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Wacken Open Air 2011

2011-09-01
Stadt / City Wacken 
Land / Country Germany 
Web www.wacken.com
 
Veranstaltungsort:
Location
 
Datum / Date03 - 06 August 2011 
Bildergalerie / Picturegalerie Wacken_2011 
Photos: Samira Alinto, Timo Pässler, Wacken Open Air 

„Ausverkauft“ hieß es auch dieses Jahr wieder beim Wacken Open Air, und wieder einmal schon einige Monate zuvor. Überschattet wurde der Start durch den Unfalltod einer jungen Frau aus dem Kreis Plön, die mit ihren Begleitern auf dem Weg zum WOA nur wenige Kilometer vor dem Festivalgelände von einem LKW überfahren wurden, als sie eine Pause einlegten. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und ihren Freunden. Da wir erst am Donnerstag anrückten, können wir leider nicht sagen, ob es dieses Mal einen Spendenaufruf oder ähnliches von Seiten des Wacken-Teams gab. Wenn einer von Euch mehr weiß, schreibt es bitte unter den Bericht als Kommentar für alle.

Das diesjährige Line-Up war einfach spitze, weshalb auch besonders viele Journalisten und Fotografen vor Ort waren. Bei uns und einigen Kollegen gab es Probleme mit den Foto-Pit-Pässen, so dass wir bei einigen Bands, keine Fotos bzw. wo möglich, die Bilder des offiziellen Festivalfotografen benutzen müssen. An dieser Stelle nochmals ein dickes Danke an Sabine und ihre Kollegen aus dem Pressezelt-Team, die mit Samira und einigen anderen Fotografen von Stage zu Stage gerannt sind, um doch noch ein paar Fotos zu realisieren. Wir hoffen Euch im nächsten Jahr wieder einen Pass zu haben und Euch mit tollen Fotos zu - wie gewohnt - jeder Band über die wir schreiben versorgen zu können. Aber jetzt erst mal viel Spaß mit unser Wacken-Review 2011.

Foto: Samira Alinto


Donnerstag, 04. August 2011

Skyline (Black Stage)
Foto: Samira Alinto

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Skyline machten am Donnerstag den Anfang auf der Black Stage. In alter Tradition gab es zunächst eine kleine Ansprache der Organisatoren gefolgt von den Moore-Covern „Out in the Fields“ und „Over the Hills and Far Away“. Doro, die schon kräftig beim Headbangen am Bühnenrand Blicke auf sich zog, übernahm schließlich bei ihrer Wacken-Hymne das Mikro. Wie macht die Frau das? 47 Jahre und immer noch ein echter Hingucker und das ganz ohne Lifting. Für ihre Mitgliedschaft und ihr Engagement für PETA bleibt zu hoffen, dass die Lederklamotten die sie trug aus Kunstleder waren. Danach folgte ein neuer Song von ihr, der allerdings so klang als wenn er auch schon jedes Jahr gesungen worden sei. Doro eben. Nach ihr gab Chris Boltendahl von Grave Digger noch „Wacken Will Never Die“ zum Besten, gefolgt von Tom Angelripper mit „Auf Nach Wacken“. Udo Dirkschneider bildete das Schlusslicht und sang erst das obligatorische „Heavy Metal W.O.A.“ um mit den Accept Songs „I´m a Rebel“ und „Princess of the Dawn“ diesen alljährlichen Medley zu beenden. Schön war’s – wie immer. (sa)

Foto: Timo Pässler


Bülent Ceylan (Black Stage)
Foto: Samira Alinto

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Wer ist Bülent Ceylan? Vorm Wacken gegoogelt und bei seiner Presskonferenz angenehm überrascht, war die Erwartungshaltung recht hoch. Auf dem Summer Breeze hat er sich schon seine ersten Metalfestival-Sporen verdient, aber das Wacken ist schon ein anderer Schuh und die Wackenbesucher nicht unbedingt für Gnade bekannt. Ich erinnere nur mal an Martin Cesici, dem das Publikum, das zahlreich vor der Party Stage erschienen war, kurzerhand den Rücken zudrehte. Das war echt intolerant und fies. Aber! Aber, dieser Schandfleck der Engstirnigkeit (man hätte auch andere Bands anschauen können) ist Vergangenheit und dem Stand-Up-Comedian wurde Respekt, Lachen und eine gute Stimmung kredenzt. Sein Programm, das sich im Kern um das Thema „Einkaufen“ drehte war gut, aber kein Meilenstein. Auch die „Ich bin Türke und mach mich darüber selber lustig“-Thematik ist nicht neu und auch schon etwas ausgenudelt, aber bei viel Bier und endlich Sonnenschein wurde gelacht, geprustet und die „Erster Türke der im Gummiboot auf Wacken crowdsurft“-Aktion wurde prima mitgespielt. Ein Stand-up auf der Black Stage funktioniert. Wer hätte das gedacht? (sa)

Foto: Samira Alinto


Onkel Tom (Bullhead-City)
Foto: Samira Alinto

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Eine Wand aus feucht-heißer Luft erwartet einen im Zelt des völlig überfüllten Bullhead City Stage, als Onkel Tom die Bühne entert, was nicht nur an dem 50l Freibierfass liegt, den der Onkel spendiert. Zwei Mädels im Dirndl schenken einen Bierhumpen nach dem anderen an die Fans die es in die erste Reihe geschafft haben aus und natürlich rinnt auch ein guter Teil des kühlen Blonden die Bandkehlen herunter. Wie es sich eben für Onkel Tom gehört. Mit Mitgröhlsongs wie „Diebels Alt“, „Schnaps das war sein letztes Wort“ und „In München steht ein Hofbräuhaus“ hat die Band das Publikum wie jedes Jahr ganz für sich eingenommen. Es wird gegrölt, gesungen und geschwitzt bis die Show zu Ende geht. Oans, Zwoa, Gsuffa! Aber bevor sich das Zelt leeren kann, kündigt Tom noch ein besonderes Bonbon an. Hinter der Bühne warteten seine Sodom-Bandkollegen um „Ein bisschen Spaß muss sein“ mit Roberto Blanko zu spielen. (sa)

Foto: Samira Alinto


Sodom feat. Roberto Blanko (Bullhead-City)
Foto: Samira Alinto

Zuerst haben Sodom das Stück mit Blanko für ein Werbevideo für die Alzheimer Stiftung gespielt, jetzt sollte dies auf der Bullhead City Stage vor dem Onkel Tom Publikum wiederholt werden. Während Sodom schon in der Zeltsauna wartete, traute sich Roberto Blanko wohl nicht recht aus seiner Umkleide und so verstrichen viele, viele Minuten, bis kaum noch Zuschauer mehr da waren und die „Masters of Comedy“ eigentlich dran waren. Ich musste leider auch weg, da die nächste Band auf meinem Plan stand. Ich habe von mehreren Leuten die mehr Wartefleisch hatten, gehört, dass die Clowns das ganze recht albern werden ließen und neben den TV-Kameras vielleicht noch 30 Leute zuschauten. Na ja. Da das ganze eh eine Überraschung war, konnte auch keiner – außer den Protagonisten - enttäuscht sein. (sa)

Maiden United (Wackinger Stage)
Hinter Maiden United verbergen sich Musiker aus so namhaften Bands wie Within Temptation, Threshold und The Gathering. Diese holländische Allstar-Trupp spielt mit wechselnden Gastmusikern Maiden-Klassiker in einem akustischen Gewand. Klingt spannend, so dachte ich mir, und machte mich am frühen Donnerstagabend auf den Weg gen Wackinger Stage. Wer das „neue“ Design des Wackengeländes nicht kennt, sollte wissen, dass sich die Wackinger Stage nicht auf dem eigentlichen Festivalgelände befand. Auf dem Weg dorthin wurden wir mehrmals von den Ordnern „umgeleitet“, bis der Auftritt dann vorbei war. So verpassten wir Maiden United leider. Nach Berichten von mehreren Ohrenzeugen soll es sich aber um einen sehr coolen Auftritt gehandelt haben. Schade, vielleicht das nächste Mal… (tp)

Foto: Samira Alinto


Helloween (True Metal Stage)
Foto: Samira Alinto

Bei allerbestem Sommerwetter enterten Helloween mit „Are you Metal“ die Bühne. Der Sound war gleich von Anfang an mächtig, anscheinend zu mächtig für den Sicherungskasten: noch vor dem ersten Refrain flog die Sicherung raus und es herrschte Stille. Die Band nahm es mit Humor und stieg wenige Augenblicke später wieder mit dem Refrain in den Song ein. Doch die Freude währte wiederum nicht lange, denn die Sicherung verabschiedet sich als bald schon wieder. Nun dauerte die Fehlerbehebung etwas länger, schließlich konnten Andi Deris und Co aber mit „Eagle Fly free“ und ohne weitere Störungen weiter machen. Die Setlist war recht ausgewogen, auch wenn natürlich in Anbetracht der überschaubaren Spielzeit einige Alben nicht berücksichtigt werden können. Umso unverständlicher ist es aber, dass Helloween einen ordentlichen Teil der knappen Zeit mit einem Drumsolo und ellenlangen Mitsingspielchen verschwendeten. In dieser Zeit hätten locker noch zwei oder drei Songs mehr gespielt werden können, was den meisten der Anwesenden wohl mehr gedient hätte. Dennoch hatte es mal wieder Spaß gemacht, Songs wie „March of Time“, „Dr. Stein“ und „I want out“ in Wacken zu hören! (tp)

Blind Guardian (Black Stage)
Foto: Samira Alinto

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Anders machten es da Blind Guardian: Die Krefelder verzichteten auf unnötige Pausen. Nicht einmal das übliche Spielchen mit den „Zugabe-Rufen betrieben sie. Stattdessen schafften sie es tatsächlich, in den knappen 90 Minuten ganze 14 Songs unterzubringen, von denen gleich drei sogar Überlänge hatten („Sacred Worlds“, „Wheel of Time“ und „Majesty“). Die Setlist war mehr als ausgewogen und stellte sogar mich als bekennenden Anhänger der Band und zugleich größten Setlistkritiker zufrieden. Insbesondere fand ich es erfreulich, dass die Band sich traute, drei Songs vom neuen Album zu spielen (neben den oben genannten auch noch „Tanelorn (Into the Void)“. Auch wenn es ungewohnt ist, Blind Guardian bei Sonnenlicht auf dem Wacken zu erleben, riss die Performance mit, sodass selbst mein Freund Jonathan, welcher bekennender Nicht-Sympathisant der Band ist, hinterher anerkennend von einem „geilen Auftritt“ sprach. Dem ist nichts hinzuzufügen. Mal sehen, ob Ozzy da mithalten kann. Kollege Ozzy, übernehmen Sie! (tp)

Ozzy Osbourne (True Metal Stage)
Foto: Samira Alinto

Die einzige wirkliche Überraschung die Ozzy bot, war dass er enttäuschte. Wenn man ihm so bei seinem Auftritt zusah, konnte man nicht umhin zu denken, dass er einfach zu alt dafür ist. Ich fühlte den Drang zu ihm nach oben zu gehen, ihm zu danken, ihm für alles was er für die Musik geleistet hat, die Füße zu küssen und ihm zu sagen, dass es genug ist. Du musst das nicht mehr machen. Einer der wenigen positiven Aspekte war die Setlist mit Songs wie „Mr. Crawley“, „War Pigs“ und „Bark at the Moon“ am Anfang und „Iron Man“, „Crazy Train“ und „Paranoid“ am Ende – da gab´s nichts zu meckern. Schön war auch der Teil des Konzerts, als er die Security mit weißem Schaum besprühte – nachdem er sich zunächst selbst besprühte. Es ist unklar ob er dies Absichtlich tat, oder wegen seiner zunehmend schlechten Sicht. Am Ende bleibt die Tatsache bestehen, dass Ozzy die Noten nicht traf und wenn er es einmal doch tat, konnte er sie nicht halten. Ein anderer Punkt, der mir übel aufstoss war, dass keiner seiner alten Crew mehr dabei war. Anstatt in den Genuss von Zakk Wylde, einer Legende seiner eigenen Klasse, zu kommen, wurden wir von 15-20 minütigen Gitarren- und Drum-Solo der New Kids of Ozzys Block „unterhalten“. Von den Oldtimern die auf dem WOA spielten, wurde Ozzy von Judas Priest ziemlich der Arsch versohlt. (oa)

Foto: Samira Alinto


Freitag, 05. August 2008

Ensiferum (Black Stage)
Foto: Samira Alinto

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Ensiferum können mittlerweile auf eine stabile Fanbasis in Deutschland zählen und sind deshalb genau der richtige Weckruf am Freitagmorgen. Das Gelände war dazu passend auch schon passabel gefüllt, als die Finnen um Punkt 12 mit ihrem Battle Metal loslegten. Die ersten Crowdsurfer fliegen bereits zehn Minuten später zu den Klängen von „Twilight Tavern“ über das Gelände. Auch wenn der Sound alles andere als brillant war (die Gitarren waren fast gar nicht zu hören) und etliche Einspielungen vom Band kommen, stieg die Stimmung erfreulich schnell an. Passend dazu gingen alle Hände in die Luft, als Petri die Anwesenden fragte, wer heute noch betrunken werden möchte. Es sprach übrigens Bände, dass sich nach dem Ende des Sets lange Schlangen am Ausgang bildeten. Anscheinend stehen Fans von Ensiferum nicht so auf Suicidal Tendences... (tp)

Ignis Fatuu (Wackinger Stage)
Foto: Samira Alinto

Leer war es vor der Bühne, als das Nürnberger Quintett Ignis Fatuu mit ihrem mittelalterlichen Folkrock loslegten. Das kleine aber feine Publikum genoss die Nähe zur Band sichtlich und ging bei den meisten Songs gut mit. Da ich die Band bis dato leider nicht kannte und daher auch nicht viel vergleichen kann, sei festgestellt, dass die Band ihre Instrumente im Grunde beherrscht – auch wenn einige Dudelsack-Passagen etwas daneben klangen. Stimmlich konnten mich die Dudelsackspielerin und der Gitarrist überzeugen. Ignis Fatuu sollte man nicht unbeachtet lassen, wenn man mit Bands wie Subway to Sally und In Extremo etwas anfangen kann, denn Talent ist vorhanden. (sa)

Foto: Samira Alinto


Roleplayer & Knight Combats (Wackinger Village)
Foto: Samira Alinto

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Eigentlich wäre nach Ignis Fatuu der Rest des Role-Player Combat & Battle dran gewesen und im Anschluss die Knight Combats, stattdessen tanzten die Ritter und Rollenspieler Tänze. Das war zwar nett anzusehen, wurde dann aber doch so langweilig, dass ich nicht wartete um zu sehen, wann das Kämpfen denn nun losgeht. Ich bin mir sicher, dass es auch nett anzuschauen und wahrscheinlich spannender war. Der anschließende Bummel über das Wackinger Village allerdings war schon spannend, denn dort gab es einige Kuriositäten, wie den Keuschheitsgürtel für Männer zu bestaunen. (sa)

Foto: Samira Alinto


Morbid Angel(Black Stage)
Foto: Samira Alinto

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„I Am Morbid“ steht auf dem Banner dass das kleine Motorflugzeug hinter sich herzieht und genau das war auch Programm. Die Deathmetaller aus dem sonnigen Florida sind zurück und haben ihr neues und mittlerweile achtes Studioalbum „Illud Divinum Insanus“ mit im Gepäck. Die Band begnügt sich allerdings, mit „Nevermore“ und „I Am Morbid“ in der Mitte des Sets, nur zwei neue Titel zu spielen. Den Rest der Stunde gibt es Klassiker wie „Immortal Rites“, „Angel of Disease“ und „God of Emptiness“. Ohne viel Aufhebens, leider auch ohne viel Interaktion, mit viel Energie, guter Songauswahl aber eher kargen Bühnenbild erfreuten Morbid Angel ihre Fans. (sa)

Foto: Samira Alinto


Bai Bang (Pressezelt)
Foto: Samira Alinto

Im Pressezelt gab es einen kleinen Vorgeschmack darauf wie sich die Stücke des im Juli erschienen Bai Bang Albums „Livin´ My Dream“ live anhört. Die Schweden gehören in Sachen Glam-/Sleaze und Hardrock zum alten Eisen der 80ziger. Klingt gar nicht schlecht, was Bai Bang abliefern. Besonders der heftiger rockige Ohrwurm „We´re United“ verfolgt mich noch auf meinem Weg zum W.E.T. Stage.
(sa)

Van Canto (Party Stage)

Foto: Wacken Open Air

Van Canto traten den Beweis an, dass a cappella auch in Wacken salonfähig ist. Dass Metal-Gassenhauer wie „Rebellion“ und „Fear of the Dark“ auf einem Festival gut ankommen, steht ja außer Frage. Aber auch ohne Gitarren und Bass funktionierten diese Klassiker ausgezeichnet. Das Publikum sah es anscheinend ähnlich und sang dementsprechend laut mit. Auch der „Bard`s Song“ kam gut an, auch wenn er das Original vom Vorabend nicht ganz schlagen konnte. Erstaunlicherweise kamen aber auch die eigenen Songs wie „The Mission“ und „One for All“ ausgezeichnet an. Lag es am guten Wetter oder doch eher am intensiven Touren in den letzten Jahren? Auf alle Fälle ein bunter Farbtupfen im Programm! (tp)

Sodom (True Metal Stage)
Foto: Samira Alinto

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Sodom waren definitiv keine Enttäuschung. Gleich am Anfang legten sie mit dem beliebten Song „In War and Pieces“ des letzten Albums los. Es gab die Songs der guten alten Tage wie „Agent Orange“, „M-16“ und den allzu einfach mitzusingenden „The Saw is the Law“. Es regnete zwar nicht, aber leider hat der Wind nicht nur den Sound weggerissen, sondern auch die Lautsprecher nach links und rechts gedreht, was den Sound für alle die nicht direkt vor der Bühne standen in Wellen schallen ließ. Nichtsdestotrotz, wie man unschwer auf den Bildern erkennen kann, hatten die Musiker viel Spaß und wenn man sich ansieht wie viele Leute mitsangen und diese Metal-Veteranen frenetisch abfeierten, das Publikum genauso. (oa)

Trivium (True Metal Stage)
Foto: Timo Pässler

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Lange war es ruhig um die amerikanischen Modern-Metaller Trivium. Nun melden sie sich mit ihrem neuen Album „In Waves“ zurück. Und was kann es als bessere Werbung geben, als auf dem größten europäischen Heavy Metal Festival zu spielen? Richtig, keine! Das wissen auch Trivium und gaben dementsprechend von der ersten Sekunde an Vollgas. Matt Heafy, neuerdings mit modischer Kurzhaarfrisur, poste wie ein Irrer und kam dabei aus dem Dauergrinsen nicht mehr heraus. Auch wurde er nicht müde zu betonen, wie geil sein erstes WOA und insbesondere das Publikum ist. Mit „Like light to the Flies“ und „A Gunshot to the Head of Trepidation“, sowie einem beeindruckenden Moshpit verabschiedeten sich die Jungs. (cp)

Negator (W.E.T. Stage)
Foto: Samira Alinto

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Wer Stalker liest, kennt Negator schon lange, denn vor einigen Jahren wurden sie bei uns zum Fresh Act of the Month gekürt. Die Blackmetaller aus Hamburg waren seither sehr umtriebig, haben seit dem weiter stetig an sich gearbeitet, drei Alben veröffentlicht, Besetzungs- und Labelwechsel hinter sich und standen nun auf der W.E.T. Stage des Wacken. Sänger Steve „Nachtgarm“ Marbs hat es sogar nach dem Ausscheiden von Masse „Caligula“ Broberg zum neuen Sänger in der legendären schwedischen Black-Metal-Band Dark Funeral gebracht. Dass dies seine Energie für Negator nicht lahm legt, beweist er bei diesem Auftritt zweifellos. Ganz pur, ohne Corpsepaint, aber mit heftig bösem Geschichtsausdruck peitscht er sich und das Publikum durch die halbe Stunde Spielzeit. Leider haben Negator richtig miesen Sound, so dass man bei einigen Songs aus dem Tonmatsch kaum Gesang heraushören kann. Bei den letzten beiden Songs hat der Soundmann wohl auch endlich ausgeschlafen und Negator klingen wie sie sollten: Brutal, düster und aggressiv. (sa)

Foto: Samira Alinto


Deadlock (W.E.T. Stage)
Foto: Timo Pässler

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Eigentlich müssten sich Deadlock in Wacken wie zuhause fühlen. Nicht weil sie schon so oft hier gespielt haben, sondern weil ihr Heimatort etwa genau so klein ist wie Wacken. Trotzdem sind die Jungs und das Mädel gar nicht schüchtern und tobten sich auf der auf der Bühne richtig aus. Die Songs, obwohl sie mit ihren ausufernden Synthesizer-Arrangements und teilweisen Hardcore-Einlagen eher wenig nach Wacken passen, kamen größtenteils gut an. Das Zelt war zwar zu dieser Zeit auch schon mal voller, Deadlock lassen sich davon aber nicht beirren und gaben 30 Minuten lang Vollgas. (tp)

Kein Cradle of Filth, aber Triptykon (Black Stage)
Foto: CoF

Cradle of Filth haben abgesagt, da Dani Filth sich beim Selestat Festival in Frankreich verletzte. Nicht wenige finden sich trotzdem vor der Black Stage ein, da in den Programmheften nichts davon erwähnt ist. Die ehemaligen Celtic Frost Musiker, Thomas Gabriel Fischer, Vanja Slajh mit ihrer Band Triptykon als Ersatz ins Rennen zu schicken war dann wohl auch eher eine Notlösung – obwohl sie beim diesjährigen Rock Hard Open Air als freitags Headliner spielten. Ein Großteil des Publikums verkrümelte sich enttäuscht schon während des ersten Songs, so dass es recht übersichtlich vor der Bühne wurde. Doomig, melodisch und atmosphärisch düster mit gutem Licht, schönen Bühnenbild und mit bestem Sound belohnten die Schweizer all jene die sich auf Triptykon einließen. Ein doch recht würdiger Ersatz. (sa)

Foto: Samira Alinto


Judas Priest (True Metal Stage)
Foto: Samira Alinto

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Die Priester traten an diesem Tag zum Altmeister-Vergleich mit Ozzy Osbourne an. Bei perfekten Rahmenbedingungen (Sound, Wetter und Stimmung) erwischten sie mit „Rapid Fire“ und „Metalgods` auch gleich einen fulminanten Einstieg. War ich im Vorfeld sehr skeptisch hinsichtlich ex-und-jetzt-wieder-Sänger Rob Halford, überzeugte mich der Metalgod im Handumdrehen. Alle Kritiker der letzten Jahre, die an seiner (heutigen) Stimmqualität und Performance mäkelten, strafte er Lügen. Auch dass er „Breaking the Law“ komplett vom Publikum singen ließ, hat nichts mit Schummelei zu tun, sondern zeugte von wahrer Größe. À propos Größe: ich habe schon lange nicht mehr so eine großartige Gesangsperformance bei „Painkiller“ gehört! Priest, so viel sei vorweg zu nehmen, gewannen schon aufgrund dieser Leistung den Vergleich mit Ozzy ganz locker!
Aber Priest bestehen ja nicht nur aus Rob Halford. Auch Glenn Tipton war, ist und bleibt ein Dreh- und Angelpunkt der Show. Wirklich erstaunlich war jedoch, dass Glenn während der ersten Songs erstaunlich gehemmt wirkte. An der gigantischen Kulisse kann es ja eigentlich nicht gelegen haben, hat dieser Mann doch schon fast jede Halle der Welt ausverkauft. Ganz anders präsentierte sich da Neugitarrist Richie Faulkner. Er war heiß wie Frittenfett und rockte, posierte und spielte als gäbe es kein Morgen. Man musste fast Angst haben, dass er den anderen Priestern die Schau stiehlt. Zur Belohnung durfte er sogar ein kurzes Girarrensolo spielen und wurde anschließend durch Rob Halford geadelt.
Foto: Samira Alinto

Ein Wort noch zur Setlist: Die konnte ausgewogener nicht sein. Mit Ausnahme der Ripper-Phase wurde jedes Album berücksichtigt. So dürfte kaum ein Wunsch offen geblieben sein.
Eine letzte, lustige Randnotiz sei erwähnt: Während Rob zu jedem Song ein neues Outfit wählte, machte es ein Mädel aus dem Publikum anders. Während sie crowdsurfte, zog sie zur Freude der Menge oben herum blank. Ob freiwillig oder nicht, konnte ich dem Gesichtsausdruck der Dame nicht entnehmen... (tp)

Kyuss Lives (Party Stage)
Foto: Samira Alinto

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Warum Kyuss den Zusatz „Lives“ braucht, mag an den Zankereien mit Ex-Gitarrist Josh Homme liegen, denn wenn so viele original Mitglieder einer Band wieder am Start sind, müsste „Kyuss“ eigentlich reichen. Die Stoner-Rock-Ur-Väter sind zurück und das ist ja erst mal das Wichtigste, denn außer mir gibt es jede Menge Fans im Publikum, die sicher nicht glaubten diese Band live zu sehen. John Garcia, Brant Bjork und Nick Oliveri legten eine wirklich runde Performance ab, aber Bruno Fevery konnte die Fußstapfen von Homme nicht ganz füllen. Nichtsdestotrotz waren alle Evergreens wie „Gardenia“, „Supa Scoopa and Mighty Scoop“ oder „One Inch Man“ dabei und der Sound war auch nahezu perfekt. Ein wenig mehr Publikumsnähe in Form von Ansagen wäre nett gewesen, aber selbst das konnte diese tolle Erfahrung nicht schmähen. (sa)

Skindred (W.E.T. Stage)
Foto: Samira Alinto

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Skindred touren schon seit Juni ziemlich fleißig quer durch Europa und haben schließlich beim WOA den Höhepunkt erreicht. Vor kurzem sind sie noch als „Bester Live-Act“ vom Metal Hammer ausgezeichnet worden (ebenso gewannen sie den dubiosen „Devotion“-Award vom Kerrang!). Mit Blick auf Ihren Auftritt beim Wacken ist dieser Titel auch wahrlich verdient. Gleich vom ersten Song „Stand for Something“ hatten sie das Publikum um den kleinen Finger gewickelt. Ich bezweifle dass seit einer Weile so viele Leute im Zuschauerraum simultan gehüpft sind. Sie verwöhnten uns mit Songs ihres letzten Albums „Union Black“ (Doom-Riff-Warning) wie auch von ihrem Debüt „Babylon“ (Pressure) und da gab es nichts zu meckern. Der einzige mögliche Kritikpunkt den man hier anführen konnte wäre wohl die Gefahr für zierliche Asthmatiker in der Mitte des sauerstoffarmen Zelts voller hüpfender Maniacs, die von Prediger B. Webbe bis zum Äußersten gepeitscht wurden. Volle Punktzahl, weiter so! (oa)

Foto: Samira Alinto


Saltatio Mortis (Party Stage)
Foto: Timo Pässler

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Anhänger von Mittelaltermusik kamen dieses Jahr auf dem WOA etwas zu kurz. So verwundert es nicht, dass sich zu Saltatio Mortis trotz der späten Uhrzeit noch eine beträchtliche Menschenmenge vor der Party Stage eingefunden hatte. Glücklicherweise dröhnten Apocalyptica von der Hauptbühne nicht so laut herüber, dass die ruhigen Momente des Septetts völlig verloren gingen. Saltatio schafften es so also noch einmal, die letzten Reserven der Fans zu mobilisieren und hinterließen nur glückliche Gesichter. Nicht zuletzt dürfte dies auch an Doro liegen, die Saltatio bei „Salome“ unterstützte. Um 3:00 Uhr hatten es dann alle geschafft und könnten entweder glücklich ins Zelt fallen oder sich zur weiteren Feierei ins Partyzelt begeben. (tp)

Apocalyptica (Black Stage)
Foto: Wacken Open Air

Die finnischen Cello-Metaller nahmen die Bühne (sehr) spät in Besitz aber das Publikum war trotzdem überraschend wach. Spätestens bei „Seek and Destroy“ hatte sich jede einzelne Seele eingefunden um so gut wie möglich mitzusingen. So ziemlich jeder hat beim Chorus mitgemacht und erstaunlich viele sangen und schrien während des ganzen Songs mit. Die anderen beiden Metallica-Cover, „Nothing Else Matters“ und „Master of Puppets“ waren auch tolle Mitsinglieder und Eicca selbst sagte, dass er das Publikum als seine Sänger liebt. Der Track des letzten Albums 7th Symphony, „Bring Them to the Light“ wurde zur Freude des Publikums ebenso gespielt, wie der Evergreen „Hall of the Mountain King“, mit dem sie ihr Set abschlossen und die Metalheads zum Energie auftanken entließen. (oa)

Foto: Samira Alinto



Samstag, 06. August 2008

Moonsorrow (Black Stage)
Foto: Samira Alinto

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Wenn im letzten Jahr Dew Scented und Ektomorf den Kater und die Müdigkeit mit musikalischen Arschtritten hinweg fegten und spätestens nach einem Song wirklich jeder wach war, gingen Moonsorrow sanfter zu Werke. Das Publikum war am letzten Wacken-Tag um 12 Uhr morgens noch recht übersichtlich. Auch wenn spielerisch an dem halbstündigen Set welches nichts auszusetzen war, konnten die finnischen Pagan-Metaller das Publikum noch nicht wirklich mitreißen. Schade, denn die Songauswahl mit und auch sonst alles auf der Bühne stimmte. Für diese Band, mit ihren schwermütigen, düsteren und anspruchsvollen Songs, war es einfach noch zu früh. (sa)

Kataklysm (Black Stage)
Foto: Wacken Open Air

Lange war das Northern-Hyperblast-Ensemble nicht mehr auf dem WOA. Nun war es endlich mal wieder an der Zeit und die Menge vor der Bühne dementsprechend groß. Auch wenn der Sound alles andere als großartig war und auf Dauer auch ziemlich monoton klang, donnerten Tracks wie „Push the Venom“ und „Ambassador of Pain“ außerordentlich kraftvoll ins Auditorium. Wirklich beeindruckend war aber, was bei „As I Slither“ passierte: Grunzer Maurizio Iacono rief zum Security-Stresstest auf. Was folgte war eine wahre Sintflut an Crowdsurfern. Das alles sah von oben betrachtet mehr als geil aus. Nach dem Song war die Security dann vermutlich froh, dass man den Ansturm heil überstanden hat. (tp)

Foto: Samira Alinto


The Haunted (Party Stage)
Foto: Samira Alinto

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Mit einem guten Mix aus einigen Neuen und vielen alten Songs konnten The Haunted sich innerhalb kürzester Zeit, ein trotz des noch relativ kleinen Publikums und für die frühe Tageszeit, ordentliches Circlepit aufbauen. Die Norweger hatten sichtlich Spaß auf der Bühne, als sie ihre neuen Songs „Never Better“ und „Unseen“, die sich doch um einiges von den gewohnten Machwerken unterscheiden, genauso begeistert abgefeiert wurden wie die Hits „99“, „No Compromise“ "Dark Intentions" oder "Bury Your Dead". The Haunted lieferten eine tolle Show ab und Peter Dolvig rundete alles mit seinem herrlichen Humor ab. Ein bisschen „erhobenen Zeigefinger“ gab es zum Schluss auch noch - was anbetracht der jüngsten Ereignisse in Norwegen fast zu erwarten und somit okay war. Leider schwappte ab und ab der Sound von Kataklysm rüber, was etwas nervte. (sa)

Mayhem (Black Stage)
Foto: Samira Alinto

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Mayhem Shows sind immer spannend und nie öde. Leider muss ich meine Aussage korrigieren, denn diesmal war es langweilig. Auf der Bühne schienen Attila und Teloch am liebsten schnell wieder weg sein zu wollen, so lustlos wirkten sie. Einzig Necrobutcher drehte auf. Von Auftritten wie dem von Gorgoroth aus dem Jahr 2008 verwöhnt, enttäuschte auch das Bühnenbild. Anders als bei ihrem Wacken-Auftritt 2004 gab es diesmal außer einem umgedrehten Kreuz mit einem vierarmigen Jesus und den Backdrops nur Ödnis. Musikalisch gab es allerdings überhaupt nichts zu meckern. Auch die Songauswahl mit Highlights wie „Pagan Fears“, „Deathcrush“ und mit „Illuminate Eliminate“ einem Kracher vom letzten Album, ließ keine Wünsche offen. Attila und seine Mannen lieferten ein perfekt gespieltes Set mit großartig bösem Gesang ab. Aber bei Bands wie Mayhem und Co., reicht das einfach nicht. Schade! (sa)

Foto: Samira Alinto


Miss Wet T-Shirt (Bullhead - City Stage)
Foto: Ozzy Aikas

Es war das erste Mal, dass ich bei einem Wet-T-Shirt-Wettbewerb war und ich bin froh, dass ich das hinter mir habe und es nicht noch mal machen muss. Murphys Gesetz obsiegt und alles was schief gehen konnte, ging auch schief. Zuerst betraten Moderatoren-Frauen den Wrestling-Ring, von denen eine ihren Zenit schon vor ein oder zwei Dekaden überschritten hatte und eine andere ziemlich wahrscheinlich mal ein Mann war – aber macht Euch da lieber selbst ein Bild und schaut die Fotos an.
Foto: Ozzy Aikas

Sie holten dann einen Mann zu einem Saufwettbewerb auf die Bühne, der dann ganz schön ausgebuht wurde, als er meinte, dass er keinen Alkohol trinkt. Die Kandidatinnen die dann auf die Bühne kamen schienen hübsch genug zu sein, aber jemand dachte wohl, dass das Publikum nicht so viel von ihnen sehen will und so holte man lieber schnell noch zwei Männer auf die Bühne um die Sicht zu versperren. Am Ende war die Gewinnerin ein Mädchen dass aus dem Publikum kam um den Tag zu retten, da sie auch die einzige war, die ihren Busen nicht vor dem Publikum versteckte und freimütig fast die ganze Zeit oben-ohne war. Ich dachte eigentlich, dass dies die Idee des Ganzen war, aber scheinbar hatte das keiner den anderen Teilnehmerinnen verraten. Da das WOA zu monströsen Proportionen angewachsen ist scheinen solchen Nebenschauspiele – wenn auch armselig ausgeführt – nötig zu sein um die Massen auf mehrere Plätze zu verteilen anstatt einen auf einen Ort konzentrierten Massenandrang zu haben. Nichtsdestotrotz ist hier immer noch Raum für bessere Ideen. (oa)

Iced Earth (True Metal Stage)
Foto: Timo Pässler

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Es sind die letzten Shows, die Matt Barlow mit Iced Earth spielen wird, insofern ist es nicht nur schade, sondern auch unverständlich, dass die Jungs schon derart früh auf die Bühne müssen. Ein späterer Auftritt wäre des Anlasses eindeutig würdiger gewesen. Aber sei es drum! Jon Shaffer und Co starteten mit dem Alltime-Opener „Burning Times“ in ihren Set. Weiter ging es mit einem gelungenen Mix aus altem („Vengeance is Mine“), mittelaltem („The Hunter“) und neuerem Material („Declaration Day“). Auch einige rare Sachen kamen zum Zuge (z.B. Das selten gespielte, aber trotzdem sehr coole „Jack“). Wirklich erstaunlich fand ich, dass kaum Nummern der beiden letzten Werke gespielt wurden. Hat Jon etwa doch eingesehen, dass der Großteil des Materials den Klassikern bei weitem nicht das Wasser reichen kann? Viel zu schnell war dann leider Schluss. Als Iced Earth die Bühne verließen, macht sich etwas Wehmut breit. Wie wird es nach Matts definitiven Ausstieg weitergehen? Kann ein Sänger überhaupt die großen Fußstapfen ausfüllen? (tp)

Sepultura (Black Stage)

Foto: Timo Pässler

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Es war tatsächlich das erste Mal, dass die Brasilien-Thrasher auf dem WOA spielen durften. Ist es Zufall oder liegt es doch am neuen Hammeralbum und neuem Label? Ich weiß es nicht, aber ich weiß eines: Andreas Kisser, Derrick Greene und die anderen spielten einen Großteil der Konkurrenz in Grund in Boden! Nummern wie „Kairos“, „Troops of Doom“ und „Territory“ knallten derart heavy aus den Boxen, dass man bald nur noch ein einziges Meer aus fliegenden Haaren vor sich sah. Beim finalen „Roots“ bekam ich sogar eine meterdicke Gänsehaut! So was hatte ich lange nicht mehr bei einem Auftritt. Für mich und vermutlich auch die meisten anderen - inkl. der gesamten Stalker-Crew - DIE Überraschung des Festivals! (tp)

Foto: Samira Alinto


Kreator (Black Stage)
Foto: Timo Pässler

Eigentlich wollten Kreator nach der Thrash-Fest-Tour an ihrem neuen Album arbeiten. Anscheinend war es den Jungs aber im Proberaum zu langweilig geworden, sodass man (mehr oder weniger) spontan einige Festivals gebucht hatte. Die Show (Bühnenaufbau, Videoprojektionen und Setlist) war der Thrash-Fest-Show dann auch recht ähnlich (siehe Review bei uns). Die Anwesenden störte es aber wenig bis gar nicht, sodass sich ein ums andere Mal nach Milles Aufforderung riesige Mosh- und Circlepits bildeten. Ich fand es hingegen eher langweilig, da mir die gesamte Show von der Tour her doch sehr bekannt vorkam. Aber was soll´s? Die Stimmung war gut und an Songs wie „Enemy of God“, „Voices of the Dead“, „Violent Revolution“ oder „Reconquering the Throne“ kann man sich eh fast nicht satt hören. Ich bin auf das neue Album gespannt. (tp)

Motörhead (Black Stage)
Foto: Samira Alinto

Wie immer- wer Motörhead schon oft gesehen hat, braucht eigentlich nicht mehr hinsehen, denn bei dieser Band ändert sich nichts – auch nicht im 35. Bühnenjahr. Das ist auch okay so. Motörhead sind Kult, Konstante und einfach herrlich. Eine Viertelstunde länger als vorgesehen, beglückten Lemmy Kilmister, Philip Campell und Mikkey Dee bei gutem Sound und Licht mit Songs wie „Iron Fist“, „Stay Clean“, „Killed by Death“ und natürlich dem unvermeidlichen, oft kopierten und unerreichten, „Ace of Spades“. Ansonsten gibt es nichts zu sagen, was nicht schon tausendfach gesagt wurde. Motörhead eben! (sa)

Foto: Samira Alinto


Children of Bodom (Black Stage)

Foto: Timo Pässler

Zur Children of Bodom-Galerie geht es hier!
Seit ihrem 2002er Auftritt auf dem WOA, wurden Auftritte der Bodom-Kinder immer mit Spannung erwartet. Der Bühnenaufbau ließ auch viel erwarten: Laufstege mit mehrere Keyboards und Mikros, fette Pyrobatterien und coole Banner. Als die Achterbahnfahrt dann los ging, nahmen uns Alexi Laiho und Co mit auf eine Zeitreise. Außer dem Debüt „Something Wild“ wurde jedes Album mit mindestens einem Song abgedeckt. Größtenteils handelte es sich also um eine Best-of-Show, in der sich aber mit „Children of Bodom“ ein wirklich rarer Song verbarg. Cool! Schade nur, dass die Show mit dem unvermeidlichen „Hatecrew Deathroll“ nach viel zu kurzen 75 Minuten wieder endete. Alles in allem ein klasse Auftritt, der sich, meiner Meinung nach, in punkto Songauswahl, Energie und Stimmung nur knapp dem Tagesbesten Sepultura geschlagen geben musste. (tp)

Eläkeläiset (Party Stage)
Foto: Wacken Open Air

Eläkeläiset, zusammen mit ihren Landsleuten von COB, litten am meisten unter dem Wetter. Während der ersten zweieinhalb Songs war noch alles in Ordnung. Die Musik war lustig, die Musiker noch lustiger und die (überraschend große) Menge vor der Bühne war so glücklich wie es nur geht. Aber dann setzte der Regen ein und es hat nicht nur ein bisschen genieselt, sondern wie aus Eimern geschüttet. Demzufolge musste Euer unglücklicher Stalker seine teure Kamera schützen und zum Zelt eilen – nur um dann zu merken, dass der Regen aufhörte als er nach einem 30-minüten Marsch sein Ziel erreichte. Nichtsdestotrotz hat er es geschafft einen Drink mit den Finnen zu haben und bezeugen zu können, dass man Keyboard spielen kann indem man sich darüber rollt. (oa)

Foto: Samira Alinto


Fazit: Nächstes Jahr werden wir versuchen schon am Mittwoch vor Ort zu sein, um einen Teil von all den vielversprechenden Newcomern für Euch reviewen zu können. Außerdem ist wieder eine Koop mit Metal.de geplant. Wir freuen uns schon auf Wacken 2012, welches laut den Maya ja unser letztes sein könnte. Also los und schnell Karten sichern, bevor es wieder restlos ausverkauft ist! Die ersten Bands sind übrigens auch schon bestätigt: Amon Amarth, Axel Rudi Pell, Cradle of Filth (nächster Versuch), Endstille, Forbidden, Gamma Ray, Hammerfall, Ministry, Scorpions, Six Feet Under und U.D.O. Wir halten Euch in der WOA-Preview auf dem Laufenden!

Foto: Samira Alinto




Samira Alinto (sa), Ozzy Aikas (oa), Timo Pässler (tp), Christina Pässler (cp)


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9/10



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