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Jesus on Extasy: Wahre Schönheit liegt im Verborgenen…

Selten hat eine Newcomer-Band für so viel Furore gesorgt, wie es diese vier Musiker vermögen. Mit sexy-sinnlichem Industrial Rock rütteln Sänger Dorian Deveraux, Chai Deveraux (Git.), Alicia Vayne (Git.) und Ophelia Dax (Piano) nicht nur die Gothic-Szene gehörig auf, sondern präsentieren nun auch noch ein eindrucksvolles Debüt nach nur einem Jahr Bandexistenz.

Am Puls der Zeit hat der STALKER sich diese vielversprechenden Newcomer gleich mal auf die Couch gebeten, um mit Frontmann Dorian, der gebürtig aus der Jazz-Hochburg New Orleans stammt, ein intensives Gespräch über wahre Schönheit, inspirierende Autofahrten, erleuchtende Momente und musikalische Religionen zu führen…



Erzählt doch bitte kurz wie es zur Entstehung der Band kam?
Chai und ich hatten vor JOE bereits in einer Band zusammen gespielt, allerdings haben wir nur 3x geprobt und gemerkt, dass wir unterschiedliche musikalische Vorstellungen haben. Nach einem halben Jahr haben wir uns wieder getroffen und gemerkt, dass wir uns verändert haben. Wir waren musikalisch zusammen gewachsen. Das war der Moment in dem JOE geboren wurde. Der Name hat übrigens keinen direkten religiösen Bezug, sondern rührt von unserem Lifestyle her. Als es die Band gerade ein paar Wochen gab, waren Chai und ich auf einer Party. Damals suchten wir nach einem Namen. Wir hatten viel getrunken, ich saß auf einem Sofa und Chai stand ein paar Meter entfernt, über seinem Kopf eine Glühlampe. Die sah aus wie ein Heiligenschein, und als ich zu ihm sagte „Du siehst aus wie Jesus auf Extasy“ wussten wir, dass wir unseren Bandnamen gefunden hatten (lacht)

Welchen musikalischen Hintergrund habt Ihr?
Wir kommen eigentlich aus vielen verschiedenen musikalischen Ecken. Chai und ich hören viel Industrial, allerdings höre ich durch meine Klavierausbildung auch viel klassische Musik. Alicia kommt eher aus der Metal-Ecke und Ophelia hört privat Sachen wie Björk oder Rya, mit der sie auch getourt ist. Irgendwo in der Mitte treffen wir uns und bilden auf eine interessante Art die Schnittmenge dieser Musikstile.

Welche Bands haben Euch maßgeblich beeinflusst?
NIN, KMFDM, Die Quietschboys (grinst)

Euer Debüt schlägt in den Medien ein wie eine Bombe – hättet Ihr jemals mit so einem Erfolg gerechnet?
Ich hoffe, es schlägt wirklich so ein?

Ja, absolut! Die Presse überschlägt sich ja regelrecht…
Ok, denn auf meinem Schreibtisch stapeln sich langsam die Rechnungen (lacht). Aber ernsthaft, wir haben wirklich all unser Herzblut in dieses Album gesteckt, viel Investiert und viel geopfert. Aber dabei haben wir immer daran geglaubt, dass wir etwas Großes geschaffen haben, egal wie verzweifelt wir zwischendurch waren. Wir glauben an ausgleichende Gerechtigkeit, darum hatten wir immer die Hoffnung, dass das Album einschlägt.

Was – denkt Ihr – ist einer der Hauptgründe, dass die Leute so heiß auf J.O.E. sind?
Ich denke, die Leute sind einfach gelangweilt von dem ganzen Bullshit, der bei den Castinghows herauskommt. Da ist nichts ehrliches dabei. Wir erzählen von Dingen, die wir selber erlebt haben, die uns bewegen oder uns geprägt haben. Da ist nichts gekünstelt oder gestellt. Darum können sich vielleicht die Leute mit uns identifizieren. Außerdem sind wir vier sexy motherfuckers, manchmal soll das ja auch helfen, haha... (lacht sich halb kaputt).



Was macht Euch so speziell?
Das lassen wir die Leute entscheiden, die unser Album kaufen oder unsere Konzerte besuchen. Wir sehen uns ja jeden Tag…

Wie geht Ihr mit dem momentanen Hype um? Verliert man da auch schnell mal den Bezug zur Realität?
Manchmal schon, ja. Aber wir sind ja Musiker, und leben sowieso in einer völlig surrealen Welt. Von daher ist Realität ja immer Ansichtssache. Und wenn ich irgendwann zu divenhaft werde, reissen meine Bandmates mir den Kopf ab, das wäre JOE sicher auch nicht zuträglich (grinst).

Ein paar Worte zu „Holy Beauty“:
„Holy Beauty“ meint die Schönheit im Verborgenen. Ein sehr subjektiver Ansatz, der für jeden etwas anderes bedeutet. Ich zum Beispiel sehe oft Schönheit dort, wo andere Menschen hässliche Dinge sehe. Nimm nur mal die Gothic Szene. Außenstehende bezeichnen Menschen aus dieser Szene oft als hässlich, während Angehörige der Szene die gleiche Person als Schön bezeichnen. Oder stell dir eine Rose vor, die auf einem Schrottplatz wächst – Schönheit, wo man sie nicht vermutet. Die wahre „Holy Beauty“ liegt im Verborgenen, kommt von innen.

Gab es im Vorfelde ein musikalisches, thematisches Konzept?
Die Songs entstanden unabhängig voneinander, ein Konzept gab es nicht.

Wie läuft das Sonwriting ab?
Meistens haben Chai oder ich Ideen, die wir aufnehmen und uns als MP3-Files zuschicken. Dem anderen fällt jeweils dazu immer etwas ein und so entstehen die Songs. Wir verstehen uns da ohne Worte und wissen voneinander, was wir mögen und was nicht. Das macht die Zusammenarbeit viel einfacher und homogener. Kurioserweise fallen mir die besten Ideen beim Autofahren ein, die singe ich dann in ein Diktiergerät. Gibt es dafür eigentlich Punkte? Denn so langsam ist mein Konto dort ziemlich voll... (lacht).

Was inspiriert Euch zu neuem Material?
Nachrichten, Sex, persönliche Erfahrungen, schlechte Kindheiten, herzlose junge Mädchen, herzlose junge Männer, Alkohol, das Leben…

Oohh…
Ja genau, ein bißchen Mitleid bitte… (lacht)

Wie wichtig ist Euch das Styling auf der Bühne? Wie wichtig ist Euch Styling generell?
Styling ist uns sehr wichtig, egal ob auf der Bühne oder im Privatleben. Wobei sich das bei uns nicht groß unterscheidet, wir laufen auch privat in den Klamotten rum, die wir live oder auf Fotoshootings tragen. What you see is what you get. Wir lieben und leben dieses ganze Rock’n’Roll-Ding einfach.



Wie waren bisher die Reaktion aus der Goth-Szene, dort werdet Ihr sicherlich auch mit dem Vorwurf „kommerzellen Industrial“ zu machen, kämpfen müssen. Wie geht Ihr damit um?
Erstmal weinen wir ein bisschen, aber wenn Chai, Alicia oder Ophelia mich ein bisschen in den Arm genommen haben ist alles wieder gut (grinst). Kommerziell ist man in dem Moment, in dem man ein Demo zu einer Plattenfirma schickt. Was wir übrigens nie gemacht haben. Unsere Plattenfirma hat uns bei einem unserer Auftritte entdeckt. Und wenn wir „kommerziellen Industrial“ machen, was machen denn bitte Nine Inch Nails oder Skinny Puppy? Die verkaufen mit Sicherheit mehr CDs als wir. Ich denke, das ist ein Vorwurf, der allen Newcomern auf dem Sektor gemacht wird.

Mit Eurem Bandnamen stellt Ihr auch eine gewisse Provokation dar – ist das eine ganz bewusste Haltung, besonders der Kirche gegenüber?
Zum Entstehung des Bandnamens habe ich ja schon was gesagt. Und eigentlich haben wir mit der Kirche nicht viel zu tun. Aber wir machen uns einen Spaß daraus, zu sehen, wir empfindlich manche Menschen darauf reagieren. Und während es bei uns nur bei Anspielungen bleibt, greifen diese Menschen uns direkt an. Du glaubst nicht, wie oft wir bei myspace Mails mit den schlimmsten Beleidigungen bekommen, geschrieben von selbst ernannten Gläubigen. Aber so war das ja auch schon vor 2000 Jahren. Nicht umsonst ist für die Weltreligionen so viel Blut vergossen worden. Meine Religion ist JOE, und die bedeutet mir alles. Aber mit den herkömmlichen Religionen stehe ich eher auf Kriegsfuß. Ich stehe nicht so auf Indoktrination. Insofern kann schon von einem kritischen Ansatz gegenüber der Kirche sprechen.

Ich danke Dir für die offenen Worte, Dorian.
Gern geschehen und Danke für Euer Interesse an JOE!

Autor: Jasmin Froghy, transl. Kathleen Gransalke Photos: Jesus On Extasy
Eingetragen am: 2007-03-28

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