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Opeth – verkatert und Musik als Investment

Bevor Opeth zusammen mit Dream Theater Hamburg rockten, hatte der STALKER die Chance mit Fredrik Åkesson, seines Zeichens Gitarrist und Co-Komponist von „Porcelain Heart“ vom aktuellen Album „Watershed“ zu plaudern. Während Mikael Åkerfeldt einen gnadenlosen Interview-Marathon absolvierte, gönnte sich Fredrik am Vorabend eine Auszeit mit viel deutschem Bier in Hamburg – keine Bange, er hat unser Verhör gut überstanden.

Wie war die Tour bisher?
Wirklich cool. Die Jungs von Dream Theater sind alle schwer in Ordnung und die Tour ist gut für uns, weil es immer noch eine Menge Leute da draußen gibt, die Opeth bisher nicht kennen. Das ändert sich gerade ein wenig. Auf der Amerika-Tournee waren andere Bands mit Dream Theater und uns unterwegs. Big Elf, unsere Vorband auf dieser Tour, ist auch eine großartige Band.

Eine Tour ist immer eine nervenaufreibende Angelegenheit, besonders die lange Trennung von der eigenen Familie. Wie gehst du damit um?
Meine Frau und ich versuchen zu managen, dass sie zu einigen Shows kommt. Ich habe auch einen Sohn der jetzt 19 Jahre alt ist. Ich wurde sehr jung Vater. Er hat war bei der Show in Stockholm dabei. Es ist schon schwierig und man muss ein paar Opfer bringen wenn man soviel tourt wie wir, aber es ist das was ich immer wollte. Die Musik wird immer meine Nummer Eins sein und so muss es auch sein.

Du meintest, dass du deinen Sohn mit zur Show in Stockholm genommen hast. Wie oft kommt so was vor?
Ich habe darüber nachgedacht ihn mit nach Australien zu nehmen wenn wir dort spielen. Wenn man Glück hat, gibt es freie Zeit dort und danach stehen keine weiteren Shows an. Ich hab dann schon ein Ticket und kann es dann mit einem Urlaub verbinden - so muss man einfach denken. Nächstes Jahr haben wir komplett tour-frei nachdem wir jetzt im Ganzen so um die 20 Monate touren. Wir sind im April letzten Jahres gestartet und waren seit her eigentlich nur auf Tour außer ein paar Wochen hier und da zuhause.



Da kann man gut verstehen, dass du erschöpft bist.
Jeder Tag ist ein neuer Tag um zu rocken.

Um bei dem Thema Kinder zu bleiben, ich war doch überrascht zu sehen, dass Opeth eine eigene Merchandise Firma hat die Baby-Klamotten herstellt
Wir machen alle Arten von Klamotten. Unsere eigene Merchandise Firma heißt „O Merch” und nehmen auch andere Bands dort unter Vertrag, weil wir durch die Struktur der Firma die Preise niedrig halten können.

Wer macht Eure Designs?
Da ist zum einen Travis Smith, der auch unsere Album-Cover entwirft und für die meisten T-Shirt-Designs verantwortlich ist. Wir haben aber auch andere Designer und versuchen unser Merchandise ständig zu verändern.

Als ich mal ein bisschen über das Internet recherchiert habe, war das Erste was erschien die Babysachen. Das war schon ziemlich lustig.
Na ja, Mikael hat Kinder und Mendez hat auch einen kleinen Sohn. Viele Metal-Fans haben mittlerweile Kinder und es macht Spaß auch für die Kleinen etwas zu kaufen.

Wenn wir mal über deine Projekte sprechen, was machen deine anderen Bands? Ich hab mir mal Krux und Talisman angeschaut.
Talisman gibt es schon lange nicht mehr. Der Bassist von Talisman Marcel Jacob hat sich dann auch noch vor einem Monat umgebracht. Das war wirklich tragisch. Er hat sich erhängt. Er war der Gründer von Talisman und hat die Songs geschrieben. Ich habe nie wirklich einen Song für Talisman geschrieben und dort nur Gitarren-Soli gespielt. Unsere Musikrichtungen waren auch zu unterschiedlich, ich war mehr in der harten Richtung und er mehr in der Melodischen. Was Krux angeht, nehmen wir nächstes Jahr ein neues Album auf und ich spiele weiterhin dort.



Bei Opeth hat Mikael alleine alle Songs geschrieben – bis auf einen auf dem letzten Album bei dem du mitkomponiert hast.
Ja, “Porcelain Heart”.

Kannst du etwas mehr zu den Hintergründen des Songs sagen?
Zunächst hatte ich nur ein hartes Riff á la Black Sabbath dafür. Ich schreibe viele Riffs und spiele sie dann Mikael vor. Bei diesem Riff dachte ich eigentlich, dass es nicht gut genug sein würde, aber Mikael meinte nur: „Oh! Das ist gut!“ und nahm es. Es ist schon komisch wenn wir in seinem Haus arbeiten und ein paar Arrangements spielen, die es dann aber nicht auf dem Album landeten. Wir haben 16 Stunden daran gearbeitet und Mikael rief am nächsten Tag an und meinte: „Ich habe alle Sachen die wir zusammen gemacht haben gelöscht und alles noch mal gemacht.“ (lacht) Aber das harte Riff und die Texte sind schon von mir und ich fühle mich ein bisschen geehrt.

Wie denkst du wird sich das in Zukunft entwickeln, jetzt wo du bei einem Song mitgemischt hast? Siehst du dich ab jetzt etwas mehr involviert?
Ja, ich hoffe es, aber es ist nicht meine Absicht irgendetwas zu verändern. Ich meine, ich bin ein großer Opeth-Fan und daher finde ich dass die Riffs sehr nach Opeth klingen. Mikael ist aber der Boss und er entscheidet, aber am Ende ist alles doch sehr demokratisch. Er fragt auch nach der Meinung jedes einzelnen Bandmitglieds und wir machen Meetings und so. Ich habe zwar schon zuhause viele Riffs aufgenommen und ich werde es versuchen, aber es ist schwer zusagen was passieren wird. Wir haben noch nicht einmal mit der Vor-Produktion des nächsten Albums angefangen.



Kannst Du schon etwas über das nächste Album verraten? Wird es ein Thema haben?
Nein, noch haben wir kein Konzept. Ich denke aber, dass es unser düsterstes Album überhaupt werden wird.

“Das düsterste Album überhaupt”?
Auf dem letzten Album waren nicht sehr viele Screaming-Vocals – weniger als normalerweise. Vielleicht finden einige Fans das besorgniserregend und glauben dass wir uns von der Hardcore Death Metal - / Extreme Metal Szene entfernen, aber so sehe ich das nicht.

Um mal völlig das Thema zu wechseln: Hast du schon mal so harte Zeiten in deiner musikalischen Karriere mitgemacht, dass du ans aufhören gedacht hast?
Nicht wirklich. Ich hatte meine Hochs und Tiefs. Als ich 19 war und meinen ersten Auftritt mit Taliban, die damals sehr groß waren, hatte, war ich in der Lage von der Musik zu leben. Das war schon immer mein Ziel gewesen. Nach ein paar Jahren habe ich aber bei der Band aufgehört und mein eigenes Projekt gestartet, eine Band namens Southpaw. Während dieser Zeit hatte ich einen normalen Job, habe aber an den Wochenenden gespielt um meine Fertigkeiten aufrecht zu halten. Ich hatte auch eine Cover-Metal-Band, die Monsters of Metal hieß. Wir spielten King Diamond und Judas Priest, Metallica und Megadeath. Aber erst als ich zu Tiamat kam, begann das Touren und die damit verbunden Erfahrungen. Nach Tiamat folgte Arch Enemy und zu guter Letzt Opeth. Ich habe nie in Betracht gezogen aufzuhören.

Klassische Frage: Hast du Tipps und Ratschläge für angehende Musiker?
Wenn du ein Gitarrist bist, solltest du immer langsam üben, denn das bringt dir klare Noten. Sei diszipliniert und trainiere viel. Lerne von Songs und jamme mit ihnen, oder improvisiere nach ihnen. Ich habe das sehr viel gemacht als ich anfing. Dann ist es wichtig gute Leute zu finden mit denen man spielen kann. Ich habe immer ältere, erfahrenere Leute um mich gehabt – die alte Generation. Also habe ich immer mit Leuten gespielt die besser als ich waren, bis ich nach einer Weile besser als sie wurde. (lacht)

Danke für deine Zeit und habt eine schöne Show.


Autor: Ozzy Aikas, Photos: Roadrunner Records
Eingetragen am: 2009-10-18

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