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Gothic Sightseeing: Club Schatten

2007-03-19
Stadt / City Tampere 
Land / Country Finnland 
Web www.clubschatten.net
 
Veranstaltungsort:
Location
Laterna 
Datum / Date10. Feb 2007 
Bildergalerie / Picturegalerie Club Schatten 
Photos: Julia Sheremetyeva 

Jeder musikalisch orientierte Finnland-Besucher kann wohl die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nennen: Tuska, Tavastia, der Sexshop von Ville Valos Vater und die neue Inferno-Bar. Aber kein Touristenführer erwähnt auch nur die Events, die etwas mehr Eindruck von der finnischen Alternativszene verschaffen.

STALKER hat die Reise durchs dunkle Finnland schon letzten Sommer begonnen, mit dem nördlichsten Gothic Festival Lumous in Tampere. Seitdem ist die Liste länger geworden, dank einiger Events, die sich regelmässig in weniger bekannten Lokalitäten Helsinkis abspielen:
Club Anville (Nightclub Lady Moon, gegenüber dem Bahnhof), Synapsi (Schiff-Restaurant Waiski, Hakaniemi Hafen), Lost Paradise (Hevimesta, nahe Senatskirche), Trauma (Lepakkomies, in der Helsinginkatu) oder Radium (Club Liberte, Hakaniemi).



Wenn du wegen der lokalen Gothic-Kultur nach Finnland kommst, solltest du genannte Parties nicht verpassen. Gewöhnlich finden sie einmal pro Woche statt, im Sommer sogar öfter. Die Musik ist eher Electronic, Industrial und Old-School, also bereite dich schon auf zerrissene Netzshirts und jede Menge Haarspray vor, wie bei den Briten in den 80ern!

Aber diese Parties sind mit dem Club Schatten nicht zu vergleichen, die mit Abstand populärste Gothicparty, zu der Besucher aus ganz Finnland eigens nach Tampere reisen. Schatten ist mit ungefähr 300 Besuchern auch fast jedesmal ausverkauft.

Die Ticketpreise halten sich in Maßen (ca. 6 Euro, etwas teurer als in Deutschland, aber noch immer billiger als die meisten finnischen Gothic Events), die Schlange vor der Tür kann lang sein, was im Winter besonders stört... Am besten ist es, so gegen 22:30 Uhr beim Laterna-Restaurant einzutreffen, mit Vorverkauftickets.

Schatten gibt es seit etwas mehr als sieben Jahren meist zweimal im Monat. Der deutsche Name zeigt schon, woher die Inspiration stammt, natürlich sehr vielversprechend. Wie bereits erwähnt, hat Finnischer Goth nicht so viel mit der Subkultur in Deutschland oder im nördlichen Europa zu tun und ist wohl am nächsten mit der britischen Version verwandt. Das siehst du schon an den Besuchern, meist Cyber oder Old School, und diesen Stil bedienen auch die DJs.

Club Schatten ist mehr als nur eine Party. In Finnland ist das auch der Name des einzigen Gothic-Magazins, mit Orkus oder Zillo vergleichbar. Die Party bietet auch des öfteren Livebands, Modeschau, Kreuzfahrt (beim Lumous Festival) und andere kreative Happenings, die von der Jahreszeit oder besonderen Feiertagen, wie Helloween-Samhain oder Weihnachten, abhängen. Keine Schatten-Party gleicht der anderen.



Die Location Restaurant Laterna ist reizvoll, in der liebgewordenen Tradition des vorrevolutionären Russland. Kleine niedrige Kaffeetische, luxuriöse tiefrote Samtlehnstühle, Dämmerlicht, sorgfältig platzierte Blumen und Bäumchen in kleinen Keramiktöpfchen, alte Gemälde im Treppenhaus, handgefertigte Servietten und Tischtücher, Kerzenhalter und Samtkissen, alles so nett und liebevoll arrangiert. Und rundum sorgfältig gekleidete Leute, in Nebel gehüllt, auch auf der Tanzfläche – ein wenig surreal, aber zugleich sehr ästhetisch.

Es gibt zwei Stockwerke. Unten ist es sehr eng, eher eine Lobby mit Bar, Sitzplätze für sechs Leute und eine kleine Tanzfläche mit DJ-Set, auf die nicht mehr als 10-15 Personen passen. Unter diesen Umständen heißt es wortwörtlich „fight for your right to party“! Etwas mehr Platz gibt es im zweiten Stock, obwohl die Bar hier kleiner ist. Es gibt ein großes Areal zum Sitzen, das sich zur Tanzfläche öffnet, wo sich am Tag das Restaurant befindet. In so einer gemütlichen Atmosphäre fühlst du dich wie bei einer privaten Tee-Party, veranstaltet um 1920 von russischen Adeligen.

Daran angeschlossen befindet sich ein kleinerer Raum mit intimerer Atmosphäre, weniger Krach und dezenteren Sozialisierungsmöglichkeiten. Natürlich füllt sich die Tanzfläche erst später am Abend, wenn mehr Upbeat EBM, Industrial und Electro.



Das benachbarte Hotel Omena dient als inoffizieller Gastgeber der meisten Pre- und Afterparties, das heißt, du brauchst eine Einladung und musst dich an der Hotelsecurity vorbeischmuggeln. Die meisten Ausländer steigen dort ab, obwohl viele es vorziehen, das Laterna zur Abfahrtszeit der Morgenzüge von Tampere zu verlassen. Der Club ist bis vier Uhr offen, das spart dir die Suche einer Unterkunft und Mehrausgaben für Hotels. Nach 1:30 Uhr halten sich die meisten Gäste bis zur Sperrstunde auf der Tanzfläche auf, andere gehen um diese Zeit schon nach Hause. Undenkbar, denn wenn du dich unter die Tänzer begibst, geht es dir wie in Gloria Estefans Prophezeihung, der Rhythmus hält dich gefangen!

Rein von den Besuchern her finde ich Lumous farbiger und kreativer. Beim Schatten finden sich hauptsächlich Old School Goths finnischer Machart, viele mit deutlich Deathrock-inspirierten Frisuren, andere in Bondage- und Cyberwear, aber kaum jemand, der einer Viktorianischen Lady ins Auge sticht.

Im Publikum finden sich auch viele Musiker der lokalen Düsterszene, wie Suruaika, Silene, Machine Park und viele bekannte Djs, denn Schatten hat neben eigener Crew auch gelegentliche berühmte Gast-DJs. Wenn du diese Gothicparties zumindest zweimal besucht hast, erkennst du schon bekannte Gesichter, und wenn du auch nicht alle persönlich kennst, trägt dies zur gemütlichen familiären Atmosphäre bei, die sicherstellt, dass du auf alle Fälle wiederkommst.

STALKER bedankt sich bei den Organisatoren Kaitsu und Grendel für die Einladung!

Marina Sidyakina, translation: Klaudia Weber


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8.5/10



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