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Hurricane 2005

2005-06-23
Stadt / City Scheeßel 
Land / Country Germany 
Web www.hurricane.de
 
Veranstaltungsort:
Location
Eichenring 
Datum / Date10 -12 Jun 2005 
Bildergalerie / Picturegalerie Hurricane_2005 
Photos: Torsten Volkmer 

Es ist mittlerweile das größte Rock-Musik-Festival Norddeutschlands. Wer im Juni nach Scheeßel kommt, der weiß, was ihn erwartet: Ein buntes dreitägiges Programm mit Bands der verschiedensten Genres, die alle eines gemeinsam haben: Irgendwo rocken sie.

Die Rede ist vom Hurricane Festival in Scheeßel nahe Bremen, dem neunten in diesem Jahr mit insgesamt 45 Bands. Der Mix an verschiedenen Musikstilen gibt dem Veranstalter Recht: Bereits im Vorwege war das Open Air ausverkauft. 60 000 Besucher strömten an diesem langen Juni-Wochenende auf den Eichenring, eine Motorradrennbahn. Eine gigantische Zahl und sicherlich ein Erfolg, jedoch ging diese Masse und mit ihr das Gedränge zuweilen ein wenig auf Kosten des speziellen Hurricane-Feelings. Weniger wäre in diesem Falle mehr gewesen.



Das Wetter zeigte sich an diesen drei Tagen übrigens typisch norddeutsch: Zum Zeltaufbau strahlend schön und trocken, insgesamt aber eher kühl, mal ein wenig Sonnenschein, mal Regen. Trotz der Kritik an der Besucherzahl, hatte das Festival insgesamt aber eindeutig erheblich viel Sonnenschein zu bieten, so dass der Termin für 2006 (23. bis 25. Juni) schon einmal vorgemerkt werden kann.




FREITAG

Das erste große Highlight des Festivals waren am Freitag ohne Frage Turbenogro, deren Konzert die Bezeichnung „Show“ im positiven Sinne verdient.



In Massen waren sie an diesem Tag in Scheeßel aufgelaufen, um ihren Helden zu huldigen: Unzählige Turbojugend-Mitglieder mit ihren blauen Jeansjacken säumten das Gelände und feierten zusammen mit den anderen Festivalbesuchern bei neuen Songs wie "Blow Me (Like The Wind)" und Klassikern wie "I Got Erection" kräftig ab. Fazit: Ein schweißtreibender Auftritt der Norweger auf der Green Stage.

Eine Dreiviertelstunde später gehörte die Aufmerksamkeit der Besucher vor dieser Bühne einem Mann, bei dem das Wort Genie nicht ganz fern liegt: Trent Reznor spielte mit Nine Inch Nails eines seiner wenigen und deshalb mit Spannung erwarteten Deutschland-Konzerte und die Industrial-Heroen enttäuschten nicht, lieferten ein eindrucksvolles Konzert ab.



Vom Club-Klassiker „Closer“ bis zur letzten Single "The Hand That Feeds" – es war einfach eindrucksvoll. Der Höhepunkt des Konzertes war aber zweifelsohne der Song „Hurt“, mit Reznor am Piano. Gänsehaut pur! Während auf der Blue Stage nun Wir sind Helden gefeiert wurden, verharrten die Liebhahber der härteren Klänge lieber gleich vor der Green Stage und warteten auf Rammstein.

Und die zeigten genau das, was man von ihnen erwartet: Jede Menge Pyroeffekte, ein aufwendiges Bühnenbild und insgesamt eine absolut perfekt inszenierte Show. Rammstein eben.

Den Abschluss an diesem ersten Festivaltag bestritten anschließend auf der Blue Stage Oasis.

Der eine mag es langweilig gefunden haben, der andere schön entspannt und lässig. Auf jeden Fall ein angenehmer und eher ruhiger Ausklang des Abends.



SAMSTAG

Spätestens um 14 Uhr zu Flogging Molly sollten die Festivalbesucher ihre müden Knochen aus den Zelten bewegt haben.

Wer dies nicht geschafft hat, der hat eine Menge versäumt. Tanzen, singen, tanzen, singen, schwitzen und feiern – viel mehr muss man zu einem Konzert der Band um den aus Dublin stammenden Dave King nicht sagen. Stimmung pur bei Irish Folk mit Punk–Elementen! Nur die Auftrittszeit von einer halben Stunde war einfach zu kurz.

Danach wurde es experimentell. Mike Patton ließ mit Fantômas seinem musikalischen Spieltrieb freien Lauf, der einige Hörer bisweilen ein wenig verstört hat.



An dieser Band scheiden sich wohl die Geister, aber eben genau das und dieses vollkommen „Anders-Sein“ als alles, was man kennt und wohl nicht zuletzt die Person Mike Patton machen diese Combo immens interessant. Ein wenig offen muss man jedoch sein, um sich darauf einlassen zu können.

Audioslave kamen anschließend etwas verspätet auf die Bühne und boten dann aber neben eigenem Material unter anderem auch Soundgarden-Klassiker.

Sänger Chris Cornell schien an diesem Tag nicht wirklich einer der lebendigsten zu sein, ein gelungener Auftritt war es dennoch und besonders die weiblichen Fans hatten an Cornell ihre Freude.

Der Massenansturm vor der Green Stage anschließend galt System Of A Down. Ärgerlich nur, dass gerade beim Headliner die Technik nicht so ganz wollte und der Sound plötzlich ausfiel. Leider nicht nur einmal. Der ausgiebigen Feier-, Tanz- und Mitsinglaune tat das zum Glück bei Songs wie „Revenga", "Chop Suey" und "Aerials" keinen Abbruch.




SONNTAG

Alte Helden, deren Konzerte immer noch so viel Charme haben, wie eh und je, Musiker, die Vergangenheit und Gegenwart verbinden – dazu zählen ohne Frage New Order.



Eine Feststellung, die sicher viele Festivalbesucher nach dem abendlichen Auftritt der Band auf der Blue Stage teilen. Bernard Sumner und seine Mitstreiter zeigten einmal mehr, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören und waren besonders über einen extra aus Manchester angereisten Fanclub, der sich in den ersten Reihen mit New-Order-Rufen bemerkbar machte, sichtlich begeistert. Der Spagat aus alt (“Temptation", “True Faith“, “Blue Monday" u.a.) und neu gelang problemlos. Nostalgie gemischt mit Moderne!



Auf der Green Stage folgte nun der finale Gig des open Airs. Und irgendwie mag diese Band jeder: Der Punk-Rocker, der Pop-Fan, der Metaller… die Aufzählung könnte wahrscheinlich endlos weitergehen, denn Die Ärzte sprengen in Deutschland einfach sämtliche Szenegrenzen, wenn es um ihr Publikum geht. Und so war ein Großteil des noch anwesenden Hurricane-Publikums bei diesem letzten Konzert des Open Airs vereint und schmetterte gemeinsam sämtliche Songs der Band.

Das Festival selber hat sich ähnlich dem Rock im Park und Rock am Ring immer mehr zu einer Massenkompatiblen Festivität entwickelt, die durch zuviel styling und einen von Ordnern und Veranstaltern erschaffenen Grundtembre, der wenig mit Rock zu tun hat, den typischen Festivalcharme ein wenig dämmt. Nichts desto Trotz gehört das Hurricane zum Norden wie ein Fischbrötchen und beim Line-Up sind neben vielen Langweiler Acts auch immer ein paar Sahnestücke dabei.



Viel mehr Fotos gibt´s in der Bildergalerie!

Saskia Meerbaum


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7.5/10



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