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METALTOWN 2009 - Day 2

2009-07-31
Stadt / City Göteborg 
Land / Country SWE 
Web www.metaltown.se
 
Veranstaltungsort:
Location
Frihamnen Gothenburg 
Datum / Date26.-28.6.2009 
Bildergalerie / Picturegalerie siehe Text / see text 
Photos: Cornelia Wickel 

Tag 2 schien ganz im Zeichen japanischer Bands zu stehen, waren doch insgesamt 3 recht ähnlich gelagerte Bands auf der großen und kleinen Bühne vertreten. Wie schon am ersten Tag zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite, es war gar noch ein paar Grad wärmer, so dass es besonders in der Mittagshitze, dank nichtexistentem Schatten teilweise nicht auszuhalten war. Die wenigen schattigen Plätzchen vor der Bühne waren binnen kurzer Zeit verschwunden, so dass die Securities am heutigen Tag wirklich alle Hände voll zu tun hatten, die Menge mit Wasser zu versorgen, bzw. Headbanger aus der Menge zu ziehen, die schlichtweg der Hitze irgendwann Tribut zollen mussten.
Hätte nicht die Sonne allein für die nötige Wärme gesorgt, so wäre jedem der Anwesenden im Laufe des Tages auch so warm genug geworden, denn die meisten Bands heizten der Menge ordentlich ein.


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EVERGREY hatten die mehr oder weniger undankbare Aufgabe den zweiten Tag einzuläuten und vor einer noch recht überschaubaren Menge ihr Material zu präsentieren. Die meisten zogen es vor sich im weitläufigen Biergarten - direkt seitlich vor den Bühnen gelegen - einen Platz zu sichern, bzw. sich verstreut über das Gelände in der Sonne zu aalen. Der Biergarten war direkt von Beginn des Festivals an richtig voll und sollte sich auch bis zum Abend so schnell nicht wieder leeren. Dank der günstigen Lage zur Bühne dachten sicherlich einige nicht daran, den schönen Sitzplatz aufzugeben, egal wer da gerade auf der Bühne herumtobte. Nichtsdestrotrotz waren die Fans vor der Bühne ganz bei der Sache und sangen bei "Recreation Day", "More Than Ever" und "Touch Of Blessing" lauthals mit. Insgesamt waren die Reaktionen aber noch recht verhalten. Hitze, plus der Vortag, der einem noch in den Knochen steckte = keine gute Kombi für die erste Band. Insgesamt blieb hier ein leicht enttäuschter Beigeschmack, so ganz wollte das nicht zünden...

Wem das eine Spur zu ruhig war, der konnte auch im Zelt eine weitere Demoband namens ALL HELL antesten. Das Quartet aus Örebro frönte einer Mischung aus Melodeath und Hardcore, wurde meinerseits aber erstmal ausgelassen. Zur Band-Fotogalerie hier


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THE HAUNTED hatten da schon einen ganz anderen Zuschauerzuspruch. Zum einen war es ein Heimspiel für die Göteborger um Fronter Peter Dolving, zum anderen eilt ihnen der Ruf einer guten Liveband voraus. Diesen galt es heute wieder einmal zu verteidigen. Kurz vor Beginn des Gigs wurden im Publikum lautstarke „Haunted!“ -Rufe begleitet von Klatschen eingeläutet. Die Göteborger ließen sich denn auch nicht lange bitten und stürmten die Bühne. Besonders die beiden Björler Brüder wirkten hier um einiges agiler, als noch auf der Tour zu Beginn des Jahres. Soviel Headbangen und Posen hab ich ich sie da nämlich nicht gesehen. Der Spaß stand der Truppe jedenfalls ins Gesicht geschrieben, das Publikum sprang schnell darauf an. Zum Besten gegeben wurden u.a. „The Flood“, „Moronic Colossus“, „99“ und der Rausschmeißer „Hate Song“, diese knallten wirklich ordentlich und brachten Fans und Boden des Frihamnen zum Beben. Gegen Ende des Gigs sah man zur rechten Seite der Bühne einige Fans mit Shirts und Stift bewaffnet stehen, die gut und gerne 2 Stunden dort ausharrten, um ein paar Autogramme der Band zu ergattern (der Backstageausgang lag genau vor dieser Ecke). Als Peter Dolving später aus dem Backstagebereich kam, sah er die dort Wartenden sofort und verteilte erstmal eine Runde Umarmungen, sichtlich erfreut über seine Fans. Autogramme und Bilder gab´s logischerweise auch.

Auf der kleinen Bühne wüteten unterdessen ILLFIGURE aus Norrköping – die vierte und letzte Demoband des Festivals. Auch diese schafften es, eine kleine, aber feine Menge im Zelt zu versammeln, so dass auch sie sicherlich ein paar neue Fans hinzugewonnen haben dürften.

Das quietschig bunte Backdrop verriet bereits aus großer Entfernung, welche Truppe hier gleich auftreten würde. DRAGONFORCE schickten sich an ihren pfeilschnellen, einfach nur noch irrsinnigen Metal zu verbreiten. Ich habe selten, nein, ich glaube gar nie, eine Band gesehen, die derart bekloppt auf der Bühne herumspringt und das in Kombi mit augenkrebserzeugenden Outfits. Den Vogel dürfte hier Keyboarder Vadim abgeschossen haben: Neongelbe Spandexhosen, pinke Hosenträger, pinkes Keyboard und ebenso farbenfrohes Make-Up, aua – aber zumindest hob er sich aus der Masse ab! Ein schwedischer Kollege ulkte „Na, jetzt weiß ich auch, woher die 3-Songs-Regel für uns Fotografen kommt...länger hält man diesen Gitarrenwahnsinn nicht aus..naja und dann diese Faaaarben!“ - da könnte er wohl recht haben.

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Nach einer Weile wird dieses Gewusel auf der Bühne schlichtweg zu viel – jeder, wirklich jeder post und zieht eine Show ab. Von Grimassen schneiden, über gegenseitige Neckereien, Gitarrensoli, bei denen jeder beim Anderen in die Saiten greift, eine Wasserdusche vom Sänger (sehr zur Freude aller Fotografen, die in diesem Moment genau vor/unter ihm standen...), begleitet von Flirtversuchen mit den Mädels in den ersten Reihen etc. Da weiß manch einer kaum noch, wem er da auf der Bühne noch folgen soll. Egal wie, bescheuerte Outfits hin oder her, Spaß am Posen haben sie und spielen können sie auch und über eine zu kleine Anhängerschar brauchten sie sich bestimmt auch nicht zu beschweren. Fakt ist jedenfalls, dass man bei kaum einer Truppe binnen so kurzer Zeit so viele Fotos schießen kann, die nicht gleich aussehen.. Achja, die Songs, „Heroes Of Our Times“, „Fury Of The Storm“ und „Through The Fire And Flames“ waren dabei, diese Informationen konnte mein reizüberschwemmtes Hirn noch verarbeiten! ;-)


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Danach brauchte es erstmal eine kurze Verschnaufpause, bevor es im Zelt, welches dieses Mal wirklich aus allen Nähten platze mit AUGUST BURNS RED wieder so richtig rundgehen sollte. Der Weg zum Fotograben gestaltete sich durch die Menge der Wartenden schon mal abenteuerlich und mehr als 1,5 Songs waren denn auch nicht drin. Vom ersten Moment an, macht die Flip-Flop beschuhte Truppe so richtig Druck. Zum ersten Mal hörte ich bei einer solchen Band kreischende Mädels in der ersten Reihe – damit hätte ich ehrlich gesagt erst bei den japanischen Bands gerechnet. Sobald der Sänger auch nur in die Nähe des Bühnenrandes kam, stieg die Kreischlautstärke an, oha! Völlig unbeirrt davon zogen ABR ihren Gig routiniert und mit viel Spaß durch. Die Menge kochte jedenfalls, dank steigender Temperaturen. Hier war wohl definitiv die die Anzugskraft der Band unterschätzt worden, denn gemessen an der Menge, die auch noch vor dem Zelt stand, wäre auch ein Platz auf der Hauptbühne drin gewesen. Beim nächsten Mal dann!


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Viel Zeit blieb bis zum nächsten Gig nicht, noch einmal durch die Menge gekämpft und zurück zur Hauptbühne, auf der es nun Zeit für ALL THAT REMAINS war. Hier konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie sie auf einer großen Bühne wirken würden, hatte ich sie bis dato nur in kleineren Clubs gesehen, wo ATR mit großer Fannähe punkten konnten. Gut, ich geb´s zu, hier habe ich die Band unterschätzt. Eine große Menge wartete vor der Bühne und ganz wie bei der Clubtour im Frühjahr war es für Sänger Philip Labonte ein Leichtes Schwung in die Massen zu bringen. Ja, ATR passen auf eine große Bühne, keine Frage. Mit seiner Ansage, dass die Band Schweden lieben würde und dem Zusatz, dass es hier die heißesten Frauen gäbe, hatte er dann endgültig gewonnen.

BRING ME THE HORIZON lärmten unterdessen auf der Zeltbühne, jegliche Versuche sich da noch in den Graben zu kämpfen wurden im Keim erstickt und so war denn erstmal ein wenig Essenfassen angesagt. Frische Erdbeeren und Kirschen gabs sogar und das zu wirklich günstigen Preisen, da kam niemand vorbei. Das möchte ich auch gerne mal auf einigen deutschen Festivals haben!


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MY DYING BRIDE waren in einer wesentlich ungünstigeren Situation. Ein Slot am mehr oder weniger frühen Mittag, gleißende Sonne, Doom – das alles war eine nicht sehr passenden Mischung. So kam es denn auch, dass die Menge vor der Bühne recht klein ausgefallen war, verglichen mit anderen Bands davor und danach, man aber nichtsdestrotrotz sagen muss, dass eingefleischte Fans den Auftritt so oder so genossen haben. Nur war es verdammt schwer, die gewohnt MY DYING BRIDE Atmosphäre unter diesen Bedingungen aufzubauen. Ich muss leider sagen, dass bei mir der Funke trotz aller Bemühungen nicht übergesprungen ist, auch wenn sie nicht schlechter als sonst waren. Das großartige „Cry Of Mankind“ verfehlte seine Wirkung aber trotz allem nicht. Ein Platz auf der Zeltbühne mit stimmungsvoller Beleuchtung wäre den Briten definitiv besser bekommen...schade, sehr schade!


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GIRUGÄMESH – Japanischer Wahnsinn zum Ersten! Ein proppevolles Zelt verriet es wieder einmal, hier war ein großer Pulk Fans anwesend. Ein weiterer Blick auf die erste Reihe – beinah ausschließlich weiblich – japanische Band also! Und so ging der Spaß denn auch los. Die Band enterte die Bühne, die Mädels kreischten, was die Kehlen hergaben. Einfach unglaublich!. Für den metallischen Teil des Publikums war das, was GIRUGÄMESH hier boten wohl eine Nummer zu seicht, auch wenn Sänger Satoshi sich ordentlich ins Zeug legte. Weitere Infos über gespieltes Liedmaterial kann ich ob meiner Unkenntnis des Materials nicht geben, sorry! Weniger unwissend waren hingegen die Anwesenden in den ersten Reihen, denn Mitsingen schien trotz japanischen Materials kein großer Akt zu sein. Nun, meins war´s nicht, deswegen schnell rüber zur Hauptbühne.


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MUSTASCH schlugen dann punkt 7 in eine ganz andere Kerbe. Wie auch bei THE HAUNTED war hier wieder Heimspiel angesagt und das merkte man bei der Stoner Metal Truppe noch eine Ecke deutlicher. Die Fans sangen und brüllten sich mit diversen Singspielchen auf Schwedisch warm, unterbrochen von „Mustasch“-Rufen. Die Security wiederum warnte uns Fotografen vor, dass es evt. recht ruppig werden könnte und man uns evt. früher als geplant aus dem Graben schicken würde. Ganz so hart wurde es denn doch nicht. Aber die Menge ging gleich vom Opener „Bring Me Everyone“ steil. Kein Song, bei dem der Publikumschor großartig leiser wurde, die Schweden erwiesen sich als äußerst textsicher. Weiter ging´s mit „Dogwash“ und „Down In Black“- MUSTASCH hatten die Menge in der Hand. Als Rausschmeißer gab´s den Ohrwurm Hit „Double Nature“. Leicht verdauliche Mucke, perfekt zum Feiern und somit bestens für ein Festival geeignet.

Setlist:
Bring Me Everyone
Dogwash
Down In Black
Teenage Pacifier
Accident Black Spot
Falling Down
I Hunt Alone
Black City
Parasite
Monday Warrior
Double Nature

OPETH – ich geb´s zu, das war eine der Bands, auf die ich mich an diesem Wochenende am meisten gefreut hatte. Bisher hatten mich die Schweden noch mit keinem schlechten Gig enttäuscht und so sollte es denn auch bleiben. Nachdem Herren ihren Gig beim letztjährigen Metaltown recht kurzfristig aufgrund einer Erkrankung von Mikael canceln mussten, war es klar, dass sie in diesem Jahr erneut gebucht werden würden. Die Sonne schickt sich so langsam an unterzugehen (so richtig dunkel wurde es so oder so nicht), und somit wurde allein dadurch eine äußerst stimmungsvolle Atmosphäre geschaffen. (die alle, bis auf Drummer Martin Axenrot, zu schätzen wussten, denn ihm knallte die Sonne unpassenderweise genau ins Gesicht. - „This was nasty“, war sein späterer Kommentar dazu).

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Der Einstieg war noch recht gediegen und ruhig, bis sich Mikael und seine Mannen dann steigerten und heavier wurden. Zwischendurch gab´s kurze Ansagen, die im Publikum für einige Lacher sorgten. Diese entgingen mir leider teilweise, da die Schwedischkenntnisse für manche Witzchen offenbar leider noch nicht reichten.
Ich kenne kaum eine Band, die es trotz sperrigen, ultralangen Liedmaterials schafft auch Nicht-Fans zu begeistern. 10 Minuten scheinen da kein Problem zu sein, bei „Ghost Of Perdition“ oder „The Leper Affinity“. Die Setlist umfasst ingesamt 6 Songs, neben eben genannten wurden auch noch „Closure“, „The Lotus Eater“ , „Deliverance“ und Heir Apparent gespielt und sorgten trotz immer noch schwüler Temperaturen für die ein oder andere Gänsehaut. Nach einer Stunde war der Gig denn auch leider schon vorüber. Für eine Band mit Songs, die locker die 5 Minuten Marke und mehr sprengen, ist das einfach zu kurz. Aber um in den vollen OPETH Genuss zu kommen, muss man sich eben einfach einen Club Gig geben. So oder so wieder einmal überzeugend auf der ganzen Linie! Lediglich der Soundcheck auf der Nebenbühne für DIR EN GREY trübte für die an der Seite Stehenden das Hörvergnügen stellenweise ein wenig. Der Drumcheck wurde deswegen kurzer Hand unterbunden. Für die ruhigen Parts war das schlichtweg zu laut.

DIR EN GREY waren die zweite japanische Band für mich an diesem Tag, da ich MUCC, die zeitgleich mit OPETH spielten, zugunsten Letzter sausen ließ und ein Blick gen Zeltbühne wieder einmal verriet „Reinkommen beinah unmöglich!“. DEG sorgten denn aber nochmal für eine derart laut kreischende Menge, dass man sich bisweilen eher auf einem Boygroup Gig, denn bei einem Metalfestival wähnte. Auch hier entging mir jedweder Sinn für die ihnen vorauseilende Faszination. Allerdings kann ich den Japanern eine große Spielfreude attestieren, auch wenn der Gesang teils recht gewöhnungsbedürftig war. Das Publikum war trotz japanischer Lyrics äußerst textsicher.

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Growlend und kreischender Weise tobte der Fronter über die Bühne und konnte bei jeder seiner Bewegungen eimsiges Kreischen seitens der Fans einheimsen. Den Herren schien die Beigeisterungsschreien der größtenteils weiblichen Fans jedenfalls sichtlich zu gefallen. Musikalisch waren DEG eine Art Hans Dampf in allen Gassen... von emoartigem Liedgut bis hin zu progressiveren Tendenzen und deathmetalartigem Gegrowle wurde die gesamte Bandbreite abgedeckt – aber eben oft teilweise so wild, dass es recht wirr wirkte. Ein ordentlicher Gig, der die Fans begeisterte, bei Anderen wiederum eher für Kopfschütteln sorgte. Ab nun ging alles ganz schnell, zwei Bands standen noch aus, dann sollte das diesjährige Metaltown leider schon wieder vorbei sein. CULT OF LUNA vs. MARILYN MANSON hieß es nun.


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CULT OF LUNA hatten auf der Zeltbühne einen schweren Stand - könnte man meinen - dem war aber nicht so. Auch wenn die Schweden parallel zum Meister des Schockrocks ranmussten, war eine ansehnliche Menge dort versammelt. Ganz vollzählig waren COL aber nicht angetreten, der zweite Sänger fehlte, was nach Aussagen meiner schwedischen Bekannten aber wohl nicht so ungewöhnlich wäre, da sie in letzter Zeit häufiger nicht mit voller Besetzung spielten. Sei´s drum, den Songs hat das keinen großen Abbruch getan. Die Bühne war beinah den ganzen Gig über in Nebel gehüllt, so dass die Musiker recht oft nur schemenhaft zu erkennen waren, das allerdings passte hervorragend zur Musik. Die Schweden zogen mich nach dem Fotografieren von MANSON jedenfalls magisch an, so dass ich mir zunächst diesen Gig bis zum Ende gab, der im fantastischen „Ghost Trail“ gipfelte, um dann für die verbleibenden 30 Minuten nochmals zurück zur Hauptbühne zu gehen oder vielmehr aus einiger Entfernung zu lauschen. Dank der großen Videoleinwand, war auch aus gebührender Entfernung so noch alles im Blick.Allerdings war ich nach diesem Gig einfach nur noch platt, nicht körperlich, aber geistig, sehr mitreißend und wieder einmal überzeugend!

MARILYN MANSON

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Im Gegensatz zum Vortag gab es an diesem Tag keinerlei Probleme mit der Fotoerlaubnis. Erstaunlicherweise kein Vertrag, keine Extra-Schikanen, dafür aber 2 Songs im Fotograben. (nebst richtig böse aussehendem persönlichen MANSON-Security, Marke Footballspieler, der einige Fotografen nach 2 Songs freundlich mit den Worten und einer wilden Handbewegung "Get that fuckin´caaamera down!" darauf hinwies, dass nun Ende ist – ob der freundliche Herr so auch mit Fans in der ersten Reihe verfahren ist, entzieht sich meiner Kenntnis ;-)). Die Bühne war komplett mit einem riesigen schwarzen Vorhang verhüllt, unter der Vorhang konnte man nur erahnen, dass sich dort eine Menge Nebel auf der Bühne ausbreitete, angestrahlt von herrlich rotem Licht.(sehr zur „Freude“ aller Fotografen). Pünktlich um 22:45 war es dann so weit, die Musik wurde lauter, der Rhythmus treibender und das Klatschen der Menge wurde zunehmend zum Kreischen und weg war der Vorhang! Mr MANSON kam in einen schwarzen Mantel und Piraten(?)hut gehüllt auf die Bühne und war für die Hälfte des ersten Songs vor lauter Nebel nur zu erahnen, während seine Mitmusiker nach und nach aus dem Nebel tauchten.

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Zum zweiten Song entledigte er sich denn auch seines Mantels und macht vom kleinen Laufsteg, der in den Fotograben hinein gebaut worden war Gebrauch. Irre ich mich, oder hat der Meister des Schockrocks ein wenig an Gewicht zugelegt? Letzen Endes auch egal, so ganz zünden wollte der hier dargebotene Gig nicht. Schockierend war das nicht, die Show als Gesamtpaket gesehen dennoch gut. Die eindeutigen Höhepunkte waren u.a. „The Dope Show“ oder „Sweet Dreams“, das im übrigen herüberwehte, als wir gerade aus dem Zelt, geplättet vom COL Gig stolperten. Insgesamt erwies sich MANSON entgegen unserer Erwartungen nicht als ein so großer Publikumsmagnet, wie es SLIPKNOT noch am Vortag gewesen war. Da wurde nämlich richtig was für´s Auge geboten. Als der CULT OF LUNA Gig zu Ende war, sah man bereits eine ordentliche Masse an Besuchern zu den Ausgängen strömten. Die Brücke hingegen war nach wie vor mehr als gut besucht.

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Ganz zu Ende wollten wir den Auftritt dann nicht sehen, denn bei der Aftershowparty in einem Club namens Parken warteten BURST und die spielten denn mal bis 2 Uhr, vor einem ziemlich vollen Club einen der besten Gigs, den ich bisher von den Jungs gesehen habe. Der Fronter witzelte ein wenig "Danke, dass ihr alle noch hierher gekommen seid und ich hoffe, die Vorbands waren gut". Die Festivalbands als "Support"bands für den hiesigen Gig anzusehen, erntete natürlich einige Lacher. Ein Song wurde anschließend allen Sonnenbrandgeschädigten gewidmet, zu denen ich mich trotz knallender Sonnen glücklicherweise nicht zählen musste. Ein toller Abschluss des Festivals, welches trotz erhöhten Zuschauerzurspruchs größtenteils relaxt geblieben war.

Summasummarum kann für die diesjährige Edition des Metaltown Fetsivals das folgenden Fazit gezogen werden: Leider war Schatten Mangelware und die Zahl der Wasserstellen hätte ruhig erhöht werden können, bei Temperaturen jenseits der 25 Grad war dort nämlich ordentlich Schlangestehen angesagt. Ansonsten ging es überall recht zügig, vom Bändchenabholen, über die Einlasskontrollen und Essenfassen. Die Bandauswahl war gewohnt gut, das Gelände trotz gestiegener Zuschauerzahlen noch akzeptabel groß. Die Essensauswahl konnte sich wirklich sehen lassen, eine solche Bandbreite an Essen habe ich wirklich selten auf einem Festival gesehen, Daumen hoch auch für den riesigen Biergarten und die erhöhte Zahl von Toiletten, an denen die Warteschlangen nie exorbitant lang waren. Weiterhin hatte man in diesem Jahr den Backstagebereicht umgestaltet und einen extra Pressebereich eingerichtet für Interviews etc. Was die Macher allerdings überdenken sollten, wäre eine größere Zeltbühne, denn viele Bands, die dort in diesem Jahr spielten brachten das Zelt definitiv zum Bersten. Ein überwiegend positiver Eindruck sorgt dafür, dass ich dieses Festival auch für die kommenden Saison im Kalender vormerken werde, mal sehen, wie sich Zuschauerzahlen und das Festival an sich dann entwickeln werden.

Cornelia Wickel


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9/10



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