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- Rezension: AUDIO CD -


Otto Dix

2011-11-08
Titel / Title Wonderful Days 
Label Danse Macabre 
Web www.myspace.com/ottodixx
 
Gesamtspielzeit
Total run time
53 min. 
Vö/Release4 / 11 / 2011 

Das engagierte Label Danse Macabre von Schloss Cottenau, Germany, hat eine weitere Platte der in der schwarzen Gemeinde Russlands äußerst angesagten Electro Goth Band OTTO DIX in Deutschland auf den Markt geschoben. Das ist mutig, denn bei aller Toleranz im Munde tun sich die deutschen Hörer nach wie vor schwer, Musik mit anderer als englischer oder - auch das schon mit Stirnrunzeln - deutschsprachiger Lyrik an die voreingestellten Ohren zu lassen. Dabei ist gerade „im Osten“ musikalisch viel Spannendes zu entdecken.

Otto Dix ist in Deutschland kein unbeschriebenes Blatt mehr, denn Danse Macabre haben schon vor zwei Jahren mit der damaligen CD „Starost“ versucht, das Interesse zu wecken. Von da an bemühte sich die Band aus St.Petersburg mit Livekonzerten beim Wave Gotik Treffen, bei der Castle Party und weiteren vereinzelten Auftritten um ihre westliche Hörerschaft. Jetzt im November startet eine Tour durch verschiedene deutsche Städte, um das neue Album vorzustellen.

War „Starost“ noch ein typisch slawisches Wechselbad der Gefühle mit romantischen, elegischen Balladen, die auf stürmische, harte Tanztracks stießen, so ist „Wonderful Days“ wesentlich homogener ausgefallen. Was jedoch zunächst mit den ersten Liedern ziemlich hart und kühl und mit vielen Dissonanzen durchsetzt beginnt, wird im weiteren Verlauf zunehmend harmonischer. Sänger Michael Draw schwelgt wie eh und je mit seiner ungewöhnlichen Stimme in klaren Melodien, die sich kontrastreich zu den elektronischen Beats abzeichnen. Jedoch hat auch er seinen Vokalpart um Evolution bemüht und versucht, die hellen Obertöne seines Countertenors um teilweise tiefere Tonlagen oder elektronische Verfremdung zu erweitern.

Man muss diese Stimme mögen und die eigene Voreingenommenheit von der Programmierung einer „männlichen“ oder „weiblichen“ Stimme und der sie innehabenden Person befreien. Mit seiner Stimme und seiner Persönlichkeit steht Draw zwischen den Geschlechtern; solch „unklare“ Zuordnung bereitet jedoch offensichtlich vielen Menschen Probleme. Insbesondere in seiner Heimat stößt er in der Bevölkerung auf viel Unverständnis bezüglich seiner Position in der Geschlechterzuordnung. Eine Welt ohne Sex im Sinne des Geschlechts, meint er, wäre eine bessere, eine Welt ohne die Probleme, die aus dem Mann-Frau-Systematik entstehen. Damit meint er jedoch keine Welt ohne Sex im Sinne der Erotik, und davon kann man sich schon beim Video des Songs „The Beast“ überzeugen. Hier tauchen wir ein in die Fetisch-Welt aus Lack und Obsession, womit er ebenfalls dem Mütterchen Russland und ihren Konventionen die blutige Zunge rausstreckt.

„Wonderful Days“ wirkt zunächst vertrauter und westlicher als die früheren Platten. Und wenn man Lieder wie das erwähnte „The Beast“ hört, fast etwas zu glatt und geschliffen. Aber bei mehrmaligem Hören kann man immer weitere Details und Dimensionen in den Liedern entdecken, und die CD gewinnt zunehmend an Reiz. Nach wie vor bildet eine geradezu klassische Theatralik den Rahmen. Die elektronische Dominanz wird noch dadurch verstärkt, indem die Violine zumeist verzerrt gleich einer elektrischen Gitarre zum Einsatz kommt und eher selten sich akustisch als eben dieses Instrument identifizieren lässt. Harmonien stoßen auf ihre Gegenteil. Romantik und Suche nach Schönheit gehen Hand in Hand mit Spannungsfeldern aus Morbidität und Düsternis.

Tracklist (englische Übersetzungen laut Label):
01 Those who will be after
02 The wonderful Days
03 The Machine
04 The Speed
05 The Iron Rod
06 A man, who doesn’t write prose
07 Glass Flowers
08 Little Prince
09 Icarus
10 The Beast
11 Undressed
12 Indigo
13 AOUM



Andreas Torneberg


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8.5/10



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