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- Rezension: KONZERTE - CONCERTS -


Cavalera Conspiracy / Clean State

2011-07-22
Stadt / City Esch-Alzette 
Land / Country LUX 
Web
 
Veranstaltungsort:
Location
Rockhal 
Datum / Date30.06.2011 
Bildergalerie / Picture gallery siehe Text / see text 
Photos: Cornelia Wickel 

Die Festivalsaison dürfte für viele bereits seit einer Weile voll im Gange sein. Glücklicherweise machen einige Bands noch Zwischenstops in diversern Konzerthallen, für die, die (noch) nicht auf einem Festival feiern konnten. So war es denn auch mit Cavalera Conspiracy, die am 30.06.2011 in der Rockhal in Luxemburg Halt machten, wo sie bereits schon einmal mit ihrem ersten Album im Gepäck (2008) mit offenen Armen empfangen worden waren. Dieses Mal hatten sie natürlich wieder ein Album im Gepäck und zwar den Nachfolger „Blunt Force Trauma“. Da die Scheibe eine Menge guter Kritiken eingefahren hat, war die Spannung und Vorfreude natürlich groß.

Bevor Max Cavalera und seine Mannen die Bühne betraten war zunächst noch eine lokale Band namens Clean State an der Reihe, die das Publikum mit groovendem Thrash Metal mit progressivem Touch auf Touren bringen sollten.

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Die Halle war erfreulicherweise bereits gut gefüllt und so ließ sich zumindest ein Teil des Publikums nach und nach mitreißen. Los ging´s mit „Perception“ from 2008er Album „Dead Angel Factory“. Alles in allem lieferten die Junge eine ordentlich Leistung während ihres halbstündigen Auftritts ab.

Perception
Terrifying Thoughts
Leave The Tracks
Translucent Cell
Exorcism

Knapp 30 Minuten später ging es dann endlich weiter, alle warteten gespannt auf Max Cavalera, der einmal mehr unter Beweis stellt, dass Cavalera Conspiracy keine Eintagsfliege ist, wie es anfangs vielleicht einige Kritiker noch vermutet hatten. Das neue Album „Blunt Force Trauma“ kam gut an und wenn man sich die Menge ansah, die in den Circlepits wütete, hatten nach dem Konzerte sicherlich auch einige ein solchse „Schleudertrauma“. Es ging los mit „Warlord“ vom aktuellen Album, gefolgt von „Inflikted“ vom Vorgänger.
Die Songs schlugen ordentlich ein, denn Circlepits bildeten sich ohne große Aufforderung durch Max Cavalera. Spätestens als die ersten Töne von „Refuse Resist“ erklangen, war der Großteil der Halle voll und ganz dabei und im Moshpit ging es wieder ordentlich rund, im wahrsten Sinne des Wortes – klar, dass da auch der Refrain lauthals mitgesungen wurde.

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Ähnlich ging es beim neuen Song „Killing Inside“, welches gleichzeitig auch die erste Single des neuesten Albums ist, wo der Band die lautstarke stimmliche Unterstützung des Publikums wieder sicher war.
Es schien, als hätten mindestens zwei Bandmitglieder einen Teil ihrer Familie mit auf Tour, denn kurz vor dem Gig konnte man den Drummer mit seinem Sohn durch die Halle laufen sehn und später, am Ende des Gigs warf der Kleine eifrig die Sticks seines Vaters ins Publikum – früh übt sich! Ähnlich sah das wohl auch Sänger Max, der seinen Sohn Richie für einen Song auf die Bühne bat. Dieser übernahm große Teile des Gesangs und hatte sich scheinbar einiges von seinem Vater abgeschaut, die Interaktion mit dem Publikum jedenfalls absolvierte er wie ein alter Hase. Die nächste Cavalera Generation steht also in den Startlöchern, um die Bretter zu rocken.
Weiter gings im Set mit einem Mix alter und neuer Stücke und nach knapp 90 Minuten war der Spaß leider schon wieder vorbei. Natürlich wollte niemand die Truppe ohne eine Zugabe gehen lassen und so ließ sich die Band auch nicht lange bitten. Sie kehrte mit zwei weiteren Songs „Attitude“ und „Roots Bloody Roots“ zurück – besonders letzterer durfte auf keinen Fall fehlen und sorgte im Publikum für ein letztes Aufgebot an Mitbrüllen, Headbangen und kollektivem Ausrasten.
Einige mögen nun vielleicht sagen, dass der Gig, bzw. der Abend an sich viel zu kurz war, jedoch finde ich, dass es gar nicht immer ein großes Paket von sechs Bands sein muss. Hier war jeder wegen Cavalera Conspiracy da und das merkte man auch, kein Paket von sechs Bands, von denen man vielleicht ein oder zwei sehen möchte und dafür aber ein teures Ticket zahlen muss. Definitiv mal eine nette Abwechslung!


Intro Warlord
Inflikted
Intro - Sanctuary
Terrorizer
Refuse Resist
Territory
Ghengis Khan
Killing Inside
Blunt Force Trauma
Intro Doom Of All...
Troops Of Doom
Black Ark
Desperate Cry
Propaganda
Target
Intro Wasting Away
Surface
--
Attitude
Roots Bloody Roots


Cornelia Wickel


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8/10



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