Warning: mt_rand(): max(-1) is smaller than min(0) in /var/customers/webs/stalker/www.stalker.cd/inc/inc-home.php on line 93 Warning: Illegal string offset 'URL' in /var/customers/webs/stalker/www.stalker.cd/inc/inc-home.php on line 112 Warning: Illegal string offset 'LOC' in /var/customers/webs/stalker/www.stalker.cd/inc/inc-home.php on line 113 Warning: Illegal string offset 'URL' in /var/customers/webs/stalker/www.stalker.cd/inc/inc-home.php on line 130 Warning: Illegal string offset 'LOC' in /var/customers/webs/stalker/www.stalker.cd/inc/inc-home.php on line 131
Home

Das Magazin
Online stalker
Interaktiv
Über Uns
Bannerzone





Sauna Open Air 2007

2007-06-12
Stadt / City Tampere 
Land / Country Finnland 
Web www.sauna-open-air.fi
 
Veranstaltungsort:
Location
Ratina Stadion Park 
Datum / Date07. - 9.06.2007 
Bildergalerie / Picturegalerie SaunaOpenAir_2007 
Photos: Klaudia Weber 

Wenn du keine Ahnung hast, warum dieses Festival nun diesen Namen trägt, nunja, spätestens vor Ort wird dir alles klar. Obwohl direkt am Wasser gelegen – die Kulisse dieser Location ist einfach genial! - bist du dankbar für jedes Lüftchen, für jede kleine Wolke, und sogar für den Regen. Nunja, falls dieser nicht zu heftig niederprasselt...

Donnerstag, 7. Juni

Korpiklaani
war ja schon mal ein stimmungsvoller Einstieg, eine geile Mischung aus Mittelalter (Fiedel, Dudelsack, Akkordeon) und Humppa-Metal, die sofort ins Tanzbein fährt. Die Finnen fanden bei den Temperaturen vor Ort gleich das richtige Motto: „Let´s Drink“! Viele Fans zogen allerdings ne Eistüte nem Bierchen vor.


Los Bastardos Finlandeses
Nach Ennio Morricone-Intro legten die Cowboys aus Finnland los, Stilrichtung Blues-orientierter Hardrock plus etwas Stoner Rock („Red Eye Station“). Wenn das Quintett, vor allem Sänger/Gitarrist El Taff Bastardo, die Bärte noch etwas pflegt, könnte die Band vollends als die finnische Version von ZZ Top durchgehen.



Antti, Stam1na


Pain Confessor
Der Sound erinnert etwas an die alten Sentenced - Melodiöser Death-Grind Metal, brutal und doch unverschämt groovig und mit einer energiegeladenen Bühnenshow, kein Wunder, dass der Platz vor der Bühne bald knapp wurde. Die Band feuerte u. a. „Fiery Thorns“ und „Butterfly“ ins Publikum, sowie „Ne Plus Ultra“ vom neuen Album „Purgatory of the Second Sun“.


Timo Rautiainen
Um es vorwegzunehmen, Timo und seine alte Band „Trio Niskalaukaus“ gefielen mir besser, da weit heavier und schwermetallischer, mit einem bösartig zähen Groove. Hier werden eher Folk-Einflüsse gepflegt, der Sound eher doomig als heavy, und nach wie vor finnische Texte („Loppun Ajettu“) - kein Wunder, dass die Finnen voll darauf abfahren.


Stam1na
Sprechchöre schon vor Beginn des Gigs, und Riesenandrang – dieser Act hätte auch auf der Hauptbühne gute Figur gemacht: Brachialer Death/Metal Core brachte gnadenlos in die Trommelfelle und Magenwände zum Vibrieren: „Vapaa Maa“. Sänger Antti Hyyrynen, übrigens auch Regisseur des Swallow The Sun „Don´t Fall Asleep“ Videos, unterhielt die Menge zwischendurch mit lockeren Sprüchen.


Megadeth
Der Zahn der Zeit war gnädig mit Dave Mustaine, er hat sich in den 20 Jahren Bandgeschichte nicht viel verändert... Verstärkt durch die Brüder Glen (git) und Shawn Drover (dr) sowie James Lomenzo (b, back voc), gab es zunächst ne Handvoll Songs, u. a. „Sleepwalker“ und „Skin O´My Teeth“, ehe der Rotschopf die ersten Worts an das Publikum richtete. Nett und höflich wie noch nie, bedankte er sich für Platz 2 in den finnischen Charts (für die aktuelle CD „United Abominations“) und meinte, dass er eher die Klappe halten wird, damit die Band mehr Songs spielen kann :)



Klar hatten wir da nix dagegen: Es gab aktuelle Hits „Washington is next“, „Gears Of War“, „Kick The Chair“ (von The System Has Failed) und eine Auswahl Klassiker: „Devil´s Island“, „Wake Up Dead“, „Hangar 18“, „Tornado Of Souls“, eine emotionales „In My Darkest Hour“ und, Überraschung, „Mechanix“ - Dave Mustaines Version der Metallica-„Four Horsemen“ (hatte er ja mit geschrieben) vom allerersten Megadeth-Album „Killing Is My Business“. In der kleinsten Pause (was trinken, Gitarre wechseln) wurden Megadeth-Sprechchöre angestimmt, was den Maestro sichtlich berührte. Das Publikum konnte endlich bei „Peace Sells“ mitgrölen, und Dave hätte das Singen auch beim Finale „Symphony of Destruction“ lassen können, schliesslich ist dieser Track einer der beliebtesten beim Heavy-Karaoke. Klasse-Show, schon alleine die Reise nach Tampere wert! (Und jetzt alle: Me-Ga-Deth, Me-Ga-Deth...)



Freitag, 8. Juni

Entwine
hatten einen etwas ungünstigen Start, da die Hälfte des Publikums noch in der langen Warteschlange stand, als ihr Gig losging. Jedoch die Mädels in den vordersten Reihen kreischten für 100... Eine emotionale Show von Sänger Mika, und überhaupt eine sympathische Band, die auch diesmal ohne Keyboarder auskam. Wenigstens für meinen Lieblingssong „Still Remains“ erreichte ich noch rechtzeitig die Bühne.



Timo Kotipelto


Thunderstone
Dieser Bandname, ein böses Omen... in der Tat zogen bereits dunkle Wolken auf... Sänger Pasi Rantanen liess sich oft auf einen Dialog mit dem Publikum ein: „Seid ihr noch müde?“ Eine gute Mischung von Power/Old School Metal, die vor und auf der Bühne für viel Spaß sorgte, mit u. a. „Swirled“ und „Roots of Anger“ vom neuen Evolution-Album.


Kotiteollisuus
Die „heimische Industrie“ singt leider nur in Finnisch, so entgehen einem die ironischen Texte dieses Trios, das in seiner Heimat Kultstatus hat. Kein Wunder: Metallica-Riffs, Rammstein-Rhythmen und die rotzige Attitüde von Motörhead - das meiste im Midtempo, so richtig schön zum Mitbangen („Rakasta, ei rakasta“) noch dazu ist Sänger/Gitarrist Jouni Hynynen Co-Star einer finnischen TV-Serie, die zwei „Kerls“ (Äijät) diverse Berufszweige ausprobieren läßt (u. a. Schlachter, Panzerfahrer, Glasbläser). Der zweite Kerl Jone Nikula, hierzulande u.a. als Idols-Juror und Moderator (Tuska, FME) bekannt, fungiert auch als Gastsänger auf der neuen Before The Dawn-Single „Faithless“ (erhältlich Ende Juni).


Kotipelto
steht für erstklassigen melodiösen Uptempo Power Metal, egal ob als Stratovarius Sänger oder Solo auf der Bühne steht. In seinem Spitzenmusiker-Line-Up fand sich auch Children Of Bodom-Janne an den Keyboards. Große Gesten, leidenschaftlicher Gesangsstil und natürlich diese begnadete Stimme: „Sleep Well“, „Take Me Away“. Einzige echte Überraschung – Timo Kotipelto erschien mit Bart, steht ihm aber nicht schlecht. Als er dann „Angels Cry“ (von der neuen Serenity CD) anstimmte, schien es, als hätte er prophetische Gaben – es fing an zu regnen...




Dimmu Borgir
Wie schon damals beim Tuska, schafften es die Norweger auch diesmal, die Wettergötter zu erzürnen, wie auf Kommando brach ein Gewitter los, jedoch ließen sich die Fans nicht beirren, ebenso wenig wie die Band, die sogar etwas früher als geplant los legte. Durch die zusätzliche Verdunkelung kam die Lichtshow besser zu Geltung. Im strömenden Regen gaben sie den Finnen eine bombastische „Lesson in Violence“, vorwiegend mit Material vom aktuellen In Sorte Diaboli-Album, vergaßen aber nicht auf Klassiker („Cataclysm Children“ oder „Phantasmagoria“ vom Spiritual Black Dimensions Album). Schlussendlich mündete mein All-Time-Fave „Mourning Palace“ in ein Medley mit dem Iron Maiden „Fear Of The Dark“-Cover , und als die die letzten Riffs verklangen, wagte sich auch die Sonne wieder raus.


Poisonblack
Die verbesserte Wetterlage lockte mich zwar zur kleinen Bühne, doch konnte mich der Sound des finnische Quintetts Grenzbereich von Goth und Glam Metal nicht wirklich zum längeren Bleiben bewegen – trotz der rauchig-schönen Stimme von Sentenced (R.I.P.)-Röhre Ville Laihiala ...




Type O Negative
„We are Type O Negative, we come from New York“: Der von vielen Musikerkollegen heiß ersehnte Headliner musste doch vor etwas gelichteten Reihen spielen, das Wetter schien doch einige vergrault zu haben. Oder war es das gegen alle Erwartungen gerichtete Programm? Los ging es vielversprechend mit der Beatles-“Mystery Tour“, „We hate everyone“ und „Anestesia“. Kompromisslos wie immer verloren sich Pete Steele & Co dann jedoch in zähen Instrumental-Improvisations Feedback-Orgien, einem „Hey Joe/Hey Pete“-Cover und verließen drei Mal minutenlang die Bühne. Wenn ich mich nicht irre, spielten sie nichts vom aktuellen „Dead Again“ Album... Doom-Fans kamen also voll auf ihre Kosten, und endlich, das letzte Drittel widmeten Type O den Bloody Kisses Hits: „Cant´t Lose You“, „Black No 1“ - hier sang die Menge lautstark den „loving you“-Part mit, und zum Abschluss „Christian Woman“, wo ein Fan in grünem Hemd, Bart und Langhaarperücke auf der Bühne stilgerecht den „Jesus Christ Looks Like Me“- Teil illustrierte. Pete punktete außerdem mit ein paar Worten Finnisch – und der Abend war gerettet.


Samstag, 9. Juni

Das Festival – und die Parties danach – hinterließen ihre Spuren, ich schaffte es nicht rechtzeitig zu Leverage aufs Gelände... Da Violent Storm kurzfristig abgesagt hatte, durften die Finnen die bereits ansehlichen Menschenmassen von der Hauptbühne aus unterhalten. Von Ari Koivunen, der sich standhaft geweigert hatte, „Pop-Schrott“ zu singen und mit Deep Purple/Iron Maiden/Kotipelto-Klassikern tatsächlich den finnischen Idols-Contest gewann, musste ich mir allerdings ein paar (Cover-) Songs ansehen. In der Band weitere bekannte Gesichter, wie Luca Gargano vom Hevi-Karaoke als Gitarrist. Hoffentlich wartet „Heavy-Ari“ bald auch mit eigenem Material auf.




Sonata Arctica
Trotz gnadenloser Sonne war es vor der Hauptbühne schon so voll wie bei Type O am Vorabend. Und als ob es nicht ohnehin schon heiß genug wäre, nein, die Finnen mussten auch noch mit Flammen und Böllern aufwarten... Diese Effekte wären gar nicht notwendig, der agile Fronter Tony Kakko und seine Jungs hatten das Publikum sofort im Griff. Gitarrist „Enska“ Elias Viljanen – der Vertreter für den wehrverpflichteten Jani - erntete extra Applaus, da aus Tampere. Es gab u. a. „In Black & White“ vom neuen „Unia“-Album, „Fullmoon“ durfte jedoch ebensowenig fehlen wie „Victoria´s Secret“ und „Talullah“. Schräger Humor brach am Schluss durch, beim immer schneller gespielten „Wodka, we need some Wodka“... klasse!


Swallow The Sun
Eine Band mit Suchtfaktor: Oft gesehen, aber du kriegst dennoch nicht genug ... Trotz anfänglicher Soundprobleme kamen „These Hours Of Despair“ und „Too Cold For Tears“ makellos rüber. Leider passt in ein 40 min Set nicht mehr als eine Handvoll Songs, vorwiegend von der neuen CD „Hope“, erneut mit Tinuviel als Gastsängerin („Don´t Fall Asleep“). Zum fulminanten Abschluss gab es den Klassiker „Swallow“.


Dark Tranquillity
Völlig entfesselt tobten über die Schweden über die Bühne, Sänger Mikael Stanne stand so gut wie nie still, schnitt Grimassen und entpuppte sich auch sonst als Spaßvogel. Und er konnte es sich ebenso nicht verkneifen, die drückende Hitze zu kommentieren... Vom neuen Album „Fiction“ gab es zum Einstieg gleich mal „The Lesser Faith“, aber auch Klassiker wie „The Treason Wall“ oder „Poison Well“, also eine gute Mischung aus neuem und altem Material. Die Band wurde von den Melodic-Death verrückten Finnen abgefeiert, und zu Recht...


Sabaton
Im Crashkurs lernten die Schweden wenigstens „Prost“ auf Finnisch („Kippis“) und machten gute Laune mit ihrem Folk-angehauchten 80er Metal. Flotte Songs wie „Into The Fire“ - mit klasse mehrstimmigem Gesang - hätten da auch gut zu Judas Priest gepasst.




Heaven & Hell
Dieser Band fieberten auch einige der Herren Musiker bereits entgegen, Black Sabbath in einer klassischen Besetzung mit Seltenheitswert: Toni Iommi, Geezer Butler, Ronnie James Dio und Drumlegende Vinny Appice. Mit „Mob Rules“, „Children Of The Sea“ - laut Dio der erste Song, den sie gemeinsam geschrieben hatten – und „Sign Of The Southern Cross“ gab es auch gleich einen fulminanter Einstieg. Die Herren waren gealtert, aber wie beim Whisky schien es eher ein Zeichen der Qualität zu sein: Massiver Sound, massive Show (mit wechselnden Dekorationen) und ein agiler Frontman, der die Massen dirigierte. Wahrlich Massen: Das Areal voll wie nie zuvor...



Bedient wurde eher das Doom-Publikum mit zähen schweren Riffs, Klassikern wie „Die Young“ und natürlich dem Namensgeber, wobei die Publikumschöre sogar die Band übertönten. Überwiegend 70s Feeling, Marke „Live Evil“, es gab zehnminütige Soli und Medleys, wo auch das „Heaven & Hell“ Motiv noch einmal auftauchte – aber leider keinen Hit aus der Ozzy-Ära, Stichwort „Paranoid“, oder was von Dio. Mit der Zugabe „Neon Knights“ war dieser legendäre Gig und zugleich das Sauna-Festival zu Ende...

Fazit: Tolle Bands, tolles Line-Up, und du kannst wirklich alle davon sehen, wenn du nach drei Tagen gnadenloser Sonne noch die Kraft dazu hast, beziehungsweise keine Blasen an den Füßen... aber dieses Festival sollte ein Pflichttermin im Sommerkalender sein!

Klaudia Weber


Kommentare lesen: 0                           Kommentar schreiben

9/10



Loading




Aktuellste Rezensionen
CDs
Wilson
DVDs
Tarja
BÜCHER/HÖRBÜCHER
Hass
KONZERTE
Apocalyptica
FILME
True Detective
English Deutsch STALKER MAGAZINE inside out of rock´n´roll