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Amaranthe: Vergesst nicht, Spass zu haben!

Amaranthe haben sich in nur sechs Jahren seit ihrer Gründung zu einem Top Act in der Metal Szene entwickelt. Jake, Elize und Olof waren zur richtigen Zeit mit der richtigen Musik am Start, um die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zu ziehen. Mit ihrem Melodic Death Metal mit Pop Einflüssen haben sie Shows in ganz Europa, USA und Japan gespielt und waren in den vergangenen vier Jahren praktisch nonstop auf Tour. Ein grosser Erfolg für die Schweden, die aus der Umgebung von Göteborg stammen. Beim Frühstückstisch haben wir mit Elize und Jake gesprochen, während Olof, Morten und Johan ab und an einen Kommentar beigesteuert haben.


Wie war die Tour bisher? Es ist eure erste Headliner Tour, wie gross ist das Publikum im Durchschnitt?
Jake: Es ist unglaublich, es war toll bisher. Wir haben mit Stratovarius eine Co-Headliner Tour gemacht und das war eine fantastische Tour, aber jetzt machen wir alles selber und es ist toll, aber viel extra Arbeit. Und du musst deinen Fans wirklich vertrauen, das sie zu den Shows kommen, aber bisher haben wir fünf Shows gemacht und die Besucherzahlen waren wirklich toll… also ist alles bisher gut gelaufen.

Also waren viele Leute bei den Shows?
Jake: Yeah in Barcelona waren es etwa 450, denke ich!

Wie bereitet ihr euch gewöhnlich auf eine Tour vor?
Johan: Wir kommen aus dem Knast! Nein ich mach nur Spass! (alle lachen)
Jake: Morten verbringt sein halbes Leben im Fitnessstudio, also ist er die Work-out Maschine, die das für uns alle mit macht!
Morten: Ja das letzte Work out habe ich für Jake gemacht, sodass er es nicht tun musste.
Elize: Ich versuche so viel wie möglich zu entspannen und ich habe auch angefangen, Work-Outs zu machen, sodass ich mich nicht super müde fühle, wenn ich von der Bühne komme, aber wir touren für gewöhnlich ständig, zumindest habe ich das für die letzten vier Jahre gemacht, also musste ich mich nicht darauf vorbereiten, weil ich immer auf Tour war.

Müsst ihr auf etwas speziell acht geben, dass ihr auf Tour fit bleibt?
Elize: Du musst immer sehr gesund essen. Du musst immer schlafen, zumindest muss ich das tun, damit ich funktioniere. Also habe ich meine speziellen Sachen und ich denke, auch Johan hat sein Zeug und Jake hat sein Leben, wenn du weisst was ich meine? Wir machen alle unterschiedliche Sachen.
Jake: Ja währenddessen sie ausruht ,mache ich alle Vorbereitungen, ich mache den ganzen Papierkram.
Elize: Aber du magst es zu arbeiten, ich mag es zu schlafen (lacht)
Jake: Ich mache all das Zeug, das ich mache und das seit etwa drei Monaten.

Ihr habt gerade bekannt gegeben, dass ihr im Herbst ein neues Album veröffentlicht, könnt ihr bereits etwas dazu sagen oder ist es immer noch geheim?
Elize: Nein es ist offiziell!
Jake: Wir gehen in einem Monat ins Studio. Also mehr oder weniger direkt von der Tour ins Studio.

Also habt ihr bisher noch nichts aufgenommen?
Jake: Wir haben die Demos. Wir perfektionieren die Songs jetzt während wir auf Tour sind, wir haben ein Ministudio dabei.

Was wird der Hauptunterschied sein zwischen dem neuen und den beiden alten Alben?
Jake: Neue Titel! Die gleichen Songs mit neuen Titeln. (alle lachen)
Elize: Olof hat sehr hart daran gearbeitet, einen neuen Sound für unser nächstes Album zu finden und ich glaube, dass das Thema des neuen Albums ein bisschen anders ist als die letzten, weil das alte so futuristisch war und wir uns auf eine Sache konzentriert haben, aber dieses ist immer noch futuristisch, weil es sehr modern ist, aber ich glaube im Vergleich zu den beiden ersten, wo die Leute hören konnten, dass beide sehr ähnlich klingen, was auch von uns so geplant war, aber mit diesem glaube ich, dass wir den nächsten Schritt nach vorne nehmen. Und hoffentlich werden es unsere Hörer mögen, weil ich glaube, wir sind viel besser (lacht) Und ich hoffe, alle anderen werden denken, dass es ein Schritt in eine bessere Richtung ist. Hoffentlich hören sie, dass wir uns weiterentwickelt haben.

Habt ihr eine Geschichte für die Texte oder ist es ein Konzeptalbum?
Jake: Bei den ersten beiden Alben hatten wir eine Geschichte, die diese Alben lose miteinander verbunden hat, aber mit sehr vagem Ende. Wir haben die Texte so geschrieben, dass jeder es auf seine Art und Weise interpretieren kann. Also kannst du glauben „Ok es geht um einen Wal!“ aber eigentlich geht es sehr wahrscheinlich um was anderes. Und ich glaube, wir versuchen etwas zu machen, dass ähnlich ist, aber wir werden nicht an die alte Geschichte anknüpfen, sondern ein neues Kapitel anfangen.

Im Oktober hat Andy die Band verlassen und Henrik hat die Position des Screamers eingenommen, ihr habt bereits Erfahrung mit ihm, da er auf der letzten Tour dabei war, wie ist er in die Band gekommen?
Jake: Sie sehen genau gleich aus! Wir hatten dieses grosse Inserat in den Schwedischen Magazinen “Siehst du aus wie dieser Typ? Bitte Ruf uns an!“
Johan: Kannst du schreien?
Jake: Yeah könnt ihr für mich schreien Brasilien!

Habt ihr ihn zuvor gekannt oder habt ihr jemanden gesucht?
Johan: Wir sind Freunde, nehme ich an.
Jake: Yeah, und der aktuelle Wechsel kam, als Andy hin und her überlegte für ein Jahr oder länger.

Und Henrik war bereits mit euch auf Tour zu dieser Zeit!
Jake: Genau, und als Andy sich entschloss, die Band zu verlassen, hatten wir bereits Henrik. Er war bereits Teil des Spiels. Also mussten wir nicht mehr suchen!
Elize: Wir haben mehr mit Henrik gespielt als mit Andy im letzten Jahr. Er war auch mit uns auf US Tournee und so.

Also hat Andy aufgehört wegen seiner Familie?
Jake: Yeah.
Johan: Wegen der Familie und Arbeit. Es ist schwer, Familie und das Musikbusiness unter einen Hut zu bekommen. Und er hatte seine Priorität für sein Baby, und das ist auch wie es sein sollte.

Ihr habt so viele Shows in so vielen Ländern gespielt in den letzten Jahren, gibt es einen Ort, den ihr speziell mögt?
Jake: Oh, du sehnst dich immer nach jedem Land. Weil jedes Land seine spezielle Erinnerungen hat. Hier zum Beispiel, wir wollen immer ins Z7 zurück kommen, weil die Venue genial ist und das Essen einfach Spitze, es ist das beste Essen auf der ganzen Tour! Und sie haben eine Waschmaschine!

Für gewöhnlich bekommt man das nicht, richtig?
Jake: Oh nein!
Johan: Ich glaube, es sind vielleicht zwei Venus auf der ganzen Tour.
Jake: Du hast immer Essen, aber sagen wir mal so, wir lieben England, aber nicht für das Essen! Wenn du dorthin gehst, bekommst du ein Croissant eingepackt in Plastik und eine Tasse Tee und das ist dein Frühstück, go fuck yourself!
Johan: Man kann immer einen Sack Orangen oder Chips besorgen, aber es läuft meist so - hier das ist dein Essen und go fuck yourself!
Jake: Das einzige Land in der Welt, wo du deinen Kindern sagen musst: “Iss deine Chips!”

Also ist es kompliziert, auf der Tour gesund zu bleiben?
Johan: Oh yeah das ist es, naja, es muss nicht kompliziert sein, aber ein bisschen kniffliger als wenn du zuhause bist.
Elize: Zum Beispiel habe ich drei Tage keine Proteine bekommen und ich fing an, mich schwach zu fühlen und dann habe ich einen Shake gefunden und ich war so “HURRAAAAA” (zeigt, dass sie sich auf den Shake stürzt) Und dann fühlte ich, dass ich wieder Energie habe “Wow ich habe wieder Energie!“ Zuhause denkst du, dass du gerne Hühnchen hättest und dann gehst du es einfach kaufen und das ist hier nicht möglich, ausser du hast eine eigene Küche.

Gibt es ein Land, in dem ihr unbedingt mal spielen wollt, wo ihr bisher noch nicht wart?
All Australien!!!
Jake: Wir waren bisher noch nicht in Australien!
Johan: Es ist schön und warm! ….hoffe ich…. (lacht)

Nicht wenn du kommst! (alle lachen)
Johan: Ja genau! Der erste Schneesturm in 250 Jahren, nur weil ich komme!
Jake: Wir haben in Afrika, Europa, Asien, Japan und den Staaten gespeilt. Wir haben noch Südamerika übrig zum Anlaufen.

Also wart ihr dort noch nicht!
Jake: Elize war da, aber mit Kamelot!
Elize: Ja es war toll, Dubai wäre auch was!
Jake: Ja Dubai wäre auch was!
Elize: Es wäre schön zu sehen, wie es da aussieht!
Johan: Ich glaube, wir würden gerne überallhin gehen!

Überall. Also auch in die Antarktis!
All NEIN!! Nordpol? NEIN!
Johan: Ich wäre nicht abgeneigt!
Elize: Ich auch nicht. Wir müssen einfach viele warme Klamotten mitnehmen.
Johan: Grönland wäre ein cooler Ort um zu spielen! Höchste Selbstmordrate der Welt! Das wäre lustig!
Jake: Ist es der Süd – oder Nordpol, wo die Pinguine sind?
Johan: Südpol!


Hättet ihr 2008 bei der Bandgründung gedacht, dass ihr so schnell berühmt werdet? Ist es etwas, auf das ihr euch konzentriert habt oder angestrebt habt, oder war es mehr, warten wir ab was mit der Band passiert?
Jake: Das ist eine lustige Frage! Wir wissen, dass wir gross werden oder wir versuchen es nur? (lacht)

Ja, aber manche Bands konzentrieren sich darauf, gross rauszukommen und andere wollen nur…
Jake: Ja aber egal, welche Garagenband auf der Welt, sie haben alle den Traum, Iron Maiden zu werden, natürlich!

Nein!
Johan: Ja aber wir Schweden…setzten das viel höher an und wollen Iron Maiden als Opening Act haben! (lacht) Also grösser werden als Iron Maiden!
Elize: Aber lass es mich so sagen, wir haben viel in unserem Privatleben geopfert, um etwas zu werden. Ich zum Beispiel, ich habe zuvor als Vollzeitkünstlerin gearbeitet, aber dann musste ich eine Entscheidung treffen und zwar, entweder arm zu sein und versuchen, etwas zu erreichen mit meiner Band, oder weiterhin zu arbeiten. Und für gewöhnlich sind die Leute nicht mutig genug, ihren Job aufzugeben und dann ist es ihnen nicht möglich, so hart zu arbeiten wie wir das mit unserer Band gemacht haben, und jeder in der Band hat das getan!

Also habt ihr alle die gleiche Richtung eingeschlagen. Aber es gibt wirklich Bands, die einfach nur in kleinen, lokalen Clubs spielen wollen und das ist genug für sie!
Elize: Ja die gibt es! Und auch Bands, die nicht so viel Unterstützung bekommen wie wir es tun! Wir sind so glücklich darüber, dass wir so viele Chancen bekommen haben!
Jake: Ich stimme Elize voll und ganz zu mit dem, was sie sagt, aber als wir dieses Projekt starteten, also als ich und Olof die Idee hatten. Wir haben einander erzählt, weil wir bereits zuvor in so vielen unterschiedlichen Bands gespielt hatten, und wir sagten uns, wenn wir was machen, dann machen wir es richtig. Wir werden 10 mal höher streben als wir es mit den anderen Bands taten, die anderen Bands hatten wirklich gute Songs und Produktionen aber blablabla aber nicht die Unterstützung, und es gibt auch Plattenlabel, die denken, dass es ok ist, wenn eine Band stehenbleibt und nicht danach strebt, die neuen Iron Maiden in Richtung Qualität zu werden.

Glaubt ihr, es ist immer noch möglich, so gross wie Iron Maiden zu werden heutzutage?
Jake: Ich tue das absolut. Ich glaube es ist schwer, aber es war immer gleich schwierig, Qualitätsmässig war es immer das gleiche. Und du kannst es sehen an Bands wie 30 Seconds to Mars und so, sie sind heute mehr oder weniger fast da.
Olof: Besonders wenn du Muse betrachtest, das ist sicherlich eine Band, die Arenen füllt, aber der ältere Teil der Generation, die mit Kiss aufgewachsen ist, würde nie Muse als gleich gross ansehen. Aber in 15 Jahren, weil die Typen, die mit Deep Purple und Led Zeppelin aufgewachsen sind, werden nie akzeptieren, dass Metallica eigentlich viel grösser sind, sie behaupten, dass keine Band der 80er so gross war wie die der 70er, aber Metallica ist viel grösser, natürlich!
Johan: Ich glaube, es ist ein grosser Unterschied zwischen heute und der Zeit vor 20-30 Jahren als Bands wie Metallica, Iron Maiden, Aerosmith aufkamen und unglaublich gross wurden. Alles passiert so viel schneller heute. Es geht so schnell, dass du deine Fans auch verscheuchen kannst. Du musst die Balance finden zwischen nicht zu schnell sein und nicht zu langsam, so das sie dich vergessen.

Das ist wahr. Aber glaubt ihr, dass Bands heute überhaupt noch in der Lage sind, 40-50 Jahre zusammen zu bleiben als Band?
Johan: Ich glaube nicht! Ich denke, viele Bands werden sich leider auflösen wegen dem enormen Druck, den sie von Plattenlabeln und Management bekommen. Ich glaube, dass viele Bands leider sterben werden und in manchen Fällen hoffe ich, dass sie sterben. (alle lachen) Weil es so viele schlechte Bands da draussen gibt, Ich meine nicht physisch sterben, aber dass die Band sich auflöst, weil es gibt so viele Scheiss Bands da draussen. Die zu viel Aufmerksamkeit bekommen für Zeug, wofür sie nicht verdienen so gross zu sein, das ist doofer Mist und hat nichts zu tun mit Musik.
Olof:: Ja und dann wieder war es das gleiche in den 80ern, da gab es so viele Hype Bands und viele junge Bands und das stimmte auch in den 80ern, all diese Scheiss 80er Hair Metal Bands. Zu jeder Zeit gibt es etwas wie einen Trend und mit uns und unserer Band versuchen wir, ausserhalb eines derzeitigen Trends zu sein und es gibt wirklich keinen Trend, auf den wir mit dieser Band aufspringen.

Ihr habt etwas “Neues” erschaffen.
Olof: Genau. Wir kreieren den Trend. Nein ich mache Spass!

Ja, aber es ist immer so, dass man sehen muss, wie lange ein Trend sich hält. Wie lange die Leute daran interessiert sind, Trends kommen und gehen, das war schon immer so.
Johan: Du kannst nicht bei einem Trend lange bleiben. Du kannst nicht bleiben, bis der Trend stirbt, du musst ihn verlassen, bevor er dich verlässt. Weil dann riskierst du, selber zu sterben.

Dann muss man sich neu erfinden.
Johan: Ja. Du musst dann etwas Neues finden.
Olof: Und das ist das Gute an dieser Band. Ich glaube, die Band hätte gleichwertige Beachtung bekommen, wenn wir unser Album 96 herausgebracht hätten oder es wäre sehr wahrscheinlich viel grösser. Weil ich glaube nicht, das es Teil ist von irgendetwas, das in 2-3 Jahren sterben wird. Es ist unsere eigene kleine Welt im Musik-Business.

So, welchen Tipp würdet ihr neuen Bands geben, worauf sollten sie achten, was sollten sie tun?
Jake: Es gibt genug Bands! Hört auf zu spielen und macht einen gewöhnlichen Job.
Johan: Hört auf zu spielen, geht zurück zur Schule und macht eure Hausaufgaben.
Olof: Lass diese Jungs nicht die Frage beantworten! Überhöre einfach die Antwort von Jake! Aber versucht, alles richtig zu machen vom ersten Mal an, das ist eine wirklich schwere Sache, wenn du nicht weisst wie es geht. Versuch wirklich über die Entscheidungen nachzudenken, die du triffst, zum Beispiel unterschreibe keinen Plattenvertrag, ohne ihn zuvor von einem Anwalt überprüfen zu lassen, und übt viel. Ich glaube, das ist wahrscheinlich der beste Ratschlag, den man jedem geben kann, der Musiker werden will, weil es so viele schlechte Musiker dort draussen gibt heutzutage.
Jake: Wenn ihr eine neue Band von 20 Jährigen seid, dann habe ich nur eines zu sagen: Jeder Typ und jede Frau im Musik Business, die vorgibt, dein bester Freund zu sein und immer sehr freundlich ist, die haben sehr wahrscheinlich irgendwelche Hintergedanken (alle stimmen zu)
Johan: Es gibt eine wichtige Sache die wir vergessen haben! Vergesst nicht Spass zu haben, das ist der Grund, warum wir das tun, um Spass zu haben. Wir wollen in der Lage sein, unseren Lebensunterhalt damit zu verdienen, dass wir Spass haben. Und die Leute vergessen Spass zu haben und das ist, wenn es anfängt sich anzufühlen wie ein normaler Tagesjob, wenn du denkst „Ah Shit, ich muss heute Abend spielen, oh fuck!“

Also glaubst du es ist wichtig, eine Freundschaft zu haben miteinander und nicht eine Arbeitsbeziehung?
Johan: Absolut! Ich glaube, wir würden nicht überleben, wenn wir keine Freunde wären. Du musst Spass haben, du musst sehen, was Spass ist und du müsstest deine Mutter dafür opfern. Also erinnert euch daran, was ihr habt und seit glücklich damit!
Jake: Und kauft Johans Buch!
Elize: Kauft Johans Buch! Und es ist sehr uncool, Drogen zu nehmen und das wird dich nicht lange in diesem Business bleiben lassen.
Alle (heftiges Argumentieren untereinander beginnt)
Olof: Nehmt keine Drogen und nehmt auch Alkohol nicht auf die leichte Schulter!
Johan: Ich habe nur was zu sagen “Kauft euch keine Drogen, Leute, werdet Rockstars und ihr bekommt sie gratis!” (alle lachen)
Olof: Das war ein Witz!

Ihr habt erwähnt, dass ihr viel von eurem Privatleben opfern müsst. Wie ist es für dich, Jake? Du bist gerade Vater einer Tochter geworden, die mittlerweile 2-3 Monate alt ist, war es nicht schwer, sie zu verlassen?
Jake: Ah es bringt mich um, aber ich sehe sie jeden Tag auf Skype. Aber ich denke, dass es besser ist, jetzt zu gehen und diesen Trip zu machen als wenn sie vier ist.

Naja, du musst es dann vielleicht nochmal tun…
Jake: Ja, aber die Idee ist, die Band wachsen zu lassen, sodass wir vielleicht in vier Jahren nicht mehr eine Tour von 150 Shows machen müssen. Die Idee ist es, das ganze zu verdichten, so dass ein Album veröffentlichen und auf Tour gehen einfach zwei Monate dauert und dann machst du das gleiche wieder ein Jahr später.
Johan: Und hoffentlich werden wir so gross, das wir unsere Familien mitnehmen können. Das wäre toll! Sie mehr zu einem Teil hiervon werden lassen als sie bisher sind.
Jake: Genau!
Olof: Also, ich habe keine Tochter oder einen Sohn, aber ich habe eine Freundin und eine Katze, die ich beide sehr liebe und ich denke, das Tolle ist, dass man zwischen den Touren viel mehr gemeinsame Zeit hat. Wir waren für 4-5 Monate am Stück zuhause, um das neue Album zu schreiben und spielten nur einzelne Shows.

Ja aber ich nehme an, dass sie auch arbeiten muss, also habt ihr den Tag ja auch nicht zusammen.
Olof: Ja, aber sie arbeitet auch von Zuhause aus. Also haben wir sehr viel Zeit zusammen. Auch wenn dein Freund oder deine Freundin einen normalen Tagesjob hat, hast du dennoch viel mehr Zeit zusammen als wenn beide einen normalen Tagesjob haben zur gleichen Zeit, du kommst nach Hause für diese zwei Stunden und siehst einfach nur fern und hast keine bedeutungsvollen Konversationen.
Johan: Wenn du dann nach Hause kommst, bist du müde, du siehst deine Kinder für zwei Stunden, bevor sie ins Bett gehen und du verlässt das Haus bevor sie aufstehen blabla, das ist nicht das, was irgendjemand von uns tun möchte.
Olof: Oh, und die Jungs von InFlames oder Hammerfall, sie haben alle Kinder und auch sie sagen, dass es eine ganz tolle Sache ist, so viele Monate mit deinen Kindern verbringen zu können, wenn du zuhause bist. Klar ist es dann doof, wenn du gehen musst, aber trotzdem…

Was ist mit dir, Elize? Du hast einmal gesagt in einem Interview, es wäre für dich nicht möglich, dein jetziges Musikerinnenleben und eine Familie miteinander zu vereinen.
Elize: Jetzt wäre es unmöglich. Gerade jetzt, Nein! Es würde meine Aufmerksamkeit wegnehmen.

Also für dich würde es bedeuten das wenn du Mutter wirst, konzentrierst du dich darauf und hörst auf mit der Musik?
Elize: Zumindest würde ich sehr wahrscheinlich meine Karriere verändern. Ich würde das natürlich mit den Jungs diskutieren müssen, aber es ist auch schwerer für ein Mädel, und ich meine, zuerst bist du 9 Monate auf der Bühne mit einem grossen Bauch und dann musst du gebären und dich mindestens einige Monate davon erholen und immer mit dem Kind zusammen sein. Also, wenn ich das tue, dann müssen wir erfolgreich werden, ansonsten wäre es nicht möglich. Ich meine, sonst müsste ich wählen, entweder möchte ich eine unglückliche Künstlerin sein ohne Kinder oder ich möchte ein normales Leben mit einer Familie. Ich könnte immer noch Konzerte machen auf diesen Fähren oder so (alle lachen) Oder Musicals machen, da gibt es viele Jobs in der Künstler Industrie, die man machen kann, wenn man eine Familie hat. Aber ich hoffe, dass wir das irgendwie hinbekommen. Weil ich nicht mehr all zu lange warten kann. Es könnte…Ich möchte nicht warten, bis es zu spät ist. Weisst du, meine biologische Uhr ist am Ticken (lacht)

An welchen Projekten arbeitet ihr derzeit neben Amaranthe?
Jake: Da gibt es was, aber wir haben seit fünf Jahren nichts herausgebracht und Olof hat Dragonland, er hat vor zwei Jahren ein Album veröffentlicht, aber all dieses Zeug ist…wenn man über ein Projekt spricht in anderen Bands, ist das für gewöhnlich etwas, worin man seine Liebe steckt, und heute macht man einfach eine Platte und presst sie auf CD und veröffentlicht das, du machst nichts mehr anderes damit mehr oder weniger als deinen Sound nach draussen zu bringen, weil du freie Zeit hast, was zu schreiben. Ich weiss nicht, ob Elize etwas hat?

Ja, ich habe eigentlich ein paar Fragen an Elize diesbezüglich. Du warst in letzter Zeit bei vielen Projekten beteiligt wie Avalon und Raskasta Joula, aber auch bei Nergard. Wie ist es zur Kooperation von Raskasta Joulua gekommen?
Elize: Ich habe die Avalon Sachen bereits aufgenommen. Und Raskasta Joulua kam so, dass unsere Plattenfirma, die auch Raskasta Joulua veröffentlicht, ihnen sagte, dass es eine gute Idee wäre, wenn sie mich in das Projekt einladen würden, um mehr von ihren Künstlern auf eine Platte zu bekommen.

Dann war es Euge Valovirta von Spinefarm, der dich gefragt hat?
Elize: Ja Euge fragte mich (lacht)

Ich habe die TV Show vom Raskasta Joulua Konzert in Helsinki gesehen und auch Erkka Korhonen sah sehr erfreut darüber aus, dich dabei zu haben.
Elize: Ja?? Aber er…Naja wir haben gut miteinander gearbeitet und so war er glücklich damit. Es war wirklich spassig.

Es sind wirklich viele tolle Sänger an diesem Projekt beteiligt, kanntest du einige davon zuvor oder nur durch das Projekt dann?
Elize: Nicht zuvor! Aber ich habe sie dort kennengelernt und war erstaunt. Derjenige, der die finnischen Idols gewann glaube ich, dann derjenige, der The Voice of Finland gewann, und ich dachte Wow so viele grosse Namen und ich kannte sie zuvor nicht.

Was denkst du über die hohen Noten von Jarkko Ahola?
Elize: Oh ja ich war wirklich beeindruckt, das ist unglaublich.

Du hattest die Chance mit Marco Hietala, Ari Koivunen aber auch mit Jarkko Ahola ein Duett zu singen, mit wem hat es dir am besten gefallen?
Elize: Ohoh!
Johan: Nicht antworten, das ist eine heikle Frage! Du wirst jemanden verärgern!
Elize: Ich weiss! (Lacht) Ich mochte sie alle!

Gab es eine Stimme, von der du dachtest, die passt am besten zu deiner?
Elize: Ich habe darüber nicht nachgedacht! Es war schön, mit ihnen zu singen, mit ihnen allen. Ich dachte, ich hätte ein Duett mit jedem von ihnen machen können!

Man hatte ein bisschen das Gefühl, dass du dich nicht so wohl gefühlt hast während der Show in Helsinki. Vielleicht ein bisschen verloren in all diesen Leuten, die Aufmerksamkeit möglichst auf sich lenken wollen. Wie war es für dich? War zu viel los auf der Bühne oder war es einfach, weil du nichts verstanden hast?
Elize: Oh ja, das war, als sie vergessen hatten, dass ich eigentlich ein Solo singen sollte. Sie waren so aufgeregt und haben es einfach vergessen und weitergesungen. Ich bin für Tony eingesprungen, der nicht da war und es waren einfach zu viele Leute auf der Bühne, die zu aufgeregt waren und so vergassen sie, ruhig zu sein, als ich singen sollte. Es hat mir nichts ausgemacht, es war ok.

War es ein grosser Unterschied mit so vielen Sängern auf der Bühne zu stehen als nur mit zwei anderen?
Elize: Oh ich sehe das nicht so, es ist nicht meine Band, es war nur ein Gastauftritt und das habe ich schon einige Male gemacht, also bin ich es gewohnt und es war nur ein Weihnachtskonzert, es war etwas anders. Ich schätze es wirklich sehr und ich hoffe, dass ich die Chance bekomme, es nochmals zu machen.

Du wirst auch Teil vom neuen Avalon und Nergard Album sein, aber ursprünglich kommst du aus der Cabaret Richtung, da du getanzt und gesungen hast im Kabarett. Machst du immer noch so was in dieser Richtung, vermisst du es?
Elize: Ich habe nicht die Zeit, um so etwas noch zu machen. Es ist sehr schwierig, weil ich viel umziehe mit meinem Freund, da er Eishockey Spieler ist und es gibt nicht überall Tanzschulen. Ich habe darüber nachgedacht, wieder damit anzufangen. Vielleicht könnte ich eine Tanzklasse auf der Tour zusammen bringen. Yey!!!
Jake: Yeah! (alle lachen)

Du könntest das Fans anbieten!
Elize: Eine Amaranthe Tanzklasse!

Ihr habt immer noch 15 Shows vor euch auf dieser Tour, worauf freut ihr euch am meisten?
Olof: Auf heute, das wird super, weil das Venue wirklich gross ist und wir zuvor hier gespielt haben und es war immer toll. Das Essen ist grossartig! Prag ist auch ein Ort, auf den wir uns freuen, aus irgendeinem Grund sind wir dort sehr gross. Aber wir freuen uns auf alle Gigs.

Ihr seid alle aus Göteborg oder?
Jake: Mehr oder weniger, Morten ist aus Dänemark, welches eine Stadt in Schweden ist (witzelt)
Olof: Ja! Aber nur ich, Jake und Johan leben in Göteborg, weil Henrik lebt in Stockholm und Elize ist eigentlich nicht von dort.
Elize: Nein, ich bin in Jönköping aufgewachsen und wurde in Värnamo geboren, welches eine kleine Stadt ist. Ich habe dort 12 Jahre gelebt und dann habe ich 12 Jahre in Göteborg gelebt. Also 50/50.

Dann kennst du dich in Göteborg auch aus, damit du die nächste Frage beantworten kannst.
Elize: Ja, nur dass ich ursprünglich nicht aus Göteborg komme.
Jake: Wie ich, ich komme auch nicht von dort. Ich bin auch dorthin gezogen, als ich 12 war, und auch Johan ist nicht von dort. Es ist so, dass man umzieht, wenn man aufwächst, nach der Schule geht man meistens weg aus den kleinen Städten.

Ok das ist nicht so üblich in der Schweiz wie es bei euch in Skandinavien ist.
Jake: Oh, ihr zieht nicht um! Es ist normal, dass man das in Schweden tut, entweder man zieht nach Göteborg oder Stockholm.
Elize: Wenn du ein Ziel in deinem Leben hast und du nicht einer von denen bist, die sich festsetzen wollen und Kinder bekommen und so, dann musst du wegziehen, um was zu erreichen. Du musst in die Städte gehen, weil dort ist es, wo Dinge passieren!

Welche 5 Orte in Göteborg würdet ihr den Lesern ans Herz legen? Was sollten sie sehen?
Jake: Kommt drauf an, welche Interessen man hat, aber wir haben ein paar wirklich coole Museen und so. Eine fantastische Küste und ein schönes Archipel mit kleinen Inseln und tollen Stränden im Sommer.
Olof: Das ist schwierig, weil es so viel Schönes gibt.
Elize: Paddan, Liseberg, Rockbaren,
Jake: Liseberg ist ein Freizeitpark, der grösste in Skandinavien.
Elize: Und Paddan es ist ein Boot, das dich durch die ganze Stadt fährt. In den Kanälen, das ist wirklich schön.
Jake: Ich war noch nie auf dem Boot!
Elize: Und dann könnt ihr nach Nordstaden gehen.
Olof: Da gibt es viele Restaurants und Nightclubs. Und das Kunst Museum kann ich nur empfehlen, da gibt es Picassos und sogar einen Rembrandt.
Elize: Sandholmen!

Was ist das?
Olof: Es ist eigentlich ein Strand! Mehr ein Fels als ein Strand! Im Archipel!
Elize: Es ist wunderschön mit der Küste, dem Wasser, den Bergen und den Booten und allem!
Olof: Ich muss ein bisschen Kultur anfügen und nochmal das Kunstmuseum! Es ist es wirklich wert, gesehen zu werden!

Ok zu guter Letzt: Welche Frage wolltet ihr schon immer mal gefragt werden, aber sie ist euch noch nie gestellt worden?
Elize: Oh das ist lustig!
Olof: Weisst du, ich wäre vollkommen ausgebrannt an solchen Fragen, weil ich diese Frage schon so viel Mal gehört habe!
Elize: Ich habe das noch nie gehört! Aber ich mache nicht viele Interviews, also…
Olof: Es war nicht oft in letzter Zeit, aber noch mit Dragonland, dass ich das gefragt wurde. Es hat immer mit dieser Frage aufgehört!

Ok dann, Olof, bist du draussen, da du keine Idee mehr hast. Was ist mit euch?
Alle (lachen)
Jake: Ich habe das auch schon gehört. Was antwortet man darauf. Möchtest du eigentlich immer wieder Fragen in dein Gesicht geknallt bekommen? Ich weiss es nicht (lacht)

Also wäre es für dich: Warum müssen wir überhaupt Interviews machen?!
Jake: Nein Nein!

Ich habe das schon mal gehört, also keine Sorge!
Jake: Nein Nein!
Olof: Wir mögen Interviews!

Klar!
Jake: Ja aber ich möchte keine spezielle Frage, weil es komisch wäre in einem Interview zu sagen, aber ich möchte mich selber fragen, was meine Lieblingsfarbe ist. Und du fragst mich, was ist meine Lieblingsfarbe!!

Und?!
Jake: Oh das ist schwer…(lacht)
Olof: Frag mich: Olof wie schnell kannst du Gitarre spielen? Antwort: sehr sehr schnell!
Jake: Frag mich! Frag mich! Wie schnell kann ich spielen?

Überhaupt nicht?!
Jake: Ich kann spielen, aber nicht sehr schnell!
Olof: Elize, wie schnell kannst du spielen?
Elize: Ehm…

Naja jeder kann schnell Gitarre spielen, aber der Unterschied liegt wohl darin, ob es gut klingt oder nicht!
Olof: Da ist was dran!
Elize: Meine wäre, wie viele Push-ups kannst du machen?

Aber du musst das beweisen, egal was du sagst!
Alle (lachen)
Jake: Ich kann es vom Anfang bis zum Ende!
Elize: Viele!

Ok dann danke ich für eure Zeit!
All Danke dir!

Mehr Infos unter : www.amaranthe.se


Autor: Sandy Mahrer, photos: Ville Juurikkala
Eingetragen am: 2014-05-02

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