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SUMMER BREEZE 2008, part 3

2008-09-14
Stadt / City Dinkelsbühl 
Land / Country GER 
Web www.summer-breeze.de
 
Veranstaltungsort:
Location
Flugplatz 
Datum / Date14.-17.08.2008 
Bildergalerie / Picturegalerie SummerB08_3 
Photos: Cornelia Wickel 

Tag 3, Samstag 16.08.2008

Debauchery sorgten für einen blutigen Start in den Tag, und das vor bereits zahlreich versammelten Festivalbesuchern. Schön zu sehen, dass viele bereits so zeitig aus den Zelten gekrocken waren. Aber hey, nach so einem Auftritt war dann auch sicherlich jeder der Anwesenden wach. Wer´s jedenfalls nach diesem Geballer und soviel Blut für die Blutgötter nicht war, nun direkt danach gab es eine zweite Chance.
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Japanische Kampfhörspiele kredenzten eine ordentliche Portion Grind am frühen Morgen. Die Meisten wechselten wohl nach dem Blutgemetzel auf der Painstage direkt zu Jaka, denn auch hier war ordentich was los. Es wurde geblastet, gegroovt und Nacken wurden strapaziert, schön untermalt und angetrieben vom quiekenden und grunzenden Sänger mit rot/pinkem Haar. Yap, die Jungs sind vielerorts vielleicht noch eher Underground, aber wenn das so weitergeht wohl nicht mehr lange.
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Kontrastreicher konnte man danach wohl kaum beginnen:The Old Dead Tree aus Frankreich zogen nun die Menge mit äußerst abwechslungsreichem progressiven Doom mit Death und Gothiceinschlag in ihren Bann. Und in dem Fall war das durchaus wörtlich zu nehmen. Im Laufe des Gigs übte die Musik definitiv eine recht hypnotische Wirkung aus. Herrlich emotional, melancholisch und dennoch nicht langweilig. Vom Überhit "It Can´t Be" bis hin zu neuen Sachen war alles dabei. Wäre nur schön gewesen, hätten die sympathischen Franzosen mehr Spielzeit gehabt!
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Autumn traten nun mit neuer Sängerin an, die erst ein Weilchen brauchte, um in die Gänge zu kommen: anfangs wirkte sie jedenfalls noch recht nervös, was sich offentlich von Song zu Song legte.
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Hackneyed haben dann alle "ach die sind doch nur hier wegen des Alters, blabla" Nörgler in die Schranken verwiesen. Denn spätestens nach dem ersten Song war wohl klar, dass Hackneyed den Altersbonus (Durchschnittsalter 17) nicht nötig haben. Das Songmaterial krachte jedenfalls gewaltig, und wenn da jetzt noch so richtig die eigene Handschrift mit ins Spiel kommt, seh ich Einiges auf uns zukommen. Die Jungs haben jedenfalls das große Interesse an ihrem Auftritt genutzt und einen positiven Eindruck hinterlassen.
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Endstille sorgten dann für Hochstimmung bei allen Schwarzwurzelfreunden. Brachial, böse und eiskalt. Und das um die Uhrzeit, da kam schon einiges an böser Stimmung rüber. Auch wenn ich mich nach wie vor nicht mit dem Sound der Truppe anfreunden kann, muss ich ihnen allein schon des Posens wegen ein paar Pluspunkte geben. Den Fans jedenfalls hat´s gefallen und routiniert und intensiv war´s allemal!
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Keep Of Kalessin aus Norwegen waren dann schon eher meine Baustelle. Optisch wie musikalisch äußerst beeindruckend. Nachdem ihr neues Album "Kolossus" eingeschlagen war, hatte sich dementsprechend auch eine recht große Menge vor der Bühne eingefunden. Was soll man sagen, nach melodisch schwarzen Krachern wie "Come Damnation" und Co wurde sicherlich niemand enttäuscht. Für mich definitiv eines der Highlights des Tages!
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Keine 10 Minuten nach Ende des KoK Auftritts walzten Dismember mit ihrem brachialen Todesblei eine Runde über die Menge. Fit wie eh und je und mit ordentlich Spaß inne Backen kamen die Jungs um Matti Kärki auf die Bühne. Allein in punkto Grimassen hätte man schon tonnenweise Bilder verschießen können. Egal, ob man den Sound der Schweden langweilig findet, oder ein totaler Fan ist, dieser Gig war unterhaltsam in jedweder Hinsicht. Schade, dass der Spaß nach knapp einer dreiviertel Stunde schon wieder vorbei war.
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Neaera sind live einfach eine Wucht, Punkt! Die Jungs stürmten auf die Bühne und machten gleich zu Beginn klar wo der Hammer hängt, immer feste drauf und bloß keine Verschnaufpausen lassen, das ist die Devise. Für den werten Herrn Sänger hätte die Bühne wohl gut und gerne noch ein paar Meter längern sein sollen, jedenfalls rannte er ständig wie von der Tarantel gestochen umher und stand kaum mal eine Sekunde still. Diese Energie übertrug sich dann auch in Windeseile auf die Meute. Das ist Metalcore, wie er sein soll!
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Ensiferum bedienten dann wohl eine ganz andere Klientel, und im Gegensatz zu Neaera war hier auch wesentlich weniger Gerenne auszumachen. Eine riesige Schar an Fans folkloristischer Melodien hatte sich vor der Hauptbühne eingefunden, um die Finnen eine Runde nach allen Regeln der Kunst abzufeiern. Das gelang den Jungs, die alle in Finnland-Röcken auf der Bühne standen, tadellos. Neben den üblichen Verdächtigen "Lai Lai Hei" oder "Token Of Time" gab´s dann gegen Ende gar eine Coverversion von Maiden´s "The Trooper".
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Nach einer kleinen Verschnaupause begann für mich die Rennerei wieder, nun war neben den beiden Hauptbühnen auch auf der Partystage wieder ordentlich was los.Hacride waren mein erstes "Muss" des Tages im Zelt. Wenn man sagt, dass in Skandinavien wohl was im Wasser ist, ob der ganzen Bands, muss es wohl auch in Frankreich etwas geben, dass dort immer wieder, quasi aus dem Nichts technisch äußerst komplexe und versierte Bands auszuspucken scheint. Was Hacride da an vertrackter Brutalität abgeliefert haben, war einfach nur noch herrlich. Viele zappelten mit breitem Grinsen im Gesicht zu diesem Wahnsinn und ließen sich von den wahnsinnigen Franzosen mitreißen. Antesten, Leute!


Während auf der Hauptbühne die Heuschlacht bei H-Blockx tobte, bretterten Misery Speaks mit neuem Sänger in Sachen Death Metal auf der Partystage durchs Set. Nachdem der Basser einige Problemchen mit der Technik hatte, die nicht binnen Sekunden zu lösen waren, schnappte er sich kurzer Hand ein Mikro und stellte seine Gesangs-und Unterhaltungsqualitäten unter Beweis. Anderthalb Songs später war das Problem gelöst und die Show ging sauber weiter. Yap, das war ein cooler Gig mit ordentlich Spaß.
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Sonic Syndicate sind einfach ein Phänomen. Quasi aus dem Nichts katapultierten sich die Schweden nach ganz oben und momentan scheinen sie sich auch noch recht locker dort zu halten. Die Aufforderung, "richtig auszurasten, weils mit gefilmt wird", wäre im Prinzip gar nicht nötig gewesen, Stimmung war so oder so da. Fast schon zu perfekt in punkto Choreo wurde eine recht energetische Show durchgezogen, zu der das Publikum munter mitmoshte.
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Heaven Shall Burn kann man gleich mit in die Phänomensparte stecken, die Jungs gehören auch definitiv zu den Aufsteigern und haben sich ihren Posten als Co-Headliner hart erarbeitet und verdient. Bereits nach dem ersten Song wurden "Wall of Death" Rufe laut, denn dafür, sind HSB ja berühmt berüchtigt, vor allem was die Größe der Circlepits und Walls angeht. Allzulange war die Wall dann auch nicht rauszuzögern. "Ihr seid ja alt genug dafür, macht doch einfach!". Das brauchte man nicht zweimal zu sagen, auch der Aufforderung nach dem Zusammenprall sofort wieder auseinanderzugehen und wiederum aufeinanderzuzulaufen, wurde nachgekommen. Danach war die Band wohl mindestens so beeindruckt wie das Publikum. Und wieder eins der Highlights!
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Novembre schlugen derweil auf der Partystage ganz andere, aber nicht minder mitreißende Töne an, selbst wir Fotografen konnte im Graben nicht still halten und wippten zwischendurch eifrig mit. Zu gut, dass man den italienischen Düster-Proggern keinen allzu frühen Platz im Billing verpasst hatte, in der Dunkelheit entfaltete ihre Musik doch gleich eine ganz besondere Atmosphäre! Die Italiener hatten ein leichtes Spiel, das Publikum in ihren Bann zu ziehen, und so verflog die Zeit dann eigentlich viel zu schnell.
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Destruction sorgten dann für eine fette Portion Thrash beim Breeze. Beeindruckende Show auf perfekt dekorierter Bühne (riesiges Backdrop, Totenkopf-Mikroständern, Pyros en masse, Geknalle hier und da, Feuersäulen und Co). Die Band hat mittlerweile 25 Jährchen auf dem Buckel, aber sie sind kein bißchen leiser geworden, im Gegenteil. Dass auch hier eine klasse Stimmung herrschte, braucht man kaum erwähnen, oder? Spätestens, als der kultige Butcher die Bühne mit seinen Mädels enterte, war eh die Hölle los!
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Wer statt Thrash lieber eine Runde grooven wollte, war bei den Schweden Mustasch und ihrem Stonerrock bestens aufgehoben. Der Sänger konnte mit deutschen Ansagen glänzen, die zwar grammatikalisch nicht einwandfrei, dafür aber umso sympathischer rübergebracht wurden. Bis zur nächsten Tour wolle er sein Deutsch dann eine Runde aufpolieren. Egal wie Jungs, ihr habt gerockt! "Deutschland wir lieben dir!!" - Ja wir dir auch Mustasch! In Bälde werden die unterhaltsamen Schweden wohl auf Tour sein.
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Cradle Of Filth waren sicherlich neben Emil Bulls mit die am kontroversesten diskutierte Band. Man liebt sie und man hasst sie. Und nach diesem fetten Auftritt von HSB hatte es eh sowieso jede andere Band schwer. CoF ebenso. Die Briten zelebrierten ein Best Of Set, u.a. bestehend aus "Dusk And Her Embrace", "Nymphetamine" oder "From The Cradle To Enslave". Zwischendurch waren auch eine Keyboarderin und Sängerin mit von der Partie. Zum Leidwesen der Fans war, trotz zwei Zugaben, schon ein paar Minuten vor Ende des eigentlichen Sets Schicht im Schacht, da wäre doch bestimmt noch was dringewesen?!
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Einer der besten Auftritte des Festivals stand nun an. Anathema ließen das Festival denkwürdig ausklingen. Nix von wegen total ruhig und langweilig. Wer das erwartet hatte und deswegen nicht hingegangen war, Schande über euch! Die Cavanagh Brüder jedenfalls waren zu Späßchen aufgelegt und der gesamte Gig ging recht locker-flockig, aber hochemotional über die Bühne. Spätestens bei "Natural Disaster", war es um die meisten geschehen, ein sehr intensiver Song mit zusätzlicher Unterstützung durch eine Sängerin. Ab und an erkundigte sich der Sänger mitfühlend nach dem Publikum, ob es denn nach "Four days camping in the fields" noch fit wäre. Die Stimmung stieg zunehmends und ich habe so einige Kommentare á la "Also, dass die sooo geil sind, hätte ich gar nicht gedacht, ich brauch die CDs!" vernehmen können. Obendrauf gab´s als Schmankerl Pink Floyd´s "Comfortably Numb" und als wäre das noch nicht genug gewesen, sorgte der Destruction Butcher für eine definitiv unterhaltsame Einlage mit seinem "Kampf" mit den Anathema Jungs und seiner showreifen Robot-Einlage.Einen solchen Gig, gib´s so schnell sicherlich nicht mehr.
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Zusammenfassend kann man da wohl nur sagen, dass das Breeze auch 2008 wieder eine gelungene Sache war und dass es möglich ist, für 60 € eine geniale stilistische Bandbreite aufzufahren. Ich für meinen Teil hätte mich auch mit einigen Bands weniger zufrieden gegeben, denn dadurch könnten mancheActs vielleicht ein wenig längere Spielzeiten erhalten. Bis auf den übelst langen Anfahrtsstau, den man im kommenden Jahr hoffentlich vermeiden kann, verlief das Festival auch, soweit man das bisher mitbekommen hat, wohl auch recht ruhig. Ein Lob auch an die Jungs der Security, die wie gewohnt äußerst relaxt ihren Job taten und zwischendurch immer mal für ein Schwätzchen oder Späßchen (Heuschlacht bei H-Blockx, Klatschunterstützung und Crowdsurfen bei Anathema, etc...) zu haben waren. Bleibt nur zu hoffen, dass das Festival nicht größer wird, denn wir lieben das Breeze doch gerade deswegen, weil es keine Wackendimensionen annimmt. Ansonsten entzerrte die neue Geländeaufteilung die Massen, so dass es trotz erhöhter Besucherzahl nicht vollgestopft wirkte. Der positve Eindruck überwiegt also, so dass ich wohl sagen kann: Breeze 2009, wir kommen!


Cornelia Wickel


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8.5/10



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