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With Full Force XIII 2006

2006-07-24
Stadt / City Roitzschjora 
Land / Country Germany 
Web www.withfullforce.de
 
Veranstaltungsort:
Location
 
Datum / Date20 Jun - 02 Jul 2006 
Bildergalerie / Picturegalerie WFF_2006 
Photos: Michael Klimczak 

Womit beginnt man eine Konversation, wenn man nicht so genau weiß wo man anfangen soll? Richtig, man redet über´s Wetter! Heiß war es auf dem Flugplatz Roitzschjora und wenn wenigstens mal ein laues Lüftchen Abkühlung verschaffte, machte sich der trockene und vor allem staubige Boden auf dem Gelände unangenehm bemerkbar.

Der Boden auf dem Campinggelände war keinen Deut besser und so ließ es sich kaum vermeiden, das man selbst unmittelbar nach dem Duschen wieder zu schwitzen begann und der Staub der in der Luft lag besonders gut haftete. Wenigstens bot ein nahe gelegener See, den erstaunlich viele Festivalbesucher vor allem vormittags vor dem Einlass nutzten, willkommene Abkühlung und ein Gefühl der Sauberkeit.



Der Boden auf dem Festivalgelände selbst wurde von Zeit zu Zeit gewässert um die Staubbildung zu vermindern. Allerdings nahm man dabei mitunter sehr, sehr wenig Rücksicht auf das sich dort befindende Publikum, was einige weniger zu stören schien, zum Teil aber auch für großen Unmut und kleinere Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften sorgte.

Die Bands, die Freitags am frühen Abend aufspielen mussten, hatten einen schweren Stand, denn zu dieser Zeit bestritt die deutsche Elf ihr Viertelfinalspiel gegen Argentinien. Für die Fußballfans war natürlich mit der Übertragung des ARD Programms aller Wochenendspiele gesorgt und so versammelte sich doch eine große Menge direkt vor der Leinwand, während andere auf ihrem mitgebrachten Sofa vor dem Festivalgelände das Spiel aus einiger Entfernung verfolgten.



Natürlich gab es daneben auch genügend nicht fußballinteressierte Fans, so dass gute Auftritte wie zum Beispiel der von STONE SOUR ebenfalls ausreichend gewürdigt wurden.

Der deutsche Erfolg führte bei den Nachfolgenden Bands zu Kommentaren unterschiedlichster Art, so meinten die Schweden von DISMEMBER: "Ihr könnt vielleicht Fußball spielen, wir dafür Death Metal!" Und die Kanadier DANKO JONES gaben sich erfreut, allerdings nach eigener Aussage nicht um der Deutschen willen, sondern weil sie keine Lust hatten vor lauter "angepissten", deprimierten Gesichtern zu spielen.

Aber in erster Linie ging es den meisten an diesem Wochenende ja doch um die Musik und wenn man sich die Besetzung des Festivals mal so im Vorfeld durchgeblättert hatte schien das ja alles ganz viel versprechend zu sein. Sowohl für die Metaller, als auch für die zahlreichen Besucher, die sich vornehmlich für den HARDBOWL im Zelt interessierten.


----- Freitag -----


"Fuck those who listen to Kreator" verkündeten die Jungs von DANKO JONES nach den ersten Liedern ihres Auftritts, der zeitlich parallel zu dem von KREATOR lag. Und ganz so unrecht hatte Frontmann Jones damit nicht, denn während die drei Kanadier im Zelt ein wahres Hardrock- und Rock´n´Roll-Feuerwerk abbrannten und richtig gute Stimmung verbreiteten mussten sich die Zuschauer vor der Hauptbühne mit einem eher mäßigen Auftritt der deutschen Thrasher zufrieden geben.



Zwar legten KREATOR einen gewohnt rauhen, aggressiven Auftritt hin, doch schien Mille stimmlich nicht ganz auf der Höhe zu sein und klang stellenweise eher etwas krächzend und quäkend. Auch der Grüne Schwefelrauch, der hin und wieder als Showelement eingesetzt wurde - und dessen Geruch auch in den ersten Reihen noch zu vernehmen war - schien der Band etwas zu schaffen zu machen. Dennoch legte man sich ins Zeug und spielte sich 50 Minuten größtenteils eher durch die neuere Bandgeschichte, wobei einige echte Klassiker, wie zum Beispiel "Flag Of Hate", leider auf der Strecke bleiben mussten.



Hightlight des Abends waren wohl die Brasilianer von SOULFLY. Mit Hits wie "Primitive" oder dem Sepultura-Klassiker "Roots, Bloody Roots" zogen die Jungs um Max Cavalera schnell einen großen Teil des Publikums auf ihre Seite. Mit gutem Sound und einer überzeugenden Show lieferten SOULFLY einen durchaus sehenswerten Auftritt ab. Die Fans dankten es mit großem Moshpit und fleißigem Mitsingen, als "An Eye For An Eye" aus den brasilianisch beflaggten Verstärkern auf der Bühne dröhnte.



"Das Konzert ist in der ersten Reihe und auf Knien zu empfangen." So stand es in der Bandbeschreibung zu CELTIC FROST auf der Homepage des Festivals und auch vom Auftritt auf dem diesjährigen Sweden Rock waren mir im Vorfeld gute Kritiken zu Ohren gekommen. Große Erwartungen bürdete man dem Schweizer Urgestein damit für die Reunion-Tour und den Auftritt auf dem WITH FULL FORCE, doch für viele war die Darbietung eher enttäuschend. Bis zum Begriff "Katastrophenheadliner" gingen gar die Meinungen einiger Fans. Ganz so hart würde ich mit CELTIC FROST nicht ins Gericht gehen, doch hatte auch ich mir mehr erhofft. Zwar ist die Band nach wie vor musikalisch brillant, das Problem lag eher in der Interpretation der Stücke: So spielte man auch die alten Lieder im Stil der neuen Platte "Monotheist". Diese ist ja wahrlich nicht schlecht, aber mal ehrlich, alte Hits wie "Morbid Tales" im neuen Doom-Gewand, das funktioniert einfach nicht. Auch das Auftreten der Band war eher statisch, obwohl sich der zweite Live-Gitarrist und Bassist Martin Eric Ain an den rockigeren Stellen ab und zu auch mal zu ein weniger mehr Bewegung hinreißen ließen und die Atmosphäre der doomlastigen, getrageneren Passagen durchaus beeindruckend war. Was soll man sagen, Band um Tom Gabriel Fischer ist im 21. Jahrhundert angekommen und hat wohl durchaus ihre Daseinsberechtigung auf den großen Bühnen dieses Sommers, aber die wahren Fans der CELTIC FROST der 80er und 90er Jahre werden daran nur bedingt gefallen finden können.
Mit den letzten Tönen von CELTIC FROST begann im Zelt bereits die KNÜPPELNACHT und DISMEMBER waren die ersten, die getreu diesem Motto zu Werke gingen und ihren schwedischen Death Metal unter das Volk brachten.

Dieses war im übrigen noch zahlreich erschienen, das Zelt gut gefüllt und auch im Außenbereich tummelten sich noch recht viele Fans, die das Konzert nicht verpassen wollten.

Im Anschluss war es Zeit für eine Band, die bereits auf der ersten Ausgabe des WITH FULL FORCE einen Auftritt hatte. Die Rede ist von NAPALM DEATH. Schreihals Barney - mit gewohnt großem Aktionsradius - überzeugte das Publikum sowohl stimmlich als auch mit seiner Darbietung, während seine Bandkollegen - zum Teil eher statisch - souveränen Grindcore abfeuerten. Aber nicht nur die vier Jungs aus Birmingham tobten sich die 40 Minuten, die ihnen gegeben waren, aus, auch in den vorderen Reihen zeigte sich rege Aktivität. Zum Abschluss des Auftritts brachte Barney die Meute noch mit leicht platten, politischen Aussagen wie "Fuck NPD", dem erhobenen Stinkefinger und dem Dead-Kennedys-Cover "Nazi Punks Fuck Off" zum jubeln. Dem Fan gefiels.

Gleich danach lichteten sich die Reihen und von den etwa 3000 Zuschauern blieben vielleicht noch 500, in freudiger Erwartung auf gut dreieinhalb weitere Stunden Geknüppel. MYSTIC CIRCLE fuhren ebenfalls schwere Geschütze auf und boten 40 Minuten gut gemachten - wenn auch ein wenig stupiden - Black Metal. Auch das Publikum war noch ganz bei der Sache und so vermochte es Frontmann Beelzebub mit Phrasen wie "Let´s Go To Hell" den Anwesenden auch zu später Stunde noch Applaus zu entlocken.

Waren es doch immer die gleichen Zuschauer, die sich in den ersten Reihen vor der Zeltbühne tummelten, wurde auch die nächste Black-Metal-Formation - DARK FORTRESS - freudig empfangen. Mit deutlich mehr Bühnenpräsenz als ihre Vorgänger - schließlich standen hier aber auch drei Mann mehr auf der Bühne - und nicht weniger Klischees, hinterließen die Jungs aus Landshut einen guten Eindruck bei der anwesenden Black-Metal-Fraktion. Alle anderen waren ohne hin längst in die Zelte und Schlafsäcke verschwunden, schließlich war es bereits nach drei Uhr als DARK FORTRESS zu spielen begannen. Den verbliebenen stand die Müdigkeit allerdings auch schon deutlich ins Gesicht geschrieben und deswegen blieb ein guter Auftritt, aufgrund des Mangels an Stimmung und Publikumsresonanz leider ein wenig hinter den Möglichkeiten der Band zurück. DARK FORTRESS waren nicht schlecht, aber man hat auch schon bessere Shows von ihnen gesehen.

Erst DISBELIEF machten müde Metaller wieder munter. Die noch anwesenden Fans schienen es dann doch zu genießen, dass die Band mit weit weniger Klischees als ihre beiden Vorgänger arbeitete und insgesamt spritziger und moderner zu Werke ging. So war nun auch endlich wieder Bewegung im Publikum wahrzunehmen und dem charismatische Frontmann Jagger gelang es sogar noch, ein paar wenige zum Crowdsurfen zu animieren.



Es wurde bereits langsam hell draußen, als schließlich die von den meisten so sehnsüchtig erwartete Band ENDSTILLE die Bühne betrat um ihr 40-minütiges, von zwei Zugaben ("Ripping Angel´s Flesh" und "Der Hetzer") gekröntes Set zu präsentieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit diversen Kabeln, sowie den schwarz-rot-gold gestreiften Hosenträgern des Bassisten ging es dann auch richtig gut zur Sache. Nichts Innovatives hatte man erwartet, nichts Innovatives bekam man. Den Fans war´s recht so, die Show war gut und ENDSTILLE boten den wenigen übrigen Fans sogar noch eine kleine Premiere: Noch nie zuvor hatte man das Stück "Instinkt" live dargeboten. Kurzum, alle die tapfer bis zum Ende - d.h. bis kurz nach fünf Uhr morgens - durchgehalten und die fünf anderen Knüppel-Bands dieses Jahres abgefeiert hatten wurden mit einem letzten brachialen Gig belohnt, bevor auch sie auf den Zeltplatz entlassen wurden.


----- Samstag -----



Am zweiten Tag des Festivals ging es erst ab 14 Uhr wieder los. Das war auch gut so, wirkten doch viele der Besucher selbst um diese Zeit noch nicht ganz frisch. Liegt dies auf anderen Festivals oft an den bis spät in die Nacht feiernden Zeltnachbarn, so trug hier auch die KNÜPPELNACHT - die auch auf dem Zeltplatz noch deutlich zu hören war - zur Katerstimmung am nächsten Morgen bei.



Bereits im Vorjahr zelebrierten die Fans des WITH FULL FORCE zusammen mit den frisch wiedervereinigten Südstaatlern von OBITUARY die Auferstehung des US DEATH METAL. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen, als die fünf Rednecks aus Florida am Samstag Nachmittag zum vorletzten Auftritt ihrer Europatournee wieder auf der Bühne standen. Doch der geneigte Fan, der in brütender Hitze vor der Bühne ausharrte wurde keinesfalls enttäuscht und bekam amerikanisches Riffgewitter vom Feinsten geboten. Eine dreiviertel Stunde spielten sich die Mannen um John Tardy durch die nun über 20-jährige Bandgeschichte - von neuen Stücken wie "Redneck Stomp" bis zum obligatorischen Abschluss "Slowly We Rot", eine dreiviertel Stunde lang wurde die Band von den Fans abgefeiert. Mit brachialem Sound und einer unglaublichen Bühnenpräsenz gelang es OBITUARY also auch auf dem diesjährigen WITH FULL FORCE wieder auf ganzer Linie zu überzeugen und in meinen Augen einen der besten Gigs des diesjährigen Festivals zu spielen. Ende August wird die Band noch auf dem UP FROM THE GROUND - und dort sogar in Headlinerposition - zu sehen sein. Auch hier darf man sicher einen sehenswerten Auftritt erwarten.



Keine Angst vor Hits zeigten IN FLAMES - die Headliner des zweiten Tages
- die eine gewohnt bombastische Show auffuhren. Die Schweden waren damit eigentlich die einzige der großen Bands, die ihre Position auch durch ihren Auftritt rechtfertigten. Der musikalisch einwandfreie Auftritt wurde - wie von IN FLAMES nicht anders gewohnt - mit einer aufwändigen Lichtshow und jeder Menge Pyroeffekten untermalt. Einziger Wehrmutstropfen war für mich, dass Sänger Jesper bei den Versuchen das Publikum mit einzubinden das ein ums andere Mal etwas zu sehr ins labern geriet. Vielleicht hätte man sich an diesen Stellen ein paar Worte sparen können und hätte dafür zwei weitere Stücke im Set untergebracht. Und na ja, für alle die IN FLAMES bereits auf der letzen Tour gesehen hatten war es im Wesentlichen nichts neues, die gleichen Titel, die gleiche Show, eben das Standardprogramm. Aber wo findet man heutzutage noch eine Band mit derartig hohem Standard?


----- Sonntag -----




ARCH ENEMY stellten eines der Highlights des Sonntags dar. Die Band lieferte einen insgesamt überzeugenden Auftritt ab und auch Frontfrau Angela Gossow stellte ihre Stimmgewalt unter Beweis. Zugegeben, es mutet natürlich schon etwas seltsam an, die doch recht zierliche Blondine beim Death-Metal-Grunzen zu beobachten. Aber sie machte sowohl bei den neueren Stücken, wie z.B. dem Hit "Ravenous", als auch bei den alten Liedern, die noch aus der Zeit des alten Sängers stammten, eine gute Figur. Das Publikum dankte mit großem Moshpit und guter Stimmung.



Nach SICK OF IT ALL - die KORN nach krankheitbedingte Absage ersezten - war es dann schließlich Zeit für MOTÖRHEAD, die von vielen schon sehnsüchtig erwartet worden waren. Mischten sich bei BULLET FOR MY VALENTINE zuvor unter die "Bullet, Bullet"-Rufe immer mehr Schreie nach MOTÖRHEAD. Aber wenn Lemmy keine Lust hat, dann gibt es nur einen halbherzigen Auftritt. Und so hatte die Show von MOTÖRHEAD auf dem WITH FULL FORCE nichts mit dem brillianten Auftritt gemein, den ich vor ungefähr drei Jahren einmal irgendwo gesehen hatte, sondern war eine eher enttäuschende Darbietung. Lemmy machte einen recht gelangweilten Eindruck und auch sein Gitarrist glänzte nicht gerade durch Bühnenpräsenz. Mit alten Hits und mäßigem Auftritt zählten MOTÖRHEAD für mich eher zu den Enttäuschungen des Festivalwochenendes.

Auch die anderen "großen Namen" des Wochenendes hinterließen eher einen überwiegend enttäuschenden Eindruck. Für IN EXTREMO und BULLET FOR MY VALENTINE zum Beispiel war einfach nicht das richtige Publikum anwesend, was sich dann natürlich auch auf die Qualität des Auftritts niederschlug. Und ob man eine Band wie IN EXTREMO nach den Entwicklungen der neueren Alben noch auf einem Metalfestival zwischen CLAWFINGER und AGNOSTIC FRONT spielen lassen muss sei mal dahingestellt.
Aber natürlich gab es auf dem Festival auch eine Reihe kleiner, positiver Überraschung. Dazu zählten auch LUMSK aus Norwegen, die die letzte Spezialnacht im Zelt eröffnen sollten.



Prinzipiell stehe ich der Sympbiose von Metal und (nordischem) Folk ja eher kritisch gegenüber, da in der Beziehung in letzter Zeit viel zuviel Kitsch und Mittelmäßiges produziert wird. LUMSK stellten allerdings unter Beweis, dass man es auch richtig machen kann. Musikalisch und inhaltlich ging man ähnlich versiert zu Werke wie zum Beispiel FINNTROLL, allerdings brachte man die typischen Sagen und Geschichten über Trolle in einem ernsthafteren Kontext dar. Sängerin Stine Langstrand gab sich Mühe beim ersten Deutschlandauftritt der Band auch alle Ansagen und Erklärungen zu den Geschichten auf deutsch zu bringen, was - unter gelegentlicher Zuhilfenahme eines kleinen Spickzettels - sehr gut funktionierte. Beim Publikum im Zelt jedenfalls kam die Vorstellung sehr, sehr gut an.

OPETH und die nachfolgenden Bands des LAST SUPPER mussten wir dann leider zu Gunsten der Heimreise ausfallen lassen, was einen weiteren kleinen Kritikpunkt des Festivals darstellt. Zwei so brilliante Bands wie OPETH und AMORPHIS Sonntagnachts zu bringen, wo doch viele Zuschauer, die einen weiteren Anreiseweg hatten Montag wieder in Uni, Schule oder Job antreten müssen finde ich nicht optimal. Klar, wenn am Sonntagnachts keine interessanten Bands mir spielen, werden noch mehr gleich nach Hause fahren, dennoch ist es sehr Schade, wenn viele hier etwas verpassen müssen.


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Insgesamt schienen die meisten Festivalbesucher doch recht zufrieden mit dem Wochenende zu sein, trotz der sehr enttäuschenden Headliner. Und auch der HARDBOWL, das Hardcore- und Punk-Event, dass jeden Nachmittag im Zelt über die Bühne ging wurde wieder gut aufgenommen. Diese Kombination aus typischen Metalklängen auf der Hauptbühne einerseits und den punkigeren, rockigeren Tönen auf der Zeltbühne andererseits findet man in dieser Form unter den großen, deutschen Open Airs wohl nur auf dem WITH FULL FORCE.



Für den Spass am Wochenende sorgten im übrigen A.O.K. mit Titeln wie "Arschgeweih auf Hinterlader", sowie MAMBO KURT, die jeweils den Samstag bzw. Sonntag eröffneten. Letzterer - der selbsternannte König der Heimorgel - spielte auf seinem Instrument eigene Interpretationen diverser Hits der Rockgeschichte. So begann er mit dem Klassiker "The Final Countdown" und holte im Anschluss für Rammstein´s "Engel" dann die BOSSA BABES, eine Schlagzeugerin und eine Gitarristin auf die Bühne, machte jedoch deutlich, dass die Heimorgel für ihn das einzig wahre Instrument sei, mit dem er jeden Sound amtlich nachahmnen könne. Es gäbe für ihn nur ein Lied bei dem er ein anderes Instrument gelten ließe und das sei das Schlagzeugsolo, nicht jedoch ohne unter Beweis zu stellen, dass er seinem Instrument auch ähnliche Töne entlocken konnte. Weiter ging es dann mit Metallicas "Enter Sandman", das spontan zum Walzer umfunktioniert wurde, und dem AC/DC Hit "Highway To Hell". Den Abschluss seines sehenswerten Auftrittes bildeten "Musik ist Trumpf", das Stück mit dem er - kein Witz - den Wettbewerb "Jugend musiziert" in der Kategorie "Heimorgel für unter Zwölfjährige" gewonnen hatte und sein Song zur Fußball-WM, den er auch schon vor deutschen Stadien zum besten gegeben hatte. Auch THE REAL MCKENZIES sorgten am Sonntag noch für richtig gute Partystimmung. Die schottischstämmige Punkband aus Kanada verbreitete gute Laune und nahm dabei mit Songs wie "Get Lost" die Punkkultur und sich selbst aufs Korn. Im Moshpit und beim Pogo sah man Punks und Metaller gemeinsam feiern und Sänger Paul McKenzie ließ während eines Dudelsacksolos nicht die Gelegenheit aus unter Beweis zu stellen, dass er ein echter Schotte sei... und nichts unter dem Kilt trug.

Michael Klimczak, Patrik Klug


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6.5/10



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