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Ruisrock 2010

2010-07-24
Stadt / City Turku 
Land / Country FIN 
Web www.ruisrock.fi
 
Veranstaltungsort:
Location
Ruissalo 
Datum / Date09-11.07.2010 

Zum 40.Geburtstag hat sich das populärste Festival Finnlands, das Ruisrock in Turku, einiges an Specials einfallen lassen. Neben einem Line-Up mit nationalen und internationalen Grössen (u.a. Amorphis, Disco Ensemble, Don Huonot, Stam1na, Turisas; Billy Talent, Midlake, The Sounds etc), das für nahezu jeden Geschmack etwas parat hat, ist es schwer, jede einzelne zu covern, daher hier eine stellvertretende subjektive STALKER Auswahl. Oder gar den Headliner ausfindig zu machen: Ist es nun Ozzy Osbourne oder Slash?

Vorab, alleine schon die Location auf der Insel Ruissalo lässt mich meine Kinnlade kaum wieder zu bekommen: Absolut wunderschön! Eine der fünf Bühnen befindet sich sogar direkt am Strand. Vom Supersommerwetter einmal ganz zu schweigen. Dieses soll uns an allen drei Festivaltagen treu bleiben. Manchmal war`s vielleicht ein bisschen zu warm, um nicht zu sagen: zu heiß, aber die Veranstalter vom Ruisrock haben wirklich alles getan, um es einem trotzdem so angenehm wie nur irgendwie möglich zu machen.

Official Ruisrock Photogallery
Das Mitbringen von Plastikflaschen ist erlaubt, es gibt kostenlose Wasserstellen (Sehr human, dass man hier nicht versucht, aus der Not Kapital zu schlagen, wie es auf manch anderen Festivals mitunter der Fall ist!), Erfrischungsduschen, auch während der Gigs wird man mit Wasser versorgt, die Security ist ausnahmslos sehr freundlich... Daneben gibt es ein riesiges Angebot an Verkaufs-, Essens- und Aktionszelten. Kein Wunder, dass insgesamt über 70 000 Festivalbesucher trotz der Hitze die Reise zur Insel auf sich nehmen...


Freitag, 9.Juli 2010

Frank Turner

Official Ruisrock Photogallery
Los geht es ganz chillig mit Singer / Songwriter-Mucke von Frank Turner auf der kleinen Converse-Bühne. In Jeans und weißem Kurzarm-Hemd und mit einer Akustik-Gitarre bewaffnet legt der Brite mit "The Real Damage" los. Vor der Bühne füllt es sich sichtlich und alle sind einfach nur glücklich, mit Frank auf der Bühne und ihren Bierdosen in der Hand. Turner performt abwechselnd solo mit seiner Akustik-Gitarre oder zusammen mit seiner Band.

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Zum Schluss holt er sich sogar noch Unterstützung aus dem Publikum: Ein Fan namens Nikolai darf ihm via Mundharmonikaspiel assistieren. An Kommunikation mit dem Publikum mangelt es auch nicht und Frank Turner verspricht, Finnland ganz bald wieder zu beehren. Eigentlich hätte er auf die "Rantalava", die Strandbühne, gemusst. Die Musik und die Performance sind prädestiniert dafür.

Ozzy Osbourne

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Bei so großem Besuch aus Übersee empfiehlt es sich immer, sich rechtzeitig die besten Plätze zu sichern. Viel erwarte ich von dem Auftritt im Vorfeld ehrlich gesagt nicht, schon wegen negativen Live-Berichten, auch wenn die aktuelle Single "Let Me Hear You Scream" zugegebenermaßen ein ziemlicher Burner ist. Diesen und "Paranoid" von seiner alten Combo Black Sabbath wollen die Fans am meisten hören, das tun sie schon während der Wartezeit laut kund. Gegen 0:15 Uhr ist es dann soweit und der "Fürst der Finsternis" betritt unter frenetischem Jubel die Hauptbühne und legt gleich fulminant mit "Bark At The Moon" los, gefolgt von "Let Me Hear You Scream". Keine Spur von Tattergreis: Ozzy klatscht, er springt, er schüttelt sein Haar... ab und zu beschießt es das Publikum mit einer Art Rasierschaum. Manch jüngere Hits wie "Gets Me Through" und "Dreamer" fehlen und zwischendurch geht Ozzy einmal für längere Zeit von der Bühne, während die Band mit langatmigen Instrumentenspielereien zu unterhalten versucht. Klar, Ozzy ist auch nicht mehr der Jüngste, aber wäre da ein würdevoller Abtritt von den Bühnen dieser Welt nicht besser?

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Auf der Liste "schlimmstes Publikum" kommt seines bei mir übrigens gleich an zweiter Stelle nach Marilyn Manson, denn hier werden selbst die härtesten Metaller zu kleinen hysterischen Mädchen. Es wird geschubst, gedrängelt, gequetscht... Und das im sonst so coolen Finnland! Am allerschlimmsten sind dabei aber die Grannies. Ja, richtig gelesen: Im Publikum befinden sich so einige ältere Damen, die in Sachen Aggression und "mit aller Gewalt in die erste Reihe wollen" selbst manch 12-Jähriger auf einem Boygroup-Konzert noch etwas beibringen können. Später erfahre ich, dass beim Ruisrock alle Menschen ab 70 Jahren kostenlos zum Gig von Ozzy Osbourne durften (auch beim Tuska ist der Eintritt für Metalfans über 65 gratis, Anm.d.Red.). Eine lustige Idee, nur in der Praxis leider ziemlich unlustig, so ziehe ich mich zurück. Später bei der Zugabe "Paranoid" spürt man sogar ganz hinten noch die Wiese beben. Die Masse ist begeistert, klar. Bei solchen Legenden ist ja alleine schon der Name die halbe Miete... Ob dieser Gig legendär war, sei jetzt aber mal dahin gestellt.

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Samstag, 10.Juli 2010

Viikate

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Von Viikate kenne ich nur zwei Songs, von denen ich "Viina, Terva & Hauta" besonders mag, dementsprechend ist die Performance dieses Songs auch mein persönliches Highlight während ihres Gigs. Das Publikum ist zunächst etwas bewegungsfaul, was bei dem heißen Sommerwetter aber kein Wunder ist, doch irgendwann siegt die Power der Viikate-Songs und es wird fleißig geklatscht, gesprungen und gefeiert im Zelt.

Michael Monroe

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Michael Monroe bzw. seine frühere Band Hanoi Rocks sind natürlich Glam-Rock-Legenden, die ich allerdings erst hier erstmals bei meinem ersten Ruisrock geniessen kann. Nach einem Einspieler auf dem Screen, wo zum Festivalgeburtstag gratuliert wird, erscheint überraschenderweise The 69 Eyes-Drummer Jussi69 auf der Bühne, um Michael Monroe anzukündigen. Intros mit Musik aus dem "Kill Bill"-Soundtrack scheinen sich dieser Tage auch besonders großer Beliebtheit zu erfreuen - und dann steht er da: Der sagenumwobene Michael Monroe! Na ja, "stehen": Eigentlich springt er sofort los und zwar zu "Nothin`s Alright". Überhaupt springt er viel, klettert am Bühnengerüst herum, geht mit den Fans mehrfach auf Tuchfühlung, spielt mal Saxophon, dann Mundharmonika, räkelt sich lasziv am Bühnenrand... Energie pur!

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Songs wie das Nazareth-Cover "Not Fakin` It", das Johnny Thunders-Cover "Loved By You" oder "Dead, Jail Or Rock`n`Roll" tun ihr Übriges: Ich bin total hingerissen! Dieser Mann beweist eindrucksvoll, dass man gar nicht mehr der Jüngste sein muss, um wirklich zu rocken, daher werde ich entsprechende Aussagen in Zukunft noch weniger gelten lassen. Rock like Michael Monroe or retire! Meiner Meinung nach einer der beste Gig auf dem Ruisrock 2010!

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Sonntag, 11.Juli 2010

Reckless Love

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Das sind sie wieder: Reckless Love, eine meiner derzeitigen Lieblingsbands, die gleich mit "Feel My Heat" auf der Converse-Bühne loslegen, während sich hinter einem todesmutige Festivalbesucher für stolze 60 € via Bungee-Jumping in die Tiefe stürzen. Zu sehen gibt es wieder diverse Outfits und Sonnenbrillen von Sänger Olli Herman, zu hören sämtliche Songs ihres selbstbetitelten Debüt-Albums wie "Back To Paradise", die aktuelle Single "Romance" oder meinen persönlichen Favoriten "Badass".

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Die ganze Band ist wie gewohnt am Strahlen und gute Laune verbreiten und wie Olli immer wieder seine Hüften kreisen lässt, lässt einem vor Verlegenheit fast die Schamesröte ins Gesicht treiben. Wie schon Michael Monroe am Vortag klettert auch Olli am Bühnengerüst herum und, ja, vielleicht sollten sich die Glamrocker einfach mal zusammen tun und gemeinsam die Bühne rocken. Ich wäre sehr dafür.

The Ark

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Leider überschneidet sich der Gig der finnischen Glamrocker Reckless Love mit dem ihrer schwedischen Genre-Kollegen The Ark, so dass ich von Letzterem bedauerlicherweise nur noch die zwei Zugaben mitbekomme. Für diese erscheint die Band in goldfarbenen Anzügen und besonders an Sänger Ola Salo wirkt das goldfarbene Bolero-Jäckchen ziemlich tuntig, aber das ist mit Sicherheit so gewollt und nach einer amüsanten Runde "Finnish for beginners", in der Ola die Fans als seine "little, little mumin trolls" bezeichnet, findet der The Ark-Gig mit "Calleth You, Cometh I" einen sehr schönen Abschluss, inklusive Chorgesänge der Fans.

Slash

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Den krönenden Abschluss des gesamten Festivals soll Slash darstellen und natürlich will auch hier jeder möglichst vorne dabei sein, trotzdem ist von fanatischer Hysterie wie beim Gig von Ozzy Osbourne nichts zu spüren. Man wird während des Auftritts sogar ein wenig tanzen können. Das nenne ich mal ein cooles Publikum! Nach dem obligatorischen Geburtstagseinspieler, jedoch mit Michael Monroe und nicht mit Slash, wird die Show mit "Ghost" mehr als vielversprechend eröffnet und mit Songs wie "Nighttrain", "By The Sword" oder dem Guns`n`Roses-Klassiker "Sweet Child O` Mine" wird der Spannungsbogen mühelos gehalten.

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Auch ein kurzes Vorstellen der anderen Musiker im Live-Line-Up fehlt nicht. Sehr schön, denn diese werden kaum beachtet; zu sehr ist das Publikum auf den Gitarrenvirtuosen Slash fixiert. Dabei machen insbesondere Sänger Myles Kennedy (Alter Bridge) und Bassist Todd Kerns (Sin City Sinners) eine mehr als gute Figur. Zugaben gibt es auch noch, und zwar mit einem Special Guest, niemand geringeres als Michael Monroe. Mit solch einem baldigen Wiedersehen habe ich nicht gerechnet, umso größer ist die Freude darüber.

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Performt wird "We`re All Gonna Die" und der Hanoi Rocks-Klassiker "Up Around The Bend", dann verschwindet Mister Glam-Rock leider auch schon wieder von der Bühne, und mit einem weiteren Guns`n`Roses-Cover ("Paradise City"), bei dem die Masse freudig auf und ab springt, findet das Ruisrock 2010 ein glorioses und mehr als würdiges Ende.
Das war meiner Meinung nach beste Gig (neben Michael Monroe) auf dem 40.Ruisrock-Festival. Und endlich wird eine Legende auch mal den entsprechenden Anforderungen gerecht und ruht sich nicht nur auf seinem großen Namen aus.


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Gesamtfazit: Das Festival an sich war absolut perfekt, das kann man wirklich nicht anders sagen! Kritikpunkte gibt es keine und das muss man als solch ein Riesenevent erst einmal schaffen. Das Ruisrock ist vollkommen zurecht das populärste Festival Finnlands, und selbst wenn das Line-Up nicht ganz soviel für den eigenen Geschmack zu bieten hat, lohnt sich der Trip nach Turku auf alle Fälle. Bei den einzelnen Performances haben die jeweiligen Künstler auch alles gegeben. Die einen vielleicht mehr als die anderen, aber eine wirklich schlechte Show habe ich an diesem Wochenende nicht gesehen.
Die Frage, wer denn nun der ultimative Headliner in diesem Jahr war, bleibt unbeantwortet. Der Freitag mit Ozzy Osbourne liegt mit 21 000 Besuchern knapp über den Sonntag mit Slash (19 000 Besucher). Die höchste Besucherzahl verzeichnet aber mit ganz großem Abstand der Samstag (30 000 Besucher). Nanu? Wie dem auch sei: Score full points for Ruisrock 2010! Kiitos paljon ja nähdään ensi vuonna!

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Author + Textphotos: Stefanie Singh


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10/10



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