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Mystic Prophecy - Licht im Dunkel!

Wenn man in den letzten Monaten News von Mystic Prophecy gelesen hat, dann waren diese selten positiv: Abgänge, Besetzungs- und Labelwechsel waren die alles dominierenden Meldungen. Nichtsdestotrotz blieben die Schwaben gelassen und hämmerten mal eben das beste Album der Bandgeschichte ein. Ein Grund mehr mit dem schwäbisch-griechischen Fronter R.D. Liapakis zu sprechen, um ein wenig Licht in das Wirrwarr der letzten Monate zu bringen.

Lia, Glückwunsch zum neuen Album, das meiner Meinung nach ein ziemlich Hammer geworden ist. Im Vorfeld der Produktion dürften allerdings die Wenigsten mit einem solch überzeugenden Output gerechnet haben.
Ja, das Stimmt!



Erzähl doch bitte kurz, welchen Trouble es im Vorfeld gegeben hat!
Trouble würde ich das jetzt nicht nennen. Der Gus G. (Git - d.Verf) und Dennis (Ekdahl, drums - d.Verf.) haben die Band verlassen. So was passiert bei anderen Bands aber jeden Tag und ist kein Beinbruch. Zudem waren wir ja auch darauf vorbereitet denn Gus spielt ja auch noch bei Nightrage und Firewind und hat jetzt noch das Angebot von Arch Enemy bekommen, mit ihnen zu touren. Neben Mystic Prophecy war Dennis war auch noch bei Raise Hell dabei. Letztlich sind uns die ganzen Flüge von Schweden nach Deutschland (Dennis und Gus leben in Schweden - d.Verf) sowieso zu teuer geworden. Außerdem hatte Prophecy durch diese Entfernung immer ein wenig Projektcharakter, was es aber gar nicht sein soll. Wir sind eine richtige Band, was jetzt, wo allle Bandmitglieder im Raum Stuttgart leben, auch wohl deutlich wird.

Wie verteilt sich nach dem Ausstieg von Gus G. jetzt eigentlich das Soundwriting innerhalb der Band?
Gus war ja nicht der Hauptsongwriter, stellt der Fronter klar. Letztlich sind MP ja mein Baby und ich gebe die musikalische Marschrichtung vor. Das heißt jetzt aber nicht, dass ich alles alleine komponiere, denn ich sehe Musik eher als Mannschaftssport an. Das neue Album wurde im Großen und Ganzen von unserem Basser und mir geschrieben. Unsere Neuen haben sich aber auch schon eingebracht.

Ihr habt euch dazu entschieden neuerdings mit 2 Gitarren, statt wie vorher nur mit einer zu spielen. Was hat euch dazu bewogen?
Der Markus (Pohl, spielt auch bei Symphorce - d.Verf) hat ja schon unsere letzte Tour als zweiter Gitarrist mitgespielt. Wir hatten eh überlegt ihn fest zu integrieren, denn wir haben den Unterschied im Gegensatz zu nur einer Gitarre gerade bei den Liveshows extrem gemerkt. Wir sind halt eine Gitarren lastige Band. Der Martin (Grimm, ex-Headstone Epitaph - d.Verf) hattte sich übrigens schon in den Musikerruhestand verabschiedet. ich habe von einem Kumpel dann den Tipp bekommen ihn mal anzuchecken. ich habe mir dann eine alte Platte von ihm besorgt und die hat mich ziemlich umgehauen. Ich konnte gar nicht glauben, dass ein solch begnadeter Gitarrist gar keine Band hat.

Mit Matthias Matze Straub habt ihr ebenfalls einen neuen Drummer in der Band. Habt ihr keine Angst, dass euch bei Aufnahmen und Touren Matzes Verpflichtungen bei Sacred Steel in die Quere kommen?
Eigentlich nicht., gibt sich Lia optimistisch. Sacred Steel spielen im Jahr eh nicht so viele Gigs und wir genauso. Sollte sich halt doch mal was überschneiden, hat halt die Band Vorrang, die zuerst gebucht wurde. Bei Markus, der ja weiter bei Symphorce spielt, wird es genauso laufen. Wobei ich auch gar nicht weiß, wann bei denen wieder was läuft.



Du bist ja schon länger in der Metalszene aktiv. Wie siehst du die momentane komerzielle Entwicklung in der Metal-Szene? Auf der einen Seite der Metalcore, auf den vor allen Dingen viele jüngere Fans abfahren und andererseits die Tatsache, dass immer mehr traditionelle Metalbands in hohe Chartregionen vorstoßen.
Ich verfolge die Charts in den letzten Jahren schon ziemlich stark. Eigentlich waren in den letzten sieben bis acht Jahren immer Gitarren orientierte Bands, ob nun Metal- oder Rockbands, in den Charts vertreten, sowohl hier als auch in Amerika. Dennoch ist es ja so, dass die Verkaufszahlen zur Zeit rückgängig sind. Deshalb reichen halt schon 1000 verkaufte Platten in einer Woche, um auf Platz 80 oder so zu kommen. zumindestens in Deutschland. In Amerika musst du natürlich wesentlich mehr verkaufen um da in den Charts eine Rolle zu spielen. Es ärgert mich aber enrom, dass Metal von den Musiksendern totgeschwiegen wird, lässt der 39-jährige Dampf ab. Die haben halt beschlossen, dass man damit keinen Erfolg haben kann und dass das die Teenies nicht sehen wollen. Als wir VIVA unser neues Video angeboten haben hieß es nur: ´Zu alt, sowas will keiner mehr sehen!´ Da werden dann lieber so Jungspunde wie Tokyo Hotel gespielt.

Wie siehst du denn unter dem kommerziellen Aspekt das weitverbreitete MP3-Sharing?
Sowas schadet uns natürlich enorm! Wenn ich sehe, dass unser neues Album in Spanien bereits zwei Wochen vor der Veröffentlichung im Netz steht und bereits 7000 User in Waitlist stehen, im Gegenzug aber nur 500 Platten da dann verkauft werden, macht mich das schon ziemlich sauer. Natürlich hätte sich nicht jeder das Album gekauft, aber lass es die Hälfte sein! Dann stehen 500 gegen 3500 bis 4000 verkaufte Einheiten. Wobei das Problem natürlich bei den Plattenfirmen anfängt. Vor einigen Jahren hieß es noch, dass Alben in zukunft nicht mehr als 10€ kosten werden. Heute stehen die Dinger für teilweise 18€ in den Läden. Wenn man sich jetzt mal überlegt, das manche Leute da unten nur 500€ verdienen, ist das natürlich auch verständlich. Außerdem wird doch heute jede Band gesignt, die im Keller ein Demo zusammengeschustert hat und diese Demos werden dann so rausgehen, ereifert sich der Sänger. Das da der Fan nicht mehr alles kaufen kann, ist doch vollkommen klar! Wenn man sich mal alleine jeden Monat die neuen Scheiben in den Magazinen anguckt... Wer soll denn da den Überblickk behalten?



Themawechsel! Erzähl uns doch mal etwas über dich! Wie und wo bist du aufgewachsen?
Meine Eltern, beides gebürtige Griechen, sind in den 60ern nach Reutlingen gezogen. Dort wurde ich dann auch geboren und haben dort bis vier oder fünf gelebt. Dann sind wir zurück nach Griechland, wo ich auch Architektur studiert habe. Mit 25 bin ich dann nach Deutschland zurück. Ich lebe seit dem in Stuttgart, wo es mir sehr gut gefällt. Deutschland gefällt mir sowieso sehr gut!

Womit verdienst du eigentlich deine Brötchen? MP dürften wohl kaum genug zum Leben abschmeißen.
Mein Studium wird hier leider nicht anerkannnt und eine Nachschulung zu machen, hatte ich nicht die Nerven zu. Ich arbeite hier jetzt in einer Firma als CNC-Programmierer. Wir stellen Maschinen her, die Teile für die Automobilindustrie fertigen. Man muss halt heutzutage flexibel bei seiner Jobwahl sein.

Stell doch bitte abschließend deine Traumband zusammmen!
Als Sänger auf jeden Fall Glen Hughes, der ist mein absoluter Favorit. Gitarre spielen Gus G. und Kerry King von Slayer. Bass? Basser sind eigentlich alle farblos. Nein, warte! Da nehme ich Steve Harris von Iron Maiden. Für die Drums wollte ich eigentlich Dave Lombardo, aber das geht ja nicht, wenn schon einer von Slayer dabei ist. Wie heißt nochmal der Typ von Slipknot?
Joey Jordison.
Ja genau! Der klingt zwar voll chaotisch, ist aber ein abgefahrener Drummer! Ich glaube, dass das eine ganz abgefahrene Mischung ist, aus jedem Bereich etwas. Wie du siehst, ist mein Geschmack weit gestreut.

Wie wäre es mit dir als Sänger?
Nee, bloß nicht! Das würde ja alles kaputt machen!

Soviel zum Thema griechisch-schwäbisches Understatement! Ich danke für das Interview!
Autor: Timo Pässler, photos: hfr., translation: Klaudia Weber & Kathleen Gransalke
Eingetragen am: 2006-04-27

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