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Tuska Open Air 2012

2012-07-05
Stadt / City Helsinki 
Land / Country FIN 
Web www.tuska-festival.fi
 
Veranstaltungsort:
Location
Suvilahti 
Datum / Date29.6.-1.7.2012 
Bildergalerie / Picturegalerie Fotolinks im Text / the text contains photo links 
Photos: Mari E. Haapala, Tina Solda, music-photocalypse.net 

Wie in jedem Jahr verwandelte sich Helsinki in einen Treffpunkt für Metalheads, wenn das Tuska Festival an einem Sommerwochende seine Pforten öffnet.

Freitag, der 29.06.2012
Ein Festival mittags um halb eins an einem Arbeitstag zu starten, klingt nicht gerade nach der besten Idee, aber glücklicherweise hat das Tuska wieder seinen angestammten Platz zwei Wochen nach Mittsommer zurückerobert, sprich, mitten in der finnischen Urlaubssaison.

Diesem Umstand sowie dem schönen Wetter und nicht zuletzt dem eigenen guten Ruf hatten es Profane Omen zu verdanken, dass sie sich am frühen Nachmittag bereits einer beeindruckenden Menge gegenübersahen.

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Wie auf Gitarrist Williami Kurkis T-Shirt zu lesen war, handelte es sich um den dritten Tuska-Auftritt der Band, aber die beiden früheren hatten jeweils im Zelt stattgefunden. Draußen auf der großen Bühne konnte Jules Näveri seine Fronterqualitäten erst recht ausspielen und hatte sichtbar ohne Ende Spaß. Was mir nicht anders ging – bloß konnte ich den Gig leider nicht komplett sehen, da er sich mit Alcest, überschnitt, die selten genug in Finnland spielen und daher auch nicht verpasst werden wollten. Mit ihren langsamen, ätherischen Songs boten sie einen starken Kontrast zur überschäumenden Energie von Profane Omen, wobei nur leider der Gesang ziemlich im Rest unterging.

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Nach einigen Songs entschieden wir uns, den Rest der Alcest-Show vom Schankbereich neben dem Inferno-Zelt aus zu genießen, der einen guten Blick auf die Bühne bot. Die eigentliche Bar befand sich jedoch ein ganzes Stück weiter hinten, neben dem stillgelegten Gasometer, wo wir bei der Gelegenheit die unbestreitbar schönste Tuska-Neuheit entdeckten: einen halb sonnigen, halb schattigen Biergarten unter den Bäumen auf dem Rasen, der letztes Jahr per Zaun vom Festivalgelände abgetrennt gewesen war. Eine perfekte Chillout-Zone, so grün wie der berühmte Hügel von Kaisaniemi (Tuska 2002-10), aber ohne dessen nervigen Staub – Note Eins mit Sternchen. Eine andere hochwillkommene Layout-Verbesserung war die Verlegung des Haupteingangs von Nordwesten nach Süden, was nicht nur den Fußweg all derer verkürzte, die von der Innenstadt oder dem Nachbarstadtteil Kallio aus kamen, sondern gleichzeitig auch eine Umpositionierung des Zauns zum Hauptschankbereich mit sich gebracht hatte. Dieser hatte im letzten Jahr einen Engpass auf der einen Seite des Hauptbühnenmischpults verursacht, während auf der anderen unnötiger Freiraum blieb. Dieses Jahr konnte man auf beiden Seiten um das Mischpultzelt herumgehen, ohne dass die Sicht vom Bierbereich auf die Bühne darunter gelitten hätte. Besser ist das. (TS)

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Exodus
Viele brauchten wohl nicht unbedingt A lesson in violence, sondern waren umgehend dem Old School Thrash Metal Command gefolgt. And there were none? Keinesfalls, eine ansehnliche Menge hatte sich zum Abfeiern der Band versammelt, und als wären sie Bonded By Blood mit der Band, tanzten sie den Toxic Waltz in einem riesigen Circle Pit. (KW)

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Nachdem ich den Barren Earth-Gig in der Nacht zuvor im On the Rocks wegen Terminkonflikten größtenteils verpasst hatte, war ich freudig überrascht, dass diese Band spontan den wegen eines verpassten Fluges überraschend freigewordenen Slot von Animals As Leaders übernommen hatten. Meine erste Gelegenheit, Barren Earth auf einer Freiluftbühne zu sehen, konnte ich mir nicht entgehen lassen, selbst wenn ich dafür nur wenig von Suidakra sehen konnte – wohl die bedauernswerteste Überschneidung des Wochenendes. Der überwiegende Teil des Sets war vom diesjährigen Album, wobei sich „The Rains Begin“ glücklicherweise nicht auf die tatsächliche Wetterlage bezog. (TS)

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Suidakra
Wie würden sich die deutschen Recken in der Folk-Metal Nation schlagen? Nun, die Menge im Inferno-Zelt hätte zwar größer sein können - es wurden im Laufe des Gigs auch immer mehr - aber die Stimmung war von Anfang an im Hoch. Die Fröhlichkeit der Band wirkte ansteckend, sie brachte de Menge zum Hüpfen mit Krachern wie The IXth Legion, Isle of Skye, Stone of the Seven Suns oder Balor vom letzten Album Book of Dowth. (KW)

Demonic Death Judge
besuchte ich schon aus Neugier, ob nämlich der Sound der Musamaailma Stage diesmal besser war. Anscheinend ja, zumindest der fiese Doom Metal der Finnen kam ziemlich cool rüber. (KW)

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Edguy
Die Tuska-Crowd begrüßte die Deutschen mit Begeisterung, machte auch jede Mitsingaktion mit – nur sind die Jungs nicht so recht mein Fall. Ich versuchte es ein paar Songs lang, schließlich sind Songs wie Ministry of Saints ja geil, nur dann bei Tobi Sammets Ausflügen in die höchsten Register schwenkte ich schnell die weiße Fahne und verzog mich bis zum Abschlusssong King Of Fools in die Puisto-Bar. (KW)

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Saint Vitus
frei nach dem Motto "let us introduce you to Doom" brachten diese US-Veteranen des Rock´n Doom das gesamte Gelände mit ihren tiefen Bässen zum Vibrieren. Aufgewartet wurden auch etwas schnellere Songs, und viele Anti-Government Sprüche - Let them Fall, The Bleeding Ground, Look behind you. Bei The Waste of Time wurde der Textzeile “raise your fist in the air” brav Folge geleistet. (KW)

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Lock UpEin Mitten in die Fresse DM/Grind Marke Old School, wo hinterher kein Gras mehr wächst - von der Allstar-Riege Shane Embury (Napalm Death), Nick Barker (Ex-Cradle of Filth), Tomas Lindberg (At The Gates) plus Anton Reisenegger auch nicht anders zu erwarten. (KW)

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Auf der Musamaailma-Bühne im Kattilahalli-Gebäude spielten überwiegend unbekannte Bands, und ich war ziemlich selten dort. Am Freitag sah ich mir jedoch Oddland eine Zeitlang an, um herauszufinden, ob der Hype der letzten Zeit gerechtfertigt war. Ich hatte sie zwar auf der FME 2011 beim Bandwettbewerb gesehen, war dort aber trotz ihres Sieges nicht allzu beeindruckt gewesen. Diesmal gefielen sie mir eine Ecke besser, aber letzten Endes sind sie mir etwas zu technisch und gekünstelt. Es spricht freilich für sie, dass sie wirklich ihren eigenen Sound haben, und zumindest der letzte Song (mit Gastsängerin) überraschte mich dann doch eindeutig positiv. (TS)

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Trivium
Auch eine Band, die mich irgendwie nicht wirklich für sich gewinnen kann. Klar, musikalisch und technisch 1a, keine Frage, auch unbestrittenerweise gute Songs im Gepäck, aber Trivium ist einfach nicht mein Fall. Das Tuska-Publikum jedenfalls feierte die Amis ab wie die Headliner, mit Krachern wie Capsizing The Sea, In Waves, Down From the Sky, Black, Watch the World Burn, The Deceived oder Throes of Perdition. (KW)

Wo Oddland jung und progressiv waren, vertrat die nächste Band auf der kleinen Clubbühne die ganz alte Schule: Demigod, Death-Pioniere aus Loimaa, fanden sich bereits 1992 zusammen. Nach mehreren Splits und Wiedervereinigungen im Laufe zweier Jahrzehnte sind sie jetzt mit Originalsänger Esa Lindén am Mikro wieder da und haben in den letzten Monaten ein paar Shows in Finnland und den USA gespielt. Diese, wie auch der Tuska-Set, konzentrierten sich auf die beiden Albumklassiker „Slumber Of Sullen Eyes“ und „Unholy Domain“. Demigod übertrafen meine Erwartungen bei weitem, und anstatt nach ein paar Songs zu Trivium zurückzugehen, sah ich mir den ganzen Set an, zumal dies dank einer neuen Bar im Clubgebäude sogar mit einem Bier in der Hand möglich war. (TS)

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Arcturus
war definitiv die schrägste Band des Tages – die Norweger produzierten ein undefinierbares Genre, garniert mit hypnotisch-klaren, teilweise skurriler Gesang, dazu noch eine Bühnenshow, wo man sich fragt, ob die alle grade ihren Gummizellen entfleucht sind – ein absolutes Tuska-Highlight. (KW)

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Megadeth
Mein persönliches Festivalhighlight folgte gleich danach – und wie die immer wieder aufbrandenden Megadeth-Sprechchöre zeigten, fühlten viele Anwesende dasselbe. Dave Mustaine zeigte sich beim letzten Gig der “13” Tour gut gelaunt, ausgesprochen “dankbar” (ich hörte irgendwann auf zu zählen, wie oft er “Thank you so much” sagte) und schmiss Kusshändchen schon nach dem 3. Song. Nun ja, angeblich ist er ja finnischer Abstammung, wie er erzählte (Vorfahren “Mustonen”). Aber dazwischenkreischen sollte man nicht, wenn er grad was erzählt – die Story zu Guns, Drugs & Money nämlich – da kann Herr Mustonen auch schnell mal seine scharfe Zunge auspacken. Da das aktuelle Album die Band auch wieder in Höchstform mit hochkarätigen zukünftigen Thrash-Klassikern zeigt, gibt es an Gig und Setlist nichts auszusetzen – obwohl ich gern auch wieder In My Darkest Hour gehört hätte... oder Wake Up Dead, oder ... Setlist: Never Dead, Head Crusher, Hangar 18, Trust, She-Wolf, Poison Was the Cure, Sweating Bullets, A Tout Le Monde, Guns, Drugs & Money, Whose Life (Is It Anyways?), Public Enemy No. 1, Symphony of Destruction, Peace Sells Encore: Holy Wars... The Punishment Due. (KW)

Samstag, 30.6.2012
Das Wetter hatte sich ein wenig verändert und war nun zwar nicht mehr so perfekt sonnig, aber dafür auch nicht zu heiß. Es war windig und die Leute die einen Regenmantel mit hatten, waren eindeutig die Gewinner des Tages…

Dem Plan, bereits Metsätöll auf der Hauptbühne anzusehen, kamen gleich zwei Platte am Fahrrad dazwischen. Wie ich hörte, hatten sich noch nicht all zu viele Fans zum Gig der Esten eingefunden. (KW)

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Dasselbe Bild dann noch bei Amoral, die Menge vor der Bühne noch schütter und offensichtlich noch nicht ganz wach. Vielleicht hätten die Jungs statt Pyroeffekte Kaffee-Fontänen einsetzen sollen... (KW)

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Da ich die Finnen Mokoma schon oft gesehen hatte, sah ich mir lieber die Kollegen aus Kuopio an:
Winterwolf
die ihren Hass auf die Welt auf der kleinen Musamaailma-Stage hinausbrüllten. Die schwierige Sound-Situation tat ihrem groovigen Black-Metal nicht wirklich gut, hätte gern mehr gehört, aber mir wurde die Soundwall auf Dauer zu massiv. (KW)

Ramin Kuntopolku
nennt sich eine 2-Mann Guerilla-Grind-Band, die unangekündigt einfach überall auftritt – und ich hatte das Glück, sie im Tuska Barbereich live zu erleben. Seht euch am besten mal ein Video von ihnen an. (KW)

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Horna
Es ist schon eine ganze Weile her, seit Horna ihre letzte Show auf dem Tuska gespielt haben und seit dem hat sich einiges verändert. Ein neuer Sänger – Spellgoth – folgte schon vor einigen Jahren den Fußstapfen von Corvus und das mit beachtlichem Erfolg. Ich war neugierig zu sehen wie seine Performance auf einer großen Festivalbühne anstatt in einem kleinen, dunklen Club funktioniert. Dass Horna immer noch interessant ist, war keine Frage, da die dritte Bühne von einer ansehendlichen Ansammlung von Zuschauern belagert wurde. Es war offensichtlich, dass die Altersgruppe des Publikums eher im Bereich um die 15 als um die normalerweise eher bei 20+ angesiedelt war, und diese Jungspunte schafften es bis zum Ende durch zu feiern. Auch wenn Spellgoth seine Rolle gut beherrschte, kam nicht allzu viel von der Band rüber. Die Show war nichts besonders aber auch nicht schlecht. (MH)

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Textures
aus Holland lieferten eine Mischung aus Prog Rock, Metal und Hardcore, und zogen eine große Menge an, die später ein Riesen-Circle-Pit formte. In der Tat ein cooler Act, der das hörenswerte Songmaterial mit heftiger Bühnenshow und leidenschaftlicher Interpretation – astrein bei clean und Growl vocals – garnierte. Nur wurde mir nach einigen Songs der Core-Anteil zuviel... (KW)

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Napalm Death
Der erste Preis für Psycho-Stage-Show geht an Sänger Barney Greenway... und auch bei einigen Ansagen wäre ne ”Übersetzung” notwendig gewesen. Nun ja, Nom de Guerre mit ”love and peace is the only way forward” anzukündigen, hat ja was Schwarz-Humoriges. Die Band feiert heuer ihr 30-Jahr Jubiläum, aber kein Zeichen von Altersschwäche (sie schleppen nach wie vor ihr Equipment selbst) - einfach nur geil. Das Programm war gewürzt mit Klassikern wie Suffer The Children, Practice What You Preach, Quarantined, Scum, Human Garbage, Next of Kin to Chaos, Dead, das Dead Kennedys Cover Nazi Punks Fuck Off, aber es gab auch neueres Material wie When All Is Said and Done. Klar, dass beim Rausschmeisser Instinct of Survival ein Riesen-Circle Pit tobte. (KW)

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Insomnium
Ich bin nicht sicher ob die zweite Bühne der richtige Platz für Insomnium war. Es gab zwar zweifelsfrei genug Publikum, aber ihre Musik und die asketische Bühnenpräsenz bedarf eigentlich eines anderen Ambientes. Nichtsdestotrotz funktionieren ihre Hits wie “Mortal Share” erstaunlich gut. Vielleicht wirkt der schüchterne Charme der Nord- Karelianer doch stark genug. (MH)

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Battle Beast
Immer wieder beeindruckend, die kraftvolle Stimme von Nitte Valo. Und klar, das Infernozelt war voll mit einer begeisterten Menge, die dem Viking / Power Metal huldigte. Die Finnen gaben ihr Debütalbum”Steel” nahezu 1:1 zum Besten. Bei Stay Black fühlte ich mich stark an Accept zu Udos Zeiten erinnert... (KW)

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Am Samstag gab es keine Spielplanänderungen, aber improvisiert werden musste zwischendurch trotzdem: Sonata Arctica flogen direkt von einem Auslandsgig ein und mussten am Flughafen feststellen, dass ihr Gepäck nicht mitgekommen war. So spielten sie denn mit geliehenen Instrumenten und in unmittelbar vor dem Gig noch schnell eingekauften Bühnenklamotten. Was kein Verlust war – ich konnte Tony Kakkos altbekannten bunten Hosen noch nie viel abgewinnen und meine Augen waren für die blauen Ersatzjeans dankbar. Übrigens klang auch die Musik besser denn je, aber das dürfte eher an der Band selbst gelegen haben als am geborgten Equipment. Kurz gesagt war dies das erste Mal, dass mir ein Sonata-Gig tatsächlich gefallen hat – bis es bei “Paid In Full” anfing zu regnen und unser Grüppchen sich ins Clubgebäude flüchtete. Dort spielten gerade Victims, mit denen ich nicht viel anfangen konnte, aber allemal besser als Regenwetter, und ein echtes WC gab es hier praktischerweise auch. (TS)

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Swallow the Sun
Die Doom-Rocker aus Jyväskylä haben ein ganz schönes Tempo beim Touren vorgelegt, nachdem ihr neuestes Album veröffentlicht war. Im Frühling eine Tournee, jetzt im Sommer die Festivals und im Herbst ist das finnische Sextett schon wieder unterwegs. Ich bin ziemlich sicher, dass sie auch auf die zweite Bühne gepasst hätten, aber das Zelt der dritten Bühne hatte offensichtlich mehr Atmosphäre für diese Art der Musik. Die melancholische Bühnenpräsenz von Sänger, Mikko, stand in einer schönen Balance zur Energie des Rests der Band. Der einzige Minuspunkt hier war die Tatsache, dass ich nicht den ganzen Auftritt genießen konnte, da ich mich beeilen musste zur zweiten Bühne zu kommen, da dort Behemoth starteten. (MH)

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Behemoth
Offenbart das dritte Mal wirklich die Wahrheit? Ich habe Nergal und seine Mannen zweimal in den letzten zwei Monaten gesehen; Zuerst in Atlanta (USA) und einen Monat später in Pratteln (Schweiz). Beide Shows konnten mich nicht recht vom Hocker hauen, aber ich wollte ihnen noch eine weitere Chance geben, mich doch noch zu überzeugen. Ich bin froh dass ich das tat. Nergal führte seine Truppe vor das Tuska-Publikum mit einer völlig anderen Intensität. Das Bühnebild war mit mehr Variationen gestaltet und die Band führte uns zurück bis in die frühen 90ziger. Auf zuviel Accessoires und Pyrotechnik wurde verzichtet und einfach geradeheraus losgestoben. „Es fühlt sich großartig an lebendig zu sein“, klingt dann auch sehr überzeugend aus dem Mund eines Mannes, der erst so eben gerade von einer sehr schweren Krankheit genesen ist. Behemoth waren definitiv eins der Highlights des Tuska 2012 für mich. (MH)

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Im Vergleich zu früher waren Sonata Arctica diesmal extrem sparsam mit Pyros, aber Sabaton machten diesen Mangel mehr als wett. Trotz Feuerbomben und kriegsschwangeren Texten kamen die Schweden in Frieden und besten Absichten, schmeichelten uns gar gleich in der Anfangsphase des Sets mit „White Death“, einem ihrer zwei Songs über den Winterkrieg zwischen Finnland und Russland. Der andere, „Talvisota“ folgte später während der Zugabe. Da in Helsinki damit zu rechnen ist, dass sich im Publikum auch schwedische MuttersprachlerInnen befinden, gab Joakim Brodén „Carolus Rex“ in seiner Muttersprache zum Besten, die in den Ohren Uneingeweihter (zu denen ich mich zähle) immer wieder lustig klingt. Alles in allem ein erstklassiger Gig – bei ihrer letzten Tuska-Visite spielten Sabaton noch mitten am Nachmittag, doch der diesjährige Samstagsheadliner-Slot war in jeder Hinsicht gerechtfertigt. (TS)

Jatkoklubi KYPCK, Before The Dawn, Shape of Despair at Nosturi
Die nach 8 Jahren reformierten Shape Of Despair spielten meines Wissens den ersten Live-Gig überhaupt, was etwas seltsam klingt wenn man weiß, dass diese Band bereits 1995 gegründet wurde. Das nenn ich eher A lesson in Doom – minimalistische Beleuchtung, keine Ansagen und ein Sound, der im Vergleich sogar Swallow The Sun als fröhliche Tanzmusik erscheinen lässt.

Before The Dawn waren kurzfristig für Black Sun Aeon eingesprungen, deren Sänger Mikko hatte sich eine Lebensmittelvergiftung eingehandelt. Tuomas Saukkonen, federführend bei beiden Bands, hatte vorher dennoch einige Sorgenfalten mehr auf der Stirn – keine eigene Backline etc. Unbegründet, ein astreiner Gig mit Fokus aufs aktuelle Rise of the Phoenix Material, jedoch durfte der Klassiker Unbreakable nicht fehlen.
KYPCK enterten erst zu später Stunde die Bühne für einen intensiven Gig, Doomig-fieser Metal, der Sound erinnert mich stellenweise an Laibach. Stilgerecht blieben auch die Ansagen in Russisch – ich kann daher zur Setlist nicht viel sagen. Das Publikum jedoch zeigte sich textsicher und sang immer wieder kräftig mit. (KW)

Sonntag, 1.7.2012
Sonne und Hitze kehrten an diesem Tag zurück und folterten damit all jene, die sich die Nacht zuvor im Jatkoklubi amüsiert hatten… Und es gab schon wieder eine Änderung im Programm – Overkill spielen anstatt Lamb of God auf der großen Bühne. Grund: der Sänger musste in Haft, da er einen Fan von der Bühne gepuncht hatte, der an den Verletzungen starb. Finntroll haben es in letzter Minute auch auf´s Line-up des diesjährigen Tuskas geschafft und spielen anstatt Overkill auf der kleineren Bühne.

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The Man-eating Tree
Wieder einmal eine Band, die ich schon einige Male gesehen hatte, aber nicht wirklich mag und denen ich hier noch mal eine Chance geben wollte dies zu ändern. Diesmal war das keine so gute Idee. Ich höre diese Band ganz gerne auf CD, auch wenn sie keinen Preis für Originalität gewinnen würde, aber ihre Live-Auftritte können nicht überzeugen. Technisch klingt alles wie auf dem Album, aber ich verzichte lieber darauf ihre Performance zu sehen. Mit dieser Meinung war ich nicht alleine, denn das Zelt war halbleer. (MH)

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Apocalyptica
Der Tuska Sonntag fing mit schönem sonnigen Wetter an, aber es hätte auch niemanden gestört, wenn es geregnet hätte sobald Apocalyptica die Bühne betraten. Es war ein Vergnügen solche Spielfreude zu sehen. Spontan, freudig, energiegeladene Bühnenpräsenz kombiniert mit weltklasse Können beim beherrschen ihrer Instrumente. Schon nach ein paar instrumentalen Stücken, schloss sich Tipe Johnson dem Quartett an und steuerte der fröhlich herumtollenden Performance seine Stimme bei. Um dem Ganzen noch ein bisschen mehr Entertainment draufzusetzen entledigten sich Eicca und Perttu mitten in der Show ihrer T-Shirts. Mit einem schönen Medley in dem ein wenig von allem zu hören war, endete das Set, das alle Fans und zufälligen Zaungäste wirklich zufrieden stellen konnte. Mit einer Gruppenumarmung und Verbeugungen vor den Zuschauern verabschiedeten sich Apocalyptica ein Stückchen mehr in Richtung einer total verdienten Show-Pause. (MH)

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Skeletonwitch
spielten Black Metal Rock - Thrash Viking Metal Mix – jedenfalls eine melodische fette Soundwand mit epischem Groove, so richtig schön zum Headbangen. (KW)

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One Morning Left
Ich war nicht die Einzige, die neugierig war, was für eine Band das eigentlich ist. Das Kattilahalli war fast voll und die Atmosphäre gespannt. Metalcore, Synthypop und eine Portion Humor waren die Hauptbestandteile, die gemixt in dem farbenfrohen Pulk von querbeet hüpfenden jungen Männern hier dargeboten wurden. Ich glaube, mindestens ein Drittel der Zuschauer teilte ein Gefühl von Überraschung und Verwirrung mit mir, während der Rest das was zu hören und sehen gab sichtlich genoss. Eine sehr energetische Gruppe, aber nicht ganz mein Geschmack. (MH)

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Baroness
aus Savannah, Georgia, legten exzellenten Prog Rock / Hard rock mit Death Ausflügen hin, eine echte Entdeckung für mich und für so einen heißen Tag auch das Richtige zum Chillen. Wunderschöne Melodien zum Abdriften, aber mit dem notwendigen Punch – geile Band. (KW)

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Overkill
vertraten Lamb Of God auf der großen Bühne und machten definitiv eine gute Figur, die Zeit schien an den Old School Thrash Heroen fast spurlos vorbeigegangen zu sein - agil und spielfreudig prügelten sich die Amis durch ein Best-Of Programm (u.a. Bring Me the Night, In Union We Stand, Wrecking Crew) Na ja, ich hatte schon immer meine Probleme mit Blitz´ Stimme, die hohe Lage ist einfach nicht meins. Aber das Tuska-Publikum feierte die Jungs ab wie die heimlichen Headliner des Festivaltages und holten sie noch mal für die Zugaben Deny the Cross, Rotten to the Core und Fuck You auf die Bühne. (KW)

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Bittere Entscheidung – gerade als Finntroll mit einer hochenergetischen geilen Show loslegten, zog es mich doch zu:

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Jess and the Ancient Ones
und ich bereute es nicht, eine wahrhaft hypnotische Band mit noch hypnotischerer Frontfrau, deren Stimme was von Grace Slick hat. Prog Rock meets Psychedelic meets Metal meets Blues – einfach Augen zu und abdriften. (KW)

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Ministry
Mastermind Al Jourgensen zeigte sich sehr angetan von Helsinki, und dass hier weltweit die meisten Metalheads angesiedelt sind: ”I love this place, man!” Nun ja, vor der Bühne hätten es noch ein paar mehr sein können, gemessen daran, dass hier doch die Hauptband des Festivals aufspielte. Was jene verpassten, die sich schon früher auf den Heimweg machten, war eine Band, die viel agiler und gesünder wirkte noch vor einigen Jahren beim Metalcamp. Vielleicht wären Ministry bei Nacht und mit massiver Lichtshow auch etwas besser zur Wirkung gekommen. Die Ministry-Fans beim Tuska waren jedenfalls begeistert. (KW)
Setlist: Ghouldiggers, No W, Rio Grande Blood, Señor Peligro, LiesLiesLies, 99 Percenters, Watch Yourself, Life Is Good , Waiting, Worthless. Relapse, The Last Sucker, Khyber Pass, Encore: N.W.O., Just One Fix, Thieves

Fazit: wieder ist ein erfolgreiches Tuska-Jahr mit 26.000 Besuchern zu Ende. Auch wenn die neue Location immer noch nicht so viele Leute anzieht wie die alte “damals” in Kaisaniemi, wo die 30.000er Marke jedes Jahr erreicht wurde. Bis zum nächsten Mal in 2013!


Mari E. Haapala (MH), Tina Solda (TS), Klaudia Weber (KW)


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8.5/10



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