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Fuck Easter Festival

2006-04-20
Stadt / City Hamburg 
Land / Country Germany 
Web www.heavenshallburn.com, www.amorphis.net, www.soilwork.org, www.hypocrisy.de
 
Veranstaltungsort:
Location
Markthalle 
Datum / Date13.04.2006 
Bildergalerie / Picturegalerie FuckEaster2006 
Photos: Melanie Haack 

STALKER presents FUCK EASTER - oder besser "presented". Wer das Osterfest der etwas anderen Art verpasst hat, kann sich wirklich ärgern. Genau das machen auch unsere beiden Hamburger Schreiberlinge, die leider nichts von dem Festival hatten, sondern krank zu Hause im Bett lagen. Matthias Lohse hatte sich - krank, aber das Billing vor Augen - sogar schon aus Elmshorn auf den Weg gemacht, musste dann aber doch wieder umdrehen und das Bett dem Moshpit vorziehen. Ärgerlich! Rettung kam von metal.de, die ihren Bericht mit uns teilen. Ein dickes Danke an dieser Stelle! Unsere Fotografin war aber gesund und vor Ort - das Resultat könnt Ihr Euch in der ausführlichen Bildergallerie ansehen.

Was für ein Line Up! Vom Metalpapst Peter Tägtgren mit seiner Band Hypocrisy als Headliner, über die aus Israel stammenden Betzefer bis hin zu One Man Army And The Undead Quartet waren für alle Death Metal- und Metalcore-Fans ausreichend musikalische Schmankerl dabei. Amorphis, die mit neuem Album und neuem Sänger auf Tour sind, und Soilwork waren weitere Headliner. Die Organisatoren vom Fuck Easter Festival hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um der norddeutschen Metalszene noch vor Ostern eine Freude zu machen. Ein Spaß für jeden, der dabei war - ein Fehler von jedem, der nicht gekommen ist.

Heaven Shall Burn



Leider erschienen die fünf Jungs von Heaven Shall Burn eine Viertelstunde zu spät auf der Bühne. Sänger Marcus entschuldigte sich nach ihrem Song „The only truth“ sogleich dafür, sie waren „stecken geblieben“ erklärte er. Den Zeitverlust beglichen die Saalfelder durch zügiges Spielen ihres Sets und lediglich knappe Ansagen. Dem Publikum gefiel dies. Prompt sprang ein Stagediver nach dem anderen von der Bühne. Die Markthalle füllte sich mehr und mehr und der Moshpit wurde größer, wilder und schweißiger. Marcus Bischoff hatte Erbarmen mit den Moshwütigen und begoss erst sich und dann die Menge mit Wasser. Nicht nur vor der Bühne war Aktion angesagt, Heaven Shall Burn heizten dem Publikum von der Stage aus ordentlich ein. Schmetternde, zeitweise brachiale Gitarrenriffs, heftige Basseinlagen, ein hämmerndes Schlagzeug und nicht zuletzt der Schreigesang boten allen Metalcore-Fans die Gelegenheit, sich die Ohren mal wieder gründlich durchpusten zu lassen. Als die ersten Töne von „Behind all of silence“ von ihrem 2002er Album „Whatever it may take“ erklangen, jubelte die Menge. Marcus nutzte die Chance und ließ die Leute „Behind“ rufen, woraufhin er die Songzeile vervollständigte. Nach dem Song „Voice of the voiceless“ rief der Heaven Shall Burn-Frontmann die Leute aus den hinteren Reihen dazu auf, es den anderen gleich zu tun und in den Moshpit zu gehen. Er selbst lehnte sich immer wieder auf die Hände der Fans in den ersten Reihen, was die Meute nur noch mehr zum Stagediven und Moshen animierte. Schade, dass die Jungs von HSB nicht mehr Zeit hatten.

Amorphis



Sie wurden von allen heiß erwartet, hunderte Arme reckten sich in die Luft, als die ersten Töne des Intros erklangen. Nach unendlich scheinenden drei Minuten, traten sie dann endlich auf die Bühne: Amorphis! Mit großem Jubel und Applaus wurden sie empfangen. Überall war das altbekannte Metalzeichen - die Teufelshand - zu sehen. Doch auch einige überraschte Gesichter konnte man in der Menge entdecken, als das Licht auf die Bandmitglieder fiel. Anscheinend hatten noch nicht alle mitbekommen, dass Pasi Koskinen nicht mehr der Frontmann bei Amorphis ist. An seine Stelle ist vor gut anderthalb Jahren Tomi Joutsen getreten. Der ein oder andere mag ihn aus der finnischen Band Nevergreen kennen. Mit ihrem aktuellen Album „Eclipse“ begeben sich Amorphis wieder auf den Weg zu ihrem Stil aus den 90ern. Klarer Gesang abgelöst von Growls, schwere Gitarrenriffs, zeitweise unterlegt mit Keyboard, Bass und Schlagzeug machen die Musik komplett. Der gut abgemischte Sound und die perfekt eingestellte Lautstärke machten den Gig zu einem Ohrenschmaus für die Fans. Die Finnen spielten ein abwechslungsreiches Set mit vielen neuen aber auch einigen alten Stücken. Tomi Joutsen lieferte der Meute eine großartige Show. Bei jeder Gelegenheit ließ er seine Dreadlock-Mähne kreisen, dass man dachte, ihm fällt jeden Moment der Kopf ab. Er war immer in Aktion, war mal links auf der Bühne, mal rechts, und häufig ganz nah an den Fans am Bühnenrand. Dieser Mann ist auf jeden Fall ein würdiger Ersatz für Pasi Koskinen. Eine Leidenschaft von Amorphis hat sich auch mit dem neuen Sänger nicht verändert: der Nebel. Manchmal waren die sechs Finnen gar nicht mehr zu sehen vor lauter Nebel. Dies schien aber niemanden zu stören, und so wurde unaufhaltsam vor der Bühne weiter gerockt.

Soilwork



Die Monitorboxen der Markthalle wurden beim Auftritt von Soilwork auf eine harte Probe gestellt. Kaum waren die Schweden auf der Bühne, schon erklommen Sänger Björn, auch genannt „Speed“, und Bassist Ola Flink die Monitorboxen. Björn heizte der Menge vom ersten Augenblick an ordentlich ein. Mit erhobenen Armen stand er auf der Box und forderte die Fans auf, es ihm gleich zu tun. Ein Meer von Händen, Armen und dem „Teufelszeichen“ war zu sehen, unterlegt mit lautem Grölen, Schreien und Jubeln. Ola Flink stand dem Soilwork-Frontman in nichts nach. Immer wieder streckte er, auf der Monitorbox stehend, seinen Bass in die Höhe, um danach wie eine Kanonenkugel über die Bühne zu schießen - immer mit einem Grinsen im Gesicht. Dieser Bassist machte seinem Namen „Flink“ wirklich alle Ehre. Er war ständig in Bewegung und überall auf der Bühne präsent. Aber nicht nur fürs Auge, sondern auch für die Ohren war Ola Flink bestens wahrnehmbar. Sein Bass dröhnte kräftig aus den Boxen und setzte sich deutlich, aber nicht übertrieben, von den anderen Instrumenten ab. Man hört es Soilwork an, dass sie nicht erst seit kurzem zusammen spielen, alle Musiker ergänzen sich erstklassig. Leider war der Sound zu laut eingestellt, so dass ohne Ohropax ein Piepen in den Ohren garantiert war. Die Meute schien das aber nicht zu stören, sie moshten zu alten und neuen Songs ohne Unterlass. Soilwork spielten von ihrem aktuellen Album „Stabbing the drama“ unter anderem den Song „Stalemate“ und von ihrer 2002er Platte „Natural born chaos“ war zum Beispiel „The Bringer“ auf der Setliste. Zum Ende ihres Gigs amüsierte sich Sänger Björn noch über sich selbst und die Fans, als er in die Menge fragte: „Schwimmt ihr schon in Eurem eigenen Schweiß?“

Hypocrisy



Der „Metalpapst“ ist in der Stadt, hörte man den ganzen Abend durch die Markthalle munkeln. Der eine oder andere traute sich sogar, Peter Trägtgen nach einem Autogramm zu fragen, als dieser durch das Foyer der Markthalle schlenderte. Zurückhaltend freundlich erfüllte Peter jedem, der ihn darum bat, den wahrscheinlich lang ersehnten Wunsch. Kaum auf der Bühne, war von der vorherigen Zurückhaltung dann aber nichts mehr zu spüren. Hypocrisy lieferten ein Death-Metal-Brett vom Feinsten. Gleich zu Beginn ihres Gigs spielten die Schweden „Fire in the sky“ vom Album „Ten years of chaos and confusion“. Den Fans gefiel es und so hörte man neben Peter einige Hundert Metaller grölen. Nach jedem einzelnen Song wurde der Headliner des Abends gefeiert, als wären sie schon seit einer Ewigkeit nicht mehr auf Tour gewesen. Normalerweise leert sich die Hamburger Markthalle gegen Mittenacht ziemlich schnell, doch nicht so, als Hypocrisy spielten. Die Leute im Moshpit waren unermüdlich. Auch die Stagediver sprangen ohne Unterlass immer wieder von der Bühne in die moshende Menge. War es der Alkohol, oder vielleicht das grandiose Schlagzeugspiel von Horgh, das die Meute dermaßen zu Höchstleistungen trieb? Schnelle, animierende Parts gefolgt von hartem Geknüppel, dazu die typischen Death-Metal-Gitarrenriffs mit zeitweilig melodiösem Einfluss. Nicht zu vergessen der Gesang von Peter, der sowohl in den hohen, als auch in den tiefen Tönen seine Growls beherrscht. Gegen 0.30 Uhr verließen Hypocrisy dann die Bühne, kamen aber gleich wieder, um ihre Zugabe mit „War-Path“ zu eröffnen. Hypocrisy hinterließen eine Menge zufrieden schauender Leute beim diesjährigen Fuck Easter Festival in Hamburg.

Maike Eisenmenger, translation: Sanne Peeters


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9/10



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