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Electric Eel Shock - Japans verrücktester Export

Japan, Land der untergehenden Sonne... Land der introvertierten und stillen Menschen... Land der Muße... Land der Ruhe... Alles Bullshit! Japan hat so einiges zu bieten, was den gegenwärtigen Reiseführern übel aufstoßen könnte und eines dieser speziellen Highlights sind mit Sicherheit drei japanische Typen, die mit ihrer Musik schon über die Landesgrenzen Asiens für so manchen Trubel sorgen.



Als Support für die Bloodhound Gang haben sie schon unser Interesse geweckt, selten konnte eine Vorgruppe mit soviel Enthusiasmus und Entertainment-Faktor auf der Bühne überzeugen und als dann die Solo-Tour anstand, wurde nicht lange gefa-ckelt: Diese Jungs dürfen im STALKER nicht fehlen. Wer sich jetzt auf ein informati-ves oder gar sachliches Interview freut, der sei gewarnt: Electric Eel Shock haben einen Knall und dementsprechend fiel auch die Konversation aus aber liest selbst was Aki (Voc. & Guitar), Kazuto (Bass) und Gian (Drums) so zu erzählen haben:



Hallo Jungs, schön, dass ihr die Zeit gefunden habt, ein wenig mit uns zu plaudern.
Alle: Aber gerne doch...

Dann erzählt mir doch kurz, wie die Idee entstanden ist, eine Band zu gründen. Was war der Grundstein?
Aki: Kazuto und ich haben bemerkt, dass wir schwul sind und fanden nichts passen-der, als ein Outing via Musik.

Hmm, muss ich das jetzt verstehen?
Kazuto: Nun, es ist so: Wir wollten uns durch unsere Musik ausdrücken und da wir beide so schüchtern sind aber so verliebt waren, ich betone waren, schien das der beste Weg!
Aki: Na toll, jetzt fängst Du schon wieder an unsere Beziehungsprobleme vor der Presse auszubreiten...
Kazuto: Zick´ doch nicht gleich wieder herum.

Ok Jungs, Moment mal: Es wird schwer Euch zu folgen...
Aki: Musik ist unser Leben und da unsere Beziehung jetzt eh im Eimer ist, konzentrieren wir uns noch mehr auf die Musik. Vielleicht haben wir ja irgendwann mal Erfolg damit... Kazuto ist so krankhaft eifersüchtig und denkt ständig, dass ich ihn betrügen würde...
Kazuto: Tust Du ja auch...



Was ist mit Dir Gian? Ist es nicht schwierig in so einer Konstellation effektiv zu arbeiten...
Gian: Ach, das geht schon, meistens schweigen sich die Beiden nur an.
Kazuto: Ach Gian ist eh das Neutrum in der Band.

Das klingt ja nach heftigen Beziehungsproblemen. Schon mal an eine Paarthe-rapie gedacht?
Aki: Nö, dafür haben wir keine Zeit. Wir touren ja ständig...

Ja, das stimmt, ihr seid wirklich lange und oft unterwegs. Was sagen Eure Familien dazu?
Kazuto: Die sind froh, wenn wir weg sind, ist alles etwas spießiger in Japan. Mit unserem Sound können die nicht viel anfangen.
Aki: Meine Familie war noch nie auf einer Show von uns.

Das ist sehr ungewöhnlich. Immerhin gibt es Euch schon seit 1999.
Gian: Ja, da ging auch gleich unsere erste Welttournee los und seitdem sind wir ständig unterwegs aber genau so soll mein Leben auch sein, ich kann mir nichts besseres vorstellen.
Aki: Ja, wir haben uns daran gewöhnt, ständig in stinkenden Hotelzimmern zu übernachten. (Allgemeines Lachen)



Wo liegen denn Eure musikalischen Wurzeln?
Kazuto: Oh, das fängt mit Black Sabbath an, bis hin zu Twisted Sister, van Halen, Rainbow, Iron Maiden, Judas Priest, WASP. RATT, Aerosmith...
Aki: Queensryche, AC/DC, Ozzy Osbourne Band, Motörhead, Guns and Roses, Mötley Crue...
Gian: Wir verstehen uns als eine Multi-Mix-Band, mit Einflüssen verschiedener Sub-Genres, von Klassik-Rock, Punk und Metal und einer Prise Glam...

Ja, und genau so abwechslungsreich wie Euer Stil ist ja auch Eure Bühnenpräsenz...
Aki: Ich weiß was Du sagen willst: Wir haben einen Knall! Und Du hast Recht! Auf der Bühne musst Du alles geben und nur wenn Du selbst auch komplett ausrastest, ziehst Du auch das Publikum mit...



Das klingt einleuchtend, was tust Du denn, um Dich zu entspannen?
Aki: Ich bin leidenschaftlicher Fischer und schreibe nebenbei für das größte japanische Fischermagazin. Fischen ist einfach der Wahnsinn, da kann ein Mann noch ein Mann sein...

Waren das nicht die Jäger?
Kazuto: Aki definiert „männlich sein“ etwas anders...

Oh je, es geht schon wieder los. Themawechsel: Was inspiriert Euch zum Songwriting?
Gian: Aliens!!!
Aki: Genau!

Ok, Geht das etwas genauer?
Aki: Ich habe eine Antenne nach oben und ab und zu, wenn ich meine Lauscher öffne, erhalte ich gewisse Eingebungen... Es gibt da Stimmen, die mir genau sagen, was ich zu tun habe und daran halte ich mich...

Ok Jungs, vielleicht seid ihr wirklich schon zu lange auf Tour. Vielen Dank erst einmal für das spannende Interview.



Übrigens sind die Jungs nicht schwul, sondern sogar verheiratet und im Beisein ihrer Frauen äußerst handzahm...




Autor: Jasmin Froghy, Photos: hfr., translation: Klaudia Weber
Eingetragen am: 2006-02-05

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