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Earthshaker Roadshock 2007: Finntroll | Die Apokalyptischen Reiter | After Forever | Tarot | Machine Men | All Ends

2007-05-20
Stadt / City Hamburg 
Land / Country GER 
Web www.finntroll.net
www.reitermania.de
www.afterforever.com
www.tarot.fi
www.machinemen.net
www.allends.com

 
Veranstaltungsort:
Location
Markthalle 
Datum / Date29.04. 2007  
Bildergalerie / Picturegalerie Earthshaker_2007 
Photos: Melanie Haack 

Wer Finntroll und Tarot vor dem Konzert traf, war sicher etwas erschrocken. Durchzecht sehen die Finnen ja häufiger aus, aber diese Tour hatte gerade angefangen, und alle sahen so fertig aus, als wäre es das letzte Konzert einer mächtig langen Tour gewesen. Als dann auch noch ein recht verzweifelt wirkender Tourmanager nur so durch die Gänge hastete, konnte man den Alkohol als Übeltäter schon ausschließen. Finntrolls Bassist hatte die Nacht zuvor kein Auge zu bekommen, da im Bus eine Liege zu wenig war und er auf der Couch schlafen musste. Bei einem AK-Eintrittspreis von 30 Euro und fast ausverkauften Konzerthallen, sollte genug Geld für die Unterbringung der Bands da sein… Die Bands nahmen die Situation mit viel Galgenhumor, denn die bei Metalysee für die Organisation zuständige Person hatte ein paar Tage vor Tourbeginn gekündigt und nichts war geregelt. Aber wie gesagt, die Bands nahmen es mit Humor – was blieb ihnen auch anderes übrig.

All Ends
Da es, mangels Garderobe, beim Eingang zu einem ziemlichen Durcheinander gekommen sein musste, spielten All Ends vor vielleicht 20 Leuten, die dann noch nicht einmal sehr angetan wirkten. Die beiden Sängerinnen gaben sich zwar sichtlich Mühe, aber irgendwie ist kein Song im Gedächtnis geblieben. Typischer Trällerelsenkram, wie unser Kollege Konz sagen würde. Within Temptation und ähnlichen Bands lassen hier grüßen – es ist nur noch ärger. Nach zwei Songs stellte sich bei mir dann auch übelste Langeweile ein, weshalb ich den Auftritt auch nicht bis zur letzten Note verfolgt habe.

Machine Men
Die jungen Finnen hatten es schon öfter in den STALKER geschafft, obwohl ein Durchbruch bei ihnen bisher noch aussteht. Ich würde jetzt gerne sagen, dass Machine Men sich über die Jahre verbessert haben, aber leider ist das nicht der Fall. Sie sind noch ebenso talentiert und ausbaufähig wie zu Zeiten ihres Debüts und haben sich seit dem kaum weiterentwickelt. Stilmäßig haben Machine Men sich in die Reihen des klassischen Heavy Metal mit typisch finnischem Akzent eingereiht und klingen nicht mehr so sehr Maidenlastig wie zuvor. Ich glaube, in keinem Land sind Maiden so groß wie in Finnland… Aber zurück zum Machine Men Auftritt. Der Sänger wirkte leider an diesem Abend ziemlich unzufrieden und nörgelig auf der Bühne, was ich so bei deren Konzerten noch nicht gesehen habe. Es mag natürlich an den verschärften Tourumständen gelegen haben, aber ich hatte etwas mehr von den Jungs erwartet. So langweilig wie All Ends waren sie aber keinesfalls und hatten das mittlerweile zahlenmäßig ansehnliche Publikum gut geweckt.

Machine Men´s Playlist:
Circus Of Fools
No Talk Without The Giant
Ghost Of The Seasons
Dying Without A Name
Man In Chains
Scars And Wounds
Against The Freaks

Tarot
Eigentlich ist es ziemlich traurig, dass eine Band, die es schon über 20 Jahre gibt, erst in den Fokus der Medien rückt und somit auch auf größere Bühnen kommt, seit ein Bandmitglied mit einer anderen Band bekannt wurde. Ich kann den Namen Nightwish langsam nicht mehr hören, aber durch sie wurde Marco Hietala auch außerhalb Finnlands bekannt, und das wirkt sich jetzt positiv für Tarot aus. Marco und die für Finnland typischen Keyboardpassagen sind auch das Einzige was die beiden Bands gemeinsam haben. Tarot spielen guten Old-School-Metal und haben zwei männliche Sänger, die in meinen Ohren recht harmonisch zusammen passen und Nightwish… ist eben Nightwish. Der Grund, warum Tarot trotz Hype immer noch keine Massen ziehen, liegt wahrscheinlich daran, dass sie technisch gut und melodisch klingen, sie aber zu wenig aus der Masse derer, die ebenso klingen, herausstechen. Rocken tun sie aber allemal, und wenn man auf einem Festival ist, auf dem sie spielen, sollte man die Pinkelpause auf danach verschieben. Nicht schlecht.

Tarot´s Playlist:
Crows Fly Black
Traitor
Pyre Of Gods
Veteran Of Psychic Wars
Before The Skies Come Down
Ashes To The Stars
Bleeding Dust



After Forever
Bei einem kleinen Plausch musste ich dann doch mal nachfragen, wie groß Floor Jansen eigentlich ist. 1,85 lange, schlanke Meter! Nachdem sie sich von dem einen oder anderen recht aufdringlichem Bewunderer freischaufeln konnte, stimmte Floor dann sogar einem gemeinsamen Gibberish mit den Reitern und Finntroll zu (wer jetzt nicht weiß, was ein Gibberish ist, kann sich mal unsere Rubrik ansehen). Das nenn ich trinkfest und mutig! Mit Riesenressourcen an Stageklamotten ausgerüstet, versprach sie auf jeden Fall der Hingucker des Abends zu werden. Von einem Ventilator angepustet, um den sie die anderen Bands in der Sauna namens Markthalle sicherlich beneidet haben, legt die Frontfrau von After Forever dann los. Beim opernmäßigen Gesang ein, zweimal den Ton verfehlt, lieferte Floor hier aber alles in allem eine gute Sangesleistung ab. Dass sie im Gegensatz zu der Sängerin von Within Temptation auf einer Gesangsschule war, merkt man dabei erfreulicher Weise sehr. Die Songs hatten nicht viel Markantes, so dass sich nach drei Songs gefühlte Wiederholungen einstellten. Nicht spektakulär, aber um Längen besser als All Ends, Within Temptation oder andere Zahnzieher.

Die Apokalyptischen Reiter
Nach After Forever wurde es richtig drängelig vor der Bühne und schon zur Umbaupausenmusik, die aus Schlagern bestand, wurde in den ersten Reihen gebangt als gäbe es kein Morgen. Ich hatte eigentlich vermutet, dass die meisten heute wegen Finntroll vor Ort waren, musste mich aber angesichts der Shirts und der „Wir wollen die Reiter sehen“-Gesänge, eines Besseren bekehren lassen. Die Stimmung war schon unglaublich, bevor auch nur einer der Reiter die Bühne überhaupt betreten hatte. Mit dem Keyboarder im Käfig, aufblasbaren Luftmatratzen und einer Maid aus dem Publikum auf der Bühne machten die Reiter das Leben der Ordner schwer, die gar nicht mehr mit wieder zurück ins Publikum stopfen der Leute nachkamen. Außer mir schien jeder die Texte auswendig zu können und sang lauthals mit, was es mir jetzt etwas schwer macht, etwas über die stimmlichen Qualitäten des Sängers oder den Sound zu sagen. Ob man die Reiter nun mag oder nicht – die Stimmung war ansteckend lustig!

Finntroll
Im direkten Vergleich mit den Apokalyptischen Reitern war das Publikum bei Finntroll geschrumpft und auch nicht mehr ganz so ausgelassen. Ich vermute, dass die Spaßmacher im Publikum dringend ihren Flüssigkeitshaushalt in Ordnung bringen mussten. Das habe ich jetzt vom Hören - Sagen, denn die ersten zehn Songs konnte ich mir nicht ansehen, da ich zeitgleich mit zwei Jungs von Tarot und dem Keyboarder von den Reitern das sehr wodkalastige Gibberish veranstaltete. Floor Jansen hat dann leider doch in letzter Minute gekniffen. Pünktlich zur Hälfte von Trollhammeren war das Interview im Kasten, und ab hier kann ich wieder mitreden.

Zu Trollhammeren waren auch alle wieder da, wie es schien, denn man hatte kaum Platz und die Stimmung brodelte wieder gewaltig. Technisch und soundmäßig war dieses Finntrollkonzert eines der Besseren. Die Müdigkeit war der Band auch nicht mehr anzusehen und der Rest des Sets war wirklich gelungen. Aber auch hier im direkten Vergleich mit den Reitern – ich weiß, dass man diese beiden Bands nicht vergleichen kann – wurde mir nochmal bewußt, was mir bei Finntroll heutzutage mit Mathias Lillans alias Vreth als Sänger fehlt… es ist nicht mehr so lustig! Dieser Effekt ist von der Band durchaus gewollt, denn sie wollen ernster rüber kommen. Vreth´s Stimme ist auch wirklich besser als die von Ex-Sänger Wilska, und da er Schwedisch als Muttersprache hat, ist natürlich auch das besser, wobei ich kein Schwedisch spreche und keinen Unterschied ausmachen kann. Einzig der Ernst, den Vreth rüber bringt, nimmt Finntroll für mich etwas von dem Unikum-Status, den sie früher viel stärker hatten – sie sind jetzt „nur“ noch klasse Humppa-Folk-Metal. Die neuen Songs an sich sind immer noch so catchy wie eh und je, und auch ohne den Lächelfaktor – den ich wirklich vermisse – sind Finntroll immer noch besonders und ohne Frage erstklassige Musiker.

Finntroll´s Playlist:
Gryning
Sång
Korpens Saga
Eliytres
Fiskarens Fiende
Kitteldags
Ormhäxan
Natt Född
Blodnatt
Nedgång
Trollhammaren
Slaget Vid Blodsälv
Svartberg
En Mäktig Här
Det Iskalla Trollbrodet
--------------------------
Försvinn Du Som Lysen
Segersång
Ursvamp

Nach dem Konzert gab es noch viele organisatorische Probleme, die auch nur temporär ein wenig in den Griff bekommen wurden, so dass das Konzert nach Hamburg ausfiel und die Tour nach wenigen weiteren Konzerten völlig abgesagt wurde. Die Verantwortlichen von Metalysee, die Organisatoren von Earthshaker, und die Bands haben dazu einiges auf ihren Websites gepostet (besonders ausführlich, wenngleich auch nur in Deutsch) bei den Apokalyptischen Reitern zu lesen. Die gleiche Konzertagentur, also Metalysee, ist übrigens auch für die Absage des Marduk & Enslaved Tourpackages verantwortlich. Unwahrscheinlich, dass diese Agentur das Fiasko überlebt.

Samira Alinto


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6/10



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