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Ghost Brigade: Gänsehaut pur!

Auf der Anreise zur Tour mit Paradise Lost und Samael sind die Finnen von Ghost Brigade gerade noch einem Schneesturm entkommen, nur um dann in Mitteleuropa ihren zweiten Frühling zu erleben. Allerdings würden wohl eher nordeuropäische Wetterverhältnisse zur düsteren, melancholischen Musik der Herren aus Herren aus Jyväskylä passen. Auf der Tour schaffte es die Band nichtsdestotrotz problemlos, auch den letzten Zweifler zu überzeugen, in ihre Geisterbrigade einzutreten. Vor ihrem Gig in Mannheim traf STALKER auf Gitarrist Wille Naukkarinen, um mit ihm ein wenig über die Tour, Songwriting und Geister zu sprechen.



Lass uns mal mit ein paar einfachen Fragen anfangen. Ihr seid grad aus Berlin gekommen, wie war der Gig gestern?
Genial, ich glaube, es war auf dieser Tour bisher der beste Gig. Ich weiß nicht, ob es ausverkauft war, aber es war ziemlich nah dran, also viele Leute und wir haben auch viel Merchandise verkauft. Die Leute mochten uns sehr und ich kann mich eigentlich über nichts beschweren, alles lief ohne Probleme und die Leute beim Klub waren auch nett, einfach alles. Eine sehr schöne Erfahrung!

Wie kam es eigentlich dazu, dass ihr jetzt für Paradise Lost eröffnet?
Ich glaube, der Gitarrist von Paradise Lost, er hat von uns irgendwo gehört und offensichtlich mag er unsere Band und dann hat ihr Manager uns kontaktiert und gesagt, dass sie uns gern auf der Tour dabei hätten. Wir können aber nur 15 Shows spielen wegen Arbeit und Familienangelegenheiten. Also, haben wir die Gelegenheit ergriffen, herzukommen und 15 Shows zu spielen.

Kurz vor dieser Tour habt ihr ja schon einmal mit Paradise Lost gespielt, im Nosturi in Helsinki…
Ich glaube, der Promoter in Helsinki, er wusste, dass wir mit Paradise Lost touren würden und dann kamen sie nach Helsinki und er hat gefragt, ob wir spielen könnten, was cool war, weil wir in dem Klub schon 3 oder 4mal hätten spielen sollen, aber jedes Mal kam etwas dazwischen, der Gig wurde gecancelt oder irgendwas ist passiert und so konnten wir endlich dort spielen.

Wie ist das Leben auf Tour? Finnen haben ja einen gewissen Ruf…
Ja, wir trinken, aber es ist nicht so…ich würde es kein Rock´n´Roll Leben nennen, eigentlich überhaupt nicht. Also, wir trinken schon ein paar Bier nach der Show, vielleicht feiern wir auch ab und zu mal, aber normalerweise haben wir nur unseren Laptop backstage und wir, na ja, loggen uns alle 15 Minuten bei Facebook ein und so. Das ist das Rock´n´Roll leben heutzutage. Es ist bisher also nicht sehr wild abgegangen, wir versuchen uns zu benehmen.

Ende des Jahres spielt ihr auch auf dem Helldone Festival, zusammen mit HIM. Wie ist es denn dazu gekommen?
Da hab ich überhaupt keine Ahnung. Das war auch eines dieser Dinge…wir wurden gefragt, ob wir da spielen könnten…also, klar. Aber soweit ich weiß, ich glaube, die Jungs von HIM, sie suchen sich die Bands aus, die jedes Jahr dort spielen. Ich meine, es ist ihr Festival, also müssen sie die Band auch mögen. Ich weiß nicht, ob sie unsere Musik kennen oder… wir kommen einfach und spielen, hoffentlich findet sich jemand, der uns mag und ich glaube, einige werden uns mögen, ich könnte es jedenfalls gut verstehen, wenn jemand, der HIM mag, vielleicht auch etwas finden kann, was er an unserer Band mag, vielleicht, ich weiß nicht, aber… ich glaube, es gibt diese melancholischen Melodien in beiden Bands, also hoffentlich funktioniert´s.



Das ist echt ne gute Möglichkeit für die Band!
Ja, ganz sicher. Obwohl es in Helsinki ist, ist das Publikum eigentlich sehr international. Wir haben früher in dieser anderen Band, Sunride, gespielt und da waren wir schon einmal auf dem Helldone dabei. Wir haben dort gespielt und das Lustige war, dass, wenn du zwischen den Songs Ansagen machst…wir mussten englisch reden, weil so viele Leute aus dem Ausland da waren. Wir waren in unserem Heimatland und sprachen englisch, das war ein bisschen lächerlich, aber…

Wenn ihr diese sehr düstere Musik live spielt, kümmert ihr euch auch darum, für die richtige Atmosphäre zu sorgen, zum Beispiel, dass die Lichtshow die Musik unterstützt?
Ja, manchmal haben wir einen Lichttechniker dabei, wir haben ihn jetzt nicht hier, aber wenn ein Haustechniker das Licht macht, so wie gestern, oder, nein vorgestern, der Typ fragte, ob wir spezielle Wünsche hätten, was das Licht angeht. Ich hab ihm nur gesagt, na ja, geh mit der Musik. Ich denke, die Lichttechniker, sie wissen normalerweise, wenn man eine bestimmte Art von Musik spielt, dann können sie einfach mit dem Strom schwimmen sozusagen. Ja, bis jetzt funktioniert das ganz gut. Aber ich hab unsere Band auch noch nicht live gesehen, also weiß ich nicht, wie es ist…

Aber ihr spielt auch große Festivals, glaubst du, dass, wenn die Sonne scheint und alle glücklich sind, es die Art und Weise beeinflusst, wie eure Musik aufgenommen wird,?
Ja, diese Art von Musik, es hat schon einen Einfluss, wenn die Sonne scheint, spiele ich nicht so gern, weil es etwas von der ganzen Stimmung nimmt. Als wir auf dem Summer Breeze oder Hellfest und auch auf dem Tuska gespielt haben, waren wir in einem Zelt. Da gab´s zumindest ein bisschen Licht und die Sonne hat nicht allzu sehr reingeschienen, da spiele ich lieber. Wir sind nicht die richtige Band, um unter der Sonne zu spielen.

Um mal das Thema zu wechseln, wie schreibt ihr eure Songs?
Normalerweise, schreibe ich die Riffs, ich schreibe auch, sozusagen das Rückgrat der Songs und dann nehme ich sie auch auf. Dann gehen wir in den Proberaum und fangen an, die Songs zu spielen, „ok, ich hab jetzt diesen und jenen Song“, dann spielen wir sie immer und immer wieder solange, bis alle glücklich sind und sich die Songs komplett anfühlen. Wenn wir mit der Instrumentalversion fertig sind, dann ist unser Sänger dran, er schreibt alle Gesangsmelodien, aber, na ja, wir werfen Ideen hin und her und wenn ich eine Idee hab, die die Vocals betrifft, dann kann ich auch darüber reden und ihnen sagen, na ja, „probier mal das oder versuch jenes“ und sie können das gleiche auch zu mir sagen. So funktioniert das normalerweise. Und dann, wenn wir den fertigen Song haben, dann geben wir ihn Aleksi, unserem Keyboardspieler, er ist heute Abend nicht mit dabei, aber…ja, wir geben ihm die Songs und dann packt er seine Kram noch oben drauf.

Musst du eigentlich in einer bestimmten Gemütsverfassung sein, wenn du Songs schreibst?
Ja, das muss ich, ich glaube…ich denke auf eine gewisse Weise könnte es sein, dass wenn du zu glücklich bist, dann könntest du diese Art von Musik nicht schreiben…nicht, wenn du willst, dass es von Herzen kommt. Ich glaube, es gibt eine bestimmte Gemütsverfassung, aber ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll, es ist einfach so…ich weiß einfach, wenn ich Gitarre spiele, ich weiß, dass, wenn mir eine Melodie oder ein Riff einfällt…ich weiß einfach, wann es gut genug ist und irgendwie auch tief genug.



Was fühlst du denn so, wenn du die Songs auf der Bühne spielst?
Hmmm, interessante Frage [lacht]! Ich fühle Schweiß… [denkt nach] einige der Songs sind…wenn du eine richtig, richtig gute Show hast und einige der düsteren Songs, ich weiß nicht, was passiert, aber manchmal krieg ich Gänsehaut am ganzen Körper.

Obwohl du die Songs schon so oft gespielt hast, kriegst du diese Gefühle immer noch?
Ja, ja, weil es ein ganz spezieller Moment war, als ich den Song geschrieben habe. Eine tiefere Bedeutung in den Lyrics vielleicht oder so und dann, na ja, dann fängst du an, darüber nachzudenken, während du spielst und dann…dann kriegst du plötzlich Gänsehaut, ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll, echt nicht…aber es steckt mehr dahinter also…verglichen mit…ich hab dir ja erzählt, dass wir mal in dieser Rockband gespielt haben und das war einfach…na ja, Rock´n´Roll ist keine sehr tiefsinnige Musik, die Lyrics waren nicht persönlich, es ging einfach nur um den Unterhaltungswert, aber das hier ist eine ganz andere Welt, weil man irgendwie die Musik fühlt, wenn man spielt. Es gibt einem viel mehr, denke ich [lächelt]

Du hast gesagt, dass die Band viele Einflüsse hat und, dass jeder in der Band einen anderen Musikgeschmack hat, gibt´s denn eine Band, die alle mögen?
Oh, da gibt es viele Bands, die wir alle mögen, ich würde sagen von der Elektro-Seite her, es gibt da diesen Künstler namens DJ Shadow und auch noch einen anderen namens UNKLE und ich glaube, alle in der Band mögen sie. Dann haben wir Hardcore Bands wie Tragedy, zum Beispiel, und FromAshes Rise sind auch wichtig, von der Metalszene, ich glaub, hmmm, ich wünschte, ich könnte Metallica sagen, weil ich wegen dieser Band angefangen habe, Gitarre zu spielen, aber ich glaube, unser Bassist mag ehrlichgesagt Metallica nicht wirklich, aber vielleicht Bands wie Entombed und At The Gates und all die schwedischen Death Metal Bands der 90er und auch andere Death Metal Bands. Es gibt so viele wie Bolt Thrower, keine Ahnung, zu viele fast…God Is An Astronaut, das ist eine meiner Lieblingsbands überhaupt, definitiv und dann, ja, ich glaube alle mögen sie auch. Es gibt viele, wenn man anfängt, zu wühlen…

Na, dann lass uns nicht anfangen, zu wühlen ;). Was wäre denn ein Einfluss, den die Leute von euch am wenigsten erwarten würden?
Es gibt ne Menge Popzeugs, kennst du eine Band namens The Cardigans? Sie haben einen großen Einfluss auf mich, auch auf meine Art Songs zu schreiben und, na ja, es gibt ein paar unserer Songs, wo ich mich erinnere, als ich die Songs geschrieben habe…nicht mal vielleicht Noten, aber nur ein paar Details in den Songs, und sie erinnern mich an The Cardigans. Ich glaube, dass ist eine Band, die man von uns am wenigsten erwarten würde und auch die Elektrobands, DJ Shadow und all die, sie haben auch einen Einfluss auf das Songschreiben, aber es geht eher um die Atmosphäre, die sie erzeugen. Es wird übrigens einen Remix von einem unserer Songs vom neuen Album geben, der wird von einem sehr coolen Typen aus London gemacht, da hast etwas, das du nicht hättest erwarten können. [lacht] Ich hoffe, es kommt bald raus, wir haben ihnen die Tracks geschickt, kurz bevor wir zur Tour aufgebrochen sind. Hoffentlich haben sie etwas, das sie uns zeigen können, wenn wir wieder zurück sind. Sehr interessant!

Lass uns ein bisschen über euer aktuelles Album “Isolation Songs” reden, ich hatte den Eindruck, dass es eher etwas ruhiger und vielleicht auch eingängiger ist, als das Vorgänger-Album “Guided by Fire”…
Das ist auch eine lustige Frage, weil etwa die Hälfte aller Journalisten, sie sagen, dass die Platte ruhiger ist und die andere Hälfte meint, dass sie härter ist. Meiner Meinung nach hat die Platte beides, sie ist dynamischer, mehr als alles andere, sie ist nicht notwendigerweise…ich glaube, die ruhigeren Momente auf dem Album sind sehr ruhig und die düsteren Momente sind auch düsterer als auf „Guided by Fire“ und die heavy Momente, sind die härtesten, die wir je gemacht haben, aber vielleicht ist es…ein bisschen eingängiger als…der Vorgänger. Darüber hab ich noch nicht wirklich nachgedacht, vielleicht…



Was habt ihr denn diesmal anders gemacht?
Als wir das erste Album gemacht haben, haben wir den Fehler gemacht, den, wie ich glaube, viele Bands machen, wenn sie Songs für das Debütalbum schreiben, ich meine, wir...um ehrlich zu sein, wir haben Songs geschrieben, die, zu jener Zeit, vor zwei Jahren, zu schwierig für uns waren. Und ich erinnere mich, als wir aufgenommen haben, na ja, ich bin immer noch ein bisschen überrascht, dass wir danach noch zusammen waren, diese Aufnahmesessions waren die reinste Hölle, um ehrlich zu sein und ich glaube, na ja, dieses mal, haben wir alles ein bisschen vereinfacht, mehr Dynamik eingebaut und uns eher auf andere Sachen konzentriert als darauf, Songs zu haben, die zu schwierig zum Spielen sind. Wir haben gelernt, dass anspruchsvoll nicht das gleich ist, wie „zu schwierig“; die neuen Songs sind auch anspruchsvoll, aber zumindest können wir sie spielen [lacht] Wir können die alten Songs jetzt auch spielen, na ja, nach zwei Jahren…wir sind jetzt bessere Musiker. Ja, das sind die Hauptunterschiede, glaube ich. Wir spielen einfach bessere Songs, ehrlich gesagt, bessere Arrangements; ich glaube, die Lyrics sind definitiv um einiges besser als auf dem ersten Album, darauf bin ich richtig stolz, der Sound ist auch besser. Wir haben dieses mal mit anderen Leuten gearbeitet, weil der Tontechniker, den wir auf „Guided by Fire“ hatten, er hat aufgehört und arbeitet jetzt für eine andere Firma, also mussten wir diesen anderen Typen finden und dieser Typ kommt eher aus der Punkszene, er hat ne Menge Punkzeug und Hardcorezeug aufgenommen und er war genau das, was wir für diese Band brauchten. Wir wollten diese Platte nicht mit irgendeinem berühmten Metal-Produzenten machen, der uns den gleichen Sound verpassen würde, den alle haben und dieser Typ…ich glaube, ich hätte mir keinen besseren vorstellen können, der uns von jetzt an aufnimmt.

Welcher Song fängt die Essenz von Ghost Brigade am besten ein?
Den gibt´s nicht! Als wir das Album fertig hatten und unsere Plattenfirma wollte, dass wir einen Song, als eine Art Vorgeschmack, auf unsere MySpace Seite stellen, haben wir darüber einen ganzen Tag im Tourbus nachgedacht. Es gibt eigentlich keinen einzelnen Song, weil man es sich anhören muss, die gesamte Platte, ich glaube, weil es so viele verschiedene Songs gibt und einfach alles wichtig ist. Also haben wir uns geweigert, einen Teaser online zu stellen und dann haben wir den Vorschlag gemacht, dass wir vielleicht das ganze Album hochladen könnten, weil wir glauben, dass die Leute das ganze Album hören müssen und so haben wir´s auch gemacht. Und wir hatten arschviel Zuhörer auf MySpace in den ganzen Wochen, wo es online war, oder war es nur eine Woche? Also, ja, du musst dir das ganze Album anhören, um dir ein Bild machen zu können.

Mit all dieser düsteren Musik in deinem Leben, was machst du denn, wenn du mal Spaß haben willst?
Ich feiere ab [lacht] Freunde sind Spaß für mich, ich gehe mit Freunden aus, na ja, Musik füllt mein Leben zu fast 95% aus, ich gehe zu vielen Shows, Gigs, Musik ist immer irgendwie mit dabei, eigentlich, ich weiß nicht, Bars, Gigs und Freunde. Freunde sind das Wichtigste überhaupt.

Wenn man eure Bandbiographie liest, dann bemerkt man ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl, weil oft geschrieben steht “WIR schreiben, WIR machen...” Ist das auch Teil des Bandkonzepts?
Nein, aber natürlich, wenn man in einer Band spielt, ich meine, diese Jungs sind Freunde, wir sind schon seit Ewigkeiten befreundet, auch schon vor dieser Band. Wir müssen das so schreiben, ich will nicht, na ja, in unsere Biographie schreiben, „Wille schreibt die Riffs“, ich schreibe dann lieber „WIR machen Musik“. Wir sind auch eine ziemliche „do-it-yourself“ Band, wir schreiben die Biographien, wir machen die Fotos, wir machen das Cover selbst, die Musik, die Website, alles, T-Shirts. Ich hab die T-Shirts designet und ich hab das Cover für „Isolation Songs“ gezeichnet, weil ich Graphic Desinger bin und unser zweiter Gitarrist, er hat die Fotos geschossen, die im Booklet sind, weil er Fotograf ist.



Mal abgesehen davon, dass ihr Freunde seid und alles zusammen macht, haben die einzelnen Bandmitglieder vielleicht auch spezielle Aufgaben innerhalb der Band, du bist wahrscheinlich das Sprachrohr…
Ja, das bin ich, und der Bassist kümmert sich um die ganzen Geldsachen, der Schlagzeuger, seine Aufgabe ist es, Tourbusse zu buchen, wenn wir auf Tour gehen, er bucht die Vans und auch die Fahrer und so weiter. Ja, wir haben alle diese kleinen Jobs, was eigentlich sehr, sehr cool ist, dass wir alle fünf Jobs teilen, weil in der früheren Band hab ich den meisten Kram selbst gemacht. Es hat sich manchmal so angefühlt, als ob ich es bin, der die Band zusammenhält und wenn ich gehen würde, dann würde alles zusammenbrechen, alles, aber jetzt wird alles aufgeteilt. Jetzt, zum Beispiel, Aleksi ist nicht mit dabei und spielt Keyboard, das macht aber überhaupt nichts, weil wir es trotzdem hinkriegen, es bricht nichts zusammen.

Was sind eure Ambitionen mit der Band, was wollt ihr noch erreichen?
Wir sind schon sehr, sehr viel weiter, als wir je dachten, weil wir, ehrlich gesagt, nicht mal geplant hatten, eine Platte zu veröffentlichen. Wir haben nur eine Band gegründet, wir wollten Musik machen, die wir in unseren Rockbands nicht machen konnten, die wir schon immer machen wollten, das heißt das düstere und das härtere Zeug. Dann, na ja, führte eine Sache zur nächsten, alte Bands haben sich aufgelöst oder haben gerade eine Pause. Wir haben keinen 5-Jahres Plan, aber jetzt, wo wir hier sind, machen wir einfach damit weiter und versuchen, es so weit zu bringen, wie möglich, wir hören jetzt nicht auf. Es ist schon etwas, weißt du, wenn man feststellt, dass man bei Null angefangen hat und dann sind Dinge die ganze Zeit einfach passiert und dann…jetzt touren wir mit Paradise Lost und nächsten Sommer spielen wir auf all diesen Festivals, vielleicht machen wir noch eine weitere Tour, aber, was die Finanzen angeht, ist diese Band für uns nur ein Hobby und jeder hat noch seinen Hauptberuf. Aber diese Band ist unsere Priorität, weil wir zurzeit keine anderen Bands haben.

Letzte Frage, glaubst du überhaupt an Geister?
Ja, das tue ich tatsächlich und das lustige dabei ist, dass ich nicht wirklich an religiösen oder solchen Kram glaube. Ich habe dann aber das Gefühl, dass ich eigentlich auch nicht an Geister glauben sollte. Ich bin ein Realist, durch und durch, aber ich glaube an Geister, wirklich, aus irgendeinem Grund.

Hast du schon einen gesehen?
Nein, habe ich nicht, aber sie faszinieren mich, es gibt Fernsehsendungen die ganze Zeit, du weißt schon, über Geister und Geisterjagd sowas, ich denke einfach, es ist so interessant, wenn es sie wirklich gibt, keine Ahnung, sie faszinieren mich und, auf irgendeine Weise, glaube ich an sie.

Danke für das Interview!
Danke

http://www.myspace.com/ghostbrigade

Anm.d.Red: Ghost Brigade haben es 2009 ins Line-Up des legendären HELLDONE FESTIVALS in Helsinki geschafft und stehen zum Jahreswechsel als Opener von HIM auf den Bühnenbrettern; siehe www.helldone.com





Autor: Kathleen Gransalke, photos: Ghost Brigade
Eingetragen am: 2009-11-22

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