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- Rezension: AUDIO CD -


Julien-K

2010-03-05
Titel / Title Death to Analog 
Label Tiefdruck Musik 
Web www.myspace.com/julienk
 
Gesamtspielzeit
Total run time
59:36 min 
Vö/Release05 / 03 / 2010 

Als die Platte losgeht, denkt man: Ach, du dickes Ei, die frühen Yello haben sich eine elektrische Gitarre geleistet und machen jetzt auf Industrial-Disco. Insbesondere die wiegenden Ohrwurm-Melodien in Verbindung mit treibender Percussion lässt den Eindruck aufkommen, dann setzt allerdings eine Stimme a la De/Vision ein. Beim zweiten Track „Someday Soon“ neigt man dazu, die Sache in die Abteilung Easy-Listening-Dancemusic zu schieben – die Reminiszenz zur 80er Disco in technischer Bearbeitung mit Mitteln des 21. Jahrhunderts spült weich die Gehörgänge. Da setzt „Kick the Bass“ noch eins drauf, etwas härter im Beat, aber bekömmlich wie ein Mix aus Aha und frühen Depeche Mode mit süßen Wiedererkennungsmelodien und -refrains. Aber zu früh: So einfach macht es einem diese Scheibe nicht.

Die Schwierigkeiten beginnen mit „Technical Difficulties“ und einem Satz heißer Ohren in Richtung KMFDM. Das Stück mitten drin angesetzt ohne Vorwarnung lässt Mutter ihren Kaffee umschütten. Mal weiter: „Systeme De Sexe“… Sex? Französisch? Ohja, ah, zum Synthie-Rhythmus stöhnt ein erotisches Stimmchen, und dann der Gesang – gehört hat man das doch irgendwann schon mal. Selbst der Refrain erschafft ein Déjà vu, das von “Maestro” verstärkt wird, Keyboard im 80er Style, vokal zwischen Tears for Fears und The Cars angesiedelt. Nein, hier wird kein neues Musikgenre erschaffen, hier baut man handfest auf Vorlieben von Tanzmusik aus den letzten drei Jahrzehnten und verfeinert sie durch astreine Produktion. Man merkt, dass an diesem Album absolute Profis die Finger an den Reglern hatten. Soundtechnisch über Zweifeln erhaben, wird stilistisch munter zitiert, weiterverarbeitet und mit einer Vielzahl eigener Ideen gemischt, die über die in den 80er Jahren eher flache kommerzielle Vordergründigkeit weit hinausgehen.

Etwas fühlt man sich an den Geist von 10CC erinnert, die unterhaltende Tanzeinlagen mit individuellen Verrücktheiten kreuzten. Spätestens bei „Nvr Say Nvr“ würden wir mit dem Urteil Easy-Listening eine Bauchlandung machen. Das poppt spritzig bis hakelig und dürfte sogar mit Easy-Dancing überfordern; die Platte braucht mehrere Durchläufe, um erfasst zu werden. Vor allen Dingen muss man sich da erstmal reinhören. „Dystopian Girl“ steht total im Geiste unseres Jahrtausends: Hektisch, dynamisch, elektronisch, mit Reizen flutend. Urbane Tanzmusik auf einer Gradwanderung zwischen ohrwurmartiger Melodik und aggressiven Schockimpulsen. Bei „Look At“ kommen auch wieder vermehrt Gitarren zum Einsatz, verzerrte Soli mischen sich mit Industrial-Riffs und vereinigen sich mit Synthetik und Stimme zu einem spannenden Ausflug.

Etwas hoch gegriffen erscheint der Wunsch, hier nun auf eine Band gestoßen zu sein, die die Musiklandschaft revolutioniert. Doch dafür ist Julien-K ein deutliches Beispiel für den Zeitgeist unserer Epoche: Kein Messias, aber gierig suchend. Auf bestehenden Elementen basierend und diese munter mit der Technologie in den Computern und in unseren Köpfen mischend. Tanzbar und intellektualisierend. Zitierend. Kopierend, aber mit den Kopien collagierend. Die Collage erschafft ein Kunstgebilde, das nichts eigenständig Neues kreiert, und doch so innovativ ist, am Flickenteppich unserer eigenen zeitgemäßen Identität zu häkeln. Allerdings können die Stimulationen dieses perfekten Produkts nur schwer über die Frage nach wirklicher Emotionalität hinweg verführen. Aber auch das vielleicht ein Zeichen unserer Faszination an konsumierbarem Genuss.


Tracklist:
1. Death To Analog 5.18 min.
2. Someday Soon 4.15 min
3. Kick The Bass 3.45 min.
4. Technical Difficulties 4.22 min
5. Systeme De Sexe 5.29 min.
6. Maestro 3.32 min.
7. Forever 4.32 min.
8. Spiral 3.25 min.
9. Nvr Say Nvr 4.04 min.
10. Dystopain Girl 5.03 min.
11. Look At U3.50 min.
12. Stranded 3.59 min.
13. Disease 3.58 min.
14. Futura (DTA Mix) 4.29 min.


Andreas Torneberg


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8/10



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