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Jeff Hanneman von Slayer ist tot: Er starb am 2. Mai gegen 11h vormittags nahe seines Wohnorts in Südkalifornien an Leberversagen. Er hatte sich nach einem Spinnenbiss mit Nekrotisierender Fasziitis infiziert. Mehr Info: www.facebook.com/slayer
R.I.P. Jeff!
Festivals abgesagt: ROCK AM SEE (D) legt 2013 "mangels attraktivem Headliner" eine Pause ein; BURNING SEA in Kroatien musste wegen einer neuen "Steuerkeule" die Notbremse ziehen. Bereits gekaufte BS-Karten gelten nun auch fürs METALDAYS in Slowenien.
Das Siberian Jay Musikvideo "I´m Holding" mit Mikko Sirén (Apocalyptica Drummer) - siehe dazu unser "1h with" Special von den Dreharbeiten - könnt ihr hier ansehen: http://youtu.be/C-hSNurZVcs


- Rezension: KONZERTE - CONCERTS -


Poets of the Fall

2012-06-13
Stadt / City Turku 
Land / Country FIN 
Web www.poetsofthefall.com
 
Veranstaltungsort:
Location
Apollo Nightclub 
Datum / Date7.6.2012 
Bildergalerie / Picture gallery POFT12_gal 
Photos: Johanna Ahonen 

Poets of the Fall waren die erste Live Band in der neugegründeten Musik-Event Schiene des Apollo Clubs in Turku, die nun jeden Monat hochkarätige finnische Bands präsentieren wird. Bisher hatte die Apollo Bühne hauptsächlich Coverbands für die Party-Gemeinde beherbergt. Dieser Club Event ist eine willkommene Abwechslung im Programmplan, da es Turku wirklich an guten Venues und Konzerten mangelt, im Vergleich zu grösseren finnischen Städten. Nicht dass ich das Apollo an sich als gutes Venue beschreiben würde, die Bühne hat einige schwere Probleme- wie zum Beispiel diesen grossen Pfeiler, der in der Mitte vor der Bühne steht und die Sicht versperrt, und die Soundqualität ist nicht immer die bestmögliche. Und ich will hier nicht einmal anfangen, diese Standard Bühnenbeleuchtung aus der Sicht eines Photographen zu beurteilen…

Auf jeden Fall, freute ich mich darauf, die Poets live zu hören, vor allem weil ich nicht hundert Prozent überzeugt war von ihrem letzten Album. Ich habe sie zuvor nur am Ruisrock Festival gesehen, zu der Zeit als Carnival of Rust erschien, und erinnerte mich klar daran, dass mich ihr damaliges Set umgehauen hat. Ich war sehr gespannt darauf, wie die Set Liste des Abends zusammengestellt sein würde – und sie einfach nur exzellent. Eine wirklich gute Kombination aus neuem und altem Material, und von den neuen Songs hatten sie jene gewählt, die live wirklich funktionierten. Vom Album Temple of Thought hörten wir Songs wie „The Lie Eternal“, „Kamikaze Love“,“Cradled in Love“ und „Temple of Thought“. Von ihrem alten Material wurden Lieder wie “Carnival of Rust”, “Locking up the Sun”, “War”,”Dreaming Wide Awake” und “Late Goodbye” gespielt.

Die erste Hälfte des Gigs war etwas gedämpft, meiner Ansicht nach. Zu allererst fiel mir sofort auf, dass ich einen schlechten Standort gewählt hatte, um dem Konzert zu folgen. Ich konnte Fotos machen, aber der Sound war stumpf, und vor allem der Gesang kam konfus daher. Ich gebe der Band keine Schuld dafür, es war mehr eine Frage der Akustik im Apollo und meines Standorts. Wirklich schade. Aber auch vom Gefühl her schien der Energielevel der Band etwas niedrig zu sein, und da waren sogar ein paar kleine Patzer in Markos Gesangsperformance. Vielleicht weil sie gerade ein Monat Aufnahmepause hatten, oder weil die bescheidene Anzahl von Besuchern im Apollo nicht wirklich die Feuer des Rock´n´Roll entfachen konnten an diesem Abend. Aber auf jeden Fall brauchte es seine Zeit, bis die Band warm wurde. Gegen Ende des Sets lieferten alle auf der Bühne viel lebendigere Performances, was viel eher dem Gig entsprach, den ich erwartet hatte. Die exzellenten Guitar Solos von Olli und Jaska sassen haargenau und die Zugaben - welche die Band spielte, ohne die Bühne zu verlassen - klangen nach einer Band, die offensichtlich auch eine viel grössere Bühne rocken könnten. Ich hätte locker noch eine weitere Stunde zuhören können, weil die Jungs gegen Schluss wirklich super waren.

Während des gesamten Gigs habe ich es wirklich genossen, Marko bei seiner Performance zu beobachten. Er gibt wirklich einen Freak Zirkus Direktor ab, wenn er auf die Bühne kommt mit seinem verschmierten Augen-Make-up, seinem Zylinder und einer Federboa (von der er uns erzählte, das sie brandneu ist) und mit seinem Gebaren hält er das Image ziemlich gut aufrecht. Zwischendrin meinte er mal, dass er die Kalorien zählte, die er während eines Gigs verbrauche und das Ergebnis glich einem 10 Km Rennen. Das habe ich keineswegs bezweifelt.

Für einen Donnerstagabend Club Gig war das eine gute Show mit powergeladenen Rocksongs und wunderschöne Balladen, und das neue Material wurde sehr gut für dieses Set ausgewählt. Ich möchte diese Band definitiv wiedersehen, und das möglichst bald.

Johanna Ahonen; transl. S.Mahrer


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8/10



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