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Cleaning Women - Wahnsinn on stage

Ich will ja nicht behaupten, dass überproportional viele Finnen einen an der Waffel haben. Aber sicherlich verdienen sich überproportional viele Finnen damit ihre Brötchen. Denkt mal an den heurigen Song Contest, Humppa-Versionen von Rock-Klassikern, seltsame Frisuren-Träger, Chöre mit schreienden Männern. Oder Cellisten, die Heavy Metal spielen. Oder Metaller, die Britney Spears covern ...

Den Vogel schießen aber sicherlich Risto, Timo und Tero alias CW01, CW03 und CW04 von der finnische Band „Cleaning Women“ ab. Ihre Instrumente: handelsübliche Wäscheständer, chinesische Essstäbchen, Plastikkübel, Blechdosen und der Innenteil einer Waschmaschine. Mit ihrer zweiten CD „Aelita“ haben die Jungs wohl ihren längst verdienten Durchbruch geschafft: Tourneen in Russland und kreuz und quer durch Europa. Anfang Mai auch in Deutschland! (Details bei den Tourdaten)



Die erste Frage liegt auf der Hand: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, solche Instrumente zu basteln?
Risto: Mist, schon wieder diese Frage ... eines Tages hatte ich Waschtag, und ein Kleiderbügel fiel auf den Wäscheständer, und mir fiel auf, dass es eigentlich ganz cool klang, also montierte ich ein Mikrofon dran. Innerhalb eines Jahres wurde dann dieses Instrument entwickelt, aber ich hab nicht ständig daran gearbeitet.

Im Laufe der Show hab ich bemerkt, dass ihr auch eine Menge Klebeband und Draht benutzt, um eure Instrumente zusammenzuhalten ... müsst ihr die Dinger oft reparieren?
Risto: Ja, sehr oft, denn nach jedem Gig sind sie in einem sehr schlechten Zustand, und wir müssen sie wieder rekonstruieren.



Hab ihr eigentlich ein Patent drauf?
Risto: Nein, wir haben kein Patent und nie daran gedacht, denn sowas lässt sich ja nicht in einer Fabrik nachbauen. Also kann jeder so ein Instrument basteln, wir haben keinerlei Copyright. Außerdem ist´s für uns nichts Besonderes mehr. Wir haben schon so viele Jahre damit Musik gemacht, für uns sind´s nur Instrumente.
Tero: Trotzdem glaube ich, dass es nichts Vergleichbares gibt, ich glaube, unsere Instrumente sind weltweit einzigartig!

Wie wurde die Band gegründet?
Risto: Wir haben uns an derselben Technischen Hochschule getroffen, vor sechs oder sieben Jahren.
Tero: Im ersten Jahr war ich noch nicht dabei, aber ich weiß, dass es anfänglich noch nicht so ernsthaft zuging, weder als Band noch hinsichtlich der Musik.
Risto: Anfänglich war es vielleicht eher so etwas wie eine Performance mit Klängen, oder Percussion. Keine Musik, es war KRACH!
Tero: Mehr Rhythmus als Melodie, so eine Art Dance Music.



Also wie würdet ihr euren aktuellen Sound definieren?
Tero: Sehr viel Percussion, tanzbar, mit Einflüssen von Folk Music bis zu Heavy Metal. Meistens sind die Leute etwas irritiert, wenn sie uns das erste Mal live sehen, auch weil wir uns wie Frauen anziehen ... aber dann merken sie, dass es kein Witz ist, entspannen sich und fangen sogar an zu tanzen. Aber die Reaktion ist oft dieselbe, die Leute starren uns an und fragen sich „was spielen die Jungs da, und woraus sind diese Instrumente gemacht?“
Risto: Die meisten glauben auch, dass wir Sampling oder Rhythmus-Maschinen auf der Bühne versteckt haben, aber das ist nicht der Fall. Vielleicht ist es wirklich schwierig zu verstehen, wie man so einen tollen Hi-Fi Sound mit Wäschetrocknern hinkriegt.

Der Titel der CD „Aelita“ stammt von einem russischen Stummfilm, und tatsächlich gibt auch einen Film über euch, eine Doku namens „Cleaning Up“ von eurer Tour durch Estland, Russland und Polen vor einigen Jahren, wurde auch im finnischen TV gezeigt. Das Ganze erinnerte mich stark an „Spinal Tap“ ... ist da wirklich alles authentisch?
Timo: Ja, alles, und ich weiß jetzt nicht, was du mit Spinal Tap meinst, es war alles pures Leben!
Risto: Ein witziger Film, und ich schäme mich nicht dafür, obwohl ihn auch meine Mutter gesehen hat ...
Tero: Die Kamera war immer da, ich hab sogar davon geträumt, gefilmt zu werden! Natürlich kann man durch Schnitte einen Film etwas weniger real wirken lassen, aber es war alles echt, wir haben nicht geschauspielert oder so.
Timo: Es kamen auch einige Reaktionen auf diese Dokumentation. Eine zirka 50-jährige Frau fragte mich „ist dein Leben wirklich nur diese Scheiße?“ und ich antwortete „yeah ... genau diese Scheiße ... ich weiß es ist nur Scheiße, aber mir gefällt es so!“

PS: Timo und Tero spielen auch mit richtigen Instrumenten in der Band KOMETA, die im Mai ebenfalls in Deutschland tourt (Details bei den Tourdaten) ... und wenn ihr das mit den Wäscheständern noch immer nicht glauben könnt, dann checkt die Soundbeispiele unter www.cleaningwomen.com!

Autor: Klaudia Weber, Photos: hfr.
Eingetragen am: 2006-05-19

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