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Anger as Art: Kein Grund zurück zu blicken

Die Geschichte klingt ja ganz einfach - Steve Gaines (Abattoir, Bloodlust, Tactics, Bitch, Dreams Of Damnation, Pagan War Machine) war es leid, Projekte den Bach runter gehen zu sehen, und in seinem Frust brachte er ein 8 Song-Demo namens Anger As Art heraus – welches die Grundfesten des Thrash Metal Underground erschütterte. Danach draus eine “richtige” Band zu machen und einen Plattendeal zu unterzeichnen (Old School Metal Records) waren die nächsten logischen Schritte.
Nach der Neuauflage des Demos als Debütalbum 2006 folgte 2007 Callous And Furor und Disfigure in 2009. Die Band tourte mit Old-School Bands wie Testament, Hirax, Destruction, Overkill, Agent Steel ebenso wie mit aktuellen Acts wie Warbringer, Fueled By Fire und Bonded By Blood.


Die aktuelle Besetzung liest sich wie ein Metalveteranen-Index: neben Steve Gaines (voc, git) Drummer Rob Alaniz (Evildead, Abattoir, Winterthrall, Despise You), Gitarrist/Sänger Daniel Oliverio (Abattoir) und 2013 kam Eric Bryan (bekannt durch Necroscope, Abstract Prayer und als “Metal Fan/Bassist mit den coolen Postern und Figuren” In der Sam Dunn Dokumentation "Metal: A Headbanger´s Journey") hinzu, als er Angelo Espino (Hirax, Reverend) am Bass ablöste.


Vor einem Jahr kam das vierte Album "Hubris Inc." heraus, das mit vielen Gastauftritten aufwartet; "Rage And Retribution" - Betsy Bitch, vocals, Jim Durkin (DARK ANGEL), lead guitar, Timothy Gaines (STRYPER),bass; Steve Nelson (EVIL DEAD) - backing vocals bei "The Evil You Create"; "Speed Kills" - Mark Caro (ABATTOIR) lead guitar. Letzterer wurde eigentlich 1984 für Abbatoir geschrieben und wurde von allen Abbatoir Mitgliedern eingespielt – die letzte Gelegenheit, jemals einen neuen ABATTOIR Song zu hören.

Mastermind Steve Gaines über Anger As Art: "Ich sehe es nciht als Soloprojekt – es ist definitiv eine Band. Ich will, dass alle was beitragen. Dennoch habe ich eine klare Vorstellung davon, was diese Band darstellen sollte. Ich hatte diese Vorstellung schon immer – und wenn wir dem folgen, kommt auch der Erfolg. Wenn wir davon abweichen, stagnieren wir. Ich will, dass die Leute diese Vorstellung in ihrer Gesamtheit wahrnehmen – nicht als eine Sache, die man abwandeln oder in was anderes verändern kann. Das Ganze beruht auf Wut, Song, Gefühlen, nicht auf Musikalität. Ich habe in zu vielen Bands gespielt, wo es nur darum ging, andere zu beeindrucken – und das sagt überhaupt nichts aus. Bei Anger As Art bedeutet die Aussage alles. Alles andere ist nebensächlich.”

Also Steve, du solltest ja noch immer vom letzten Album "Hubris, Inc." begeistert sein?
Begeistert, ja. Es wurde sehr gut aufgenommen, verkaufte sich gut und hat uns noch stärker als eine Macht, mit der man rechnen muss, etabliert.

Wer schrieb das meiste Material für diese CD?
Ich hab das meiste auf diesem Album geschrieben, obwohl es sicherlich eine Gruppenarbeit war. Dan und Rob haben geile Songs beigetragen. Und wir alle haben an den Arrangements gearbeitet.

Bist du zu dem Sound zurückgekehrt, den du damals mit z.b. "Abbatoir" geprägt hast?
Nein. Definitiv nicht. Wir haben einen sehr ausgeprägten, gewalttätigen Stil. Jedoch, weil du Abattoir erwähnst – diese Band hatte einen ständig wechselnden Stil. Eigentlich war meine Stilvorstellung eng begrenzt und wurde von jeder meiner ‘old school’ Bands abgelehnt.  Mir wurde ständig gesagt, “wenn du Musik schreiben willst, dann gründe deine eigene Band.” Das machte ich auch. 10 Jahre und 4 Alben später – ich hoffe, die Leute kapieren nun, dass ich damals bei Abattoir, Bloodlust oder wer auch immer Teil meiner Vergangenheit war, dass ich da nur angestellt war. Ich war nie wirklich Teil davon oder wollte einer sein. Ich habe keinen Grund, zurückzublicken. Das war vor 30 Jahren und wir machen jetzt unsere beste Musik.

Sind Auftritte geplant, bei Sommerfestivals?
Wir sind nach wie vor auf Tour, um dieses Album zu promoten, und das seit Ende 2012. Europa, USA, Lateinamerika … und es sieht so aus, als würde sich der Zyklus um ‘Hubris, Inc.’ im Februar 2015 in Japan schliessen. Dann wird es Zeit für eine weitere Platte.

Was hörst du derzeit, irgendwelche neuen Bands, die du uns ans Herz legen kannst?
Ich liebe das Carcass Comeback Album ‘Surgical Steel’ total. Was für eine tolle Gitarrenarbeit und geniales Songwriting. Ich bin normalerweise kein grosser Fan von DM vocals, aber Jeffs Stil, seine Phrasierung und seine Vorstellung von Texten zeigten grosses Können. Dew Scented ist eine weitere Band, wo ich kaum aufhören kann, sie mir anzuhören.

Was macht ihr in eurer Freizeit?
Freizeit?  Was ist das?  Eigentlich war mir immer klar, wie schnell das Leben an uns vorüberzieht. Also versuche ich die Tage gemächlich anzugehen, Zeit mit meiner Frau zu verbringen, am Haus zu arbeiten, ins Auto zu steigen und loszufahren, Zeit mit meinem Hund zu verbringen … Im Grunde haben wir gerade erst angefangen, Los Angeles zu erkunden – die Geschichte, die Kultur etc. Ich habe mein ganzes Leben hier verbracht, aber nie die Zeit genommen herauszufinden, wo wir eigentlich leben, oder warum sich Leute hier angesiedelt haben.

Was liegt in der Zukunft der Band, gibt es Nebenprojekte von Anger As Art, von denen du uns erzählen kannst?
Wir touren noch immer mit Hubris, Inc. tfür ein weiteres Jahr.  Später dieses Jahr werden wir unser 10-Jahres-Jubiläum als Band feiern. Wir planen ein spezielles Konzert in L.A., wo wir unser Debütalbum in voller Länge spielen werden. Wir erwägen auch eine DVD/Dokumentation über unsere 10jährige Geschichte. Das hängt davon ab, was uns das bringt – wird es wahrgenommen als uns-selbst-auf-die-Schulter-klopfen? Oder wird dadurch klar, wie wichtig uns diese Band ist und werden die Fans das wohlwollend aufnehmen? Es ist eine Gratwanderung, eine heikle Balance. Wir werden bis zum Ende dieses Monats noch die Ostküste der USA bespielen und treten dann bei einem Festival in Puerto Rico auf. Dann, klarerweise, fangen wir mittendrin damit an, am 5. Album zu arbeiten. Es ist schon fertig geschrieben – das Material muss nur arrangiert und vorbereitet werden.

www.angerasart.com
www.facebook.com/angerasart



Autor: John Wisniewski, transl. K.Weber, photos: band
Eingetragen am: 2014-03-16

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