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HEIDENWAHNFESTIVAL 2010 - WÖLFE EROBERN DIE STEIERMARK

2010-12-02
Stadt / City Deutschlandsberg 
Land / Country AUT 
Web www.black-light-events.com
 
Veranstaltungsort:
Location
Lassnitzhaus 
Datum / Date4.12.2010 

TROTZ SCHNEECHAOS FAND IM DEUTSCHLANDSBERGER LASSNITZHAUS (ÖSTEREICH, STEIERMARK) DAS ERSTE HEIDENWAHNFESTIVAL STATT, AN DEM UNTER ANDEREM BANDS WIE VARG, NEGURA BUNGET ODER MINAS MORGUL AUFTRATEN. STALKER LUD MITORGANISATORIN UND BLOOD RED HORIZON CHEFIN MARTINA PANZENBÄCK ZUM GESPRÄCH.

Hi Tini! Euer Plattenlabel ´Bloodred Horizon Records´ gibt´s ja nun schon einige Jahre. Nun steht ihr das erste Mal als Veranstalter mit dem HEIDENWAHN Festival am Start. Wie kam es zu dem Entschluss?
Wir machen schon seit vielen Jahren Konzerte, wobei wir diese immer in Deutschland veranstaltet haben. Die waren zwar eher im Undergroundbereich, aber grundsätzlich haben wir schon einiges an Erfahrung hier einbringen können. Schon seit langer Zeit waren wir am Überlegen was Eigenes zu veranstalten, in Österreich tut sich ja nicht mehr besonders viel. Die meisten Touren kommen gar nicht in unser Gebiet und auch unsere Bands haben immer wieder angemerkt, dass sie gerne bei uns spielen möchten. Es ist schade, dass nicht mehr viel los ist in der Szene, vielleicht können wir mit unserer Festivalreihe da wieder was in Gang setzen.
Bezüglich der Firma, ja uns gibt’s jetzt schon seit 2008 unter dem Namen Bloodred-Horizon-Records. Früher haben wir mit einem kleinen Undergroundlabel gearbeitet, welches 2004 gegründet wurde und dann durch BRH Records weitergeführt wurde.

Paganmetal boomt ja zZt. Was man vor allem auch an div. Festivaltouren (Heidenfest, Paganfest) bemerkt. War das eine Überlegung, als ihr beschlossen habt, das HEIDENWAHNFESTIVAL zu veranstalten? Oder ist es einfach eure bevorzugte Musikrichtung?
Wir hören selbst Black-, Pagan-, und Deathmetal, auch alle unsere Labelbands sind in diesen Genres vertreten, darum ist die Idee entstanden eine Festivalreihe hochzuziehen die sich pro Event einer Richtung widmet. Eben das Heidenwahn wird der Auftakt sein, im Frühjahr ist ein Blackmetalfestival geplant und im Herbst ein Deathfestl. Wir haben große Pläne :)


Na das hört sich ja gut an mit den ´großen Plänen´! Leider haben sich ja in letzter Zeit einige Veranstalter übernommen und konnten ihre Projekte nicht mehr weiterführen. Was macht ihr, damit euch so ein Schicksal erspart bleibt? Ist es nur eine Frage der perfekten Planung/Organisation?
Ja die Zeiten sind hart und ich glaube auch nicht dass es in nächster Zeit viel besser werden wird. Es gibt einen Überfluss an Festivals, keiner hat mehr Kohle, die Bands werden immer teurer zum Buchen. Mir persönlich tut es immer total leid, wenn Projekte aufgegeben werden müssen die es schon lange Zeit gibt, die Leute stecken soviel Arbeit und so viel Herzblut in die Organisation, und dann kommen zu wenig Besucher und alles war umsonst.
Bei unserer Veranstaltungsreihe haben wir sicherlich den Vorteil, dass es in der Region nicht viel Angebot gibt, wir in Grenznähe zu Slowenien sind und natürlich die Kontakte schon da sind zu Bands und Sponsoren. Wir haben gute Marketingmöglichkeiten, da wir ein eigenes Streetteam beim Label haben (da mal ein ganz großes Dankeschön an die Leute die da mithelfen), wir natürlich unsere Flyer auch beim Mailorder verteilen und auch persönlich bei vielen Festivals sind zum Verkaufen, wo wir Flyer und Plakate ausgeben können. Weiters sehe ich unsere Konzerte auch als gute Auftrittsmöglichkeit für unsere Labelbands, so dass wir in dem Fall immer gewonnen haben, wenn unsere Jungs spielen.

Daraus versteh ich, dass eure Bands zu sehr günstigen Konditionen auftreten?
Wird Deutschlandsberg weiterhin Austragungsort eurer Festivals bleiben?

Ich denke unsere eigenen Labelbands treten für sehr faire Konditionen auf. Es passt das Preis/Leistungsverhältnis, sie liefern gute Shows und bekommen dafür eine angemessene Gage.
Im Moment passt es in Deutschlandsberg sehr gut, die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen hier läuft richtig gut und so sind wir ganz zufrieden. Sicherlich ist man mit der Location eher eingeschränkt, da wir nur 300 Besucher rein bekommen, aber es hat auch was besonderes, was Persönliches.

Nun mal ein wenig ernster: Das Genre Paganmetal (sowie leider auch Teile des Blackmetal) hat ja in den letzten Jahren teilweise einen Rechts-Ruck erfahren bzw. wird in die Ecke gedrängt. Es gibt einige schwarze Schafe, andere wiederum werden wahrscheinlich zu Unrecht beschuldigt. Wie geht ihr damit um bzw. reagiert ihr auf dementsprechendes Verhalten von Bands und Publikum?
Bei uns ist die Sachlage - Musik und rechtes Gedankengut - ganz klar und zwar, dass Politik in der Musik nichts verloren hat. Wir lehnen Bandbewerbungen ab, die damit in Verbindung stehen und auch Trades werden so nicht abgeschlossen. Auch in unseren Verträgen gibt es dazu eine eigene Klausel, was sofort zur Auflösung des Vertrags führt. Die private Meinung meiner Musiker kann und will ich auch gar nicht überprüfen, da ich mich nicht als ihr Vormund sehe, die Musik muss davon frei bleiben und ich akzeptiere auch keinerlei öffentliche Aussagen zu diesem Thema. Was aber auch Fakt ist, ist dass wir uns nicht an diversen Hexenjagden beteiligen. Mich kotzt diese Verurteilung ganzer Musikrichtungen an, jeder der Pagan hört oder Black Metal muss natürlich rechts sein – so ein Blödsinn. Ich fühle mich der Paganmusik sehr nahe und liebe und verehre viele Runen und kann aber mit jeglicher rechten Einstellung gar nicht.
Diese Symboliken gibt es schon seit langer, langer Zeit und nicht erst seit ein dummer Mensch sie für seine Zwecke missbraucht hat. Sicherlich ist das Thema der Rechten Bands ernst zu nehmen, aber mehr kann ich von unserer Seite her nicht beitragen als uns davon zu distanzieren und diese nicht zu supporten. Wichtig ist mir dabei aber auch, dass ich jegliche radikale Einstellung falsch finde, rechts wie links.


Klare Worte, mehr gibt´s da wohl nicht zu sagen...
Bevor wir ein wenig über euer Label und die Österreichische Metalwelt sprechen, noch ein wenig zur Situation im Land. Wie schätzt du die österreichische Metalszene ein?

Natürlich finde ich die österr. Musikszene super, es gibt viele junge Musiker mit Potenzial und Motivation. Wir kriegen immer wieder Bewerbungen von Bands aus Österreich die tolle Leistungen abliefern und viel Spaß an ihrer Musik haben. Besonders gern sind wir immer auf unseren österreichischen Festivals - zum Beispiel das Kaltenbach ist eines meiner absoluten Lieblingsfestivals im Jahr.
Man sieht viele Leute die man kennt und kommt wiedermal ins Gespräch, was oft zeitlich sonst nicht möglich ist. Vor allem ist dort immer der gemütliche Charakter geblieben, ich bin nicht so der Fan von übergroßen Veranstaltungen.

Weil du grad Festivals ansprichst: Ihr kommt ja mit eurem Verkaufsstand auch viel herum, was ist der primäre Unterschied zwischen den einzelnen Festivals, im Speziellen zwischen deutschen und österreichischen?
Ich glaube so große Unterschiede gibt es da gar nicht. Vielleicht dass die Leute bereit sind, weiter für ein Festival zu fahren, wenn die Bands interessant sind und dass es mehr Underground Festln gibt, die gut besucht sind. Sonst glaube ich nicht, dass sich das alles irgendwie unterscheidet.

Ich war ja auch schon auf einigen Festivals im Ausland und mir kam immer vor, dass die Fans dort offener sind was unterschiedliche Stilrichtungen betrifft. Die feiern eine Powermetalband genauso ab wie die räudigsten Blackmetaller bzw. Porngrinder. Hierzulande findet man extremes Genredenken. Wie siehst du das?
Ja sicherlich gibt es ein Genredenken bei uns, aber ich glaube das ist überall so.
Grundsätzlich kommt man den verschiedensten Richtungen aber eh nicht aus, da die Festivals heute schon sehr breit gestaltet sind. Was mir hier aber ein wenig fehlt sind die Undergroundgeschichten. Es ist sehr schwierig, neue junge Bands oft auf die Bühne zu bekommen. Da sollten wir vielleicht mehr machen.

Danke nochmal, dass du dir für uns Zeit genommen hast. Die Abschlussworte gehören dir:
Zum Abschluss möchten wir uns für das Interesse an unserem Festival und an unserem Label/Mailorder, ebenso bei unseren Kunden, unseren Bands und Freunden für ein erfolgreiches Jahr bedanken und freuen uns alle wiedermal zu sehen und ein gutes Bier zu trinken!
http://www.black-light-events.com

Fotos: Black Light Events, Martina Panzenbäck, Varg


Bernd Krumböck


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