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- Rezension: AUDIO CD -


Lacrimosa

2012-09-20
Titel / Title Revolution 
Label Hall Of Sermon / Sony Music 
Web www.lacrimosa.ch
 
Gesamtspielzeit
Total run time
54 min. 
Vö/Release07 September 2012 

Die ersten Klänge schalten den Hörer zunächst in die überlieferte Lacrimosa Stimmung: ein wenig Melancholie und klassische Attitüde wird mit Streichern und Gitarren aufgeschäumt. Das Orchestrale kippt in den Rock, und Tilo startet mit aggressiv heiserer Stimme im überraschend harschen Punk-Modus und textlich geradlinig bis simpel geschnitztem Sprachwerk. Mit "Irgendein Arsch ist immer unterwegs" grätscht Tilo Wolff einen Spagat zwischen Piano-Introduktion und tosendem Rock. Lacrimosa wären eben nicht jene, wenn nicht Abwechslung zu den bekannten Stärken zählen würde.

Nach drei Jahren liegt nun also das elfte Studioalbum vor; zehn Lieder in 54 Minuten. "If the world stood still a day" gibt als einziges Lied Anne Nurmi solo Raum, in keltisch anmutendem Stil ihre sanfte, lyrische Stimme zu einem markanten Rhythmus einzubringen. Im Übrigen hält sie sich stimmlich auf der Platte sehr im Hintergrund und agiert hauptsächlich an den Keyboards. "Verloren" kriegt auf über 7 Minuten dagegen genug Platz, sich auszubreiten, elektronisch beginnend und dann geprägt von spannender Bass Line, in die eine schluchzende Western "Spiel mir das Lied vom Tod"-Mundharmonika einfällt. Das Lied ist wie eine Rock-Oper, von dramatischem Libretto und Zerstörungsintervallen gezeichnet. Tilo Wolffs Stimme macht klar, dass es eigentlich nicht um Gesang geht, sondern um eine Art vokaler Theateraufführung.

Theaterhaft und per A-Capella wird dies mit "This Is The Night" fortgesetzt, welches in Kabarettstimmung wildert, ehe es sich zum Ende in ein Crescendo des Aufschreis steigert. Gerne und auch hier setzt Wolff das Stilmittel des fortepiano ein, also ein vehementer Wechsel von lauten Parts, die plötzlich in leise Intervalle kippen. Das Klavierspiel ist äußerst gefühlvoll und leitet in den "Feuerzug", welcher ohne Pause atemlos seine Route zurücklegt. Nach so viel Tempo bietet das "Refugium" einen Ort der Stille und Besinnung, unterbrochen nur vom beschwörenden Refrain - Wolff sich selbst am Klavier begleitend, gegen Ende vom Keyboard in leicht klosterhafte Sphäre gezogen; ein schön gespieltes, stilles, aber intensives Lied. "Weil du Hilfe brauchst" tarnt sich als langsam gespielte Rockballade mit tiefsinnigem, wechselnd aufgewühlt und beruhigend dargebrachtem Text.

Und dann kommt sie, die "Rote Sinfonie" in einem Satz, über elf Minuten lang und ein weiter Garten für Landschaftsgärtner Wolff, orchestrale Blumenbeete der Renaissance mit romantischen Klavier- und Harfeeinlagen und furiosem Rockspektakel anzulegen. Hier tobt er sich aus mit seinem Talent für dramatische Liedgestaltung, den Bogen von zarten Geigen bis massiver Orgel, stampfendem Schlagwerk und rockenden Gitarren zu spannen; wie ein Wettergott, der am selben Himmel aus den sturmgepeitschten Wolkenbergen Gewitter und Hagel niedergehen lässt, während gleich daneben warme Sonnenstrahlen auf hübschen Seen reflektieren.

Keine "Revolution" - auch in diesem abschließenden Lied nicht - welche uns der Meister serviert, eher ein Fortsetzen im Modus des vorangegangenen Albums "Sehnsucht", Rock mit Klassik zu verbinden, E-Gitarre mit Klavier, Romantik mit Punk, dunkle Gedanken mit sanftem Streicheln; ein wenig Kitsch, eine Menge Pathos. Eine individuelle Suche nach dem eigenen Kosmos aus Klängen, der - von der eigenen Vergangenheit zehrend - innere, kontrastreiche neoromantische Gemälde entwirft.

Tracklist:
01. Irgendein Arsch Ist Immer Unterwegs
02. If The World Stood Still A Day
03. Verloren
04. This Is The Night
05. Interlude – Feuerzug (Part I) – Instrumental
06. Feuerzug (Part II)
07. Refugium
08. Weil Du Hilfe Brauchst
09. Rote Sinfonie
10. Revolution


Andreas Torneberg


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8/10



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