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Accept: ``Wer behauptet, Geld sei unsere Motivation bei der Rückkehr von Accept, ist sowas von weltfremd!´´

Nummer 1 in den Charts, ausverkaufte Gigs - das deutsche Metal-Urgestein Accept ist angesagt wie nie zuvor. Was steckt hinter der Reunion, was kann die Bandmitglieder der ersten Stunde in ´blinde Rage´ versetzen? Gitarero Wolf Hoffmann nimmt sich da kein Blatt vor den Mund...


Herzlichen Glückwunsch zum 1. Platz in den deutschen Charts! Um diesen zu erreichen habt ihr 14 Anläufe bzw. 35 Jahre gebraucht. Hast du damit noch gerechnet?
Nein, überhaupt nicht. Das war eine Riesenüberraschung und freut uns natürlich total. Als Künstler kann man sich ja auch nicht vornehmen, einen bestimmten Platz zu machen. Sowas ist immer ausserhalb der eigenen Kontrolle. Wir haben uns das also nicht vorgenommen. Wir machen einfach das bestmögliche Album, der Rest hängt von anderen Dingen ab.


Ihr geltet als Erfinder des Speed Metals, der Albumtitel ``Blind Rage`` schlägt auch in diese Kerbe. Abgesehen vom Opener `Stampede` finde ich aber, dass ``Blind Rage`` eher durch seine Melodien als durch seine Schnelligkeit oder Wut besticht.
Ein Titel ist letztlich nur ein Titel. ``Blind Rage`` passt aber gut zu unserer Musik und, was noch viel wichtiger ist, passt zu dem Cover. Wir haben damals das Artwork gesehen und beschlossen, dass das unser Cover wird. Es entspricht genau dem, was wir mit unserer Musik ausdrücken wollen und fühlt sich einfach nach Accept an. Dann war halt nur die Frage, wie nennen wir das Album. Da schien uns ``Blind Rage`` als am passendsten von allen Titelvorschlägen. Kein Song eignete sich in Verbindung mit dem Bullen so richtig.


Auch eure letzten beiden Alben begeistern vor allen Dingen durch ihre Gesangs- und Gitarrenmelodien.
Ja, super!

Ich finde, dass der Schwerpunkt bei den alten Songs noch etwas anders lag. In wie fern hat sich eure Herangehensweise beim Songwriting nach eurem Neuanfang geändert?
Die hat sich dadurch geändert, dass wir jetzt einen anderen Sänger haben, der die Sachen auch ganz anders umsetzt. Ansonsten haben wir beim Songwriting genau das versucht, was wir bisher immer gemacht haben. Wir wollten Songs schreiben, die wir auch 30 Jahren schon hätten schreiben können, was sich zwar einfach anhört, aber schwierig ist. Wir sind mittlerweile deutlich älter, es ist eine Menge passiert und man kann die Zeit nicht einfach zurückrollen. Die neuen Songs hätten stilistisch aber auch auf den 80er Jahre Alben sein können. `Dark Side Of My Heart` hört sich beispielsweise an wie von 1986. Der Unterschied ist nur, dass wir jetzt den Mark haben, der die Sachen super umsetzen kann. Das Schöne bei Mark ist, dass er mehr als nur schreien und Vollgas geben kann. Er kann auch Sachen supermelodisch umsetzen. Er klingt im Grund wie 2 Sänger in einem. Dadurch kommt das im Grunde, denn genau das wollten wir auf dieser Platte featuren. Wir hatten schon immer viel mehr Melodien als beispielsweise Bands aus Thrash Bereich. Bei uns stehen die Melodien, die auch zum Mitsingen anregen, im Vordergrund. Manchmal spielen wir die halt auf der Gitarre oder es sind Gesangslinien. Der Song steht dabei immer Mittelpunkt. Wenn der Song nicht gut ist, bringt dir auch ein tolles Video oder so nichts. Der Song ist für uns einfach das Wichtigste.


Auf ``Blind Rage`` befindet sich der Song `Dying Breed`, der das von dir beschriebene gefühlvolle Singen von Mark gut zeigt. In wie fern kann man den Text auf euch selber bzw. eure Musik beziehen?
Der Song handelt von der ersten Generation der Rock Musiker, die uns beeinflusst haben: Judas Priest, AC/DC und Scorpions. Die sind ja alle etwa eine Generation älter als wir. Diese Generation, auch Bands wie Uriah Heep, Deep Purple, Status Quo oder Queen, hat uns damals beeinflusst. Das ist die Generation, die jetzt so langsam abtritt, entweder weil sie sich zur Ruhe setzen, oder weil sie auch mal wegsterben. Ronnie James Dio und Jon Lord zum Beispiel sind ja Leute, die unser Leben beeinflusst haben. Mit dem Song wollen wir einen Toast ausbringen, als ob wir einen Salut am Grab von Ronnie James Dio geben. ``Noch mal vielen Dank, Buddy, dieser Song ist für dich!`` So muss man diesen Song verstehen.
Das ist natürlich nicht direkt auf uns bezogen, denn ich denke, dass wir noch ein paar Jahre haben, bevor es so weit ist. Aber letztlich beeinflusst die eine Generation die andere. Ich höre auch immer wieder Geschichten von Leuten, die sagen, dass sie wegen uns Gitarre spielen oder eine Band gegründet haben. Heute sind das dann teilweise bekannte Bands, die ganz anders klingen. Aber wir waren halt auch mitauslösendes Moment für die Karrieren.


Es ist bekannt, dass du dich auch durch klassische Musik inspirieren lässt. Bislang gibt es von euch aber keine Songs in denen orchestrale Elemente vorkommen. Läge so etwas da nicht auf der Hand - sei es als neue Songs oder Neuaufnahmen alter Songs?
Das hat sich bislang noch nicht so richtig angeboten und ich weiss auch nicht, ob das so ein Thema für uns ist. Viele Bands schreiben ja ihre Kompositionen zu Orchesterarrangements um oder lassen sie umschreiben. Ich finde den umgekehrten Weg aber viel spannender, wenn man klassische Kompositionen nimmt und diese mit unseren Instrumenten und Mitteln spielt. Ich glaube auch nicht, dass unsere Songs mit irgendwelchen Violinen oder so funktionieren würden. Die Umsetzungen, die ich bei anderen Kollegen bislang gehört habe, gefallen mir nicht so. Die Songs müssen ja auch dafür geschrieben sein. Unsere Songs basieren auf Gitarrenriffs und ein Gitarrenriff mit einem Orchester umzusetzen endet auf in Katastrophen. Ich habe mal Deep Purples `Smoke On The Water` vom Blasorchester gehört. Da ist ein Minister abgetreten und dürfte sich zur Verabschiedung noch einen Song von der Bundeswehr Blaskapelle wünschen. Das klang ja sowas von scheisse! Die gleiche Horrorvision hätte ich bei `Balls...¦` auch.``


Also ist Metallicas ``S&M`` eher nicht dein Fall.
Eher nicht so. Bei Metallica fand ich zum Beispiel, dass das gar nicht harmoniert hat. Die Band hat ständig gegen das Orchester angekämpft und das Orchester hat versucht sich selber Platz zu erkämpfen.
Aber wie gesagt, das ist zurzeit nicht unser Thema. Vielleicht machen wir das mal eines Tages.


Auf eurer Internetseite bittet ihr eure Fans um Mithilfe bei einem neuen Projekt, der Acceptology. Erklär bitte einmal was es damit auf sich hat und in wie fern ihr Unterstützung seitens der Fans braucht!
Wir wollen einen Platz schaffen für alles, was unsere Fans soüber die Jahre gesammelt haben, um das dann zu veröffentlichen. Heute war beispielsweise ein Fan da, der hat ein altes Poster von 1979 mitgebracht, als wir für 5 DM Eintritt irgendwo in Osnabrück gespielt haben. Das hatte er damals von der Wand gerissen und die letzten 35 Jahre im Proberaum hängen gehabt. Das ist ein super um das anderen Fans mal zu zeigen. Das können natürlich auch Videoclips, Konzertmitschnitte, Eintrittskarten oder was auch immer sein. Letzten Endes soll das erst mal ein Austauschforum sein und vielleicht wird alles eines Tages mal als CD oder DVD veröffentlicht. Bei dem Format haben wir uns noch gar nicht festgelegt, wir sammeln erst mal nur.


Ihr wart in den 80ern sehr erfolgreich, dann kam die Trennung, gefolgt von 2 Reunions. Nach eurem Neubeginn mit Mark als Sänger seid ihr eingeschlagen wie eine Bombe. Fragst du dich manchmal wo ihr stehen würdet, wenn es keine Auflösung gegeben hätte?
Nirgendwo, denn wir mussten uns ja trennen. Da führte damals kein Weg mehr dran vorbei. Insofern ist das für mich eine rein rhetorische Frage. Es war halt so und nicht anders. Wir hatten ja damals gar keine Alternative. Udo hat kategorisch abgelehnt, mit uns noch jemals was zu machen. Deswegen bin ich froh, dass wir den Mark gefunden haben und freue mich tierischüber seinen gigatischen Erfolg undüber alles andere mache ich mir keine Gedanken.


Meines Wissens nach erfolgte eure Trennung von Udo in den 80ern auch aus kommerziellen Gründen. In den 90ern war es kommerziell insgesamt schlecht um den Metal bestellt. Damals habt ihr euch aufgelöst...
Udo ist vor 25 Jahren aus der Band ausgestiegen und danach einmal zurückgekommen. Mehr gibt es dazu doch wirklich nicht mehr zu sagen. Ich bin es mittlerweile etwas leid, immer auf der Historie von Accept rumzureiten. Lass uns doch lieber über den Erfolg von heute sprechen!

Ich möchte eigentlich auf ganz was anderes hinaus: Euer Neustart mit Mark fällt in eine Zeit, in der Metal schwer angesagt ist. Ich habe jetzt einige Statements gehört und gelesen von Leuten, die euch bei diesen Entscheidungen finanzielles Kalkül unterstellten.
Wer behauptet, Geld sei unsere Motivation bei der Rückkehr von Accept, ist sowas von weltfremd! Sorry! Ich war Fotograf und hatte eine super Karriere, was ich problemlos weitermachen könnte. Sowas Abartiges in der heutigen Zeit, in der man mit Musik so wenig Geld verdienen kann, anzunehmen, ist hirnrissig.


Auf eurer Internetseite ist ein bemerkenswertes Zitat von einem schwedischen Journalisten zu lesen: ``Accept refuse to be a nostalgia act.`` Wie viel Nostalgie steckt in eurem heutigen Erfolg?
Wir haben uns damals bei dem Neuanfang mit Mark bewusst vorgenommen, dass wir nicht die Nostalgieschiene fahren und nur alte Songs spielen wollen. Das wäre zweifelslos möglich gewesen, dann hätten wir gar keine neuen Platten gemacht und nur die Songs der 80er gespielt. Das sind zwar meine Songs, aber trotzdem wäre das wie eine Coverband gewesen. Das wollten wir so nicht. Wir wollen neue Songs schreiben, haben Bock auf neue CDs und haben noch viel in uns. Deshalb haben wir damals mit ``Blood Of The Nations`` ja auch ein neues Album gemacht.


Kommen wir zur letzten, einer etwas persönlicheren Frage: Auf der Bühne seid ihr bekannt dafür, immer Vollgas zu geben. Wie hältst du dich fit?
Alles was geht: Vernünftig essen, ausreichend schlafen und ein Workout. Hin und wieder gehe ich ins Fitnessstudio bewege mich da ein bisschen. Ich habe da mein eigenes Konzept, das ich sowohl zuhause, als auch auf Tour durchziehe. Zuhause ist es natürlich einfacher, unterwegs manchmal etwas schwieriger. In manchen Hotels gibt es zum Beispiel gar keinen Fitnessraum. Es ist immer eine kleiner Herausforderung, sich fit zu halten.

Ich danke für das Gespräch!

http://www.acceptworldwide.com/



Autor: Timo Pässler, photos: band
Eingetragen am: 2014-10-13

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