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- Rezension: AUDIO CD -


Drift & Die

2012-04-13
Titel / Title Back To Paradise  
Label 7Music 
Web www.drift-and-die.de
 
Gesamtspielzeit
Total run time
43:04  
Vö/Releasebereits erschienen / already released 

"Drift & Die spielen trotz ihrer schwäbischen Herkunft mit einer Attitüde auf, wie sie amerikanischer nicht sein könnte": Dieses Zitat aus der Biografie des Rock-Quartetts aus dem baden-württembergischen Schwäbisch Hall trifft es eigentlich ziemlich genau auf den Punkt. Nun kann ich persönlich dem "American Rock" à la Nickelback, Creed, 3 Doors Down, Puddle Of Mudd und Lostprophets nicht wirklich viel abgewinnen, aber hören wir uns ihr Debütalbum "Back To Paradise" doch erst einmal an...

Los geht es mit dem 38-sekündigen, rein instrumentalen Intro, welches auch schlicht als solches betitelt wurde. Der Übergang zum eigentlichen Opener "Nowhere" ist super gelungen und vor allem "fett", wie man so schön sagt, was in erster Linie der Produktion zu verdanken ist: Fette Gitarren, fetter Bass und ein fettes Schlagzeug kommen da gleich aus den Boxen gedröhnt. Nur der Gesang ist... Nun ja, wie ich bereits sagte: Diese Art von Rockmusik war noch nie wirklich meins. Aber es ist das Ding von Drift & Die und genau das, was die Jungs eben machen wollen - und für das, was sie machen wollen, machen sie es echt "fett". Vor den amerikanischen Kollegen und Vorbildern braucht man sich mit "Back To Paradise" jedenfalls nicht zu verstecken; eher sollten sich diese vor den deutschen Jungs in Acht nehmen.

Track 3, "Part Of You", gehört dann auch gleich zu den stärksten Nummern: Gesang und Drive erinnern sehr an Incubus. Gefällt mir schon deutlich besser. In die selbe Kategorie lässt sich auch Lied Nummer 8, "Gone This Day", einordnen, während der Sound von Song Nummer 11, "Rising Disease", etwas mehr Ecken und Kanten aufweist und "Solitary Place" eine nette Abschlussballade darstellt.

Die bereits erwähnte Produktion, für die sich niemand Geringeres als Stone The Crow-Bassist Tom Schenk verantwortlich zeichnet, ist und bleibt durchgängig erste Sahne. Lediglich mit der Art des Gesangs habe ich mitunter so meine Schwierigkeiten, speziell beim Titeltrack, und ein Stück wie "White Flag" dürfte eigentlich auch ohne Umwege den Weg zu sämtlichen Radiostationen finden, denn es dudelt so schön "ordinary" vor sich hin. Wer nun meint, er würde Hohn oder Spott herauslesen: Keineswegs! Die wenigen Kritikpunkte hier basieren letztendlich auf Geschmacksfragen, denn technisch und von dem Standpunkt aus, was Drift & Die repräsentieren wollen, haben sie mit ihrem ersten Silberling "Back To Paradise" ein absolut makelloses Ergebnis erzielt. Und es würde mich nicht wundern, in Zukunft mehr von den Jungs zu hören. Denn wie sagt man so schön in ihrer Heimatstadt: "Auf diese Steine können Sie bauen"...

Stefanie Singh


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7/10



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