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Metalcamp 2008

2008-07-28
Stadt / City Tolmin 
Land / Country SLO 
Web www.metalcamp.com
 
Veranstaltungsort:
Location
Tolmin 
Datum / Date3.-8.7.2008 
Bildergalerie / Picturegalerie Metalcamp_2008 
Photos: Klaudia Weber, Pia Sundström 

Eine ganze Woche "Hevi Meddel" plus Urlaub, nahe dem Ortszentrum, und in einer Landschaft, die sogar meinereiner beeindruckt, obwohl ich eigentlich nur auf der anderen Seite desselben Gebirgszugs aufgewachsen bin - das sind die Vorzüge des Metalcamp Festivals in Tolmin, Slowenien, das heuer das 5. Jubiläum feiern konnte.

Stichwort Location - die ist einfach nur genial. Wiese, Wald und das Ufer des (stets eiskalten) Soca-Flusses, da kriegst du auf engstem Raum geboten, was das Herz begehrt. Da das Ortszentrum von Tolmin auch gerade mal 10-15 min per pedes vom Gelände entfernt ist, lohnt es sich, auch ausserhalb der Metalcamp Buden was Essbares zu suchen. Davon gibt es wirklich Leckeres, reichlich - und billig. Ein Kaffee - RICHTIGER Kaffee, d.h. klein stark schwarz - kostet da im Schnitt 70 c, eine 0,5 l Portion probiotisches Erfrischungsgetränk auf Gerstensaft-Basis so um 1,70 E...

Schon bei der Ankunft wirkt die Ortschaft Tolmin von Schwarz-Kutten belagert. Was machen die Bars und Restaurants eigentlich ausserhalb der Metalcamp-Saison, fragst du dich da unweigerlich. Vielerorts gibt es eigene "Metal" Gerichte oder Drinks auf der Speisekarte, und auch der Sound in den Lokalen wurde dem Kundengeschmack angepasst.

Am Gelände sind die Preise, im Vergleich zu Festivals weiter nördlich, auch absolut OK und das Essen lecker. Nur - das System mit den Kupons und Pfandmünzen hab ich noch immer nicht richtig kapiert. Egal wie du es drehst und wendest, immer bleibt irgendwas übrig?? Apropos - was mach ich mit den Bons, die ich noch in einer Hosentasche gefunden hab, gelten die auch nächstes Jahr?

Und weil wir grad beim Kritisieren sind - ich hätte mir aktuelle Playlists irgendwo sichtbar aufgehängt gewünscht, denn auch die Crew/Security wusste meist nichts genaues, wenn es kurzfristige Änderungen gab. Die Duschen im Campinggelände, so wurde mir berichtet, waren auch schwer zu finden.


Freitag, 3.7.2008
Bikinis ausverkauft, Schnürstiefel unverkäuflich

Nach Anreise via Predil-Pass - kann diese Strecke allen abenteuerlich aufgelegten Flachlandbewohnern empfehlen, Adrenalinschübe garantiert! - und Beinahe-Hitzekoller beim Zeltaufstellen lockte die Main Stage mit October File, die ich aber im wahrsten Sinn des Wortes viel zu Hardcore fand. Der Publikumsbesuch bei diesen Temperaturen (keine Schattenplätze!) und um diese Uhrzeit war noch etwas spärlich, daher schien die 2nd Stage im Schatten eines Wäldchens wesentlich attraktiver.

Und - oho! - hinsichtlich Ausrüstung und Soundqualität stand die kleinere Bühne der grossen um nichts nach. Sarkastisch gesagt, hatte diese Band - laut meiner Liste sollten das die Österreicher Devastating Enemy gewesen sein - fast ebensoviele Zuschauer wie die Hauptbühne... So richtig mitmachen wollten auch hier nicht viele, da schienen die aktuellen Temperaturen oder die Party vom Vortag doch Auswirkungen zu haben.

Ganz anders dann das Bild nur wenig später bei Wintersun: Mainstage-Areal getreten voll, als gäbe es Freibier... Die Finnen wurden gefeiert wie lange verlorene Söhne, und Kracher wie "Beyond the Dark Sun", "Winter Madness", "Sleeping Stars" brachten die Menge zur Raserei. Mastermind Jari Mäenpää versprach - wieder einmal - dass eine neue CD "sooner or later" erscheinen wird, und die Nordlichter verabschiedeten sich mit der Zugabe "Painkiller".


Im Shopping-Bereich musste ich feststellen, dass Bikinis nahezu ausverkauft waren, von einem Modell konnte ich gerade noch das allerletzte Exemplar dem Mannequin vom "Leib" reissen. Alles in Richtung Doc Martens oder hohe Stiefel schien hingegen unverkäuflich. Noch.

Ein kurzer Regenschauer bei Six Feet Under wurde ja noch als angenehm empfunden, Chefgrunzer Chris Barnes überraschte mit humorvollen Ansagen, und auch sonst lieferte das DM Urgestein einen soliden Gig. Ebenso wie Carcass, die nächsten im Reigen der Old School DM Ritter.

In Flames schafften es fast, sich selbst "abzuschiessen", als die Pyroeffekte einen kurzen PA Ausfall verursachten, wodurch sich die Schweden aber kaum irritieren liessen. Und wer danach noch Kraft hatte, wurde von einem makellosen Gig der deutschen Folk-Metaller In Extremo in die frühen Morgenstunden gerockt. (KW)

Samstag, 4.7.2008
Für uns begann der Samstag doch etwas später. Zitat Legion Of The Damned Fronter Maurice: "Ihr sollt so schwitzen wie ich." Gut, dass er nicht ebenso Fan-Tribut bei Songs wie "Bleed For Me" einforderte. Schade, bei einem etwas späteren Zeitpunkt im Billing hätten die Holländer sicher mehr Publikum gehabt.

Aufraffen konnten wir uns erst so richtig bei den Finnen Finntroll, die trotz des frühen Zeitpunkts einen routinierten Gig lieferten, der alle ihre Hits enthielt (z. B. "Jaktens Tid"), und das vor einer beachtlichen Menge, ungeachtet der gnadenlos brennenden Sonne.

Generell schien Musik aus Finnland der letzte Schrei beim Metalcamp zu sein, viele liessen sich auch zu Troll-Tänzen hinreissen. Oder war das Bier dran schuld?

Danach folgten Meshuggah, die doch einiges an Publikum an die nahegelegene Beach-Bar verloren. Die Schweden wurden von ihren Die-Hard-Fans dafür umso enthusiastischer gefeiert. Dennoch, diese Band funktioniert einfach besser in einem kleineren Rahmen auf einer kleineren Bühne.

Sänger Jens Kidman zieht all die Aufmerksamkeit auf sich, der Rest der Band kommt fast nur noch eine Statistenrolle zu. Dennoch, eine der faszinierendsten und komplexestend Bands des Festivals.

Nach Sonnenuntergang wirkte die Cello- und Lichtshow der Finnen Apocalyptica natürlich besonders gut. Aber nicht nur deswegen war diese Band eine der herausragendsten des Festivals - der kraftvolle Sound der Cellos, die positive Ausstrahlung der Jungs, das alles hinterliess einen nachhaltigen Eindruck.


Auch Iced Earth hielten, was sich die meisten ihrer Fans von diesem Auftritt versprochen hatten. Geboten wurde eine gute Mischung alter und neuer Songs quer durch ihren Hitkatalog, von den wichtigsten Alben "Dark Saga", "Horror Show" oder "Something Wicked". Die erstklassige Show, die Songauswahl und der neue alte Sänger Matt Barlow lösten da einige Male Gänsehaut aus.

Nostalgische Gefühle gab es zum Abschluss des Abends mit den Deutschen Tankard . Sänger Gerre hat doch etwas zugenommen und war daher nicht mehr so beweglich wie ehemals, ansonsten blieben auch hier für die vielen Fans wohl keine Wünsche offen. In der Tat erstaunlich, wie viele Leute noch um 2 h morgens die 2nd Stage belagerten und Partystimmung machten, bis hin zur Zugabe "Freibier". (SM)

Sonntag, 5.7.2008
Schnürstiefel wieder "in"

Gerüchteweise gab es eine kurzfristige Ablaufänderung, angeblich waren Herfst wegen Erkrankung des Sängers ausgefallen, daher dürften es die Franzosen Hacride gewesen sein, die als erste Band auf der Mainstage vor eher trauriger Kulisse ran musste. Der Metalcore/HC lastige Sound lockte nur eine Handvoll Fans an, bei der Hitze und dieser Uhrzeit zogen die meisten wohl den Soca Fluss vor, oder eine ausgedehnte Siesta.

Denn obwohl die 2nd Stage ausreichend Schatten bot, hatten auch die Österreicher Mosfet mit ihrem soliden Old School Thrash Metal auch nicht mehr Publikum. Nur der engste Freundes/Fankreis der Band rockte da ab...

Die Hitze forderte auch von mir Tribut, und ich bedaure noch immer, dass ich ein akustisch hervorragendes Schattenplätzchen vorzog und nicht doch schon bei Evergrey zur Mainstage gelatscht bin. Klasse Stimme und tolle Songs, wuchtige Riffs und eingängie Melodien, als würde hier die pittoreske Landschaft selbst vertont...


Hinterher setzten Brainstorm auf Fun und viel Publikumskontakt und veranstalteten teilweise absurde Mitsing-Aktionen. Jedoch hielt sich der Fanandrang nach wie vor in Grenzen, und auch im Bierzelt an der Mainstage waren noch locker Sitzplätze zu ergattgern.


Erst die Finnen Korpiklaani lockten wieder die Fans in Scharen an, binnen kürzester Zeit verdreifachte sich die Publikumskulisse. Alles rappelvoll, und die Stimmung im Hoch. Songs wie "Saunassa" kamen super an und passten wie die Faust aufs Auge - Metalcamp, die grösste Sauna der Welt... Lustig auch, dass es die Ansagen durchwegs nur in Finnisch gab. Super Gig, nur viel zu kurz.


Der bei Behemoth einsetzende Rgen wurde zunächst als willkommene Abkühlung und stimmungsmässig passend zum Black Metal Gewitter empfunden. Nur hörte der dann nicht mehr auf, im Gegenteil... und dann vertrieben Sturm, Blitz & Donner nach dem Publikum schliesslich auch vorzeitig die Band.

Hektische Umbauarbeiten auf der Bühne, und extremes Gedrängel im Bierzelt. Lange wusste keiner, was los war, schliesslich gab es Durchsagen - PA Ausfall, Verspätungen und Umorganisation der Playlist... Zum Trost traten im Bierzelt auf der Theke auch noch die Stars der Strip-Show von der Beach Bar auf - hier sei zu bemängeln, dass nur für das männliche Hetero-Auge was geboten wurde...


Zirka 1,5 Std später war es endlich soweit, Helloween trotzten dem Regen, ebenso wie viele ihrer Die-Hard-Fans, und liessen All-Time Hits wie "Eagle Fly Free" und "Dr Stein" vom Stapel. Vielleicht lag es am Wetter, aber ich hatte den Eindruck, dass Andi Deris gerade bei den Klassikern stimmlich nicht so astrein rüberkam.

Opeth mussten kurzfristig auf die 2nd Stage ausweichen, wo sie zwar gut zu hören, aber kaum zu sehen waren bei den Menschenmassen, die sich zwischen die Bäume gequetscht hatten. Dennoch ein absolut passendes Ambiente für den melancholisch-fiesen Sound, auch für die staubtrockenen emotionslosen Ansagen: "Hello, we are Opeth, we are from Sweden". Die hier ohnehin erst für die frühen Morgenstunden gebuchten Marduk sollten sich als ähnlicher Publikumsmagnet erweisen.


Ministry kamen erst gegen 2.15 zum Zug, der Regen hatte zwar aufgehört, aber die Amis hatten doch einiges an potentiellem Publikum eingebüsst. Nach leichten Startschwierigkeiten - Al Jourgensen wirkte anfänglich schrecklich fragil - liessen die Jungs nach 2, 3 Songs so richtig die Sau raus. Ein Hammergig, absolut mitreissend, der die letzten Reserven aus den Fans rausholte. Ich war selbst überrascht, dass ich bis zum letzten Ton durchhielt. Klasse! (KW)


Montag, 6.7.2008
Gummistiefel statt Schnürstiefel

Wer im Campingareal Probleme gehabt hatte, die Duschen zu finden, hatte nun eine bequeme Lösung: Einfach mit Duschgel/Seife bewaffnet ins Freie stellen...



Wenn Mystic Prophecy also "Evil empires" bei strömendem Regen vor eher trauriger Publikumskulisse besangen, klang es richtig vom Herzen. Sie versuchten dann auch mit dem "Paranoid" Cover etwas mehr Stimmung zu machen, wie zuvor Nightmare mit "Fear Of The Dark". Aber viele Fans waren bereits abgereist, und der Rest liess sich erst später aus den Zelten locken.

Die Norweger Sagh hatten da schon etwas mehr Interessenten, ihr rotziger Stoner Rock funktionierte auch bei diesem Wetter wirklich gut. Und in der Tat, sogar die Sonne lugte kurz wieder hinter den Wolken hervor.

Gummistiefel wären nun sicherlich ein Verkaufsschlager gewesen, denn vergeblich kämpfte die Crew mit Strohballen u.ä. gegen Schlamm und Mini-Teiche, die sich ständig im immer wieder einsetzender Platzregen neu formierten. Die "Logenplätze" im Bierzelt waren daher heiss umkämpft. Teilweise bekam man neue Modeschöpfungen a la Plastiksack zu Gesicht, spontane Nudisten oder in tiefen Pfützen fröhlich plantschende Metaller... Der Sound war übrigens ohnehin so laut, dass man auch hier fast noch Ohrenstöpsel nötig gehabt hätte.


Rage hatten Glück, denn der Regen machte Pause, und eine dementsprechend grosse Menge versammelte sich vor der Main Stage. Klar, dass die deutschen Metalveteranen um Peavy Wagner gutgelaunt ein Best Of ihres Schaffens, u.a. "Soundchaser", "Refuge", und Highlights ihrer aktuellen CD "Carved In Stone" vom Stapel liessen. Heftig gebangt wurde dazu auch im Bierzelt.

Egal welche Wetterlage, Soilwork sorgten für den Massenandrang schlechthin. Erstmals machten die beiden Videoscreens an den Main-Stage-Rändern richtig Sinn, denn nun war es fast unmöglich, nach vorne zu kommen, bei diesem Riesen-Circlepit.

Diese Schweden um Profi-Entertainer Björn "Speed" Strid machen immer wieder Spass! Bei "Exile" oder "Low" verwandelte sich das Areal in einen wahren Hexenkessel. Horns up indeed!

Sprechchöre lange vor Konzert-Beginn, Gerangel um die besten Plätze vorne von alles und jedem, der noch stehen konnte - ganz klar, wer hier der erklärte Metalcamp-Abräumer war: Morbid Angel.

Genre-gerechte finstere Mienen von David Vincent & Co gab es schon beim Soundcheck - und dann folgten "70 minutes of pure Death Metal Hell"! War beim Tuska der Sound in Bühnennähe eher mit einem startendem Flugzeug als mit einer Band zu vergleichen, gab es hier etwas mehr Zurückhaltung. Dennoch, binnen Sekunden waren alle Anwesenden "still sworn to the fucking black" und kriegten ein gnadenloses Best Of-Programm um die Ohren geprügelt. (KW)

Dienstag, 7.7.2008
Gewitter und Dauerregen trieben viele Fans zur vorzeitigen Abreise.

So hatte auch die legendäre Briten-Band Onslaught nicht jene Menge, die sie bei ihrem Ruf und diesem tollen Gig eigentlich verdient hätten.

Die danach folgenden Volbeat zog das Publikum sofort auf ihre Seite, und wohl auch die Wettergötter, denn auch die Sonne zeigte sich wieder.

Die Dänen wissen, wie man die Stimmung sofort ins Hoch bringt - meinetwegen könnte diese Band bei absolut jedem Festival auftreten! Danke, Dänemark!

Der Sound von Eluveitie war dann weniger mein Fall, ich fands eher langweilig, jedoch sorgten Subway To Sally für eine positive Überraschung - wieder mehr Klassiker im Programm und wieder viel mehr Partystimmung, fast so wie früher. Leider war der Sound anfangs nicht so gut. Arch Enemy versammelten wirklich alle Fans noch einmal vor der Bühne, räumten total ab und boten einen tadellosen Abschluss dieses Jubiläums-Metalcamp. See you next year! (SM)

Klaudia Weber (KW), Saskia Meerbaum (SM)


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8.5/10



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