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LEAVES´ EYES: Blumen am Freitag

Musik oder die gerade abgeschlossene Tour waren nicht die einzigen Themen, die uns im Gespräch mit Leaves´ Eyes – dem neuen Projekt von Sängerin Liv Kristine – so beschäftigen. Passend zum kommenden Familienfest geht es hier um Romantik und wie diese in einer Beziehung am Leben erhalten wird. STALKER nutzte die Gelegenheit, bei Livs Ehemann und Co-Sänger Alexander Krull mal nachzufragen.
(Das Interview wurde in englischer Sprache geführt und dann übersetzt, Anm. d. Red.)




Wie geht’s?
Gut! Richtig gut, wir sind gerade auf Tour! (sehr fröhlich) Es läuft super, tolles Publikum, wir werden überall großartig empfangen!

Liv konnte nicht zum Interview kommen, weil das Baby mit auf Tour dabei ist, nehmt ihr es also immer mit?
Ja, Leon ist dabei; er ist jetzt ein kleiner Junge, 3,5 Jahre, hat sehr lange Haare und ihn interessiert total, was seine Eltern so machen. Er fragt ständig, er kennt die Songs ganz genau und er spielt gern mit den Drums und nach dem Soundcheck hat er seine Ohrenstöpsel drin und dann darf er auch ein bisschen trommeln. Für sein Alter ist er total unglaublich, er wird mal nen richtiger Heavy Metal Typ! Die Drums mag er am liebsten; es scheint so, also ob er gern Krach macht (lacht)! Ich meine, für uns als Musiker, ist es immer eine Herausforderung auf Tour zu gehen, durch verschiedene Länder und all die neuen Länder und Kulturen und all so was zu sehen und jetzt gibt’s eine neue Herausforderung, nämlich unseren Sohn mit dabei zu haben und ihm die Welt zu zeigen, was total genial ist. Er war auch schon in den Staaten mit dabei, mit Blind Guardian, so für sechs Wochen und wir hoffen einfach mal, dass es so funktioniert.

Und jetzt muss ich doch mal nach deiner und Liv’s Liebesgeschichte fragen…
Oh, (lacht) ich versuch’s kurz zu machen...

Nein, nein, sei nicht schüchtern, wir wollen alle Einzelheiten!
(alle lachen) Also, die erste Tour von Theatre of Tragedy als Vorband von Atrocity und Das Ich auf der Liebe-Tour war 1995 und da haben wir uns das erste Mal getroffen, aber wir waren einfach nur Tourgefährten. Wir hatten großen Respekt für einander, wir mochten einander, wir sind ziemlich gut miteinander ausgekommen. Ich dachte, dass sie so eine nette Person ist und so ein Engel zu jedem. Ich hab damals noch für eine Plattenfirma gearbeitet und so haben wir uns dann ein halbes Jahr später im Studio wieder getroffen, als wir die Velvet Darkness Platte aufgenommen haben. Und dann haben wir uns ein paar Mal unterhalten und so weiter, aber immer mit diesem Respekt; wir haben nie an etwas anderes gedacht, aber dann hatte der Gitarrist von Theatre of Tragedy einen Schlaganfall und er konnte nicht mehr spielen. Also hat Mathias, der jetzt Gitarrist bei Leaves Eyes und auch bei Atrocity ist, ausgeholfen. Aber wir mussten irgendwo proben, also kamen alle zu uns und dann sind wir einen Abend ausgegangen, kurz bevor sie auf Tour gehen sollten...und ja, da haben wir uns verliebt, aber wir haben es noch eine Weile geheim gehalten. Wir wollten damit niemanden in Verlegenheit bringen. Sie hatte noch in Norwegen gewohnt und ich war in Deutschland, aber nach der Tour sollte sie dann nach Deutschland ziehen. Es war also ein ziemlich drastischer Schritt, man weiß ja nie, was alles so passieren kann, aber sie sagte, es sei ihr Traum, ihre Liebe zu finden und zusammenzuziehen. Natürlich war ich einverstanden, es war auch die einzige Möglichkeit für uns.

Aber sie ist nach Deutschland gezogen und nicht du nach Norwegen…
Ja! (lacht) Zu der Zeit war es ein Schritt, den wir gehen mussten. Sie war gewillt nach Deutschland zu gehen und Norwegen zurückzulassen; sie hat auch in Deutschland studiert und auch ihre Arbeit und auch die am Album waren da. Jetzt sagt sie, dass sie schon seit 11 Jahren in Deutschland wohnt, wie wär’s, wenn wir die nächsten 11 Jahre nach Norwegen gehen (lacht), hmm, vielleicht eines Tages, man wird sehen... Ich spreche nur sehr wenig norwegisch, was eine totale Schande ist, denn Liv spricht perfekt deutsch. Man kann überhaupt keine Fehler mehr hören!



Andererseits, glaubst du nicht, dass es auf lange Sicht ein Problem werden könnte, nicht nur in der gleichen Band zu spielen, sondern auch noch ein Paar und eine Familie zu sein?
Vom künstlerischen Standpunkt her ist es großartig! Ich meine, für den Arbeitsablauf und so. Manchmal ist es besser, wenn man die Person, mit der man zusammenarbeitet, so gut kennt, wie es nur als Paar möglich ist, aber wir haben natürlich auch unsere Meinungsverschiedenheiten! (lacht) Und dann versucht man natürlich Privates da rauszuhalten, ich versuche Liv als Bandmitglied zu sehen und sie muss mich dann als Bandmitglied sehen. Wenn wir unsere Meetings haben, hat jeder seine Meinung; das ist ganz normal, aber wir haben natürlich auch viele Dinge gemeinsam. Es ist unsere Band, unsere Idee, also denke ich, ich sehe es so, dass es eine gute Partnerschaft ist, die auf einer guten Partnerschaft auf persönlicher Ebene aufbaut. Aber man weiß ja nie, wenn man im Privaten Probleme hat, dann muss man Profi sein und das aus den Bandsachen raushalten.

Hat’s euch schon mal auf Tour erwischt, so nen richtiger Streit mit Teller zerschmettern und so...
(lacht) Wir zerschmettern nichts! (lacht) Aber vielleicht wurden mal ein paar Türen geschlossen... So ist das nun mal, man muss es so sehen, wir haben ein Ziel, etwas, das wir gemeinsam machen. Ich mache auch noch andere Sachen im Studio und sie hat ihr Soloprojekt am Laufen, also weiß jeder, wo er steht, das ist gut so.

Wie geht’s denn Atrocity zur Zeit?
Sehr gut, wir haben gerade ein neues Album zusammen mit einem Orchester und Chor aus der Nähe von Stuttgart, also ganz in unserer Nähe, aufgenommen. So etwa 60-70 Leute, also sind schon mal ne Menge Leute im Chor, was auch ne verdammte Menge an Arbeit bedeutet. Wir hatten diese Elemente schon seit einiger Zeit bei Atrocity, wir haben schon seit der ersten Platte mit klassischen Instrumenten gearbeitet, aber damals hatten wir nicht die Möglichkeit, mit einem Orchester zu arbeiten. Also ist es cool, dass wir das jetzt können. Mathias hatte diese Idee, das gesamte erste Album von Atrocity mit einem Orchester zu arrangieren und sie das ganze Zeug spielen zu lassen; wir haben das nie gemacht, aber vielleicht später mal.

Also konzentrierst du dich auf Leaves Eyes?
Ja, wir haben ein paar neue Ideen, einige Songentwürfe. Jeder macht was und wir arbeiten gerade an einigen Konzepten. Zuallererst, machen wir aber diese DVD, wir haben schon ne Menge Kram gesammelt, aus den frühen Jahren, als die Band gegründet wurde.



Was ist das Nervigste an Liv?
(lacht) Manchmal ist sie sehr streng und gestresst, was Zeit und so angeht. Ich kapier das irgendwie nicht und denke immer, dass wir mindestens eine Stunde vor allen anderen da sein müssen und so was.

Also ist sie der Boss?
(lacht) Keine Ahnung, ob das das richtige Wort ist, aber wir nennen sie so was wie Reiseführer, weißt du, der der die Touristen rumführt? So wie “jetzt habt ihr 5 Minuten Zeit, schaut euch diese hübsche Statue an, dann 5 Minuten und wir gehen zum nächsten“, du weißt schon, wie diese Typen und genauso ist Liv.

Und alle folgen ihr?
(lacht) NEIN NEIN NEIN!!! Ich bin mit ihr verheiratet, ich muss ihr folgen… aber es ist toll, so eine Person in der Band zu haben, mit all den Jungs und es ist cool, dass sich um alles gekümmert wird.

Wen wolltest du als Kind heiraten?
Marilyn Monroe, Brigitte Bardot… Liv ist meine kleine Marilyn, manchmal nenne ich sie auch so. Sie hatte mal dieses Photoshooting, richtig blonde Haare und rote Lippen – ich liebe das!

Und dann noch zu den Alben, beim letzten steht ja das Wikinger-Thema im Mittelpunkt, Lovelorn bezieht sich mehr auf das Meer , wie kam dieser Wandel zustande?
Liv wollte die nordische Geschichte mit märchenähnlichen Geschichten verbinden und ich fand die Idee sehr cool, dass wir das mit einer Wikingergeschichte oder Saga verbinden. Also kam uns die Idee, so was wie die Entdeckung Amerikas durch die Wikinger zu machen und das dann auch mit einer Liebesgeschichte zu verbinden. Ich wüsste nicht, welche andere Band, das vorher schon gemacht hätte. Bei Lovelorn gab’s diese romantische und tragische Geschichte, die mit der Natur und Meerjungfrauen und all diesen Gefühlen über die See verknüpft ist. Ich mochte diese ganze Sache total und als wir mal mit einer Fähre gereist sind, gab’s da diesen wunderschönen Sonnenaufgang und die Wolken und die See. Darum geht’s bei Leaves Eyes, weiß du? Skandinavien hat all das, das ist für uns der richtige Ort. Und als die Vinland Saga fertig war, noch bevor das Album veröffentlicht wurde, das erste Mastering gemacht wurde, haben wir die Familie in Norwegen besucht und ich hab die CD laufen lassen, als wir durch’s Land und die Berge gefahren sind und ja, das ist genau die richtige Musik für diese Momente! Wir haben damit weitergemacht!



Im speziellen würde ich gern ein paar Details zu “Into Your Light” und “For Amelie“ wissen...
Natürlich hat Liv die Lyrics geschrieben. Es geht darum, wie eine Meerjungfrau einen Mann dazu bringt, ihr ins Meer zu folgen, weil er seine Liebe zur See verloren hat. Und die Meerjungfrau ist irgendwie in den Typen verliebt und sie merkt, dass sie ihn nicht mit dem Herzen bekommt, also will sie ihn zu dem Ort führen, wo sie ist. Und in „For Amelie“ denkt der Typ über seine Liebe nach, sie hat ihn verlassen, als sie sich dazu entschlossen hat, ins Meer zu gehen und er denkt darüber nach, was er falsch gemacht haben könnte oder was der Grund dafür sein könnte. Und er stellt sich all diese Fragen. Amelie ist diese Person, das Mädchen.

Warum wolltest du eine andere Version davon für Vinland Saga machen?
Das wollten wir machen. Der Typ, der Klavier gespielt hat sagte, dass er es gern noch mal machen würde, aber viel emotionaler und er wollte auch Cello spielen. Er ist nen netter Typ, spielt auch in Liv’s Soloband und ich sagte, das ist ne gute Idee und dann hatten wir noch eine paar Akustikparts und ich hatte auch noch etwas an dem Song zu arbeiten. Also haben entschlossen, eine etwas andere Version zu machen, mit etwas mehr Gefühl.

Bleiben wir mal in der romantischen Spur, was ist der beste Beziehungstipp, der dir einfällt?
Mein Gott, ich soll Tipps geben? Ok, kauft jeden Freitag Blumen! Keine Ahnung, warum gerade Freitag...

Es muss ein Freitag sein?!
JA! (lacht) vielleicht als Warmup für’s Wochenende...

Und wie pflegst du dein Haar?
Für mich ist das wie ein Teil des Körpers, wie ein Finger. Ich mache da nichts besonderes, obwohl einige Leute sagen, dass ich mich nicht gut genug um mein Haar kümmere, aber ich merke das nicht... Liv hat mal gesagt, dass sie’s gern hätte, wenn ich diese grauen Strähnen hätte, so wie Gandalf in Herr der Ringe. Wenn ich 80 bin oder so und sie sagte, dass sie dann auch gern einen Typ mit langen Haaren hätte. Mal sehen... (lacht)




Autor: Marina Sidyakina, transl. Kathleen Gransalke, photos:Julia Sheremetyeva
Eingetragen am: 2007-12-18

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