und Jason haben das erledigt.

War das schwierig, mit diesen Leuten Kontakt aufzunehmen und sie zur Zusammenarbeit mit euch zu bewegen?
Gar nicht. Henry Guy hat sie beide kontaktiert und ihnen mp3 Songfiles geschickt, und beide mochten unsere Musik, also waren sie schnell zur Zusammenarbeit bereit.

Der Nachteil von Promo-Downloads ist ja, dass man da von Texten nicht viel mitkriegt – kannst du uns vielleicht ein bisschen darüber erzählen, gibt es z.b. Zusammenhänge, eine Geschichte, die alle Texte verbindet?
Die Texte stammen aus Henry Guys Feder. Er machte eine schwierige Phase durch und hat in seine Prosa all die Gefühle und Schwierigkeiten hineingepackt, die das zerbrechliche Menschendasein mit sich bringt. “A Sense of Decay” lotet im Prinzip den Sturz in die tiefsten Abgründe menschlicher Realität aus.

Wie schreibt ihr eure Songs – wie sieht so ein “gewöhnlicher Probentag” aus?
Es gibt nicht nur eine Methode beim Songwriting. Manchmal hatten wir ein einzelnes Riff oder einen kompletten Song vorzuschlagen, dann arbeiten wir wieder Schicht für Schicht an den Arrangements. Henry Guy schreibt die melodischen Gesangslinien für die fertigen Songs. Jeder Song hat eine einzigartige Struktur, wir benutzen keine Klischees, das kostet auch immer wieder Zeit. Die Schönheit an unserer Arbeitsweise ist, denke ich, dass wir uns nicht von anderen Metal-Genres beeinflussen lassen, sondern andere Arten von Musik in Metal übersetzen. Das ist das Ergebnis.

Ihr habt gerade ein neues Video Event Horizon ( http://www.youtube.com/watch?v=OKJ03QHLFP8 ) herausgebracht, wie lange hat es gedauert, den zu filmen, wo habt ihr gefilmt und wird die Story in weiteren Videos fortgesetzt?
Event Horizon hat sieben Drehtage beansprucht und wurde von Regisseur Giacomo Cagnetti in vielen verschiedenen Locations gefilmt, wie etwa Friedhof, Strassen, Industriegelände etc, wir haben hart gearbeitet. Das Ende des Videos ist das Ende der Welt, also endet auch die Geschichte ohne Möglichkeit einer Fortsetzung.

Haben die vielen künstlerischen Aktivitäten der Bandmitglieder im Video einen realen Hintergrund? Falls ja, ich könnte einen Rat gebrauchen, was Bonsai Bäumchen betrifft … naja, ich hatte bisher immer nur die billigen Kopien davon, aber dennoch, die wuchsen immer total wild, und wenn ich versuchte, die zu stutzen, gingen sie bald ein – was hab ich falsch gemacht?
Du musst alle neuen Blätter abschneiden und die älteren stehen lassen, besprüh ihn mit Wasser und tauche ihn gelegentlich in Wasser ein.

Könntest du die Bandmitglieder ein wenig vorstellen – wer seid ihr, warum habt ihr angefangen, Musik zu machen und wie habt ihr euch kennengelernt und diese Band gegründet?
Also, ich bin Yorga, der Lead Gitarrist. Die Band durchlief viele Line-Up Wechsel, das aktuelle ist: Henry Guy, Gesang und Chöre (Gründungsmitglied), ich (Gründungsmitglied), Jason, Rhythmusgitarre, (Gründungsmitglied), Lancs, Drums, und Rob, Bass. Die Gründungsmitglieder – mich ausgenommen – spielten in Voltage, einer Nu-Metal-Band, später hab ich die Gitarristenrolle übernommen. Ich spielte Extreme Metal. Nach der Aufnahme des Voltage Albums “As the Fallin’ Rain” fühlten wir die Notwendigkeit, eine völlig neue Art von Musik zu machen, also wurden wir PTSD. Überflüssig zu erwähnen, dass wir alle sehr unterschiedliche Geschmäcker bei Musik haben. Jeder von uns hat da seine Idole, ich wuchs mit Metallica und Sepultura auf. Ich weiss nun nicht, worauf die anderen so stehen, bei Henry Guy ist es eventuell Michael Jackson. Ich habe mit 10 Jahren angefangen, Gitarre zu spielen, ich hab mir alles selbst beigebracht. Unser Stil, wie schon gesagt, hat seine Wurzeln in einer Vielzahl von Genres.


Seid ihr denn hauptberuflich Musiker? Falls nicht, welche Jobs macht ihr so?
Yeah, wir sind Vollzeit-Musiker, weil wir arbeitslos sind X°D. Henry Guy und Jason arbeiten im PTSD Studio, wo wir unser Album aufgenommen und bearbeitet haben.

Werdet ihr bald auf Tour gehen oder bei Sommerfestivals spielen? Wie sehen eure Pläne aus?
Wir warten noch auf Gigs. Das Album wird ja noch immer promotet, also beobachten wir, in welchen Ländern unsere Arbeit am besten ankommt, damit wir dann versuchen können, dort eine Tour zu organisieren.

Wie sieht die Szene in Italien denn gerade so aus – Clubs, Festivals, Radiostationen, welches Genre ist derzeit am beliebtesten?
Ich sag es dir nun voller Trauer: Italien ist wohl das schlimmste Land, um Musik zu machen, besonders Musik wie die unsere. Du kriegst mit, wie sehr grosse Namen in sehr kleinen Clubs spielen. Italienischen Bands wird kaum Platz eingeräumt, nur den Coverbands. Ich glaube, das populärste Genre ist kommerzieller Pop, oder kurzlebige Phänomene aus den Talentshows. Es ist unglaublich schwierig, unsere Musik zu exportieren. Wie viele berühmte italienische Bands kennst du denn? Vielleicht LACUNA COIL! Aber die sind im Ausland berühmter als hier in Italien.

Welchen Traum wollt ihr euch denn erfüllen (habt ihr einen)?
Von der Musik leben zu können.

Hast du noch eine absurde “das ist RnR” Story für uns, was Absurdes, das euch z.b. Bei einer Tour passiert ist?
Nichts wirklich Seltsames, wir sind sehr bescheidene Leute, wir nehmen keine Drogen, trinken keinen Alkohol und so. Wir sind dankbar, dass wir das machen können, was uns am besten gefällt. Es sind uns ein paar seltsame Sachen passiert, aber das kann ich nicht erzählen, sonst wird jemand sauer...

Abschliessende Worte?
Wir danken Dir für den Platz und die Zeit, die du uns einräumst. Wir hoffen, dass wir Positives in der ganzen Welt verbreiten. Eine fette Umarmung für alle, die uns unterstützen. Stay tuned on PTSD channels.
Facebook: https://www.facebook.com/PTSD.official
Bandcamp: http://ptsd.bandcamp.com
Youtube Channel: http://www.youtube.com/user/PTSDLIVE
"Event Horizon" videoclip: http://www.youtube.com/watch?v=OKJ03QHLFP8

m/ Yorga m/


Autor: Klaudia Weber, photos: Band
Eingetragen am: 2013-06-16

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