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- Rezension: AUDIO CD -


Enslaved

2015-03-20
Titel / Title In Times  
Label Nuclear Blast 
Web www.enslaved.no
 
Gesamtspielzeit
Total run time
53:08 
Vö/Releasebereits erschienen / already released 

Es ist ein Vierteljahrhundert her, dass die beiden Teenager Ivar Bjørnson und Grutle Kjellson sich anschickten, die Grenzen des Black Metal zu erweitern und schließlich über den Haufen zu werfen. Mit jedem neuen Album machten Enslaved strenge Genreschubladen ein wenig überflüssiger, und für das heutige Line-up (inzwischen auch schon seit über zehn Jahren zusammen), scheint es praktisch gar keine Limits mehr zu geben. Die Tiefen des Kosmos und des Geistes sind eine ständige Quelle der Inspiration für die multidimensionalen Texte, die den kunstvollen Kompositionen der Band in nichts nachstehen. Ein Großteil des Genies von Enslaved liegt in der Fähigkeit, universelle Archetypen mit immer wieder neu interpretierbaren Bedeutungsebenen auszugestalten - eine Herangehensweise, die auch alten Sagas und klassischen Symphonien nicht fremd ist.

Auf den meisterhaften Vorgängeralben Axioma Ethica Odini und RIITIIR trieben Enslaved diese Komplexität auf neue Höhen: schon allein wegen ihrer schieren Menge an Material verlangten sie zahlreiche Hördurchgänge, bevor sie sich allmählich erschlossen - und die Zuhörergeduld großzügig belohnten. Das neue Album In Times ist straffer und weniger ausufernd; seine sechs Songs bilden eine kompakte Einheit, die viel kürzer erscheint als die tatsächliche Gesamtdauer von gut 53 Minuten. „Thurisaz Dreaming“ ist ein typischer Enslaved-Opener, der als reinrassige Black-Metal-Nummer beginnt und endet, aber durch die den Mittelteil beherrschende Engelsstimme von Herbrand Larsen effektiv akzentuiert wird. „Building With Fire“ fesselt von der ersten Note an und zeigt, dass Enslaved sich durchaus auch auf minimale Kehrversriffs verstehen, die erst durch Wiederholung ihre hypnotische Wirkung entfalten. Ice Dales Gitarrensolo ist Balsam für die Ohren und auch Grutles Bass tritt zwischendurch als Soloinstrument in Erscheinung, der wahre Höhepunkt des Songs ist jedoch die cineastische Steigerung, die dem letzten Refrain vorausgeht.

Die durchgehende Spitzenklasse von In Times macht es schwierig, ein Lieblingsstück zu nennen, aber wenn ich mich für einen Song entscheiden müsste, würde meine Wahl vermutlich auf „One Thousand Years Of Rain“ fallen, ein Paradebeispiel für Ivar Bjørnson unnachahmliches Talent für süchtig machende Melodien mit unerwarteten Wendungen. Das Sahnehäubchen ist ein heroischer Choral in bester (bar jeglicher Ironie) Viking-Metal-Tradition. Der melodische Überschwang geht weiter mit „Nauthir Bleeding“, einem der packendsten Song auf dem Album - insbesondere in der zweiten Hälfte, während der sich Gitarren und Keyboards ein atemberaubendes Duell mit der Rhythmusfraktion liefern.

„In Times“ ist das lyrische Herzstück des Albums, kommt jedoch nicht ganz an die epischen Titeltracks der drei vorigen Enslaved-Alben heran. Nichtsdestotrotz ist sein simpler Refrain ein ausgesprochener Ohrwurm. Mit seinem langgezogenen Intro und Outro ist der Song außerdem der längste des Albums, und seine ruhigeren Passagen bieten eine kleine Verschnaufpause in temporeicher Umgebung. Die intensive Schlussnummer „Daylight“ enthält großzügige Referenzen an Pink Floyd sowie ein weiteres großartiges Gitarrensolo. Schade nur, dass das Ende ein bisschen arg plötzlich kommt. Was freilich Berechnung sein mag: der Impuls, das Album direkt noch einmal von vorne zu hören, ist unleugbar.

Die gegenwärtige Inkarnation von Enslaved ist ein anscheinend unfehlbarer Garant für fantastische Alben, und mit In Times steigt die Zahl der Anwärter auf den Spitzenplatz auf mindestens vier. Welche Scheibe nun die beste ist, mögen andere entscheiden, für mich sind sie allesamt zeitlos schön - ganz im Sinne der Schlusszeile des neuen Meisterwerks, „all united in timelessness“.

Tina Solda


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9.5/10



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