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- Rezension: KONZERTE - CONCERTS -


The Damned / GBH

2011-07-21
Stadt / City Helsinki 
Land / Country FIN 
Web
 
Veranstaltungsort:
Location
Tavastia 
Datum / Date14.07.2011 

Mit Punk habe ich zwar nicht wirklich viel am Hut, aber ein Punk-Konzert pro Sommer in Helsinki scheint dann irgendwie doch immer drin zu sein. Dieses Jahr sind es also The Damned, die uns in punkigere Gefilde locken. Der Grund dafür dürfte auf der Hand liegen: Als Riesenfans von Michael Monroe und Liebhaber seiner genialen Coverversionen von "Love Song" / "Machine Gun Etiquette" wollten wir das Ganze einmal vom Original vorgetragen miterleben. Angesichts eines bestimmten TV-Auftrittes im deutschen Fernsehen im Jahre 1979, welchen man auf youtube bewundern kann und welcher Sänger Dave Vanian im Bela Lugosi-Look und Gitarrist Captain Sensible in einem rosa-blauen Flokati-Ungetüm zeigt, erwarteten wir zudem noch eine unterhaltsame Bühnenshow...

Zunächst entern jedoch GBH als Support-Act die Bühne. Aus dem englischen Birmingham kommend, gelten GBH als Mitbegründer des Hardcore Punks und als eine der einflussreichsten Punkbands aller Zeiten. Da ich - wie gesagt - in Sachen Punk nicht so bewandert bin, waren mir GBH bislang kein Begriff, was aber dank der Bühnenpräsenz von Frontmann Collin Abrahall schnell geändert wird. Nicht nur mit seiner schwarzen Lederjacke und der blonden Stachelfrisur erinnert Mister Abrahall an einen gewissen Billy Idol: Er kam, sah und rockte - vor allem mit seinem Mikroständer - zu Songs wie "Race Against Time", "Lycanthropy", "Time Bomb", "Maniac", "Drugs Party in 526", "Give Me Fire"... So klingt also Punk, wenn er Spass macht und gut gemacht ist. Ich glaube, ich habe in meinem bisherigen Leben zuviel Drittklassiges in dem Bereich gesehen und vor allem gehört. Von den kraftvollen und mitreißenden Gitarrenriffs bin ich jedenfalls beeindruckt und auch Performance-technisch kann vor allem der Frontmann auf ganzer Linie überzeugen. So weist er mit seiner Schlagfertigkeit wiederholt einen offensichtlich stark angetrunkenen Konzertbesucher in seine Schranken. Tja, damit muss man rechnen, wenn man der Band nahezu ununterbrochen sinnfreie Slogans wie "Fuck the high street!" entgegen ruft. Zum Schluss kommt der Sänger aber tatsächlich von der Bühne herunter, um den Störenfried versöhnlich zu umarmen. Mutig, mutig...

Mutig ist es eigentlich auch von uns, an dem Abend überhaupt im "Tavastia" zu sein, denn heute ist es wirklich verdammt heiß in der Venue. Klimaanlage kaputt?!?

Als dann endlich The Damned die Bühne betreten, ist die Irritation groß: Gut, wir erwarteten nicht zwingend, dass Dave Vanian im Dracula-Kostüm durch die Gegend springt oder Captain Sensible sein Plüsch-Ungetüm wieder hervorkramt. Das wäre bloß die Kirsche auf der Sahne gewesen. Captain Sensible sieht mit seinem gestreiften Pullover trotzdem lustig aus, im Gegensatz zu Dave Vanian, der in seinem roten Anzug und mit ein paar Pfunden mehr auf den Rippen wie ein in die Jahre gekommener Schlagersänger wirkt. Später wird er das Ganze noch mit einem Western-Hemd toppen. Das soweit zu den Outfits, aber auch bei den bedeutenderen Aspekten wie Musik und Performance entpuppt sich die Kult-Band als herbe Enttäuschung. Die Musik ist nicht annähernd so punkig wie erwartet, sondern mitunter sogar sehr Wave-lastig. Das muss nicht schlecht sein und würde mich persönlich eigentlich auch eher ansprechen als Punk, doch nach der wilden Punk`n`Roll-Show GBH`s wirken The Damned einfach nur noch seicht. Auch die Bühnenshow bietet wenig Dynamik, denn auch hier versprüht Dave Vanian allenfalls das Charisma eines Schunkel-Barden. An Captain Sensible, der für die Ansagen und die Interaktion mit dem Publikum zuständig zu sein scheint, bleibt auch nur der Streifenpullover lustig. Die scheinbar nicht vorhandene Klimaanlage im "Tavastia" und das fragwürdige Sozialverhalten einiger Konzertbesucher, die wahllos durch die Gegend rotzen und dabei unter anderem die Gitarre des daraufhin verständlicherweise sehr angepissten Captain Sensible treffen, versalzen einem die Suppe dann vollends. Nach Songs wie "Street Of Dreams", "I Just Can`t Be Happy Today", "New Rose", "Under The Floor Again" und "I Fall" folgt in der Mitte des Sets der langersehnte "Love Song". Nach 2 Minuten und 21 Sekunden ist das einzige Highlight der gesamten The Damned-Show auch schon wieder vorbei; auf "Machine Gun Etiquette" warten wir bis zum bitteren Ende vergeblich...

Fazit: Fünf Punkte für GBH und zwei Punkte für The Damned machen sieben Punkte insgesamt. Unseren Enkelkindern können wir später einmal erzählen, dass wir den "Love Song" vom Original-Komponisten vorgetragen bekommen haben. Jetzt in der Gegenwart fragen wir uns allerdings, wie wir es am schnellsten wieder zu einem Konzert von Michael Monroe schaffen. Mag sein, dass Mister Glamrock musikalisch von The Damned beeinflusst wurde. In Sachen Bühnen-Action können die Briten aber noch einiges von dem Finnen lernen...

www.officialdamned.com
www.gbhuk.com

+ photos: Stefanie Singh


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7/10



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