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Sauna Open Air 2009

2009-06-20
Stadt / City Tampere 
Land / Country FIN 
Web www.sauna-open-air.fi
 
Veranstaltungsort:
Location
Eteläpuisto 
Datum / Date5.-7.6.2009 
Bildergalerie / Picturegalerie Sauna_2009 
Photos: Pia Sundström 

Tampere, das erste Juniwochenende. Ein Kapitel im finnischen Sommer. Wieder einmal in der Schlange stehen vor der Media/Vip Pass Ausgabe. Warum sind diese Dinge so selten gut organisiert? Klar ist es wichtig, die zahlenden Kunden so schnell wie möglich reinzulassen, aber du willst doch auch deinem Event ein gutes Image verpassen? Und so ein vertrautes, dennoch immer wieder ärgerliches Erlebnis hebt ein Inage nicht gerade, wir sollten die Bands ja auch zu Gesicht kriegen, um sie fotografieren und beurteilen zu können. Aber Schwamm drüber, los gehts.

Freitag
Aus den oben erwähnten Gründen kommen wir erst zum letzten Teil des routinierten Amorphis Gigs an. Trotz der frühen Beginnzeit liessen Amorphis nichts anbrennen und boten eine wenig überraschende Setlist, die meisten Songs klangen vertraut. Einige stammten allerdings vom neuen Album, was etwas Abwechslung vom gewohnten Programm bot, und nur die früh eingetroffenen Besucher wissen, was sich im ersten Teil des Gigs abgespielt hat...

Nach Amorphis war es Zeit für 45 degree woman und das erste Bier. Wenn diese Band ebenso viel Zeit damit verbringen würde, an den Songs zu feilen, wie sie fürs Einstudieren ihrer "coolen" Posen aufwenden, dann wären sie echt Weltklasse. Ab und zu gab es Electric Sounds in einigen Songs, und von mir aus könnten die ruhig mehr davon einbauen, um ihren sonst bedeutungslosen und geschmacklosen Rock aufzupeppen. Aber nette Hintergrundmusik zum Biertrinken.


Mehr Fotos in der Galerie, siehe Link oben!
Duff McKagan´s Loaded bewegt sich im Schatten von Guns N´ Roses. Ein paar GN´R Songs und einige Covers, die auch die Gunner gespielt hatten, waren Highlights der Show. Besonders Misfits Attitude rockte!!! Duff’s eigene Songs waren eher langweilige Ein-Riff-Rocksongs. Und natürlich mussten sie Mike Monroe für ein paar Songs auf die Bühne holen. Teilweise amüsant, teilweise langweilig. Wie damals auch Guns´N´Roses.

Haltet hoch das Zeichen der bösen Grapefruit! Medeia mussten eine wirklich grosse Lücke ausfüllen, und sie stellten sich dabei gut an. Meshuggah - der eigentliche Grund, warum Stalker bei diesem Festival dabei war - hatten kurzfristig abgesagt. Aber Medeia waren wirklich erfrischend, es war cool, sie gut gelaunt und viel Attitude spielen zu sehen. Musikalisch waren sie wohl nciht die einfallsreichste Band, aber sie machten es mit umso mehr Bewegung auf der Bühne wett.


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Soilwork´s Bassist ist wohl das interessanteste an der Band, denn er rockt in seiner eigenen Welt ab, während sich die anderen mit typischen Metal-Posen zufrieden geben. In meinen Ohren ist die Musik Möchtgern-Brutalo-Riffs gemischt mit den Tanzmelodien von schwedischen Mitsommer-Feiern.

Viikate hat wirklich die Essenz von finnischer Melancholie drauf. Und sie sind die einzige Band, die gegelte Haare und Brillen auf einer Metal-Bühne rüberbringen können. Die Performance war astrein, und Viikate waren eine der Bands, die mir am Freitag am besten gefielen - eines der wenigen Highlights des Festivals.


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Apocalyptica fingen ihr Set traditionellerweise mit Metallica an, aber der zweite Song war - zumindest für mich - überraschenderweise Sepulturas Refuse/Resist, was ein wirklich interessantes Cover ist hinsichtlich Wahl und Performance. Die Live-Show war energiegeladen und sehr amüsant. Diese Band funktioniert super, wenn es dunkel wird, denn deren LichttechnikerIn weiss wirklich was er/sie tut.


Samstag
Aus einigen nicht weiter erwähnenswerten Gründen begann der Samstag für uns, als Sturm und Drang gerade ihr Set beendeten. Das Wetter war in etwa gleich wie am Freitag, nur regnete es nicht pausenlos, ab und zu blinzelte die Sonne raus. Es war offensichtlich, welche Band heute das Publikum angelockt hatte, denn es gab ungleich mehr Leute als am Freitag. Die Organisatoren haben das auch vorausgeahnt und den Ein-Tages-Ticket-Preis für Samstag ordentlich angehoben.

Die Inflation schlägt ja überall zu, auch bei dieser "vielversprechenden" Boy-Band. Sturm und Drang spielen nach wie vor diese (Cover)songs, die sie im vergangenen Jahr auf sämtliche Hauptbühnen gehievt haben. Aber kein Grund zum Verzweifeln, so ist es eben in der Phänomen-Industrie. Mal bist du ganz oben, dann wieder ganz unten.

Ich hatte Poisonblack live im Tavastia gesehen letztes Jahr. Und ich muss sagen, der SOA Gig war im Vergleich enttäuschend. Die Energie war weg, stattdessen standen sie nur irgendwie rum. Mit Ausnahme des Keyboarders, der wenigstens energiegeladen zu sein versuchte und fast andauernd moshte, sein Instrument umarmend.

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Vielleicht waren da zuviele Kater auf der Bühne, oder selbige war für die Jungs zu gross. Vielleicht sind die Club-Bühnen besser geeignet, der Band den Schub an Intensität zu verpassen, den sie auch braucht, und den ich auch schon gesehen habe. Nach dieser Show ist klar, dass sie für ihren Fronter dankbar sein sollten, denn hiesse der nicht Ville Laihiala, würden sie sicher nicht auf Hauptbühnen auftreten.

Prestige, ein Name aus der Vergangenheit. Die älteren Festivalbesucher dürften sich noch an diese energiegeladenen Thrasher erinnern, die dann Anfang der 90er eine Auszeit nahmen. Erst über eine Dekade später, seit 2008 sind sie wieder da, und tja, sie zeigen einer Reihe von jüngeren Bands, wie man eine gute Live-Show ohne Grimassenschneiden auf die Bühne stellt. Einige technische Probleme am Anfang wurden schnell gelöst, mit einem Lächeln im Gesicht. Ihre Musik ist vielleicht nicht originell, aber hey, welche Thrashband ist das schon ??? Sie waren mit Sicherheit eine der interessanteren SOA Happenings am Samstag.


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Wenn du die Naivität von Heavy Metal beschreiben wolltest, dann zeige einfach einen Ausschnitt vom Hammerfall Gig. Von den ersten Tönen an war die Bühne gefüllt mit unnatürlicher Fröhlichkeit und kitschigem Haar-Metal. So eine Show kommt bei Hammerfall sehr natürlich rüber, und sie haben auch etwas von Spinal Tap, Laufsteg Posen and Harley Davidson Samples eingebaut. Davon abgesehen konnte ich nichts von der kollektiven Metal-Brüderschaft in mir entdecken. Aber das scheint gut bei all denen anzukommen, die wirklich drauf stehen.

Vor der FinntrollShow hatten wir die Gelegenheit, eine interessante Vokal-Lärm-Performance vom Gitarristen eines sehr bekannten finnischen Folk-Metal- Acts mitzuerleben. Danke, Mitja, für die Unterhaltung, während wir auf die Trolle warteten. Der Gig selbst war wirklich gut, einer der dynamischten, was Freitag und Samstag betraf. Ein spezieller Dank an Trollhorn, das ist ein Keyboarder, der weiss, wie man für Aufsehen sorgt.

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Leider hatte Tundra mit schlimmen technischen Bass-Problemen zu kämpfen, aber das tanzende Publikum schien sich daran nicht zu stossen. Nächstes Mal sollten sie auf der Hauptbühne spielen dürfen. Zum Beispiel anstelle von Poisonblack.

Und dann am Ende des Abends enterte die coolste Rockband der Welt die Hauptbühne. Oder? Diese schäbige altbackene Meute von "rockern" bewegte sich wie Senioren, und der Sänger klang, als hätte er eine Gummiente verschluckt. Ich kann gar nicht beurteilen, wie sie nun eigentlich gespielt haben, denn so viel kam hier als Playback. Nach nur einigen Minuten von Mötley Crüe gab es keine Zweifel, warum die Fotografen nicht in den Graben vor der Bühne durften - wie bei allen anderen Bands - sondern nur von der Mitte des Feldes fotografieren durften, wo nur die besten Tele-Zooms eine Chance hatten. Bis zum Erbrechen gespielte und schon historische Hit-Songs und sinnlose langweilige Mitbrüll-Parts fürs Publikum erfüllten ihren Zweck der Täuschung, und den meisten Leuten schien es wirklich zu gefallen. Wohl ein Grund dafür, warum Acts wie dieser künstlich am Leben erhalten wird.

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Outro: Uns gefiel das Festival trotz des regnerischen miesen Wetters die ersten beiden Tage über, Sonntag mussten wir aus beruflichen Gründen auslassen. Die Bilanz bis dahin ergab, dass die Bands auf der kleinen Bühne durchwegs besser gewesen waren und dass auf der Hauptbühne nur Acts spielten, die hauptsächlich ihren Namen verkauften und kaum was an Show boten. Aber das scheint jene nicht zu stören, die einfach mal ihre Lieblings-Radiohits mal im Freien hören wollen. Und wir stellten auch fest, dass einige der "Grossen" auf Coversongs setzten. Oder vielleicht ist uns das vorher nie so bewusst geworden. Persönlich gesehen, hat nicht viel unseren Geschmack getroffen, aber das Festival war ganz gut organisiert. Abgesehen von den lächerlichen Bier/Cider-Preisen, 6 Euro ist einfach zu viel...

Lauri Mailasalo & Pia Sundström, transl. K. Weber


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6/10



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